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Veröffentlicht am 10.09.2025

Wenn Weihnachten und Halloween knutschen gehen

The Nightmare Before Kissmas
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Weihnachten und Halloween im Clinch – und mittendrin zwei Prinzen, die eigentlich Feinde sein sollten, aber plötzlich mehr Funken versprühen als ein Adventskranz an Silvester. Klingt nach einem Chaos? ...

Weihnachten und Halloween im Clinch – und mittendrin zwei Prinzen, die eigentlich Feinde sein sollten, aber plötzlich mehr Funken versprühen als ein Adventskranz an Silvester. Klingt nach einem Chaos? Ist es auch. Und genau das macht dieses Buch so verdammt genial.

Coal, seines Zeichens Sohn von Santa Claus, hat so gar keinen Bock darauf, zur wandelnden PR-Maschine seines Vaters degradiert zu werden. Als ob es nicht schon schlimm genug wäre, dass er gezwungen werden soll, die Prinzessin von Ostern zu heiraten, taucht plötzlich Hex auf – der Prinz von Halloween, charmant, geheimnisvoll und genau die Sorte Typ, die einem sofort den Schneemann unter den Füßen wegschmilzt. Tja, und ab da wird’s so richtig spannend.

Enemies to Lovers? Check. Boys Love? Check. Slow Burn, Grumpy x Sunshine und jede Menge bissige Dialoge? Doppelt Check. Ich habe beim Lesen gelacht, die Augen verdreht, innerlich geschrien „Jetzt küsst euch endlich!“ und mir gleichzeitig gedacht, dass diese beiden Feiertage nie wieder dieselben sein werden.

Sara Raasch hat es geschafft, eine Story zu schreiben, die sich anfühlt wie eine heiße Schokolade mit einer Prise Chili: cosy, süß, aber mit genau dem richtigen Kick. Coal und Hex sind so unterschiedlich, dass es kracht – und trotzdem gehört ihre Dynamik zu den besten Lovestorys, die ich seit Langem gelesen habe.

Am Ende bleibt mir nur zu sagen: Wer Bock auf eine schaurig-schöne, herzerwärmend-chaotische Lovestory zwischen Weihnachtsglitzer und Halloween-Magie hat, sollte sofort zugreifen. Ich jedenfalls habe mich komplett in dieses verrückte Feiertags-Universum verguckt.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Monster, Magie und mehr – der perfekte Witcher-Guide

The Witcher. Der Codex
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Manchmal braucht es kein Schwert aus Silber, sondern einfach ein Buch, das dich mit Wucht in eine andere Welt katapultiert. Und genau das macht dieser Codex. Einmal aufgeschlagen, fühlte ich mich direkt, ...

Manchmal braucht es kein Schwert aus Silber, sondern einfach ein Buch, das dich mit Wucht in eine andere Welt katapultiert. Und genau das macht dieser Codex. Einmal aufgeschlagen, fühlte ich mich direkt, als hätte mir Geralt höchstpersönlich die Hand auf die Schulter gelegt und gesagt: „Komm mit, du Depp, du wirst schon sehen.“ Und was soll ich sagen – ich hab gesehen. Viel. Sehr viel.

Dieses Werk ist keine schnöde Nachschlage-Broschüre, sondern ein Festbankett für Nerds mit Appetit auf Monster, Könige, Intrigen und jede Menge düstere Magie. Seite für Seite steckt voller Details, Zeichnungen und Infos, die sogar eingefleischte Hexer-Fans überraschen. Ich dachte ja, ich kenne das Witcher-Universum wie meine Westentasche – und plötzlich entdecke ich Geheimnisse, die mir bislang komplett durch die Lappen gegangen sind. So muss sich Dandelion fühlen, wenn er mal wieder eine Ballade zum Besten gibt und merkt: Mist, da war doch noch was.

Das Ding ist edel ausgestattet, macht was her im Regal und gleichzeitig Lust, direkt wieder in die Saga einzutauchen. Ich habe beim Blättern nicht nur Geschichten aufgesogen, sondern auch unzählige Ideen im Kopf gehabt: Wie würde es wohl sein, in Kaer Morhen auf der Bank zu sitzen, während Vesemir über alte Zeiten schwadroniert? Oder mit Triss ein Glas Wein zu kippen und anschließend Monsterköpfe zu zählen? Kopfkino deluxe – und ja, wild wird’s.

Ganz ehrlich: Für Fans ist das hier kein „Kann man lesen“, sondern ein „Muss man haben“. Egal ob Neueinsteiger oder alter Hexer-Hase, dieser Codex ist wie ein beständiger Begleiter. Nicht so launisch wie ein Troll, nicht so kompliziert wie Yen und garantiert spannender als jede Steuererklärung. Für mich ein Volltreffer – und zwar mit kritischem Trefferbonus.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Münster 1534: Fanatismus trifft Herzklopfen

Die Stadt der Auserwählten
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Manchmal frage ich mich ja, wie verrückt man sein muss, um mitten im 16. Jahrhundert eine Stadt in ein religiöses Endzeitcamp zu verwandeln. Münster 1534 – Netflix hätte das niemals besser casten können. ...

Manchmal frage ich mich ja, wie verrückt man sein muss, um mitten im 16. Jahrhundert eine Stadt in ein religiöses Endzeitcamp zu verwandeln. Münster 1534 – Netflix hätte das niemals besser casten können. Da fliegen nicht nur die Fetzen, da knistert die Luft zwischen Fanatismus, Liebe und dem Gefühl, dass das Jüngste Gericht gleich persönlich an die Tür klopft.

Michael Römling haut hier einen historischen Roman raus, der nicht nach trockener Chronik schmeckt, sondern wie ein wilder Ritt auf einem rostigen Schwert. Ich schwöre, beim Lesen hatte ich manchmal das Gefühl, selbst durch die engen Gassen zu stapfen, den Rauch von brennenden Häusern in der Nase und dieses ständige Misstrauen im Nacken, ob die Typen da vorne gleich Freunde oder Feinde sind.

Jakob, unser Held mit Leibwächter-Attitüde, stolpert mitten in dieses Chaos hinein. Eigentlich soll er nur ein Mädchen finden – easy Auftrag, denkt man. Doch natürlich läuft alles aus dem Ruder. Zwischen Täufer-Wahnsinn, Belagerungsdrama und einer ziemlich gefährlichen Lovestory kommt der Kerl kaum noch zum Luftholen. Und ich auch nicht. Katharina, die Schmiedstochter, ist dabei die Art Frau, die einen Mann gleichzeitig erdet und ihm die Knie weich macht. Großes Kopfkino, Leute!

Was mir so gefällt: Römling schreibt so plastisch, dass man fast glaubt, den Schlamm zwischen den Zähnen zu spüren. Die Figuren wirken lebendig, nicht wie Marionetten, sondern echt – mit Fehlern, Zweifeln und Sehnsüchten. Und gerade das macht die Story so packend. Keine verklärte Mittelalterromantik, sondern ein ehrlicher Blick auf Macht, Gier und Hoffnung.

Mein Fazit: Historische Romane können manchmal schwer im Magen liegen. Dieser hier nicht. Der ist spannend, scharf gewürzt und so lebendig erzählt, dass man ihn kaum aus der Hand legen will. Absolute Empfehlung für alle, die beim Lesen schwitzen, zittern und heimlich Herzchen in den Seitenrand malen wollen.

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Veröffentlicht am 09.09.2025

Zucchini-Sterne, Pancakes & Co. – Babyfood mit Suchtpotenzial

Fingerfood, Snacks & Co.
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Schon mal versucht, einem Baby einen Löffel Brei zu servieren, während es gleichzeitig beschließt, dass das Essen heute lieber an die Wand gehört? Willkommen in der realen Welt der Beikost. Dieses Buch ...

Schon mal versucht, einem Baby einen Löffel Brei zu servieren, während es gleichzeitig beschließt, dass das Essen heute lieber an die Wand gehört? Willkommen in der realen Welt der Beikost. Dieses Buch hat mir gezeigt, dass man nicht resigniert die Tapete neu streichen muss, sondern tatsächlich Spaß am Babyfüttern haben kann. Annabel Karmel packt hier so viele Ideen rein, dass man sich fast fragt, ob sie heimlich einen 24/7-Koch im Keller gefangen hält.

Fingerfood klingt erstmal nach Chaos – und ja, die Küche sieht danach immer noch aus wie ein Tatort. Aber die Rezepte sind so verdammt clever, dass man plötzlich selber Bock bekommt, die Zucchini-Karotten-Sterne wegzusnacken. Und die Pancakes… meine Güte, die Pancakes! Da ist man ganz schnell in Versuchung, das Baby „aus Versehen“ zu vergessen und die Portion selbst zu inhalieren.

Was mir gefällt: Hier geht’s nicht nur ums stumpfe Abhaken von Rezepten. Man erfährt, worauf es bei Allergien ankommt, wie Baby-led Weaning ohne Drama läuft und warum Fingerfood mehr ist als bloß Essen – nämlich Training für kleine Hände, Augen und ein gesundes Essverhalten. Klingt pädagogisch, schmeckt aber verdammt lecker.

Und das Beste: Kein Hexenwerk. Keine Zutatenliste, die klingt, als müsste man erst in den Himalaya reisen. Alles machbar, alles schnell, alles kindertauglich. Kurz gesagt: Ein Buch, das nicht nur den Babys den Bauch füllt, sondern auch den Eltern das Leben leichter macht. Und ganz ehrlich – wenn die Kleinen glücklich mampfen, ist das doch der größte Sieg.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Wenn Literatur zum Escape Room wird

Der Doppelmord in der Rue Morgue
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Muss man erstmal bringen: Mit einem Affen, einem verschlossenen Raum und einem Mysterium, das selbst Sherlock Holmes noch ins Grübeln gebracht hätte, revolutionierte Edgar Allan Poe damals die Krimi-Welt. ...

Muss man erstmal bringen: Mit einem Affen, einem verschlossenen Raum und einem Mysterium, das selbst Sherlock Holmes noch ins Grübeln gebracht hätte, revolutionierte Edgar Allan Poe damals die Krimi-Welt. Dieses Buch ist keine schnöde Sammlung von Geschichten – es ist wie ein literarischer Escape Room, gespickt mit Rätselfallen, cleveren Wendungen und dem guten alten „Aha!“-Moment. Dupin, Poes Detektivfigur, analysiert so messerscharf, dass man fast Angst bekommt, der Typ könnte durch die Seiten springen und die eigenen Gedanken auseinandernehmen.

Der Coppenrath Verlag hat hier ein Schmuckstück hingelegt, das nicht nur fürs Auge, sondern auch für die Neugier gebaut ist. Zwischen den Seiten verstecken sich elf Extras, die man beim Lesen wie kleine Schätze entdeckt. Das fühlt sich an, als würde Poe selbst einem hin und wieder ein geheimnisvolles Zettelchen zustecken – mit kryptischen Hinweisen und Gänsehaut-Garantie.

Die sechs enthaltenen Geschichten – von „Der Goldkäfer“ bis zum titelgebenden „Doppelmord“ – zeigen, warum Poe bis heute unangefochten als Vater des Detektivromans gilt. Seine Mischung aus morbider Atmosphäre, intellektuellem Schachspiel und einer Prise Wahnsinn macht süchtig. Mal düster, mal überraschend witzig, mal so absurd, dass man kurz den Kopf schüttelt, aber immer brillant.

Und das Beste: Trotz aller viktorianischen Schwermut liest sich das Ganze heute noch frisch, scharf und voller „Wow, das hat er damals schon gemacht?“. Wer Krimis liebt, True Crime verschlingt oder einfach mal wissen will, wo Sherlock, Miss Marple & Co. ihre Wurzeln haben, muss hier zugreifen. Ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern erlebt wird – und das Regal gleich noch ein Stück edler aussehen lässt.

Kurz: Poe ist und bleibt der Boss der literarischen Verbrechen – und diese Ausgabe ist die Deluxe-Einladung in seine abgründige Welt.

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