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Veröffentlicht am 10.10.2025

Gelungene Fortsetzung

Der Friesenhof
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Schicksalstage ist der zweite Teil der Friesenhof-Saga von Fenja Lüders um die Schwestern de Fries und spielt im Ostfriesland der 1950-er Jahre. Gesa hat im Kontor der Familie Kruse nicht nur beruflich ...

Schicksalstage ist der zweite Teil der Friesenhof-Saga von Fenja Lüders um die Schwestern de Fries und spielt im Ostfriesland der 1950-er Jahre. Gesa hat im Kontor der Familie Kruse nicht nur beruflich Fuß gefasst, sondern mit Kruse-Sohn Keno, der leider noch mit Lisa verheiratet ist, die Liebe gefunden. Auch ihr eigener Teehandel beginnt zu florieren. Ihre Schwester Hanna hat mit ihrem Mann Tomek den Hof übernommen, den Anfeindungen der Nachbarn wegen Tomeks Herkunft halten sie stand. Die große Schwester Helga ist mit ihren Kindern zurückgekommen auf den elterlichen Hof, denn ihr Mann Günther, ein gesuchter Kriegsverbrecher, hat sich mit dem Geld aus Helgas Erbteil abgesetzt. Die drei Schwestern halten zusammen wie Pech und Schwefel, es ist schön, über so viel Familienzusammenhalt zu lesen.

Wie immer ist der Schreibstil von Fenja Lüders gefällig und mitreißend, man mag das Buch gar nicht aus der Hand legen. Sie schildert die Charaktere so detailliert und warmherzig, dass man sie persönlich zu kennen glaubt. Den Geist der Jahre des Aufbruchs nach dem Krieg fängt die Autorin perfekt ein, man spürt die Aufbruchstimmung und das Heilen der Wunden die der Krieg geschlagen hat. Die Familiengeschichte der De Fries ist ebenso spannend wie berührend und wunderbar zum mitleiden und mitfreuen. Dieser zweite Band hat kein großes Happyend, das würde aber auch nicht passen. Ich habe dieses Buch ebenso gerne gelesen wie den ersten Band und hoffe auf eine Fortsetzung, denn ich würde sehr gerne lesen, wie es mit den drei Schwestern weitergeht. Sehr gerne und uneingeschränkt empfehle ich dieses Buch weiter.

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Veröffentlicht am 20.09.2025

Unsere Erde - Kindgerecht erklärt

tiptoi® - Die Erde: Ozeane, Wetter und Vulkane
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Bisher kannte ich nur die TipToi-Bücher für kleinere Kinder, dies ist das erste für
Schulkinder, welches ich in den Händen halte. Altersgerecht aufbereitet finden wir hier alles, was unsere Erde ...

Bisher kannte ich nur die TipToi-Bücher für kleinere Kinder, dies ist das erste für
Schulkinder, welches ich in den Händen halte. Altersgerecht aufbereitet finden wir hier alles, was unsere Erde ausmacht. Der freundliche Roboter Kimi begleitet die Kinder auf ihrer Reise um die Erde. Die liebevollen Zeichnungen illustrieren die Informationen kindgerecht, während die mit dem Stift aufrufbaren Spiele für eine Vertiefung der Informationen sorgen. So macht es Spaß, sich Sachwissen anzueignen. Für Sechsjährige mag das Buch teilweise noch ein wenig anspruchsvoll sein, so nehmen sie es aber wahrscheinlich häufiger in die Hand weil die Spannung erhalten bleibt. Ehrlich gesagt habe auch ich als Erwachsene Ü 60 noch etwas über naturwissenschaftliche Zusammenhänge dazu gelernt. Alles in Allem kann ich dieses neue Exemplar der bewährten Sachbuchreihe nur wärmstens weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 11.09.2025

Sehr gelungenes Prequel

Rabenthron
5

"Rabenthron" ist das gelungene Prequel zu "Das zweite Königreich" und "Hiobs Brüder". Zusammen bilden diese drei die Helmsby-Trilogie.
Die Geschichte beginnt auf der Burg der Thanes of Helmsby mit Ælfric, ...

"Rabenthron" ist das gelungene Prequel zu "Das zweite Königreich" und "Hiobs Brüder". Zusammen bilden diese drei die Helmsby-Trilogie.
Die Geschichte beginnt auf der Burg der Thanes of Helmsby mit Ælfric, der als jüngerer Sohn keinen Anspruch auf Titel und Besitz hat, weshalb er sich mit seinem Sohn und einem gefangenen Dänen auf den Weg macht, den Dänen auszuliefern. So gerät er in den Dunstkreis der aktuellen Königin Emma und wird zu ihrer Bewachung bei ihrer Flucht in die Normandie abgestellt. Dieser Auftrag führt dazu, dass Ælfrics Leben eine grundlegende Wendung nimmt.

Rebecca Gable hat mit "Rabenthron" zum wiederholten Mal ihren Titel als Königin des historischen Romans untermauert. Sie entführt uns ins England des 11. Jahrhunderts, geplagt von einem schwachen König und von zahlreichen Überfällen der feindlichen Dänen. Auf jeder Seite spürt man ihre akribische Recherche zu den historischen Hintergründen. Die liebevoll gezeichneten fiktiven Charaktere und ihre Schicksale verknüpft sie gewohnt gekonnt mit den historischen Tatsachen zu einer spannenden Geschichte. Die handelnden Personen sind zahlreich, jedoch hat es mir das Personenregister am Anfang des übrigens wunderschönen Buches mit einem beeindruckenden Farbschnitt leicht gemacht, den Überblick zu bekommen und zu behalten. Besonders gut gefallen hat mir Königin Emma, sie war eine für ihre Epoche sehr starke und selbstbestimmte Frau. Auch Ælfrics Sohn Penda ist mir im Verlauf der Handlung sehr ans Herz gewachsen. Ælfrics Vetter Offa dagegen ist einer der sehr unsympathischen Antagonisten in dieser Geschichte.
Dieses fast 900 Seiten starke, sehr spannende Buch konnte ich kaum aus der Hand legen und ich bedauere, dass es schon zu Ende ist. Aus ganzem Herzen empfehle ich dieses Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Ein großartiger Lesespaß

Gefährliche Aussicht
9

Zum fünften Mal entführt Julie Dubois ihre Leser ins schöne Perigord, in einen Ort namens St. Andre. Wieder dürfen wir am Leben von Kommissarin Marie Mercier und ihrer Familie teilnehmen, sitzen mit am ...

Zum fünften Mal entführt Julie Dubois ihre Leser ins schöne Perigord, in einen Ort namens St. Andre. Wieder dürfen wir am Leben von Kommissarin Marie Mercier und ihrer Familie teilnehmen, sitzen mit am Tisch wenn Tante Leonie ihre kulinarischen Genüsse serviert, teilen Maries wenige Stunden mit ihrem Freund Michel und sind Zeugen der innigen Beziehung des "Knechts" Georges zu seinen beiden Hängebauchschweinen. Allein schon dieses Idyll macht auch diesen Band wieder lesenswert. Nebenbei begleiten wir Marie noch bei ihren Ermittlungen. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Richard ermittelt sie diesmal in einem Mordfall, der zunächst wie ein Unfall aussah. Die hochschwangere Patricia ist aus dem Fenster gestürzt. Sie ist eine Städterin, die mit ihrem Lebensgefährten ein altes Herrenhaus in St. Andre renoviert. Bei den Dorfbewohnern sind die beiden Fremden nicht gerne gesehen, so dass sich einige Verdächtige fast schon aufdrängen. Marie und Richard lösen den Fall in bewährter Weise mit der notwendigen Ruhe und Gelassenheit.

Wie auch in den vier Vorgängerbänden hat mir der Schreibstil wieder super gefallen. Julie Dubois beschreibt die Handelnden ebenso liebevoll und detailliert wie das Setting, so dass sich das Lesen des Buches anfühlt wie ein Urlaub in der Gegend. Trotz aller Gemütlichkeit und Kulinarik fehlt es nicht an der für einen Krimi nötigen Spannung. Zunächst führt die Autorin mich geschickt aufs Glatteis, bis kurz vor dem Ende war ich nicht sicher, wer der Täter ist. Die Auflösung des Falles ist jedoch schlüssig und nachvollziehbar. Auch dieser fünfte Band hat mir insgesamt großartig gefallen und wie immer freue ich mich auf den Nächsten. Ich kann diese Reihe wärmstens weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Überleben in der Wildnis

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Julia und Nicki waren beste Freundinnen, haben sich aber im letzten Jahr etwas entfremdet. Einer der Gründe ist sicher Julias bevorstehende Hochzeit, sie hat sich sehr auf ihren Freund Lars konzentriert. ...

Julia und Nicki waren beste Freundinnen, haben sich aber im letzten Jahr etwas entfremdet. Einer der Gründe ist sicher Julias bevorstehende Hochzeit, sie hat sich sehr auf ihren Freund Lars konzentriert. Umso überraschender ist es, dass Nicki sie zu einer Art Junggesellinnenabschied zu einer Wanderung auf dem Kungsleden, einem legendären Wanderweg in Schweden einlädt. Von Anfang an bemerkt Julia, dass Nicki sich verändert hat, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Und dann ist Nicki plötzlich verschwunden.
Der Schreibstil ist sehr eindringlich und lässt sofort Bilder vor meinem inneren Auge entstehen, ich bin mitten im Geschehen und erlebe Julias und später auch Nickis Leiden hautnah mit. Das Setting in den herbstlichen schwedischen Wäldern ist gut gewählt für die Handlung dieser Geschichte, die so einige unvorhersehbare Wendungen nimmt. Die Hauptpersonen Julia und Nicki sind sehr unterschiedliche Persönlichkeiten, was einen guten Teil des Reizes dieser Geschichte ausmacht. Julia ist eher unsicher, sensibel und leicht beeinflussbar. Nicki dagegen kommt sehr selbstbewusst und mit einer gewissen Härte rüber. Erst im Laufe der Geschichte zeigt sich, dass sie nicht so stark ist wie sie tut. Über Julias Bräutigam kann ich nichts schreiben ohne zu spoilern, also lass ich das lieber.
Die Geschichte jedenfalls ist so spannend, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte und es innerhalb weniger Stunden aufgesaugt habe. Deshalb kann ich es von ganzem Herzen weiter empfehlen.

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