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Veröffentlicht am 18.09.2025

Schicksalhafte Wendungen

A Curse so Divine – Der Wunsch, der uns zerreißt
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(Spoiler Band 1)

Ligeia wird von der Erkenntnis zerfressen, dass sie Schuld an der ewigen Nacht zu haben scheint. Sie stößt Apsinthion immer weiter von sich, bis sie schließlich allein aufbricht, um nach ...

(Spoiler Band 1)

Ligeia wird von der Erkenntnis zerfressen, dass sie Schuld an der ewigen Nacht zu haben scheint. Sie stößt Apsinthion immer weiter von sich, bis sie schließlich allein aufbricht, um nach einer Lösung zu suchen. Ein Hinweis ihres Vaters leitet sie nach Euphon. Doch dort muss Ligeia feststellen, dass die Flüche von damals viel weitreichender sind, als sie sich vorgestellt hat.

700 Jahre zuvor versucht die Königin verzweifelt, einen perfekten Wunsch zu finden, um ihr Volk zu retten ...



Ich bin ohne Probleme wieder in der Geschichte angekommen, die unmittelbar ans Ende von Band 1 anknüpft. Das wichtigste wird direkt wieder aufgegriffen und dann geht's auch schon weiter. Der Schreibstil hat mir wie zuvor richtig gut gefallen, obwohl es fast 600 Seiten sind, hatte ich das Gefühl, ich komme unfassbar schnell durchs Buch.

Während Band 1 mich irgendwann wegen vieler Akademie-Kleinigkeiten, die den Fokus der Geschichte verschoben, verloren hatte, hat Band 2 wieder zugelegt. Auch wenn Ligeia mir nicht immer sympathisch ist, fand ich es sehr interessant, ihren Weg zu verfolgen, ebenso den Umgang von Thion mit der ganzen Situation.

Vor allem mochte ich aber auch die zweite Zeitebene in der Vergangenheit. Die war sehr spannend und hat die ganze Verbindung zwischen den beiden stärker beleuchtet und auch für mich nachvollziehbarer gemacht. Außerdem hat man dort einige neue Erkenntnis bekommen. Aber auch in der Gegenwart gab es die ein oder andere Überraschung.

Es ist auf jeden Fall Romantasy pur, der Fokus ist ganz klar auf Ligeia und Thion und ihrem gemeinsamen Schicksal. Das ist der Hauptträger für alle Spannung oder Emotionen. Trotzdem gibt es auch ein paar interessante Einblicke in die Welt außerhalb der Akademie, ich mochte vor allem die goldene Wüste.

Ich bin nun extrem gespannt, wie das ganze im Finale aufgelöst wird. Denn der Cliffhanger war ähnlich brisant wie in Band 1. Auch wenn es nicht für eine Highlight Reihe reicht, kann ich sie ganz klar empfehlen und freue mich aufs Weiterlesen!

4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Würdiges Finale

Die Sonnenfeuer-Ballade 3: A Kiss to End a Song
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Sintha ist nun schon beinahe drei Jahre auf der Flucht. Vor Arez und seiner Skall, eigentlich vor allen. Der Krieg wütet währenddessen unermüdlich. Doch als Arez dem Tode nahe ist, wird Sin vor eine schwierige ...

Sintha ist nun schon beinahe drei Jahre auf der Flucht. Vor Arez und seiner Skall, eigentlich vor allen. Der Krieg wütet währenddessen unermüdlich. Doch als Arez dem Tode nahe ist, wird Sin vor eine schwierige Entscheidung gestellt. Sich ihrer Vergangenheit und ihrem Schmerz stellen – oder ihre große Liebe sterben lassen.

Für mich war diese Reihe ein emotionales Feuerwerk. Julia Dippel kann einfach schreiben; ich mag wie sie Dialoge webt und wie sie eine Mischung aus Beschreibungen und spannenden, rasanten Szenen schafft. So war es auch hier im Finale.

Der Zeitsprung war erst krass, aber realistisch, und hat die ganze Situation nochmal härter gemacht. Sin als Protagonistin liebe ich immer noch, und viele andere Charaktere habe ich sehr ins Herz geschlossen – viele der Vakar, aber zum Beispiel auch Tillard und ganz besonders natürlich Nivi. Es macht einfach super Spaß, bei ihnen zu sein.

Man hat gemerkt, dass es auf das Ende zugeht, dass sich die Situation zuspitzt. Von Anfang an war eigentlich klar, dass das nur der Rahmen für die Liebesgeschichte von Arez und Sin ist. Was ich auch völlig fine finde, das ist ja das, was mich von Anfang an gefesselt hat. Und trotzdem hat hier die Mischung gut funktioniert und es gab viele andere Handlungsdetails, die mich an den Seiten fesselten.

Mit einer Sache, die ich in Band 1 noch klasse fand aufgrund der Tension, hatte ich aber seit Band 2 und spätestens hier immer mehr Probleme: Nämlich diese ganze se***lle Komponente mit dem Sturm und den Auswirkungen auf Macht und Magie. Ich fand es irgendwann immer anstrengender und es hat hier im Buch auch zu Szenen geführt, die ich wirklich nicht lesen wollte und die dem ganzen für mich einen sehr unschönen Beigeschmack gegeben haben. Das war mir einfach zu viel.

Für diese Kritik allein ziehe ich einen deutlichen halben Stern ab. Ansonsten hat mich diese Reihe sehr gut unterhalten und gefesselt. Band 1 bleibt weiterhin mein Lieblingsband.

4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Sehr intensiv

Evil Eye
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Auf den ersten Blick geht es Yara gut. Sie hat ein abgeschlossenes Studium, einen Job, zwei tolle Töchter und einen Mann, der ihr Freiheiten lässt. Dafür kümmert sie sich um Haushalt und Abendessen für ...

Auf den ersten Blick geht es Yara gut. Sie hat ein abgeschlossenes Studium, einen Job, zwei tolle Töchter und einen Mann, der ihr Freiheiten lässt. Dafür kümmert sie sich um Haushalt und Abendessen für ihre Familie. Aber wieso fühlt sich das alles so falsch an? Wieso wird sie immer häufiger wütend und verzweifelt? Nach einem Zwischenfall auf der Arbeit wird Yara schließlich gezwungen, sich mit sich selbst und ihrem Empfinden auseinanderzusetzen. Und auch wenn sie sich zu Beginn noch sträubt, fängt sie nach und nach an zu begreifen, wie ihre unbewältigte Vergangenheit und die Erwartungen anderer auf ihr lasten.

Evil Eye war sehr eindrücklich, sehr bewegend, keine leichte Kost. Auf jeden Fall regt es zum Nachdenken an. Es beginnt erstmal langsam damit, Yaras Leben einzuordnen und kennenzulernen. Und auch wenn sie eine Weile braucht, um hinter ihre Gefühle zu kommen, war mir schon relativ früh klar, was da alles in ihr tobt.

Ich fand die gesamte Entwicklung von ihr sehr intensiv und authentisch, Stück für Stück und nicht immer freiwillig, aber im Endeffekt heilsam. Generell war das Buch auch sehr gut geschrieben, ich mochte wie die Autorin die Situationen, die Bilder und die Gefühle dargestellt hat. Was ich besonders hierbei fand, dass die Geschichte zeigt, dass "keine gewalttätige" Ehe noch lange keine gute ist, und dass es viele andere, subtilere Manipulationen und Unterdrückungen gibt, denen Frauen ausgesetzt sein können. Und dass "aber anderen geht es noch schlechter" oder "so schlimm ist es bei mir gar nicht" nicht hilfreich oder zielführend sind. Dass man Gefühle und Leid immer ernst nehmen sollte. Yara lernt das auch erst nach und nach.

Und ich fand es sehr gut ausgearbeitet, wie sehr Familientraumata weitergegeben werden, wie sehr man von Familie, von Eltern, von seinem eigenen Aufwachsen auch später noch begleitet wird. Und wie sehr das das eigene Handeln beeinflussen kann, ob man will oder nicht. Auch wenn dies eine palästinensisch-amerikanische Frau und Familie ist, mit Erfahrungen, die ich als weiße Deutsche überhaupt gar nicht nachempfinden kann, so steckt doch auch extrem viel in diesem Buch, was man auf alle Menschen übertragen kann, und was jedem noch die Augen öffnen oder man auf sich beziehen kann.

Dafür, dass der Mittelteil allerdings sehr lang und langsam war, war mir das Ende ein bisschen übereilt. Viel von Yaras Aufarbeitung fand zwar vorher statt, aber gerade die großen Umbrüche sind ja nochmal wahnsinnig relevant, und die haben mir am Ende einfach zu wenig Platz bekommen im Vergleich. Das fand ich etwas schade.

Ich kann das Buch insgesamt aber definitiv empfehlen!

4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Cozy Fantasy mit Herz

Die Wahrsagerin kleiner Schicksale
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Tao zieht mit einem kleinen Wagen durchs Land und sagt Menschen für ein paar Münzen ihr Schicksal voraus. Ihre einzige Begleitung ist ihr treues Maultier. So versucht sie sich bedeckt zu halten – und vor ...

Tao zieht mit einem kleinen Wagen durchs Land und sagt Menschen für ein paar Münzen ihr Schicksal voraus. Ihre einzige Begleitung ist ihr treues Maultier. So versucht sie sich bedeckt zu halten – und vor ihrer Vergangenheit zu fliehen. Als jedoch unerwarteter Weise erst ein Ex-Söldner auf der Suche nach seiner Tochter und ein ehemaliger Dieb zu ihr stoßen und sich dann auch noch eine abenteuerlustige Bäckerin der Gruppe anschließt, wird Taos Leben gehörig durcheinandergewirbelt. Doch während sie gemeinsam weiterreisen, stellen sie alle fest, dass sich so manche Probleme besser bewältigen lassen, wenn man nicht alleine ist ...

Die Wahrsagerin kleiner Schicksal klang nach einer wirklich zauberhaften, gemütlichen Geschichte und genauso war es auch. In diesem Buch fühlt man sich einfach wohl. Es vermischt Abenteurlust (Herumreisen durchs Land mit ganz verschiedenen Orten und Personen, auf die Tao und die anderen treffen) mit Innehalten und sich seinen Problemen stellen und einer großen Portion selbstgewählter Familie und dem Zusammenhalt, der sich daraus entwickelt.

Die Geschichte spielt in einer eigenen Welt mit Magie, die jedoch bis auf das Wahrsagen eher zurückhaltend bleibt. Es gibt kein großartiges World Building, das braucht die Handlung hier aber auch gar nicht. Der Schreibstil hat mich ein bisschen an eine Fabel oder etwas in der Art erinnert. Es ist eine ganz besondere Schreibweise, manchmal reflektiert-allwissend, mit etwas weniger Dialogen und gelungenem Auf-den-Punkt-bringen von Situationen. Das hat der Geschichte rund um Tao nochmal zusätzlich etwas Magisches geben und ich fand es hier genau passend.

Obwohl die vier Hauptcharaktere grundsätzlich etwas einfacher gezeichnet sind, bekommen alle auf ganz unterschiedliche Weise mehr Tiefe im Verlauf des Buches, und entwickeln sich weiter. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, zu erleben, wie sie zusammenwachsen, sich einander öffnen, und allerlei kuriose Hindernisse auf ihrer Reise bewältigen. Dabei gibt es durchaus auch mal einige sehr ernste Untertöne (was z.B. Taos Herkunft angeht), das mag ich sehr. Trotzdem nimmt es dem Buch nicht den Wohlfühl-Faktor.

Manchmal war mir das Buch fast ein wenig zu ruhig, wenn eine Zeit lang sehr wenig passiert ist. Aber das wurde dann doch immer wieder durch ein neues Erlebnis aufgefangen, das kurz bevor stand.

Eine schöne, zauberhafte Geschichte, die ich gerne weiterempfehle, wenn man mal was fürs Herz und etwas ohne große Aufregung braucht.

4-4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Perfekt für den Frühling

Season for Scandal
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Marigold Bloom ist stolz darauf, den Blumenladen ihrer Familie zu führen. Doch als ihr Verlobter ihr den Laufpass gibt, droht sie diesen zu verlieren. Zum Glück hat der griesgrämige Oliver Lockhart die ...

Marigold Bloom ist stolz darauf, den Blumenladen ihrer Familie zu führen. Doch als ihr Verlobter ihr den Laufpass gibt, droht sie diesen zu verlieren. Zum Glück hat der griesgrämige Oliver Lockhart die Lösung für ihr Problem: Das Finkennest. Als neustes Mitglied der Agency for Scandal muss Marigold auch sogleich einen Fall überehmen – und ausgerechnet die Verlobte von Oliver spielen. Denn seine verschollene Schwester ist angeblich zurückgekehrt, um ihre Erbschaft anzutreten. Nur ist irgendwas faul an der Geschichte, und das Finkennest will ihre Identität so schnell wie möglich aufklären. Währenddessen fällt es Marigold immer schwerer, ihre aufkeimenden Gefühle für Oliver zu unterdrücken. Doch eine Zukunft kann es für die beiden nicht geben. Oder?

Nachdem Band 1 mich so sehr verzaubert hat, war ich voller Freude auf Season for Scandal, und ich bin glücklich, sagen zu können: Ich wurde nicht enttäuscht! Denn die Vibes sind hier wieder genau die gleichen, und ich liebe es.

Die weibliche Detektei und die starken, gewitzten Frauen, die sie ausmachen. Der lockere Schreibstil voller Humor und rührender Momente. Die Atmosphäre zum rundum Wohlfühlen und Genießen, aber gespickt mit wichtigen Messages und klugen Perspektiven. Die tollen, unterhaltsamen, verschiedensten Charaktere. All das hab ich auch hier wieder bekommen und deshalb kann ich auch Band 2 nur empfehlen!

Marigold ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie ist tough und zurecht stolz auf das, was sie schon erreicht hat. Aber auch voll Zweifel, was sie vom Leben eigentlich will. Besonders mochte ich, wie sie mit der Tatsache umgegangen ist, dass sie nicht dem normschönen Körperbild entspricht, sich aber weigert, sich dafür zu schämen.
(Hier allerdings eine kleine Kritik an den Verlag beim Cover: Marigold hat laut Text und auf dem englischen Cover ein deutlich runderes Gesicht. Das wurde für das deutsche Cover verschlankt. Das finde ich gerade bei der Message im Buch nicht so gelungen.)

Oliver ist ein Grummelkopf und Einsiedler und dabei herrlich amüsant. Nach und nach kommt seine liebenswürdige Art durch, aber er verliert nicht seinen Charakter. Auch als sich zwischen den beiden etwas zu entwickeln beginnt, bleibt er immer noch er. Wie er aber Marigold von Anfang an verteidigt oder zur Seite springt, ist wirklich schön zu lesen.

Ich mochte die beiden einzeln und zusammen sehr gerne, auch wenn diese Liebesgeschichte mich etwas weniger mitgerissen hat als die in Band 1. Mir fehlten ein paar kitschige Momente, beziehungsweise mehr Augenmerk auf der Entwicklung. Ich hatte das Gefühl, die beiden haben hier relativ wenige Szenen bekommen, um die emotionale Verbindung aufzubauen. Aber das, was sie geteilt haben, mochte ich sehr.

Der Fall, den es hier zu lösen gab, war mir ein wenig zu ruhig im Vergleich zu Agency for Scandal. Ich hätte mir etwas mehr Action und spektakuläre Momente gewünscht, die im Vorgänger für humorvoll-irritierende Situationen gesorgt haben. Das hat der Fall aber nicht wirklich hergegeben. Trotzdem war ich durchweg neugierig, wie am Ende alles aufgelöst wird und was unterwegs dahin noch passieren wird.

Agency for Scandal hatte die Messlatte wirklich extrem hochgelegt. Ganz ist Season for Scandal für mich da nicht rangekommen. Aber es ist immer noch ein fantastisches Buch. Ich fühl mich so gut unterhalten und so wohl bei den Finken, dass ich mich jetzt schon extrem auf Band.3 freue. Außerdem passt das hier perfekt in den Frühling, vor allem wegen der ganzen Blumenthematik. Also unbedingt lesen!

4,5 Sterne

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