Wird dem Hype in meinen Augen nicht gerecht
A Dark and Secret Magic✨ REZENSION zu „A Dark and Secret Magic“ von Wallis Kinney, übersetzt von Jasmin Humburg und erschienen im @kiwispace_verlag
📖 Inhalt (spoilerfrei): Kate, eine dreißigjährige Heckenhexe, lebt nach dem ...
✨ REZENSION zu „A Dark and Secret Magic“ von Wallis Kinney, übersetzt von Jasmin Humburg und erschienen im @kiwispace_verlag
📖 Inhalt (spoilerfrei): Kate, eine dreißigjährige Heckenhexe, lebt nach dem Tod ihrer Mutter zurückgezogen in einem alten Hexenhaus. Dort steht eines Abends ihr Exfreund Mat vor der Tür, ein Nekromant, dessen Magie in Kates Zirkel als verboten gilt. Als ihre Schwestern sie bitten, das jährliche Halloween-Treffen ihres Zirkels auszurichten, findet sie beim Aufräumen des alten Familenanwesens ein rätselhaftes Buch mit einer Nachricht ihrer Mutter. Mit Mat's Hilfe begibt sie sich daraufhin auf eine magische Spurensuche.
🖋️ Erzählstil und Struktur: Kinney schreibt sehr atmosphärisch und detailreich. Doch Kate's Küchenzauber sind für mich etwas zu ausführlich und haben meinen Lesefluss gebremst. Die Handlung folgt einem recht vorhersehbaren Aufbau: bestimmte Wendungen, wie der Ausgang des Kürbisschnitzens zeichnen sich früh ab. Ganz nett sind die im Anhang abgedruckten Rezepte zum Nachkochen, denen sich Kate im Buch gewidmet hat.
👥 Figuren: Kate ist eine in sich gekehrte Protagonistin, mit deren Alter und Lebenssituation ich mich sehr gut identifizieren konnte. Ihre Introvertiertheit und ihr ruhiger Alltag mit Merlin verleihen der Geschichte Authentizität und Wärme. Ihre Schwestern, sowie der restliche Zirkel bleiben mir etwas zu blass und auch Mat finde ich viel zu flach. Die Rückblenden zu seiner Vergangenheit mit Kate bleiben mir zu unklar und zu vage, sodass sich ihre Verbundenheit für mich ein bisschen oberflächlich konstruiert anfühlt.
💡 Fazit: Die Grundidee und die Atmosphäre sind toll, aber das Buch verschenkt an einigen Stellen sein Potenzial. Viele Szenen wirken zu vorhersehbar und folgen bekannten Mustern, wodurch für mich der Tiefgang fehlt. Die vielen Beschreibungen von Kates Kochritualen oder alltäglichen Handgriffen tragen zwar zur Stimmung bei, nehmen aber irgendwann zu viel Raum ein. Und das Ende wirkt für mich zu glatt und zu sehr auf ein Happy End hingeschrieben.
3|5 ⭐️