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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2025

Auftakt macht neugierig, kleine Schwächen

Alex Brandt
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Mein erster Roman von dem Autor Ralph Llewellyn. Eine Mischung aus Thriller und Mystery.
Hat es gut geklappt? Der mystische Teil einigermaßen, der Rest konnte mich leider nur teilweise abholen. Das lag ...

Mein erster Roman von dem Autor Ralph Llewellyn. Eine Mischung aus Thriller und Mystery.
Hat es gut geklappt? Der mystische Teil einigermaßen, der Rest konnte mich leider nur teilweise abholen. Das lag zum Einen am kalten Protagonisten Alex Brandt. Und auch die anderen Charaktere waren nicht greifbar, bis auf seine Schwester Sarah vielleicht ein wenig.

Die Ermittlerarbeit wiederum fand ich ziemlich gut. Man bekommt als Leser viele Einblicke ins Leben der Profiler. Doch auch hier gab es einige zähe Passagen. Und ich muss sagen, ich bin ein gebildeter Mensch, trotzdem musste ich viele unbekannte Wörter nachschlagen, weil ich sie nicht mal aus dem Kontext erschließen konnte. Hier wären einfachere Begriffe besser gewesen, damit diesen Thriller auch wirklich jedermann lesen kann und nicht nur die mit Doktorarbeit in der Tasche.

Insgesamt hat mich der Thriller jedoch neugierig gemacht und ich würde gerne wissen, wie es weitergeht.

Fazit: Für das ansprechende Cover, die mystische Handlung, den kniffligen Fall, die Kulisse Frankfurt und den Einblick bei der Polizei, vergebe ich eine positive Wertung. Der zum Teil zähe Schreibstil, besonders wegen der Fremdwörter, hier wäre weniger mehr, und die nicht greifbaren Charaktere sind meine Kritikpunkte. Eine Leseempfehlung spreche ich für alle Mystery-Thriller-Fans aus und auch, weil der erste Band der Reihe neugierig macht.

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Erneut wichtige Themen

Changers - Band 3, Kim
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War es im ersten Band noch die Frau als Se*xobjekt, im zweiten der Rassismus, ist es hier im dritten Teil das Wohlfühlen im eigenen Körper. Weiterhin natürlich das Thematik "Mobbing", wegen Übergewicht ...

War es im ersten Band noch die Frau als Se*xobjekt, im zweiten der Rassismus, ist es hier im dritten Teil das Wohlfühlen im eigenen Körper. Weiterhin natürlich das Thematik "Mobbing", wegen Übergewicht und Depressionen bei Jugendlichen. Leider werden hier auch sehr viele Klischees aufgegriffen. Der Einstieg ins Buch fiel mir sehr schwer und auch kam die Geschichte nicht immer zum Punkt. Es gab spannende Passagen, es wurden jedoch auch viele wichtige Informationen ausgelassen bzw. übersprungen (z. B. Chase). So richtig warm bin ich nicht mit dem dritten Band warm geworden.

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Veröffentlicht am 25.09.2025

Historische Persönlichkeit wird abgewertet

Die Spur der Bambusbären
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Dieser Roman basiert auf der Geschichte der wahren Ruth Harkness, die als erste Person einen Pandabären in einen Zoo brachte. Dafür reiste sie nach China, um einen zu suchen und den letzten Traum ihres ...

Dieser Roman basiert auf der Geschichte der wahren Ruth Harkness, die als erste Person einen Pandabären in einen Zoo brachte. Dafür reiste sie nach China, um einen zu suchen und den letzten Traum ihres Mannes zu erfüllen.

Was ich ein wenig schade finde, ist, dass die Autorin die Frau als "Schlam*pe" darstellt. Warum? Kann ich leider nicht verraten, aber diese Tatsache im Buch ist meiner Meinung nach erfunden, weil sie bei Fakten und Fiktion hinten im Werk nicht aufgezählt wird. Die wahre Ruth Harkness hatte ihren Ehemann sehr geliebt und als der starb, litt sie sehr an seinem Tod. Das zeigt auch ihr wahrer Lebenslauf, dass sie schon 1947 starb, alleine und unter starkem Alkoholeinfluss. Sie hat ihren Mann sehr vermisst und konnte ohne diesen kaum weiterleben. Dazu wird sie als sensations- und geldgeil im Buch dargestellt.
Dadurch ist die Geschichte für mich nicht mehr so interessant gewesen. Der Anfang bis zur Mitte war gut, ab da verliert sich die Spannung und erst zum Ende hin, als Ruth Harkness zur Vernunft kommt, wird es wieder ein bisschen interessanter.

Der Schreibstil der Autorin ist dagegen sehr flüssig, was es angenehm gemacht zu lesen.

Fazit: Ein flüssig geschriebener historischer Roman über eine bemerkenswerte Frau, die leider durch die veränderten Tatsachen im Buch an Sympathie verliert und dadurch auch die Spannung nachlässt. Von mir gibt es 3,5 Sterne dafür.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Deutlich schwächer

City of Elements 2. Die Kraft der Erde
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War ich noch vom ersten Band positiv überrascht, enttäuscht mich der zweite leider ein wenig. Die Protagonistin Kiana geht mir inzwischen auf die Nerven und so richtig Spannendes gab es in diesem Teil ...

War ich noch vom ersten Band positiv überrascht, enttäuscht mich der zweite leider ein wenig. Die Protagonistin Kiana geht mir inzwischen auf die Nerven und so richtig Spannendes gab es in diesem Teil auch nicht. Nur zum Ende hin, das Gefängnis, gab es Action. Und natürlich der Cliffhanger am Schluss. Man hat auch das Gefühl, dass keine Charakterentwicklung der Protagonistin stattfindet. Sie lernt nicht aus ihren Fehlern und provoziert unnötig.Auch zogen sich die Kapitel unnötig in die Länge. Ich kann nur hoffen, dass Band 3 wieder aufwärts geht.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Zu lange Kapitel, anspruchsvolle Sprachegewalt

Kumari
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Das Wort "Kumari" bedeutet wörtlich „Mädchen“ und bezeichnet in Nepal die Inkarnation einer Göttin. Die Auswahl dieser Mädchen erfolgt nach strengen Kriterien, meist im Alter zwischen zwei und vier Jahren. ...

Das Wort "Kumari" bedeutet wörtlich „Mädchen“ und bezeichnet in Nepal die Inkarnation einer Göttin. Die Auswahl dieser Mädchen erfolgt nach strengen Kriterien, meist im Alter zwischen zwei und vier Jahren.

Dieses Buch erzählt die Geschichte der Kumari aus dem Jahr 2001 aus der Ich-Perspektive. Dabei verlässt ihr Geist gelegentlich den unmittelbaren Handlungsraum und beobachtet das Geschehen aus einer distanzierten Zuschauerposition, sie bleibt jedoch weiterhin die Erzählerin. Der Autor verbindet historische Fakten mit Fiktion und gewährt den Lesern faszinierende Einblicke in das Leben einer Kumari sowie in die politischen Spannungen Nepals zu jener Zeit.

Die Erzählstruktur des Buches umfasst drei Kapitel, die jeweils einen Tag der Handlung abbilden. Dadurch sind die Kapitel ungewöhnlich lang, was durch die kraftvolle Sprache des Autors verstärkt wird – eine stilistische Herausforderung, die das Lesen nicht immer leicht macht.

Besonders beeindruckend sind die Einblicke in die nepalesische Gesellschaft und die Tradition der Kumari. Dennoch hätte eine Unterteilung in Unterkapitel, insbesondere bei Szenenwechsel, die Lesbarkeit verbessert. Insgesamt handelt es sich um eine anspruchsvolle Lektüre, die ich nur eingeschränkt empfehlen kann – insbesondere für Leser, die sich auf die sprachliche und thematische Tiefe einlassen möchten. Trotz der herausfordernden Struktur bot mir das Buch eine kurzweilige und interessante Leseerfahrung.

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