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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2025

Gelungen

Make Democracy Great Again!
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Sarah Bosetti hält mit ihrer Meinung nicht hintern Berg. Demokratie ist etwas um das gekämpft werden muss. Dumm nur, dass man dafür vom Sofa runter muss. Denn Demokratie ist wie ein Kleinkind, einmal kurz ...

Sarah Bosetti hält mit ihrer Meinung nicht hintern Berg. Demokratie ist etwas um das gekämpft werden muss. Dumm nur, dass man dafür vom Sofa runter muss. Denn Demokratie ist wie ein Kleinkind, einmal kurz nicht aufgepasst, zack, tot.

In 9 Kapiteln und einem nicht ganz so kurzen Epilog nimmt sie uns mit, erklärt uns was Politiker eigentlich sagen, wenn sie im Fernsehen auftreten und Platituden von sich geben. Sie zeigt uns unsere eigene Bequemlichkeit und wie schwierig es manchmal ist, sich ein Meinung zu bilden. Pazifist oder Kriegstreiber, Umweltaktivist oder Klimawandelleugner…. Die meisten sind doch irgendwas dazwischen und oft ist es eben auch Bequemlichkeit, die uns dann doch nicht das tun lässt, von dem wir wissen, dass es der bessere Weg wäre.

Dabei ist Bosetti nicht belehrend, man erwischt sich nickend auf dem Sofa sitzen. Ich mag ihren Humor und die lakonische Art und Weise, wie sie ihre Texte formuliert.

Vermutlich wird das Buch aber eh von denjenigen gelesen werden, die auch vorab schon ihrer Meinung sind. Für andere ist sie wohl eher ein rotes Tuch. Schade, denn es lohnt sich, sich mit diesem Buch ein wenig zu beschäftigen

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Zeitgeschichte

Wer ins Licht treten will
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Renate Schwarz ist angekommen und arbeitet nun in der Frauenaufnahme der Psychiatrie in Hamburg. Mit ihrem derzeitigen Oberarzt kommt sie viel besser zurecht und die Patientinnen zeigen interessante Krankheitsbilder, ...

Renate Schwarz ist angekommen und arbeitet nun in der Frauenaufnahme der Psychiatrie in Hamburg. Mit ihrem derzeitigen Oberarzt kommt sie viel besser zurecht und die Patientinnen zeigen interessante Krankheitsbilder, die manchmal nicht leicht zu entschlüsseln sind.

Matthias muss sich durch eine schwere Verletzung damit zurechtfinden, dass seine Fußball Karriere sehr viel früher zu Ende ist, als er es sich gewünscht hätte. Die Sinnkrise, die ihn erfasst stellt auch die Beziehung zu Renate auf die Probe.

In diesem zweiten Band der Reihe treffen wir nun also altbekannte Protagonisten wieder. Die Familie Studt und deren Geschichte spielt eine große Rolle, da Renate nun in die Familiendynamik eintritt und lang festgefahrene Strukturen aufbrechen kann. Mir hat das ausgesprochen gut gefallen, es war wie ein nach Hause kommen für mich.

Insgesamt hat mir das Buch wieder viel Spaß gemacht. Ich konnte so richtig in die Zeit eintauchen. Themen wie Umweltverschmutzung und die Verfolgung Homosexueller Männer zeigen hier auch ganz deutlich, wieviel sich in den letzten Jahrzehnten gerade bei diesen Themen getan hat. Heute würden Vorkommnisse, wie sie im Buch geschildert werden, ganz anders angegangen.

Ich freue mich nun auf den dritten Teil rund um Renate und Matthias und deren Umfeld. Es bleibt sicher interessant, was uns die Autorin dann erzählen wird.

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Veröffentlicht am 24.08.2025

toller, einfühlsamer Roman

Say You'll Remember Me
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Samantha wird nach Kalifornien zu ihrer Familie ziehen um diese dabei zu unterstützen, die an Demenz erkrankte Mutter zu pflegen. Als sie vom Tierarzt Dr. Xavier Rush an ihrem letzten Abend das Angebot ...

Samantha wird nach Kalifornien zu ihrer Familie ziehen um diese dabei zu unterstützen, die an Demenz erkrankte Mutter zu pflegen. Als sie vom Tierarzt Dr. Xavier Rush an ihrem letzten Abend das Angebot bekommt mit ihm auszugehen, ahnt sie nicht welchen Einfluss dieser eine Abend auf ihr Leben hat. Den Xavier und sie sind wie füreinander gemacht, doch eine Beziehung scheint unmöglich.

Für mich war dieses Buch das erste von Abby Jimenez. Ich mochte sowohl Xavier als auch Samantha total gerne. Die beiden haben Ziele im Leben, die sie nicht einfach über den Haufen werfen, nur weil sie die Liebe ihres Lebens gefunden haben. Statt dessen kämpfen sie das gesamte Buch darum irgendwie eine gemeinsame Basis zu finden, ohne dass tausende von Meilen zwischen ihnen liegen. Dabei fand ich es toll, wie das Umfeld der beiden sie dabei auch unterstützt.

Der Schreibstil war sehr bildhaft und humorvoll. Ich konnte voll in die Welt der beiden eintauchen und habe mich gefreut sie ein Stück zu begleiten. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz im Rahmen dieser Geschichte, hat mich sehr berührt und auch nachdenklich gemacht. Hier hat die Autorin es trotz der Leichtigkeit der Liebesgeschichte geschafft, den richtigen Ton im Umgang mit diesem schweren Thema zu finden. Und auch die schwere Jugend Xaviers und der Umgang mit seinen Eltern fand ich sehr passend umgesetzt.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Mir hat es viel Vergnügen bereitet und ich werde mal kucken, welche Bücher die Autorin sonst noch geschrieben hat.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Das Lied der Liebe

Das Lied der Rose
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Marian ist in Regensburg Teil eines Klosters und es gibt nichts schöneres für ihn, als mit seinem Gesang Gott zu preisen. Doch als er eines Tages einen jüdischen Arzt versteckt und so vor der Zwangstaufe ...

Marian ist in Regensburg Teil eines Klosters und es gibt nichts schöneres für ihn, als mit seinem Gesang Gott zu preisen. Doch als er eines Tages einen jüdischen Arzt versteckt und so vor der Zwangstaufe rettet, muss er das Kloster verlassen und sein Leben nimmt eine vollkommen andere Wendung als geplant. Er zieht mit eben diesem jüdischen Arzt in Richtung Santiago de Compostela und bleibt am Ende am Hof von Guillaume IX. und seiner Frau Philippa. Dort lernt er Sahar kennen, eine Hofdame maurischer Abstammung, die eine hervorragende Sängerin ist. Im Disput mit ihr lernt er dass Musik nicht nur zum Lob Gottes dienen kann, sondern auch die Menschen im innersten berühren kann.

Julia Kröhn erzählt uns in ihrem Roman die Geschichte des Liebeslieds. Was Bei Eleonore von Aquitanien bereits in voller Blüte steht, beginnt zu Zeiten ihres Großvaters Guillaume IX. erst ganz langsam. Erst ist es seine Frau Phillippa und später er selbst, der den Minnegesang fördert und auch selbst ausübt.

Vor diesem Hintergrund begleiten wir abwechselnd Sahar und Marian, die sich in der Welt des Adels durchschlagen müssen, im Zweifel immer in der Gefahr verraten und verstoßen zu werden. Die Autorin nimmt uns mit in eine Zeit, in der Kreuzzüge an der Tagesordnung waren und wer nicht im heiligen Land Ungläubige abschlachtete, tat dies auf der iberischen Halbinsel, die damals noch und maurischer Vorherrschaft stand. Sie schildert die Landschaften und das Leben sehr bildgewaltig und ich konnte mir alles gut vorstellen. Sowohl Sahar als auch Marian haben mir gut gefallen und ich habe sie gerne durch ihr Leben begleitet.

Wer also historische gut recherchierte Romane mag, ist hier auf jeden Fall richtig. Ich habe mich auf den 720 Seiten kein bisschen gelangweilt.

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Veröffentlicht am 15.08.2025

Bierbrauen in Prag

Das kleine Zuhause in Prag
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Anna freut sich auf ihre Zeit in Prag. Endlich kann sie mehr übers Bier brauen lernen und am Ende vielleicht auch die Grundlage zu ihrer eigenen Brauerei legen. Allerdings muss sie feststellen, dass sie ...

Anna freut sich auf ihre Zeit in Prag. Endlich kann sie mehr übers Bier brauen lernen und am Ende vielleicht auch die Grundlage zu ihrer eigenen Brauerei legen. Allerdings muss sie feststellen, dass sie ausgerechnet mit Leo, ihrem Ex-Mann, dafür zusammenwohnen muss.

Julie Caplin nimmt uns dieses Mal mit nach Prag, eine Stadt in einem Land, in dem das Bierbrauen große Tradition hat. Sie lässt uns an den Schönheiten der Stadt, des Landes und an den kulinarischen Besonderheiten teilhaben.

Das Setting ist sehr schön beschrieben, man kann sich Prag gut vorstellen und auch die Charaktere sind wie immer toll gestaltet. Ich mochte Jan und Michaela, die direkten Nachbarn sehr gerne und auch die beiden Paten, in deren Brauereien Leo und Anna ihre eigenen Versuche im Bierbrauen machen dürfen.

Alles in allem war es wieder ein schönes Buch aus der Reihe der Romantic Escapes. Wer eine schöne Lesezeit mit einer gefühlvollen Liebesgeschichte sucht, ist bei Julie Caplin und ihren Büchern eigentlich immer richtig

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