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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2026

Beklemmend

Happily Ever After – Auch im nächsten Leben will ich dich heiraten 01
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„Happily Ever After“ war mein erstes Manga und ich habe mir damit schwergetan. Garantiert werde ich kein Manga-Fan. Ich kann mich dafür einfach nicht erwärmen. Und um ehrlich zu sein, unter dem Titel ...



„Happily Ever After“ war mein erstes Manga und ich habe mir damit schwergetan. Garantiert werde ich kein Manga-Fan. Ich kann mich dafür einfach nicht erwärmen. Und um ehrlich zu sein, unter dem Titel hatte ich mir auch ganz was anderes erwartet.

Zur Geschichte: Die Eheleute Toranosuke und Kaoru Ibuki sind zusammen alt geworden. Nun liegt Toranosuke Ibuki im Sterben und beide lassen ihr gemeinsames Leben in Erinnerungen an sich vorüberziehen. Es war ein Leben voller Höhen und Tiefen und doch blieb die Liebe zueinander unerschütterlich. Zugegeben, das war sehr berührend. Die Autorin hat die romantischen Emotionen gut eingefangen. Und auch die Zeichnungen empfand ich als detailreich und ausdruckstark. Leider hat mich die Brutalität in diesem Manga zeitweise sehr erschreckt. Die Geschichte löste in mir Beklemmungen aus. Zuviel Gewalt und Unterdrückung.

Fazit: Nur was für Manga-Fans.

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Szenen einer Ehe

Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen
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Da ich mich in derselben Situation wie die Autorin befinde, auch mein Mann ist kürzlich erst verstorben, war ich sehr gespannt auf den Lebensrückblick von Christien Brinkgreve.

Doch ich erkenne keine ...

Da ich mich in derselben Situation wie die Autorin befinde, auch mein Mann ist kürzlich erst verstorben, war ich sehr gespannt auf den Lebensrückblick von Christien Brinkgreve.

Doch ich erkenne keine Gemeinsamkeiten. Ich spüre in ihren Zeilen nur wenig Schmerz und auch Liebe und Wärme, sowie große Gefühle kommen in ihren Rückschauen zu kurz. Okay, Christien Brinkgreves Ehe war so. Das Einzige was sie bei der Beerdigung über ihren Mann hätte sagen können: Du hast es uns wirklich nicht leicht gemacht aber wir haben dich trotzdem geliebt.

Christin Brinkgreve versucht nach dem Tod innere und äußere Ordnung in ihr Leben zu bringen. Im Haus haben sich mit den Jahren Unmengen an unnötigen Dingen angesammelt, dadurch ist es zu einem Ort geworden, an dem man sich nicht mehr gerne aufhält. Das Auf- und Ausräumen ist nun ihre erste große Aufgabe.

Gleichzeitig blickt sie zurück auf ihr Leben, ihre Ehe, ihre Rolle in der Familie und in der Welt. Was bleibt von den gemeinsamen Jahrzehnten? Wer war sie in der Beziehung, wer ist sie ohne sie? Und wie kann es sein, dass sie sich als selbstbestimmte Frau zwischen Liebe und fremden Erwartungen verloren hat? Und da frage ich mich wirklich, wie kann das einer so klugen und eigenständigen Frau passieren. Warum trennt man sich nicht, wenn einem die Ehe nicht guttut, wenn man die Lieblosigkeit des Mannes zu spüren bekommt. Es mag ja Frauen geben, die alles erdulden, die abhängig von ihren Männern sind, aber eine emeritierte Soziologie-Professorin?

Leider konnte ich mich mit der Autorin überhaupt nicht identifizieren. „Ein Versuch, meine Liebe zu ordnen“ war für mich eher eine Enttäuschung. Vielleicht bin ich auch mit falschen Erwartungen an diese Lektüre herangegangen.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Das überschätztes Paar der Welt

The House of Beckham
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Bestsellerautor Tom Bower gewährt uns detaillierte Einblicke hinter die scheinbar perfekte Fassade des Glamour-Paares David und Victoria Beckham.

Man bekommt beim Lesen sehr schnell den Eindruck: Für ...


Bestsellerautor Tom Bower gewährt uns detaillierte Einblicke hinter die scheinbar perfekte Fassade des Glamour-Paares David und Victoria Beckham.

Man bekommt beim Lesen sehr schnell den Eindruck: Für Geld macht man alles, da legt man sich schon mal einen Irokesenhaarschnitt zu und man gibt sich als femininen Exhibitionisten.

Offengestanden gehen mir die beiden inzwischen tierisch auf die Nerven. Ihr Verhalten ist nur auf Außenwirkung ausgerichtet. Es gilt die Marke Beckham zu verkaufen. Ich finde weder David noch Victoria sympathisch. Beide Egomanen. Und Victorias Geltungssucht ist schon krankhaft.

Der Autor Tom Bower zeichnet ein Bild der Beckhams, dass sehr abstoßend auf mich wirkt. Haben die beiden denn gar keine positiven Wesenszüge? Ich vermute mal, der Autor ist nicht gerade ein Fan von den beiden. Bowers Schreibstil ist eher anstrengend, da er nicht chronologisch erzählt, sondern immer mal wieder vor oder zurückspringt.

Fazit: Von mir keine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Influenzercosmos

Bestie
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Der Debütroman Bestie von Joana June spielt im Influenzermilieu. Eine ganz eigene Welt. Aber leider keine Welt die ich mir wünsche.

Die Influencerin Anouk sucht nach einer neuen Mitbewohnerin. Lilly ...




Der Debütroman Bestie von Joana June spielt im Influenzermilieu. Eine ganz eigene Welt. Aber leider keine Welt die ich mir wünsche.

Die Influencerin Anouk sucht nach einer neuen Mitbewohnerin. Lilly macht das Rennen. Was sie nicht weiß, Lilli heißt eigentlich Delia. Warum der falsche Name? Lilly ein und will endlich die werden, die sie immer sein wollte. Sie will sich neu erfinden und eine selbstbewusste Bühnenautorin werden. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine Freundschaft mit Spannungen, Geheimnissen und Intrigen.
Die Autorin schreibt sehr dicht und atmosphärisch, aber sie konnte mich dennoch nicht erreichen. Das liegt zum einen daran, dass dieser Influenzercosmos nicht meine Welt ist. Hier läuft alles über Schein und Sein, zu viel Selbstinszenierung, Beautyrituale, Schönheits-OPs und Aufstyling und zu wenig wirkliche Gefühle. Es geht um Klicks und Likes und um Reichweite. So waren mit die beiden Hauptprotagonistinnen nicht unbedingt sympathisch.

Anouk ist durchaus bewusst, dass sich ihre Bekanntschaften mit ihr ihr eigenes Ego aufpolieren wollen. Das tut sie ja auch. Sie ist immer auf der Jagd nach angesagten Menschen, will dazugehören zu den Promis. Irgendwie schon arm, wenn man danach sein Leben ausrichtet.

Fazit: Kein Roman für mich. Aber evtl. etwas für junge Menschen, die das Influenzerleben mal von innen kennenlernen möchten.

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Veröffentlicht am 22.10.2024

Durchs Leben tanzten?

How to become Goldmarie
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Angesprochen hat mich das Cover. Eine Frau die traumversunken durchs Leben tanzt. Zudem verspricht der Titel ein selbstbestimmtes Leben in Leichtigkeit und Fülle.

Das Buch fing auch gut an. Die Auslegung ...



Angesprochen hat mich das Cover. Eine Frau die traumversunken durchs Leben tanzt. Zudem verspricht der Titel ein selbstbestimmtes Leben in Leichtigkeit und Fülle.

Das Buch fing auch gut an. Die Auslegung des Märchens von der Goldmarie hat mich begeistert. Damit kann ich was anfangen, denn ich liebe Märchen und ihre versteckte Botschaft dahinter.

Leider konnten mich die nachfolgenden Kapitel nicht für das Buch und seinen Inhalt entflammen. Es wurden viele Themen angesprochen. Ich empfand es fast wie eine Auflistung, aber die Themen wurden nur gestreift und nicht vertieft. Hier machte sich bei mir erste Enttäuschung breit. Aber die abstruse Behauptung, dass ein Seelenweg bis zu 5000 Leben umfasst, ließ mich nur noch ungläubig den Kopf schütteln. Woher will das jemand wissen? Ich glaube zwar, dass das Leben ein Mysterium ist, aber ich bin ein Mensch mit Bodenhaftung. Den Leseabschnitt über die Archetypen fand ich hingegen total spannend, allerdings nicht ausreichend erklärt. Aber es hat mich zumindest so neugierig gemacht, dass ich mir anderweitig Lesestoff zu diesem Thema besorgt habe.

Versöhnt haben mich zu Schluss ein paar wenige Übungen und Meditationen. Dennoch kein Buch, dass ich guten Gewissens weiterempfehlen möchte. Ich hatte mir mehr erwartet. ‚How to become Goldmarie: Mit Leichtigkeit in ein selbstbestimmtes Leben in Fülle‘ wird seinem Titel in keinster Weise gerecht.


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