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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2025

Nachhaltiger reisen

LONELY PLANET Bildband Europa ohne Flieger
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Bewertet mit 4.5 Sternen

Wir versuchen seit ein paar Jahren unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, möchten aber auf das Reisen nicht verzichten. Hier kommt der Reiseplaner „Europa ...

Bewertet mit 4.5 Sternen

Wir versuchen seit ein paar Jahren unseren ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, möchten aber auf das Reisen nicht verzichten. Hier kommt der Reiseplaner „Europa ohne Flieger“ von lonely planet ins Spiel.

Mit den 80 Reisevorschlägen kann man wirklich viele Winkel Europas erkunden. Es dürfte auch für jeden etwas dabei sein, egal ob bei einem Kurztrip oder längerem Urlaub der Fokus auf Natur, Wellness, Kunst und Kultur, Geschichte oder Aktivitäten liegt. Ich war irrtümlich davon ausgegangen, dass der jeweilige Startpunkt immer in Deutschland liegt, aber dem ist nicht so. Es gibt zwar immer Hinweise wie die jeweilige Destination erreicht werden kann, aber eben nicht unbedingt von Deutschland aus. Hier muss man sich ggf. selbst nach einer Bahn- oder Schiffsverbindung erkundigen.

Die Touren sind nicht nur nachhaltig, sondern auch entschleunigend, denn gefahren wird mit Bussen und Bahnen sowie evtl. noch mit Fähre oder Schiff. Einzelne Abschnitte können auch mit dem Rad oder per pedes bewältigt werden. Hierzu gibt es genau wie zu den Fahrzeiten und Ein- und Umstiegsmöglichkeiten Hinweise im Text. Mir gefällt gut, dass es Vorschläge für Unternehmungen vor Ort gibt. Das erspart mir unter Umständen eine vorherige Recherche.

Zu jeder Reise gibt es neben zahlreichen Fotos auch Angaben zu den Fahrtkosten, der Anzahl der vorgesehenen Übernachtungen, der zu bewältigenden Kilometer und des CO2 -Wertes in kg/Person. Diese Angaben erhöhen sich jeweils noch um die Werte der Anreise zum Start der Tour.

Meiner Meinung nach ist das Buch eine gute Basis und Hilfe bei der Planung. Es bleibt dem Reisenden ja selbst überlassen hie und da Änderungen vorzunehmen. Mich hat das Werk jedenfalls sehr inspiriert und ich habe des Öfteren gedacht, oh ja das möchte ich auch mal machen.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Tolle Mischung von Spannung und Magie

Thea Magica, Band 1 - Das Geheimnis von Port Mint
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Bewertet mit 4.5 Sternen

Robin würde gerne zurück zu ihrem alten Zuhause und ihren Freundinnen. Nun sitzt sie aber an der Küste in dem verschlafenen Nest Post Mint. Zu allem Überfluss findet heute ihr ...

Bewertet mit 4.5 Sternen

Robin würde gerne zurück zu ihrem alten Zuhause und ihren Freundinnen. Nun sitzt sie aber an der Küste in dem verschlafenen Nest Post Mint. Zu allem Überfluss findet heute ihr First Flush statt, bei dem ihre magische Begabung zu Tage tritt. Nach dem Genuss dieses besonderen Tees hat sie ausgerechnet eine verbotene Gabe vererbt bekommen. Niemand darf davon wissen, auch nicht ihre neuen Freunde, mit denen sie einer Verschwörung auf der Spur ist.

Ich hatte sofort Mitleid mit Robin. Neuer Ort, neue Schule, noch keine Freunde und dann die verbotene Gabe. Am liebsten hätte ich sie in den Arm genommen und getröstet. Eigentlich sollte diese Aufgabe ja ihrer Mutter zufallen, aber die glänzt meistens durch Abwesenheit. So ist es nicht verwunderlich, dass Robin auf eigene Faust versucht, Antworten zu finden und so beginnt das spannende und nicht ganz ungefährliche Abenteuer.

Der Spannungsbogen wird von Vivien Verley langsam gespannt und steigert sich zum Ende hin immer mehr. Ihre fantasievolle Verknüpfung der Magie mit einem besonderen Tee fand ich für eine in England spielende Geschichte sehr passend. Witzig finde ich die eingebauten Assoziationen zu dem Thema Tee wie z. B. Magisteerium. Einmal so etwas entdeckt, hält man unwillkürlich Ausschau nach weiteren Bezügen solcher Art.

Unbedingt erwähnen muss ich auch noch das von Caroline Garcia gestaltete wunderschöne farbenfrohe Cover mit dem goldenen Rahmen. Zusammen mit dem Farbschnitt ist das Buch ein echter Hingucker.

Dieser erste Band macht Lust auf mehr, aber ich finde es schade, dass am Ende einige Fragen offen bleiben, daher gibt es einen kleinen Abzug in der Bewertung.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2025

Fesselnd und bildgewaltig

Mein Name ist Emilia del Valle
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Bewertet mit 4.5 Sternen

Und zum wiederholten Male nimmt mich Isabel Allende mit in ihr Heimatland Chile. Seit ich Das Geisterhaus gelesen habe, sind ihre Bücher für mich ein Muss und ein wahres Lesevergnügen. ...

Bewertet mit 4.5 Sternen

Und zum wiederholten Male nimmt mich Isabel Allende mit in ihr Heimatland Chile. Seit ich Das Geisterhaus gelesen habe, sind ihre Bücher für mich ein Muss und ein wahres Lesevergnügen. Ihre Vorliebe für starke Frauen kommt auch in diesem Roman zur Geltung.

Ich begegne Emilia in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von der Mutter streng katholisch erzogen, vom Stiefvater vergöttert und stets unterstützt, setzt sie alles daran, Journalistin zu werden. Als in Chile die Unruhen immer größer werden und ein Bürgerkrieg droht, begibt sie sich als Reporterin in das Land ihrer väterlichen Wurzeln und ist immer nah am Geschehen. Allein daran sieht man, dass Emilia gesellschaftliche Normen nicht interessieren. Sie ist eine starke, neugierige und eigensinnige Frau, die ihren Weg geht.

In gewohnt feingeschliffener Sprache, die bildhaft und bildgewaltig daherkommt, erzählt Isabel von dem furchtbaren Gemetzel während des Bürgerkriegs in Chile. Manche Szenen gehen mir sehr unter die Haut und selbst die wahrscheinlich abgeschwächten Bilder meines Kopfkinos kann ich kaum ertragen. Krieg ist immer grausam, aber hier bekämpft sich ein Volk, unter Umständen kämpfen Nachbarn und Bekannte gegeneinander. Ein hoher Preis, der damals von dem Volk bezahlt wurde.

Die Autorin konnte mich auch mit diesem Roman begeistern und ganz nebenbei habe ich nicht nur etwas über diesen Bürgerkrieg gelernt, sondern auch von der Schönheit der Natur in Chile.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Schicksalhaftes Schweden

Noch immer Zeit zu lieben
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Isabel geht auf die fünfzig zu und hat in den letzten Jahren ihre Mutter gepflegt, so dass sie kaum Gelegenheit hatte, ihrem Beruf als Fotografin nachgehen zu können. Nun winkt ein lukrativer Auftrag, ...

Isabel geht auf die fünfzig zu und hat in den letzten Jahren ihre Mutter gepflegt, so dass sie kaum Gelegenheit hatte, ihrem Beruf als Fotografin nachgehen zu können. Nun winkt ein lukrativer Auftrag, welcher sie zurück ins Geschäft bringen könnte, aber ausgerechnet in Schweden. Dort erlitt sie vor 25 Jahren einen schweren Schicksalsschlag, nach dem ihr Leben quasi zum Stillstand kam.

Isabel hätte ich im Verlauf gerne einige Male an der Schulter gepackt und geschüttelt. Ihre Gedanken sind in der Vergangenheit behaftet und bei fast jeder Begebenheit fragt sie sich: was wäre wenn? Zum Glück gibt es Olivia, ihre Agentin und langjährige Freundin, die ihr einen Schubs gibt. Als sie dann Lennart trifft, sieht es so aus als könnte dieser sympathische und liebenswerte Mann ihr Weg zurück ins Leben sein.

Es hat nicht lange gedauert und ich war in Isabels Geschichte versunken. Die Seiten flogen auch dank des flüssigen Schreibstils nur so dahin. Gefallen hat mir, dass Heike Abidi die Sehenswürdigkeiten inklusiver einiger Geheimtipps in Stockholm in die Erzählung einfließen ließ. Und ihre detaillierten und bildhaften Landschaftsbeschreibungen haben in mir die Sehnsucht nach einem Urlaub in Schweden geweckt.

Ein Wohlfühlroman mit überraschenden Wendungen und vielen Emotionen, der zeigt, dass Amors Pfeil auch im fortgeschrittenen Alter durchaus noch ins Herz treffen kann. Ich fühlt mich von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten und vergebe gerne 4,5 wohlverdiente Sterne.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Warum musste Pablo sterben?

Mordseemusik
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Auf Borkum herrscht eine ungewöhnliche Hitzewelle. Die Luft im Musikpavillon auf der Promenade ist stickig als sich Caro Falk mit dem Inselchor auf ihren Auftritt vorbereitet. Sie sollen heute den Schlagerstar ...

Auf Borkum herrscht eine ungewöhnliche Hitzewelle. Die Luft im Musikpavillon auf der Promenade ist stickig als sich Caro Falk mit dem Inselchor auf ihren Auftritt vorbereitet. Sie sollen heute den Schlagerstar Pablo Lavega musikalisch begleiten, aber daraus wird es nichts, denn der Sänger bricht plötzlich zusammen. Klar, dass Caro sofort einen Mord wittert und sich mit Jan auf Ermittlungstour begibt.

Für mich ist jeder Krimi dieser Reihe wie nach Hause kommen und das nicht nur, weil ich die Protagonisten inzwischen ins Herz geschlossen habe, sondern weil sie auf meiner deutschen Lieblingsinsel spielen und mir viele Schauplätze bekannt sind.

Emmi Johannsen schreibt flüssig und legt gekonnt Spuren, auch falsche. So auch hier, so dass ich mich sehr lange auf der falschen Fährte befanf. Was mich allerdings zusehends nervt, ist das Herumgeeiere zwischen Caro und Jan. Jeder sieht und merkt es, aber die zwei kommen auch dieses Mal nicht zusammen.

Ein unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Protagonisten, Insel-Flair und Nordseefeeling.

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  • Spannung