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Veröffentlicht am 20.05.2018

Ein wunderschönes Sommerbuch, dessen Geschichte mich sehr berührt hat

Zwischen dir und mir das Meer
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Inhalt:

Lena führt ein bescheidenes Leben auf Amrum. Sie arbeitet in einem Hospiz, bastelt Schmuck aus Meerglas und lebt bei ihrem Vater und ihrer Großmutter.

Als Matteo in ihr Leben tritt, wird dieses ...

Inhalt:

Lena führt ein bescheidenes Leben auf Amrum. Sie arbeitet in einem Hospiz, bastelt Schmuck aus Meerglas und lebt bei ihrem Vater und ihrer Großmutter.

Als Matteo in ihr Leben tritt, wird dieses aber gehörig durcheinandergewirbelt. Nicht nur, dass Lena sich sofort in seinen meergrünen Augen verliert, nein, er hat auch noch Fotos von ihrer italienischen Mutter dabei.

Diese ging eines Tages schwimmen und kehrte nie zurück. Niemand weiß, wieso sie als junge Frau aus Italien verschwand und nie zurückgekehrt ist.

Lena macht sich gemeinsam mit ihrer Schwester auf die Reise an die Amalfiküste, um der Vergangenheit ihrer Mutter nachzuspüren und um den jungen Mann wiederzusehen, der ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht … .

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Katharina Herzog / Katrin Koppold und musste natürlich auch ihr neuestes sofort lesen.

Zu Beginn findet man sich im Jahr 1972 wieder und lernt Mariella, Lenas Mutter, als Kind kennen und erlebt, wie sie ihre beste Freundin kennenlernt. Ich liebe Geschichte, die direkt in die Vergangenheit eintauchen, so dass man beide Protagonisten hautnah kennenlernen kann. Mariella gefiel mir auch sofort sehr gut. Sie ist ein quirliges kleines Mädchen, das noch nichts von den Sorgen der Erwachsenen weiß und unbeschwert in den Tag hineinlebt. So beginnt das Buch mit einer Leichtigkeit, die mir sofort sehr gut gefallen hat.

Danach lernt man Lena kennen, die ein sehr bescheidenes Leben führt. Sie hatte meinen größten Respekt für ihren Job im Hospiz, den sie mit sehr viel Leidenschaft macht. Trotzdem fragte ich mich, wieso sie so wenig von ihrem eigenen Leben erwartet. Was steckt dahinter, dass sie nicht „mehr“ möchte? Ich war wirklich gespannt, ihre Geschichte zu hören, denn wenn man Katharina Herzogs Bücher kennt, weiß man, dass immer mehr dahinter steckt.

Auch die Beziehung zwischen den Schwestern und die Gegensätze dieser fand ich sehr interessant. Darin steckt wirklich einiges an Potenzial und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Schwestern wirklich sehr unterschiedlich sein und trotzdem eine sehr innige Beziehung haben können.
Etwas enttäuscht war ich jedoch, als Matteo in Lenas Leben auftaucht. Mir ging es viel zu schnell, dass Lena sich in den Protagonisten verliebt hat. Klar gibt es Liebe auf den ersten Blick und man findet den anderen vielleicht sofort anziehend, aber mir war es etwas too much und ging mir einfach zu schnell. Ich bin absolut kein Fan von solchen Liebesgeschichten, die viel zu schnell viel zu tief gehen.

Als Lena und Zoe schließlich nach Italien reisen, war ich total begeistert von dem Buch. Ich liebe die Landschaftsbeschreibungen von Katharina Herzog. Man merkt in jedem Satz, dass sie selbst an all diesen Orten war und diese Sehenswürdigkeiten selbst besichtigt hat. Es macht so Spaß gemeinsam mit den Protagonisten all diese Momente zu erleben und diese wundervollen Orte zu besuchen. Da kommt bei mir jedes Mal richtiges Urlaubsfeeling auf und ich würde am liebsten sofort meine Koffer packen. Hach, ich hätte so gerne auch in der Sonne am Strand relaxt oder Fisch und Limoncello genossen. Einfach zauberhaft.

Abwechselnd taucht man in Mariellas Vergangenheit ein oder besucht Lena und Zoe auf ihrer Reise. Dabei erfährt man immer mehr von dem großen Ganzen, von Mariellas Beweggründen, ohne dabei zu ahnen, was wirklich hinter allem steckt. Katharina Herzog gelingt es wirklich sehr gut, ihre Leser bis zum Ende im Dunkeln zu lassen und ihn schließlich richtig zu überraschen. Ich hätte jedenfalls nie geahnt, was Mariella dazu bewogen hat, Italien zu verlassen und nie wieder zurückzukehren. Die Autorin hat mich wirklich sehr gerührt mit ihrer Geschichte. Es hat mich ehrlich gesagt sehr traurig, aber auch wütend gemacht, was damals passiert ist und ich habe sogar ein paar Tränen vergossen, so sehr berührten mich Mariellas Schicksal und auch ihre Entscheidungen.

Fazit:

Ich weiß schon, wieso Katharina Herzogs Bücher für mich ein absolutes Muss sind. Mit viel Liebe und Leidenschaft beschreibt sie Orte und ihre besondere Magie, so dass ich jedes Mal richtig Fernweh bekomme, weil ich diese so gerne mit eigenen Augen sehen würde. Die Geschichte von Mariella hat mich tief berührt. Ihr Schicksal machte mich sowohl wütend, als auch traurig und ihre Entscheidungen haben mich zum Weinen gebracht.

Dieses Buch ist nicht nur ein wunderschönes Sommerbuch mit Urlaubsfeeling pur, sondern auch eine Geschichte, die ans Herz geht und mich tief berührt hat.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 26.01.2018

Eine wundervolle Märchenadaption

Der Fluch der sechs Prinzessinnen (Band 2): Blütenzauber
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Inhalt:

"Kennt ihr das Schloss über den Wolken? Das Schloss, in welchem ein verwunschenes Biest wohnt? Und die Geschichte der Schönen, die sein Herz zu erweichen vermag?
Gefangen in einem Raum, der zu ...

Inhalt:

"Kennt ihr das Schloss über den Wolken? Das Schloss, in welchem ein verwunschenes Biest wohnt? Und die Geschichte der Schönen, die sein Herz zu erweichen vermag?
Gefangen in einem Raum, der zu ebendiesem Schloss gehört, erwacht Prinzessin Tatjana. Der einzige Hinweis darauf, wie sie ihren Fluch brechen und wieder auf die Erde zurückkehren kann, ist ein Wort. Doch dieses ist eng mit dem Schicksal des Biests verwoben und lautet: Blütenzauber."

(Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/bluetenzauber-regina-meissner.html)


Nachdem ihre Stiefmutter Tatjana verflucht hat, wacht diese in einem Zimmer im Schloss über den Wolken auf. Dort gefangen muss sie bald erkennen, dass sie nicht die einzige ist, deren Leben durch einen Fluch verändert wurde.

Auch der König und die Dienstboten kämpfen mit einem schweren Schicksal. Doch als Tatjana im Schloss auftaucht, bleibt nichts, wie es war. Fest entschlossen, ihren Fluch zu brechen, lässt sie sich auch von dem unnahbaren Biest nicht abschrecken, vor allem nicht, als sie erfährt, dass ihre Erlösung durch den Blütenzauber eng mit der des Schlossherrn verbunden ist.


Meine Meinung:

Nach „Schwanenfeuer“ wollte ich unbedingt auch den zweiten Teil dieser Märchenreihe lesen, um zu erfahren, wie es mit den Schwestern weitergeht und ob auch Tatjana ihren Fluch brechen kann. Außerdem gehört „Die Schöne und das Biest“ zu meinen Lieblingsmärchen und ich war gespannt, was Regina Meißner daraus gemacht hat.

Das Buch beginnt damit, dass Tatjana wieder einmal in ihrem Zimmer aufwacht, das abgeschlossen ist. Durch den Blick aus dem Fenster hat sie gesehen, dass sie sich in einem Schloss in den Wolken befindet. Etwas seltsam fand ich es anfangs, dass sie schon länger in diesem Zimmer eingesperrt ist, dass sie nie raus kann, aber auch keinen Hunger und Durst oder andere Bedürfnisse verspürt. Ich denke, so hat die Autorin versucht an Band 1 anzuknüpfen und die Zeit, die dadurch vergangen ist zu erklären. Zum Glück bleibt das nicht lange so und Tatjanas Tür öffnet sich, so dass sie das Schloss erkunden und die Dienerschaft kennenlernen kann.

Anfangs scheint Tatjana etwas oberflächlich und arrogant zu sein, aber ich hatte sofort das Gefühl, dass mehr hinter dieser Fassade steckt und fand sie zwar nicht sofort sympathisch, habe sie jedoch gerne begleitet. Je tiefer man schließlich in die Geschichte eintaucht, desto besser gefiel mir die Protagonistin. Sie ist taff und geht ihren Weg. Im Grunde lässt sie sich nicht einsperren (Wortspiel! :D) und auch nicht unterkriegen. Tatjana ist in meinen Augen eine starke junge Frau, die sehr gut in unsere Zeit passt, als Prinzessin aber manchmal etwas zu „modern“ denkt. Mich hat das jedoch gar nicht so sehr gestört. Wieso nicht mal eine moderne Prinzessin?

Auch Lucien, oder das Biest, ist zu Beginn nicht der große Sympathieträger. Mir erschien er teilweise als zu grausam. Im Original wird er ja vor allem wegen seiner Oberflächlichkeit verflucht und ist im Grunde gar nicht so böse. Doch dieses Biest hier, puh, das war mir manchmal schon etwas too much und ich dachte, den kann man nicht lieb gewinnen. Dafür hat er zu schreckliche Dinge getan und die Erklärung, die man nach und nach für sein Handeln bekommt, waren mir auch etwas zu oberflächlich. Trotz allem hat es die Autorin Regina Meißner geschafft, mich für ihr Biest zu begeistern. Ja, diese Protagonisten sind alles andere als perfekt, aber sie entwickeln sich toll und man kann sie trotzdem gern haben und mit ihnen mitfiebern.

Besonders gut gefiel mir der Verlauf der Geschichte. Auch, wenn es meiner Meinung nach etwas zu lange dauert, bis Tatjana auf das Biest trifft, konnte ich ab der Mitte des Buches richtig in der Geschichte abtauchen. Anders als in „Schwanenfeuer“ hat diese nämlich einen deutlichen roten Faden, der sich hindurchzieht. Die beiden Protagonisten arbeiten gemeinsam an der Lösung ihres Fluches und es passiert nicht ständig irgendetwas anderes, sondern alles passt perfekt zu dieser Geschichte. Die Idee mit dem „Blütenzauber“ selbst fand ich auch richtig schön gelöst.

Am Ende hat mich Regina Meißner dann wirklich überrascht. Ich bin ja ein richtiger Fan von außergewöhnlichen Enden und dieses gehört sicher in diese Kategorie. Trotzdem denke ich, dass die Autorin damit nicht alle ihre Leser glücklich macht, aber da es nicht der letzte Band dieser Märchenreihe ist, wird es vielleicht auch noch nicht das Ende von Tatjanas Geschichte sein.

Fazit:

Obwohl Regina Meißner mit „Blütenzauber“ die Story von der Schönen und dem Biest nicht neu erfindet, war ich doch richtig begeistert. Die Protagonisten sind zwar alles andere als perfekt, doch gerade das lässt ihnen Raum zur Entwicklung und man kann sie trotzdem durchaus liebgewinnen. Auch der Verlauf der Geschichte gefiel mir viel besser, als bei „Schwanenfeuer“, da er einen deutlichen roten Faden aufweist und ein paar schöne Ideen umgesetzt werden. Das Ende ist richtig außergewöhnlich, wird aber sicher nicht jeden zufriedenstellen. Doch wer weiß, ob das wirklich schon das absolute Ende ist ;)

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 14.01.2018

Mehr als nur eine Story über eine Casting-Show

The Blinds
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Inhalt:

Ich hatte keine Chance
Aber ich tat es
Ich war hier

Geheimnisse sind kein Fremdwort für Riley. Ihre Kindheitsträume hat sie längst begraben. Doch dann bietet sich ihr die Chance, an der bekanntesten ...

Inhalt:

Ich hatte keine Chance
Aber ich tat es
Ich war hier

Geheimnisse sind kein Fremdwort für Riley. Ihre Kindheitsträume hat sie längst begraben. Doch dann bietet sich ihr die Chance, an der bekanntesten Fernsehshow des Landes teilzunehmen - den Blinds. Und plötzlich rücken all diese Träume in greifbare Nähe ...

Riley ist in den Randbezirken groß geworden. Dort ist das Leben ein einziger Kampf. Doch sie hat die Chance diesem Leben zu entfliehen: Die Teilnahme an den Blinds – eine Fernsehshow, bei der es um Geheimnisse geht.

Und Geheimnisse hat Riley genug. Doch reichen diese aus, um weiterzukommen und vielleicht sogar zu gewinnen?

Ein Leben im Zentrum – ein Traum für jeden Menschen. Ein Traum, der für Riley jedoch nur wahr werden kann, wenn sie ihr größtes Geheimnis in den Randbezirken zurücklässt … .

Meine Meinung:

Ich muss gestehen, ich bin ja schon ein kleiner Fan von „Castingshows“, vor allem in Buchform, deswegen wollte ich „The Blinds“ auch unbedingt lesen.

Zu Beginn lernt man Riley in ihrer gewohnten Umgebung kennen – ihrer Wohnung in den Randbezirken. Dort erlebt man hautnah mit, wie hart, das Leben dort ist, ohne jedoch die genauen Umstände zu kennen. Trotzdem mochte ich die Protagonistin von Anfang an. Sie zerfließt nicht in Selbstmitleid, sondern versucht einfach, ihr Leben so gut es geht zu leben. Es gibt Menschen, die aus schwierigen Situationen gestärkt hervorgehen und genauso einen Eindruck hatte ich von Riley. Über die Familiensituation der Protagonistin lässt uns die Autorin jedoch anfangs noch sehr im Dunkeln und ich war gespannt darauf, dieses Geheimnis zu lüften und tiefer in Rileys Leben und ihre Vergangenheit einzutauchen.

Gleich zu Beginn erhält sie auch sofort die Einladung zu den Blinds. Wie genau diese Fernsehshow aussieht, erfährt man eigentlich nicht. Nur, dass es im Anfangsstadium der Show wohl darum ging, Geheimnisse der Teilnehmer aufzudecken. Wie das geht und was die „Talente“ tun müssen, dazu gibt es keine Erklärungen. Erst während die Show läuft, werden die Aufgaben nach und nach enthüllt, wobei mir nicht immer klar war, wozu die Aufgaben dienen sollten und was denn der Sieger haben muss, um gegen die anderen Teilnehmer zu bestehen. Hier hätte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr Informationen gewünscht. Worum genau geht es, was ist das Ziel und was bringt es den Coaches? Mir hat irgendwie ein bisschen die Struktur gefehlt.

Auch die übrigen Teilnehmer bleiben stark im Hintergrund. Zu Beginn erfährt man kaum etwas von ihnen. Ich hätte ehrlich gesagt mit etwas mehr Konkurrenzkampf und Gezicke gerechnet und freute mich auch ein bisschen darauf, weil das ja eigentlich das ist, was Castingshows so spannend und anziehend macht. Damit lässt sich die Autorin jedoch sehr viel Zeit. Erst am Ende des Buches gibt es neben Riley ein paar andere, die sich durch ihre Taten einen Namen machen. Das lässt mich hoffen, dass es im zweiten Band etwas „heißer“ hergeht ;)

Mit „heißer“ könnte man auch die Liebesgeschichte meinen, die sich schön langsam entwickelt, was mal echt ziemlich überraschend ist. Ich mochte das Tempo jedenfalls sehr gerne und obwohl es natürlich auch alles nicht so einfach zwischen den Liebenden ist, gibt es doch nicht dieses ständige Hin und Her, das schnell mal nervt. Hach ja, ich konnte die Lovestory wirklich genießen und bin ein echter Fan dieses Pärchens.

Sehr gut gefiel mir auch, dass die Geschichte nicht alleine bei der „oberflächlichen“ Castingshow bleibt, denn es steckt doch viel mehr hinter dem Ganzen, als man zu Beginn vielleicht denkt. Hier baut Emma Marten nach und nach Informationen ein, die sich zum Ende hin immer weiter verdichten, so dass die Geschichte am Ende komplexer werden könnte. Ich finde die Richtung, die sie einnimmt jedenfalls toll und freu mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

Fazit:

„The Blinds – Es ist ein Spiel. Also spiel!“ ist ein tolles Buch über eine spannende Castingshow. Zwar hätte ich mir mehr Informationen über die Hintergründe und auch mehr Zickenterror gewünscht, doch dafür überrascht die Autorin damit, dass mehr hinter der Geschichte steckt, als man zu Beginn denkt. Auch die Liebesgeschichte gefiel mir trotz einiger üblicher Klischees richtig gut, so dass ich mich jetzt schon sehr auf die Fortsetzung freue.

Von mir bekommt das Buch 4,5 Punkte von 5.

Veröffentlicht am 25.08.2025

Hat mich nicht ganz überzeugt

Die vergessenen Kinder
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Bisher habe ich jedes Buch von Emily Gunnis gelesen und war absolut begeistert. 🥰

Dieses Buch hat es mir jedoch anfangs etwas schwer gemacht. Es gibt in meinen Augen zu viele Zeitebenen und Sichten und ...

Bisher habe ich jedes Buch von Emily Gunnis gelesen und war absolut begeistert. 🥰

Dieses Buch hat es mir jedoch anfangs etwas schwer gemacht. Es gibt in meinen Augen zu viele Zeitebenen und Sichten und man erfährt erst spät, wie diese zusammenhängen. Ich brauchte also dieses Mal länger, um alles zu sortieren und den roten Faden erkennen zu können.

Die Geschichte rund um die Polizistin Jo und das Waisenmädchen Holly fand ich sehr interessant und auch der Krimianteil ist richtig schön spannend. Mit der vergangenen Zeitebene, die 1944 spielt konnte ich dieses Mal jedoch nicht so viel anfangen. Vielleicht weil sie die Protagonisten nicht direkt trifft, sondern ihre Familiengeschichte erzählt. Diese ist erst am Ende des Buches entscheidend und klärt einige Handlungen auf.

Im Grunde tauchen wir hier ganz tief in die Strukturen einer Familie ein und erfahren wie die Vergangenheit einzelner Personen schließlich alle beeinflusst, was mich dann doch noch sehr nachdenklich gestimmt hat.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Dieses Mal leider keine 5 Sterne

Heimwärts
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Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Kate Morton und habe mich deshalb auch sehr auf „Heimwärts“ gefreut.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass mich Australien als Setting erst einmal nicht so angesprochen ...

Meine Meinung:

Ich liebe die Bücher von Kate Morton und habe mich deshalb auch sehr auf „Heimwärts“ gefreut.

Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass mich Australien als Setting erst einmal nicht so angesprochen hat, doch schnell hat mich die fiktive Kleinstadt Tambilla mit ihrem besonderen Flair verzaubert. Hier scheint jeder jeden zu kennen man könnte sich dort fast wohlfühlen, hätte es an Heiligabend 1959 nicht dieses tragische Ereignis gegeben. Eine ganze Familie – einfach ausgelöscht und niemand scheint etwas gesehen zu haben.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt: 1959 und 2018, als die Journalistin Jess ins Krankenhaus zu ihrer Großmutter Nora gerufen wird. Die Wurzeln der Protagonistin liegen ausgerechnet in den Adelaide Hills, wo damals dieser schreckliche Mord stattfand. Ich fand es sehr spannend, dass Kate Morton dieses Mal eine Kriminalfall in ihre Geschichte eingewoben hat. Je mehr man die Familie Turner kennenlernt, desto trauriger wird man über das Ende, das sie ereignet hat und man möchte unbedingt erfahren, was dahintersteckt. Allerdings muss ich gestehen, dass ich das Gefühl hatte, man würde alles doppelt und dreifach lesen. So findet Jess z.B. ein Buch, welches über die Familientragödie 1959 berichtet. Dieses wird komplett wiedergegeben, enthält aber keine neuen Erkenntnisse. Es ist nur eine weitere Erzählung der Ereignisse. Für mich hätte man die Geschichte gut kürzen und etwas mehr Drive in die Ermittlungen bringen können. So hatte das Buch für mich leider ein paar Längen, die es mir etwas erschwert haben, am Ball zu bleiben. Für neue Leser könnte das ein Grund sein, keine weiteren Bücher von Kate Morton zu lesen. Wer die Autorin jedoch kennt, der weiß, dass sie immer noch einiges in der Hinterhand hat, mit dem sie alle dann doch wieder überrascht und auch hier war das der Fall. Nie und nimmer hätte ich nämlich mit der Auflösung gerechnet. Natürlich kann man sich das ein oder andere Detail mit der Zeit zusammenreimen, aber was wirklich hinter dem Mord steckt und wie Jess in die Familiengeschichte involviert ist, darauf wäre ich nie im Leben gekommen.

Insgesamt kann ich sagen, dass „Heimwärts“ nicht mein Lieblingsbuch von Kate Morton ist, ihre Geschichte aber immer etwas Besonderes haben und ich weiterhin ein großer Fan dieser großartigen und talentierten Autorin bin.

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