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Veröffentlicht am 29.03.2026

Zurück nach Hagley

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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"Cassandra Morgan - Die magische Flöte" ist Band 2 rund um die Hexe Cassandra aus der Feder der Autorin Skye McKenna. Ich muss sagen, dass mir der zweite Band der Reihe ausgesprochen gut gefallen hat. ...

"Cassandra Morgan - Die magische Flöte" ist Band 2 rund um die Hexe Cassandra aus der Feder der Autorin Skye McKenna. Ich muss sagen, dass mir der zweite Band der Reihe ausgesprochen gut gefallen hat. Ich fand ihn sogar noch deutlich besser als den erste Teil, den ich zwar interessant fand, bei dem mir aber ein klarer roter Faden gefehlt hatte. In diesem zweiten Band passierte zwar wieder eine Menge und es wurde stellenweise richtig actionreich, aber es wirkte zu keinem Zeitpunkt gehetzt auf mich. Die Handlung blieb durchgehend stimmig und gut nachvollziehbar.

Besonders begeistert haben mich erneut die vielen fantasievollen Ideen wie die Alte Eiche Ambrose, die neue Figur Lailoken als Hüter des Waldes oder auch der geheimnisvolle Brollachan. Sie verleihen der Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre. Generell kehrt man nicht nur zu bereits bekannten Figuren zurück, sondern lernt sie auch deutlich besser kennen. Sie gewinnen an Tiefe wie die Haushälterin Mrs. Briggs, was mich positiv überrascht und noch mehr für die Reihe eingenommen hat.

Den Schreibstil empfand ich wieder als melodisch, angenehm und auch für mich als Erwachsene sehr gut zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil es einfach durchgehend unterhaltsam und kurzweilig war.

Inhaltlich begleiten wir Cassandra erneut nach Hagley, wo sie weitere Prüfungen für ihre Hexenabzeichen ablegen möchte. Natürlich bleibt es nicht ruhig, und sie gerät wieder in einige Abenteuer, die durchaus gefährlich werden. Dabei stehen Themen wie Freundschaft, Mut und die Wertschätzung der Natur im Mittelpunkt – etwas, das mir besonders gut gefallen hat. Die Naturverbundenheit der Figuren wurde auch in Band 2 wieder wirklich schön vermittelt.

Cassandra und ihre Freundinnen Rue und Tabitha halten dabei fest zusammen und wachsen über sich hinaus. Allerdings setzten sie sich dabei erneut häufig über die Regeln der Erwachsenen hinweg, was ich stellenweise etwas kritisch sehe – gerade mit Blick auf jüngere Leserinnen und Leser.

Sehr gelungen fand ich auch den Einstieg: Durch eine kurze Rekapitulation der Ereignisse aus Band 1 fiel es mir leicht, wieder in die Geschichte hineinzufinden.

Ein echtes Highlight ist zudem die Gestaltung des Buches. Während ich Band 1 noch als eBook gelesen habe, ist Band 2 als Hardcover mit Farbschnitt und liebevoll gestalteten Illustrationen im Innenband ein richtiger Hingucker und trägt viel zur Atmosphäre bei.

Jetzt bin ich sehr gespannt auf Band 3, denn die zentrale Thematik rund um Cassandras Mutter bleibt weiterhin offen.

Ein rundum gelungener, herbstlich-winterlicher Kinderbuchband ab etwa 10 Jahren, der mit viel Fantasie, Herz und Spannung überzeugt.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Spannung unter der Oberfläche

Ultramarin
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"Ultramarin" von Ann-Christin Krumm ist ein intensives psychologisches Drama über Abhängigkeit, Manipulation und die zerstörerische Dynamik einer Beziehung.

Im Mittelpunkt steht Lou, der gemeinsam mit ...

"Ultramarin" von Ann-Christin Krumm ist ein intensives psychologisches Drama über Abhängigkeit, Manipulation und die zerstörerische Dynamik einer Beziehung.

Im Mittelpunkt steht Lou, der gemeinsam mit seinem charismatischen Freund Raf und spontan auch der gleichaltrigen Nora an die dänische Küste reist. Schon früh wird deutlich, dass zwischen den dreien keine Urlaubsstimmung, sondern eine zunehmend beunruhigende Dynamik herrscht.

Der Roman wird vollständig aus Lous Perspektive erzählt. Dadurch erhält man einen sehr direkten Einblick in seine Gedankenwelt, wodurch sich nach und nach die ganze emotionale Komplexität der Situation entfaltet.

Besonders gelungen empfand ich dabei die Struktur mit wechselnden Zeitebenen. Während die Gegenwart die Reise zur Küste begleitete, führten Rückblenden zurück in Lous Teenagerzeit, als er Raf kennenlernte. Diese Kapitel halfen mir sehr dabei, die Dynamik zwischen den beiden Figuren zu verstehen.

Die Atmosphäre des Romans empfand ich von Beginn an als angespannt, beklemmend und unterschwellig bedrohlich. Zwischen den Figuren lag ständig etwas Ungesagtes in der Luft, als könnte die Situation jederzeit kippen. Besonders eindringlich war für mich dabei das Gefühl, dass Lou sich immer tiefer in einen Strudel hineinziehen ließ, aus dem er kaum noch herausfand.

Der Schreibstil hat mich allerdings zwiegespalten zurückgelassen. Gerade zu Beginn empfand ich diesen als recht herausfordernd. Die teilweise abgehackten Sätze, die indirekte Rede und die ungewöhnliche Zeichensetzung – wie z.B. Punkte statt Fragezeichen bei Lous Gedankengängen – wirkten zunächst sperrig und verlangten von mir einiges an Konzentration. Mit der Zeit habe ich mich jedoch daran gewöhnt, und je stärker die Spannung anzog, desto mehr flog ich über die Seiten hinweg.

Was mich besonders beeindruckt hat, ist die psychologische Feinzeichnung. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie Manipulation funktionieren kann und wie schwer es sein kann, sich aus solchen Dynamiken zu lösen. Die Figuren handelten oft widersprüchlich und manchmal auch verstörend, manchmal hätte ich sie gerne geschüttelt - emotional hat es mich voll gepackt! Die Spannung entstand dabei weniger durch klassische Action als durch das stetige Gefühl, dass sich etwas zusammenbraut. Fragen, Andeutungen und kleine Details bauten sich langsam auf und sorgen dafür, dass ich unbedingt wissen wollte, wie alles zusammenhängt.

Das Finale konnte mich letztlich überraschen und rundete die Geschichte auf intensive Weise ab. Trotzdem hätte ich mir an manchen Stellen eine noch etwas stärkere Ausarbeitung gewünscht, insbesondere bei einigen Nebenfiguren und Entwicklungen. Insgesamt blieb der Roman aber ein fesselnder und eindringlicher Blick auf toxische Beziehungen und emotionale Abhängigkeit.

Wer hier eine sommerlich-leichte Urlaubsgeschichte erwartet, wird allerdings schnell merken: Diese Atmosphäre gibt es in diesem Buch nicht. Stattdessen entsteht eine dichte, teilweise beklemmende Stimmung, die einen bis zum Ende begleitet.

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Romantik in Bildern

Verstand und Gefühl - die Graphic Novel nach Jane Austen
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Die Graphic-Novel-Adaption von "Verstand und Gefühl" hat mich vollkommen begeistert. Dass Klassiker wie dieser inzwischen als Graphic Novels neu interpretiert werden, finde ich großartig. Die Form ermöglicht ...

Die Graphic-Novel-Adaption von "Verstand und Gefühl" hat mich vollkommen begeistert. Dass Klassiker wie dieser inzwischen als Graphic Novels neu interpretiert werden, finde ich großartig. Die Form ermöglicht einen modernen Zugang zur Geschichte und macht große Literatur für viele LeserInnen zugänglicher. Besonders für Fans von Jane Austen (oder für all jene, die es werden möchten,) kann ich diese Umsetzung nur empfehlen. Für das Verständnis empfiehlt es sich aber, sich ggf. vorab über den Inhalt des Romans zu informieren, um der Handlung und den Figuren folgen zu können.

Inhaltlich ist die Adaption überzeugend verdichtet, ohne oberflächlich zu wirken. Visuell erwartet einen ein atmosphärisches Eintauchen in das viktorianische Zeitalter: romantisch, stimmungsvoll und mit einer Detailverliebtheit, die die Epoche eindrucksvoll aufleben lässt. Die Emotionen kommen klar und intensiv zur Geltung. Ich habe während des Lesens stark mitgefühlt und wurde schnell in die Handlung hineingezogen.

Die Graphic Novel ist kurzweilig, gut verständlich und wunderschön anzusehen. Manche Bilder sind so kunstvoll gestaltet, dass ich sie mir am liebsten einrahmen würde. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt: Zu Beginn hätte ich mir eine Charakterübersicht oder einen Stammbaum gewünscht, denn die Vielzahl der Figuren, die sich teilweise sehr ähnlich sahen, und deren familiäre Zuordnung hat mich zuerst etwas überfordert.

Fazit: Eine atmosphärische, wunderschön illustrierte und emotional berührende Graphic Novel, die sowohl Romantik-Fans als auch Austen-LiebhaberInnen begeistern wird.

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Veröffentlicht am 10.10.2025

In den Fängen des Werwolfhofes

Bitten
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Eigentlich wollte Vanessa mit ihrer besten Freundin Celeste einfach nur eine Party besuchen. Doch als sie von Werwölfen angegriffen werden und Celeste dabei stirbt, ist nichts mehr so wie zuvor. Als "Gebissene" ...

Eigentlich wollte Vanessa mit ihrer besten Freundin Celeste einfach nur eine Party besuchen. Doch als sie von Werwölfen angegriffen werden und Celeste dabei stirbt, ist nichts mehr so wie zuvor. Als "Gebissene" muss Vanessa sich als Teil des Werwolfshofes etablieren und neben dem Kampf ums Überleben zwischen feindlich gesinnten Werwölfen, Unterrichtsstunden an der Academy und der Suche nach dem Mörder ihrer Freundin, bleibt eigentlich kaum Zeit, um durchzudrehen. Doch kann sie wirklich ein vollwertiges Mitglied des Hofes werden, um zu überleben, und zeitgleich ihre Freundin rächen?

Schon beim ersten Anblick dieses Buches war ich begeistert: Das wunderschöne Wendecover, der detailverliebte Farbschnitt (, der vermutlich im Zusammenspiel mit dem Folgeband einen ganzen Mondzyklus abbilden wird,) hat mich als Bücherjunkie völlig abgeholt.

Doch Bitten überzeugte mich nicht nur optisch: Auch inhaltlich hat mich die Geschichte sofort gepackt. Der Einstieg war atmosphärisch dicht, düster und gleichzeitig voller faszinierender Details. So wurde zum Beispiel die Wolfsverwandlung eindringlich und bildhaft beschrieben – brutal, aber nicht übertrieben, genau in der richtigen Dosis, um Spannung aufzubauen (und nachts noch gut schlafen zu können).

Auch das Worldbuilding hat mich absolut begeistert: magisch versteckte Zimmer, lebendige Glasfenster mit fantastischen Motiven, eine geheimnisvolle Akademie voller Regeln und Intrigen. Die Autorin schafft es, Action, Dialoge und Hintergrundinformationen sehr ausgewogen zu verbinden, sodass man völlig in die Welt des Wolfshofes eintaucht.

Vanessa empfand ich dabei als eine glaubwürdige und vielschichtige Protagonistin. Ihre Trauer, ihre Wut und ihre Suche nach Antworten wurden nachvollziehbar dargestellt. Sie ist keine Heldin, die alles widerspruchslos hinnimmt, sondern oftmals impulsiv und emotional getrieben handelt – was sie mir umso greifbarer machte.

Die Nebenfiguren sind klar gezeichnet und bieten unterschiedliche Perspektiven. Von Figuren, die ich wie Zimmermädchen Oona direkt ins Herz geschlossen habe, über charmante Figuren wie den Prinzensohn Sin bis hin zum klassischen Gegenspieler Werwölfin Evie, war alles dabei.

Die Figuren sind nicht leicht zu durchschauen, was bei mir die Neugier erhöhte. Lediglich Vanessas starke Abneigung gegenüber einer wichtigen Nebenfigur wirkte auf mich etwas zu forciert und auch die durchgehend überirdische Schönheit aller Figuren ist ein Klischee, das die Erzählung meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte.

Zwar gab es zwischendurch auch ein paar Szenen, die etwas sprunghaft wirkten oder in denen Vanessa zu sehr aus dem Affekt handelte, aber das schmälerte mein Leseerlebnis nur minimal. Inhaltlich besonders gelungen fand ich z.B. die Krimi-Elemente: Vanessa sucht nach Celestes Mörderin, und man ermittelte als Leserin quasi mit. Zahlreiche Andeutungen, unerwartete Wendungen und Geheimnisse hielten die Spannung hoch. Gegen Ende überschlugen sich die Ereignisse: Intrigen, Machtkämpfe, grausame Enthüllungen und ein Showdown, der mich sprachlos zurückgelassen hat. Viele Twists haben mich wirklich überrascht!

Was ich besonders schätze: Die Liebesgeschichte drängte sich, insbesondere zu Beginn, nicht zu sehr in den Vordergrund. Vanessa wurde nicht sofort von romantischen Gefühlen überrollt, sondern konzentrierte sich auf ihr Überleben und ihre Suche nach Antworten.

Fazit: Bitten ist ein atmosphärischer, spannender Auftakt mit modernen Twilight-Vibes, einer faszinierenden Werwolfwelt, clever platzierten Twists und einem starken Fokus auf Handlung und Spannung. Trotz kleiner Schwächen bei manchen Figurenentscheidungen und der etwas stereotypen Schönheit aller Charaktere hat mich das Buch sehr begeistert.

Ich freue mich jetzt schon riesig auf Band 2, denn es sind noch viele Fragen offen – und die Geschichte hat definitiv das Potenzial, noch größer zu werden.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Eine Gabe, die alles verändert

Verlorenes Herz (The Last Bloodcarver, Band 1)
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Schon die ersten Seiten von "The Last Bloodcarver" haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen! Vanessa Le gelingt es, eine faszinierende Mischung aus medizinischer Fantasy, Spannung und emotionaler Tiefe ...

Schon die ersten Seiten von "The Last Bloodcarver" haben mich vollkommen in ihren Bann gezogen! Vanessa Le gelingt es, eine faszinierende Mischung aus medizinischer Fantasy, Spannung und emotionaler Tiefe zu schaffen. Ich habe den Einstieg regelrecht inhaliert.

Im Mittelpunkt steht Nhika, eine junge Frau mit einer außergewöhnlichen Gabe: Sie kann durch Hautkontakt in die Körper anderer Menschen „eintreten“ und heilen – oder schaden - eine Fähigkeit, die daher extrem gefürchtet wird. Nhika ist daher eine im Verborgenen lebende, toughe, komplexe Hauptfigur, die ihre Verluste mit sich trägt und dadurch kaum Nähe zulässt. Ihr moralisch ambivalentes Handeln machte sie umso spannender. Trotz der Ausgrenzung, die sie erfährt, möchte sie helfen – selbst wenn ihr das zum Verhängnis wird. Als sie im Geheimen erwischt und nachfolgend auf dem Schwarzmarkt wie ein Gegenstand feilgeboten wird, wird sie von einem Mitglied der mächtigsten und reichsten Familie der Stadt ersteigert. Diese benötigt dringend ihre Hilfe, um einen Zeugen eines Mordfalls zu retten. Nach und nach wird Nhika in die düsteren Vorkommnisse verstrickt und gerät dabei selbst in Gefahr.

Die Autorin schafft es, zwischen düsteren, teilweise blutigen Momenten und leisen, hoffnungsvollen Szenen zu balancieren. Auch die Nebenfiguren sind vielschichtig angelegt, wenn auch manche freundschaftliche Entwicklungen für mich etwas zu abrupt kamen.

Das Setting (eine asiatisch angehauchte Technokratie voller sozialer Gegensätze) hebt sich angenehm vom typischen Fantasy-Standard ab. Durch Nhikas Flucht und Aufträge lernt man die Welt auf natürliche Weise kennen, was das Worldbuilding besonders gelungen machte. Der Mix aus Wissenschaft, Magie und gesellschaftlicher Hierarchie ist spannend und unverbraucht.

Zwar gab es im Mittelteil ein paar Längen, doch das Finale hat mich komplett überrascht und emotional mitgenommen. Das Ende verspricht eine ebenso ungewöhnliche wie intensive Fortsetzung.

Fazit: "The Last Bloodcarver" ist ein fesselnder Auftakt voller Emotion, moralischer Fragen und beeindruckender Ideen. Vanessa Le verbindet medizinische Magie mit gesellschaftskritischen Untertönen und einer Heldin, die einem lange im Gedächtnis bleibt. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht – und hoffe auf Antworten zu all den offenen Fragen.

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