Platzhalter für Profilbild

annnna97

aktives Lesejury-Mitglied
offline

annnna97 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit annnna97 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.11.2025

Leichter durch den Winter kommen

Wintern
0

Die Autorin und Psychologin Karin Leibowitz ist für eine Forschungsstelle für ein Jahr in den Norden Norwegens gezogen und hat sich dort viel mit dem Winter und der Dunkelheit auseinander gesetzt. ...

Die Autorin und Psychologin Karin Leibowitz ist für eine Forschungsstelle für ein Jahr in den Norden Norwegens gezogen und hat sich dort viel mit dem Winter und der Dunkelheit auseinander gesetzt. Mithilfe von psychologischen Studien und persönlichen Anekdoten versucht sie dem Leser verschiedene Strategien näher zu bringen, die die kalte und dunkle Jahreszeit erträglicher oder sogar schön machen sollen. Dafür besucht sie viele unterschiedliche Orte auf der Welt im Norden und schaut sich die Wintertraditionen und Bräuche in den verschiedensten Kulturen an.

Das Buch hat sich für mich durch die vielen persönlichen Anekdoten sehr leicht gelesen, obwohl es ein Sachbuch ist und viele Studien, die genannt wurden, fand ich auch ganz interessant. Für Leute, die sich schon ein bisschen mit dem Thema, wie man den Winter schöner gestalten kann, beschäftigt haben, ist aber leider nicht viel neues dabei. Für mich waren eigentlich keine Ratschläge neue Erkenntnisse und es wurde auch viel wiederholt oder durch unnötig viele Beispiele unterlegt. Also das Buch hätte meiner Meinung nach deutlich gekürzt werden können.

Ich würde es allen empfehlen, die sich für Wintertraditionen in unterschiedlichen Ländern und für psychologische Studien zu dem Thema interessieren. Außerdem für Leute, die den Winter hassen und sich noch nicht viel mit dem Thema beschäftigt haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.10.2025

Leicht, süß und cozy

Falling Like Leaves
0

Die Hauptfigur Ellis muss durch eine temporäre Trennung ihrer Eltern ihre geliebte Heimat New York verlassen und mit ihrer Mutter zu ihrer Tante und Cousine in den kleinen Ort Bramble Falls ziehen. Es ...

Die Hauptfigur Ellis muss durch eine temporäre Trennung ihrer Eltern ihre geliebte Heimat New York verlassen und mit ihrer Mutter zu ihrer Tante und Cousine in den kleinen Ort Bramble Falls ziehen. Es geht um viele Themen des Erwachsenwerdens wie Zukunftsplanung, Verantwortung, Selbstfindung und natürlich die erste große Liebe.

Der Roman hat wirklich eine ganz tolle Atmosphäre geschaffen mit dem Setting in Bramble Falls und bringt so eine wunderschöne gemütliche Herbststimmung, ähnlich wie bei Gilmore Girls, was wohl auch eine Inspiration war. Das ist der Autorin wirklich sehr gut gelungen.
Leider hat mich die Hauptfigur Ellis ein bisschen genervt, da sie sehr unempathisch bzw. egoistisch rüberkommt und ich so nicht so viel Mitgefühl für sie aufbringen konnte. Die Konflikte im Roman waren auch eher vorhersehbar und klischeehaft, außerdem sehr konstruiert teilweise.
Trotzdem war es ein süße, leichte Geschichte, die mich ein paar Stunden gut unterhalten hat.

Ich würde es allen empfehlen, die Lust auf einen leichten süßen Herbstroman und keine Probleme mit Klischees haben. Es ist wohl aber eher etwas für Teenager und sehr junge Erwachsene.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2025

Leichte Unterhaltung

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
0

In "Die Einladung" erhält die Protagonistin Mimi eine erpresserische Einladung von ihrer Nachbarin zu einer exklusiven Auktionsparty und entscheidet sich ihre Enkelin Addie als Unterstützung mitzunehmen, ...

In "Die Einladung" erhält die Protagonistin Mimi eine erpresserische Einladung von ihrer Nachbarin zu einer exklusiven Auktionsparty und entscheidet sich ihre Enkelin Addie als Unterstützung mitzunehmen, da sie eine Krimiexpertin ist. Kurz nach Beginn der Feier wird die Gastgeberin ermordet aufgefunden und durch einen starken Schneesturm sind alle Gäste in dem Anwesen eingeschlossen, sodass Mimi und Addie zusammen versuchen, den Täter zu ermitteln.

Das Setting des Romans hat mir extrem gut gefallen mit dem großen Anwesen auf der kleinen Insel, das ganz viele versteckte Geheimgänge hat. Sehr atmosphärisch und mysteriös. Der Schneesturm, der sie alle einschließt ist natürlich ein bisschen klischeehaft, aber funktioniert trotzdem gut.
Auch die Dynamik zwischen den Protagonistinnen finde ich gut gelungen und mal etwas anderes, da man nicht viele Bücher über die Beziehung von Enkelin und Großmutter liest. Die Backstory von Addie hat ihren Charakter ganz interessant gemacht und die vielen Referenzen zu dem Videospiel haben der Geschichte auch etwas besonderes gegeben.

Leider wurde das Potenzial des Settings und der Charaktere nicht komplett ausgeschöpft, meiner Meinung nach. Für mich hat sich der Spannungsbogen nicht ganz gehalten und es hat sich teilweise ein bisschen gezogen. Die Auflösung am Ende hat mich auch nicht wirklich überzeugt. Außerdem wirkten die meisten Charaktere sehr oberflächlich und eher wie Karikaturen.

Trotzdem würde ich sagen, dass es ein solider, leichter Krimi ist für ein gemütliches Lesewochenende in der kalten Jahreszeit, aber nicht besonders gut zum Mitraten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.09.2025

Historisch und atmosphärisch

Grand Hotel Avalon
0

Der Roman erzählt von einem fiktiven Luxushotel in den Appalachen im Jahr 1942, nachdem Pearl Harbour angegriffen wurde und die USA sich nun im Krieg befindet. In einer Aktion des FBI sollen nun alle möglichen ...

Der Roman erzählt von einem fiktiven Luxushotel in den Appalachen im Jahr 1942, nachdem Pearl Harbour angegriffen wurde und die USA sich nun im Krieg befindet. In einer Aktion des FBI sollen nun alle möglichen Diplomaten und generell Staatsbürger der Kriegsgegner im Avalon unterkommen. Wir verfolgen die Geschichte aus der Sicht der Hotelleiterin und eines Staatsagenten.

Der Roman schafft eine ganz besondere Umgebung und Atmosphäre, durch den Schreibstil fühlt man sich richtig in dieses alte Hotel hineinversetzt mit Geräuschen und Gerüchen und allem. Das ist wirklich toll gelungen. Ebenso wie viel Recherche in dieses Buch ging und wie viel man über diesen Aspekt der Geschichte gelernt hat. Die Handlung ist sehr vielschichtig und geht über viele Ebenen. Besonders der Handlungsstrang über Hannelore Wolf hat mir sehr gut gefallen.
Der Roman setzt sich auch viel mit dem Thema Klassismus in der US-amerikanischen Gesellschaft auseinander, was zu sehr komplexen Beziehungen zwischen Charakteren geführt hat.

Leider kann ich trotzdem nur 3,5 Sterne geben, obwohl mir vieles gut gefallen hat, da ich irgendwie nie so richtig reingekommen bin. Es ist zwar von Anfang an viel mysteriös und es gibt viele offene Fragen, aber irgendwie wurde nie so richtig Spannung aufgebaut, sodass es für mich persönlich teilweise ein bisschen zu schleppend voranging. Mit den Protagonisten bin ich leider auch nicht richtig warm geworden. Sehr schade, da ich das Thema und Setting eigentlich spannend und vielversprechend fand und bisher Maggie Stiefvaters Bücher immer sehr mochte, deswegen war ich ein bisschen enttäuscht.

Ich würde es nur Leuten empfehlen, die interessiert an den historischen Hintergründen sind und die gerne auch ein eher langsameres, ruhiges Buch lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2025

wichtiges Thema aber sehr schwierige Lektüre

Botanik des Wahnsinns
0

Botanik des Wahnsinns handelt von einem Protagonisten, der aus einer Familie mit vielen schweren psychischen Krankheiten kommt und sein ganzes Leben lang mit der Angst ringt, selber psychisch ...

Botanik des Wahnsinns handelt von einem Protagonisten, der aus einer Familie mit vielen schweren psychischen Krankheiten kommt und sein ganzes Leben lang mit der Angst ringt, selber psychisch krank bzw. "verrückt" zu werden. Im jungen Erwachsenenalter zieht es ihn weg aus seiner Heimatstadt München an verschiedene Orte und zu verschiedenen Studienfächern und schließlich landet er in Wien und wird Psychologe in einer Psychiatrie.

Der Anfang des Buches hat mir sehr gut gefallen, aber leider war der Schreibstil irgendwie dann doch nichts für mich, da die Geschichten der mentalen Probleme der Familienmitglieder irgendwie zu zusammenhangslos zwischen den Erzählungsstrang des Protagonisten geworfen wurden, was am Anfang noch interessant war, aber zunehmend verwirrend und anstrengend zu lesen. Es hat mich irgendwie sehr im Lesefluss gestört mit der Zeit. Dazu kam noch das wenig Namen benutzt wurden, sondern immer von " Die Mutter", "die Mutter meiner Mutter", "der Nachbar" etc. die Rede war, was sicher eine bewusste Entscheidung als Stilmittel war, mir aber nicht so zugesagt hat, da es auch verwirrend ist teilweise.

Wirklich herausragend an diesem Roman ist aber der Umgang mit psychischen Krankheiten in der Erzählung, weil der Autor es wirklich schafft, diese komplex und realistisch darzustellen, indem er die Geschichten der Menschen aus seiner Familie erzählt. Dabei kommt heraus wie sehr die Krankheiten das Leben, die Familie, die Beziehungen und das Schicksal beeinflusst. Und ein besonderer Fokus liegt auf dem Erbe für die nächste und die nachfolgenden Generationen.
Das Buch ist sehr bedrückend zu lesen durch das Thema, aber gleichzeitig nicht so berührend und bewegend wie es sein könnte, da durch den Schreibstil und die Erzählweise relativ viel emotionale Distanz aufgebaut wird.
Letzen Endes war der Roman für mich schwierig zu Ende zu lesen und der Schreibstil war teilweise einfach nicht so mein persönlicher Geschmack, dennoch habe ich einiges gelernt und aus der Lektüre mitgenommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere