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Veröffentlicht am 01.11.2025

Ein außergewöhnliches Bilderbuch, das zum Innehalten, Nachdenken und Reflektieren einlädt

Noch einmal ...
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Was war meine Freude groß als ich entdeckte, dass im DRESSLERillustro Verlag ein neues Bilderbuch von Oliver Jeffers erscheinen wird! Ich bin ein absoluter Oliver-Jeffers-Fan, seine Werke sind aus meinem ...

Was war meine Freude groß als ich entdeckte, dass im DRESSLERillustro Verlag ein neues Bilderbuch von Oliver Jeffers erscheinen wird! Ich bin ein absoluter Oliver-Jeffers-Fan, seine Werke sind aus meinem Regal nicht mehr wegzudenken. Der gebürtige Nordire ist einfach immer ein Garant für herausragende Bilderbücher, was er mit „Noch einmal…“ erneut unter Beweis stellt.

Schon rein äußerlich hebt sich das Buch von der Masse ab, sticht mit seinem großem Querformat und auffallend pinken Titel sofort ins Auge. Dahinter geht es genauso ungewöhnlich weiter. Oliver Jeffers hat hier ein ganz besonderes Bilderbuch für Erwachsene geschaffen, welches uns auf eine philosophische Reise durch die Geschichte der Menschheit mitnimmt. Mit seiner einmaligen Kombination aus Bild und Text führt uns der Künstler durch die Entstehung unserer Gesellschaft – beginnend bei unseren Händen über Feuer und Werkzeuge bis hin zur heutigen Zeit.
Mit kurzen, prägnanten, fast schon stichpunktartigen Sätzen und knalligen, reduzierten Farben gelingt es ihm, große Fragen aufzuwerfen: Woher kommen wir? Wo befinden wir uns heute? Und wohin werden wir gehen? Ganz ohne erhobenen Zeigefinger regt dieses Buch dazu an, unser Leben zu entschleunigen, uns selbst und die Welt neu zu betrachten und zu überlegen, wie wir – alle gemeinsam! – die Zukunft unserer Erde gestalten möchten.
Durch die wenigen Worte und die eher einfach gehaltenen Zeichnungen mag das Buch auf den ersten Blick vielleicht etwas minimalistisch daherkommen, aber jede der 112 Seiten steckt voller Tiefe, Gefühl und Bedeutung – berührt, rüttelt auf und inspiriert. Vor allem die Illustrationen von Oliver Jeffers sind wie gewohnt grandios, ich liebe sie!

Ein ausführliches, mehrseitiges Nachwort zeigt noch mal genauer auf, was Oliver Jeffers zu diesem Buch bewogen hat und liefert einen weiteren Gedankenanstoß, unser eigenes Denken und Handeln zu überdenken.

Fazit: „Noch einmal…“ ist ein außergewöhnliches und bewegendes Bilderbuch, das zum Innehalten, Nachdenken und Reflektieren einlädt. Eine künstlerisch-poetische Reise durch die Menschheitsgeschichte. Oliver Jeffers hat es mal wieder geschafft, mich komplett zu begeistern! Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 31.10.2025

Ein herrlicher Kinderkrimi-Comic, genauso toll wie der erste Band!

Ulf und die entführte Lehrerin
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Ulf und seine Freunde Tita, Otto, Heiko und Uli hoffen jeden Tag, dass etwas Aufregendes passiert. Irgendetwas, damit sie endlich wieder ermitteln können. Und wenn es nur eine geklaute Brotdose ist. Als ...

Ulf und seine Freunde Tita, Otto, Heiko und Uli hoffen jeden Tag, dass etwas Aufregendes passiert. Irgendetwas, damit sie endlich wieder ermitteln können. Und wenn es nur eine geklaute Brotdose ist. Als es endlich soweit ist, bekommen es die Fünf allerdings mit weitaus mehr zu tun als nur mit einer verschwundenen Lunchbox. Ihre Lehrerin Frau Süllmann taucht eines Morgens nicht zum Unterricht auf. Es werden sofort einige verrückte Theorien aufgestellt, bis plötzlich ein Hinweis auf der Tafel entdeckt wird. Ihre Lehrerin wurde entführt! Und ihr Kidnapper verlangt 495 Euro Lösegeld. Während der Rest der Klasse überlegt, wie sie diese Summe zusammen bekommen können, beginnen Ulf, Tita, Otto, Heiko und Uli zu ermitteln. Sie sind schließlich eine echte Detektivbande, das wäre doch gelacht, wenn sie diesen Fall nicht lösen können. Ihre Spurensuche verläuft jedoch zunächst etwas holprig und wird immer kurioser. Ob sie den Fall wohl lösen werden?

Endlich gibt es mit Ulf und seiner Detektivbande weiter! Hierbei handelt es sich um den zweiten Fall des pfiffigen Ermittlerquartetts, Vorkenntnisse sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind und die wichtigsten Figuren zu Beginn kurz mit Namen und Bildchen vorgestellt werden, kann man die Bände problemlos unabhängig voneinander lesen.
Nach meiner großen Begeisterung für den ersten Band, konnte ich den zweiten kaum erwarten. Und, hach, was soll ich sagen, Tanja Esch hat bei mir mal wieder voll ins Schwarze getroffen!

Für mich hat sich auch dieser Band wie eine Zeitreise in meine Kindheit angefühlt. Wie Ulf und seine Freundinnen habe ich damals wahnsinnig gerne Detektiv gespielt und wollte unbedingt ein richtiges Verbrechen aufklären. Ich musste beim Lesen daher ständig an damals denken und bin dabei ganz nostalgisch geworden.
Tanja Esch versteht es einfach Kinderkrimis zu schreiben, die auch erwachsenen Leser
innen eine wahre Freude bereiten. Mit viel Witz und Charme erzählt sie vom Fall der verschwundenen Lehrerin, der eine lange Zeit wirklich äußerst mysteriös ist. Wo ist Frau Süllermann bloß? Wurde sie wirklich entführt? Wer hat den Erpresserbrief geschrieben? Und warum sind es ausgerechnet 495 Euro Lösegeld? Ulf und seine Bande geben sich erneut auf eine ziemlich abenteuerliche Spurensuche und stellen die wildesten Theorien auf. Man kommt aus dem Schmunzeln stellenweise kaum mehr heraus, gerät gleichzeitig aber auch ordentlich ins Miträtseln. Ich persönlich habe mir recht früh einen Teil der Auflösung zusammengereimt (dank eines kleinen Hinweises zu Beginn), aber auf die komplette Aufklärung bin ich dann doch nicht gekommen. Es ist einfach wieder ein großer Spaß, Ulf und Co. bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Die Vier sind ein tolles Team – pfiffig, vielfältig und sympathisch. Freundschaft und Zusammenhalt wird in dieser Reihe großgeschrieben, aber auch weitere wichtige Themen haben hier ihren Platz gefunden wie dass jeder eine zweite Chance verdient und vieles oft anders ist als es auf den ersten Blick scheint.

Optisch ist dieser Band ebenfalls ein Highlight. Tanja Eschs Illustrationen sind gewohnt kräftig bunt und schräg und voller witziger Details. Die Figuren sind eher simpel, aber nicht weniger effektvoll gezeichnet. Sie sind sogar so ausdrucksstark, dass einige Szenen über mehrere Panels hinweg ganz ohne Worte auskommen. Das Zusammenspiel von Text und Bild funktioniert einfach wieder wunderbar und zieht selbst den größten Lesemuffel in den Bann. Für lesefaule Kinder, Leseanfängerinnen und Comicneueinsteigerinnen sind die Geschichten rund um Ulf ideal geeignet.

Fazit: Tanja Esch hat mal wieder einen echten Volltreffer gelandet! Auch der zweite Band rund um Ulf und seine Ermittlerbande ist eine spannende und unterhaltsame Detektivgeschichte ab 6 Jahren voller Herz, Humor und Mitratespaß. Ein herrliches Comicvergnügen für Jung und Alt! Skurril, farbenfroh, zeitlos schön. Ich bin auch vom diesem Abenteuer begeistert und hoffe sehr auf ein weiteres Wiedersehen mit Ulf und Co. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Ein spannender & unterhaltsamer Abenteuercomic, genauso gut wie Band 1!

Die vergessenen Welten. Band 2
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Amy freut sich riesig: Ihr Vater soll bei Ausgrabungsstätten in Angkor Wat mithelfen und sie – als seine Assistentin – darf mit! Nach einer mehrwöchigen Schiffsreise kommen sie endlich in Kambodscha an, ...

Amy freut sich riesig: Ihr Vater soll bei Ausgrabungsstätten in Angkor Wat mithelfen und sie – als seine Assistentin – darf mit! Nach einer mehrwöchigen Schiffsreise kommen sie endlich in Kambodscha an, wo sie von der jungen Tänzerin Sophal in Empfang genommen werden Auf Elefanten geht es zu den Ruinen von Angkor Wat und Amy kann sich an der Natur und den eindrucksvollen Tempelbauten gar nicht sattsehen. Eifrig hält sie alles in ihrem Notizbuch fest. Die ersten Tagen verlaufen ruhig und sind mit archäologischen Ausgrabungen und Dokumentieren gefüllt. Von Sophal erfährt Amy zudem eine Menge über die Khmer-Kultur – von Plünderern, Elefantendressur und Sagen und dass Sophal gegen ihren Willen verheiratet werden soll. Amys Neugier und ihr Sinn für Gerechtigkeit sind sofort geweckt, was sie mal wieder in große Schwierigkeiten bringen wird.

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil der Comic-Serie „Die vergessenen Welten“. Die Bände können unabhängig voneinander gelesen werden, da die eigentlichen Abenteuer in sich abgeschlossen sind, allerdings ist der Lesegenuss höher, wenn man mit dem ersten Buch startet.
Nach meiner großen Begeisterung für den Reihenauftakt war ich voller Vorfreude auf die Fortsetzung. Schon das Cover ist wieder ein echter Hingucker und es verspricht auch nicht zu viel!

Das französische Künstlerinnenduo Aucha und Isabelle Lemaux-Piedfert präsentiert hier einen weiteren gelungen Jugendcomic, in dem weitaus mehr steckt als man auf den ersten Blick vielleicht vermuten würde. Neben einem fesselnden Abenteuer à la Indiana Jones punktet auch dieser Band mit allerhand Themen wie Selbstbestimmung, Pubertät, Feminismus, das Streben nach Gerechtigkeit, kulturelle Unterschiede und Tierschutz. Nachwuchsarchäologin Amy ist eine wunderbare Protagonistin, deren Charakter die junge Leserschaft direkt ansprechen wird. Mutig, dickköpfig, abenteuerlustig und vorlaut behauptet sie sich mit einer großen Portion Selbstbewusstsein in einer von Männern dominierten Gesellschaft und rebelliert immer wieder gegen das damalige Frauenbild. Leicht hat es der 13-jährige Teenager wahrlich nicht. Nicht nur, dass sie als Mädchen kaum ernst genommen wird, in diesem Band bekommt sie auch noch zum ersten Mal ihre Tage – ein Thema, das in der englischen Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts stark tabuisiert war. Trotz aller Herausforderungen lässt sich Amy aber nicht von ihrem Weg abbringen und erinnert uns einmal mehr daran, dass es sich lohnt, an seinen Zielen festzuhalten. Es macht einfach wieder großen Spaß, sie auf ihrer Reise zu begleiten und in eine weitere fremde Kultur einzutauchen. Die Mischung aus Humor, Spannung und einer Prise Magie lädt zum Schmunzeln und Mitfiebern ein und ganz nebenbei lernt man auch noch einiges über das Leben im Dschungel von Kambodscha sowie das Volk der Khmer.

Im Anschluss an die Geschichte gibt es wieder ein paar Auszüge aus Amys Reisetagebuch, welches weitere informative Einblicke in die Kultur der Khmer liefert und als Sahnehäubchen obendrauf auch noch ein leckeres Rezept bereithält.

Optisch ist auch dieser Band ein besonderes Highlight! Isabelle Lemaux-Piedferts Zeichnungen sind herrlich detailverliebt und stimmungsvoll, die Kolorierung von Aurelia F. Kaori ist leuchtend bunt und warm. Jedes Panel ist eine Wonne fürs Auge und setzt das Setting – von London über exotische Schauplätze wie den Tempel Angkor Wat – großartig in Szene.

Fazit: „Die vergessenen Welten: Die Tänzerin von Angkor Wat“ ist ein unterhaltsamer und spannender Abenteuercomic ab 10 Jahren, gepaart mit einer Reihe wichtiger Themen. Auch dieser Band begeistert mit jeder Menge Witz und Charme, einem wunderschönen Artwork sowie einer starken jungen Heldin, die sich nicht unterkriegen lässt. Ich bin auch von Amys zweiter Expedition richtig begeistert, über weitere Bände würde ich mich sehr freuen! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Ein wundervolles und wichtiges Bilderbuch!

Mamas graue Wolke
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Jona liebt es, sich lustige Quatsch-Sachen auszudenken und normalerweise lacht Mama über die Ideen ihres Kindes, nennt es liebevoll „mein kleiner Clown“. Aber auf einmal ist alles anders. Mama ist jetzt ...

Jona liebt es, sich lustige Quatsch-Sachen auszudenken und normalerweise lacht Mama über die Ideen ihres Kindes, nennt es liebevoll „mein kleiner Clown“. Aber auf einmal ist alles anders. Mama ist jetzt plötzlich ständig traurig und weint fast jeden Tag. Jona vermisst seine fröhliche Mama und versteht einfach nicht, was mit ihr los ist. Keine Trostkuscheln scheint zu helfen, sogar als Mama flüstert, dass sie ihren kleinen Clown ganz doll lieb hat, laufen Tränen über ihre Wangen. Papa erklärt, dass Mama Besuch von einer grauen Wolke hat, die sie traurig und müde macht und so schwer und dunkel ist, dass sie nicht mehr weiterziehen kann. Zum Glück gibt es aber Wirbelwindmacher, die dabei helfen können, die Sorgenwolken zu vertreiben. Als Jona eines Tages Leo im Kindergarten von Mamas grauen Wolken erzählt, verrät dieser, dass auch sein Papa schon Besuch von grauen Wolken bekommen hat. Gemeinsam nutzen sie ihre Superkraft, REDEN darüber, und pusten die Wolken davon. Mit der Zeit geht es Mama immer besser und schließlich kann sie wieder lächeln und lachen wie früher.

Ein Bilderbuch über Depressionen? Davon gibt es definitiv viel zu wenige und das, wo die Zahl der Betroffenen immer weiter steigt. Es ist wichtig, offen und ehrlich über diese Erkrankung zu reden – und Kinder sollten dabei nicht außen vor bleiben. Denn die Kleinen spüren natürlich, wenn es ihren Eltern oder Verwandten nicht gut geht und geben sich oft selbst die Schuld daran. Zum Glück hat der Carlsen Verlag vor kurzem das hier vorliegende Bilderbuch herausgebracht, welches dieses komplexe Thema ganz großartig behandelt.

Mit viel Liebe und Verständnis erzählt Lisa Wonka de Salazar davon, wie es für ein Kind ist, wenn ein Elternteil unter Depressionen leidet. Aus dem Anhang geht hervor, dass die Autorin selbst mit einer depressiven Mutter aufgewachsen ist und daher genau weiß, wovon sie schreibt. Das merkt man beim Lesen auch. Die Geschichte wirkt unheimlich ehrlich und lebensnah. Man blickt in die kindlichen Gefühle und Überlegungen, spürt die Sorgen und Unsicherheiten des Kindes und fühlt mit der ganzen Familie mit. Die Stimmung wird dabei aber zu keiner Zeit bedrückend, ganz im Gegenteil, sie ist stets voller Hoffnung und Wärme. Mit den grauen Wolken, den Wirbelwindprofis und der Superkraft Reden hat Lisa Wonka de Salazar einen wunderbaren Weg gefunden, dieses schwierige Thema für die kleinen Zuhörer*innen verständlich und greifbar zu machen. Betroffene Kinder werden aus diesem Buch viel Trost und Kraft schöpfen. Denn es zeigt ihnen, dass sie nicht alleine sind. Behutsam nimmt es ihnen ihre Ängste und ermutigt sie dazu, ihre Superkraft zu nutzen und darüber zu reden.

Genauso liebevoll wie der Text sind auch die Illustrationen von Lisa Rammensee, die das Erzählte perfekt in Szene setzen. Ihre Zeichnungen enthalten eine genau richtige Balance zwischen Schwere und Leichtigkeit. So wird die graue Wolke (Mamas Depression) nicht als ein gruseliges Monster dargestellt, sondern als etwas Trauriges, das am liebsten gar nicht da sein möchte. Gleichzeitig gibt es auf den Seiten aber auch lauter fröhliche und lustige Details zu entdecken wie Mamas süße Glubschaugen-Pantoffeln oder der kunterbunt-eingerichtete Kindergarten. Warme Farben sorgen für eine herbstlich-heimelige Wohlfühlatmosphäre, die divers gezeichneten Charaktere machen es leicht sich in die Geschichte hineinzufühlen. Vor allem das Kind, das sowohl Junge oder Mädchen sein könnte, bietet ein großes Identifikationspotenzial.

Fazit: „Mamas graue Wolke“ ist ein warmherziges Bilderbuch ab 3 Jahren über das schwierige Thema Depressionen in der Familie. Ein mutmachender und wertvoller Begleiter, der in keiner Familie mit grauem Wolkenbesuch fehlen sollte. Einfühlsam und authentisch aus Kindersicht erzählt und wundervoll illustriert. Ein wirklich ganz tolles und wichtiges Kinderbuch, das ich jedem nur ans Herz legen kann! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.10.2025

Ein zauberhaftes Bilderbuch über eine ganz besondere Freundschaft.

Ach du liebes Möhrchen
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Herr Hase mag es gerne ruhig und gemütlich und genießt es, allein zu sein. Ein gutes Buch, eine Tasse Tee und seine geliebten Pflanzen – das ist alles, was er braucht. Im Winter kann es aber manchmal doch ...

Herr Hase mag es gerne ruhig und gemütlich und genießt es, allein zu sein. Ein gutes Buch, eine Tasse Tee und seine geliebten Pflanzen – das ist alles, was er braucht. Im Winter kann es aber manchmal doch ziemlich einsam werden, so ganz ohne Gesellschaft. Er freut sich daher auf den Frühling, wenn er endlich wieder mit der Gartenarbeit loslegen und sein Lieblingsgemüse pflanzen kann: Möhren. Voller Eifer sät er 240 Samen und kümmert sich jeden Tag liebevoll um sie. Eines Morgens entdeckt er, dass ein Samenkorn besonders schnell gewachsen ist. Er beginnt an der Pflanze zu ziehen – und sieht sich auf einmal einer großen, sprechenden Karotte gegenüber. Das Möhrchen begrüßt ihn fröhlich und möchte unbedingt mit Herrn Hase befreundet sein. Dieser aber hält gar nichts von dieser Idee, er will einfach nur seine Ruhe haben! Das Möhrchen aber lässt sich nicht abwimmeln und stellt das Leben von Herrn Hase ganz schön auf den Kopf. Herr Hase ist verzweifelt und möchte seinen ungebetenen Gast schnellstmöglich wieder loswerden. Doch je mehr Zeit die beiden miteinander verbringen, desto mehr erwärmt er sich für diese kleine freche Karotte. Es ist der Beginn einer ganz besonderen und wunderschönen Freundschaft...

Letztes Jahr habe ich die spanische Illustratorin Mariajo Ilustrajo für mich entdeckt und mich sofort in ihren Zeichenstil verliebt. Nachdem sie mir bereits drei Schätzchen für meine Bilderbuchsammlung beschert hat, war ich voller Vorfreude auf ihr neues Werk „Ach du liebes Möhrchen!“ (übersetzt von Claudia Koch). Schon das Cover und der Titel haben mein Herz im Sturm erobert und hach, was soll ich sagen, die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach!

Mariajo Ilustrajo hat uns ein weiteres entzückendes Bilderbuch gezaubert, in welches man sich einfach Verlieben muss. Mit viel Witz und Herz erzählt sie von der außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Herrn Hase und einer sprechenden Karotte. Mit den beiden hat die Künstlerin ein hinreißend ungleiches Gespann geschaffen – und zwar nicht nur äußerlich. Während Herr Hase ein Gewohnheitstier ist und seine Einsamkeit und Ruhe schätzt, ist das Möhrchen fröhlich, neugierig und aufgeweckt und möchte unbedingt eine Freundin sein. Dieses quirlige Gemüse ist eine wahre Frohnatur und lässt sich zu keiner Zeit von Herrn Hases Widerwillen entmutigen, was für einige lustige Momente sorgt. Gleichzeitig ist die Geschichte aber auch sehr herzerwärmend. Es ist einfach wundervoll mitzuerleben wie Herr Hase immer mehr aus seiner Komfortzone heraustritt und schließlich erkennt, wie viel schöner es ist, gemeinsam durchs Leben zu gehen. Die Geschichte zeigt uns somit, dass das Leben voller Überraschungen steckt. Dass auch die unwahrscheinlichsten Freundschaften möglich sind und es nichts Wertvolleres gibt, als gute Freunde, mit denen jeder Tag ein Abenteuer wird. Eins ist sicher: Nach diesem Buch wird garantiert jeder Knollengemüse mit ganz anderen Augen sehen.

Genauso originell wie die Geschichte ist auch die Gestaltung des Buches. Neben verschiedenen Schriftarten und kleinen Comic-Elementen sind es natürlich vor allem die farbenfrohen Illustrationen, die begeistern. Mit ihrem gewohnten Mix aus Aquarell, Bunt- und Zeichenstift hat Mariajo Ilustrajo mal wieder die wunderbarsten Bilder geschaffen. Jede Seite sprüht nur so vor süßen und witzigen Details wie ein Beatles-Schallplattencover in Häschen-Version oder ein Buch in der Bibliothek, welches jedem Mariajo Ilustrajo-Fan sehr bekannt vorkommen dürfte. Nicht nur für Kinder ist dieses Buch ein großer Spaß, auch als Erwachsener hat man seine helle Freude daran und möchte es am liebsten immer wieder durchblättern.

Fazit: „Ach du liebes Möhrchen!“ ist eine humorvolle und herzliche Geschichte ab 4 Jahren über die Magie der Freundschaft und darüber, dass es sich lohnt, offen für Neues zu sein und Freundschaften wachsen zu lassen. Ein zauberhaftes Bilderbuch mit herrlichen Illustrationen zum Schmunzeln und immer wieder Angucken. Ich bin begeistert von diesem Buch und kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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