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Veröffentlicht am 18.06.2026

Stärke hat viele Gesichter

Die letzte Pharaonin
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Die letzte Pharaonin von Eva-Maria Bast ist ein unterhaltsamer Roman, der die faszinierende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau lebendig werden lässt. Besonders gelungen ist die Darstellung einer starken ...

Die letzte Pharaonin von Eva-Maria Bast ist ein unterhaltsamer Roman, der die faszinierende Geschichte einer außergewöhnlichen Frau lebendig werden lässt. Besonders gelungen ist die Darstellung einer starken Protagonistin, die zeigt, dass sich wahre Stärke nicht nur durch physische Kraft manifestiert. Klugheit, Entschlossenheit, Mut und die Fähigkeit, auch in schwierigen Situationen den eigenen Weg zu gehen, stehen hier im Mittelpunkt. Die Autorin schafft es, die ferne Welt des alten Ägypten atmosphärisch und lebendig darzustellen. Dabei steht weniger die gesicherte historische Rekonstruktion im Vordergrund als vielmehr eine plausible und spannende Interpretation einer Persönlichkeit, über die nur wenige verlässliche Quellen erhalten sind. Gerade diese Lücken nutzt die Autorin, um eine fesselnde Geschichte zu entwickeln. Sehr interessant ist auch das Nachwort, das zusätzliche historische Hintergründe liefert und aufzeigt, welche Aspekte der Handlung auf überlieferten Quellen beruhen und wo die Autorin literarische Freiheiten genutzt hat. Dadurch erhält der Roman eine zusätzliche Ebene, die das Leseerlebnis bereichert. Ein lesenswerter historischer Roman mit einer beeindruckenden Frauenfigur und einer gelungenen Mischung aus Unterhaltung und Geschichte.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Spannender Roman mit holprigem Einstieg

Das letzte Buch von Marceau Miller
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Das letzte Buch von Marceau Miller hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich anfangs einige Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Besonders die Erzählperspektive der Sarah machte ...

Das letzte Buch von Marceau Miller hat mir insgesamt gut gefallen, auch wenn ich anfangs einige Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Besonders die Erzählperspektive der Sarah machte es mir nicht leicht – sie wirkte auf mich zunächst eher unsympathisch und wirr, was den Einstieg etwas zäh gestaltet hat. Mit der Zeit nahm der Roman jedoch deutlich an Dynamik auf. Vor allem die eingestreuten weiteren Perspektiven brachten mehr Spannung in die Handlung. Als Sarah schließlich aus ihrer Lethargie erwacht und beginnt, aktiv herauszufinden, was mit ihrem Mann geschehen ist, entwickelt die Geschichte eine starke Sogwirkung. Ab diesem Punkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Trotz des etwas schwierigen Einstiegs lohnt es sich also dranzubleiben – die Spannungskurve steigt spürbar an und belohnt die Geduld.

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Familie kann man sich nicht aussuchen

Die Schwestern
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Mein erster Colm Tóibín - aber bestimmt nicht der letzte. Sprachlich und inhaltlich hat mich das Buch sehr überzeugt. Die Beziehung zwischen den Schwestern sowie zu ihrer Mutter wird auf eine Art beschrieben, ...

Mein erster Colm Tóibín - aber bestimmt nicht der letzte. Sprachlich und inhaltlich hat mich das Buch sehr überzeugt. Die Beziehung zwischen den Schwestern sowie zu ihrer Mutter wird auf eine Art beschrieben, die fesselt aber auch ungläubig zurücklässt. Mit dieser Familie braucht man keine Feinde mehr. Wir erfahren die Handlung aus der Perspektive von Montse, der jüngsten der drei Schwestern. Neben einigen verletzenden Aktionen ihrer Familienmitglieder ist die Gleichgültigkeit ihr gegenüber aber wohl das Schlimmste. Doch sie lernt dazu und findet ihren Seelenfrieden. Ein wirklich gutes Buch!

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Überzeugender Auftakt

Die weiße Dame
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"Die weiße Dame" ist ein unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Figuren. Die Psychotherapeutin Salome Liebenskind wird unfreiwillig in eine Mordermittlung hineingezogen, kann sich aber nach kurzer Zeit ...

"Die weiße Dame" ist ein unterhaltsamer Krimi mit sympathischen Figuren. Die Psychotherapeutin Salome Liebenskind wird unfreiwillig in eine Mordermittlung hineingezogen, kann sich aber nach kurzer Zeit selbst nicht mehr aus den Ermittlungen heraushalten. So befördert sie nach und nach lang gehegte Geheimnisse ans Tageslicht und gerät immer wieder an den attraktiven, aber vergebenen Kommissar Julian Christ. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, besonders, da sich die Lösung des Falles nicht schon von Beginn an angekündigt hat. Auch die Figur des Kommissars und das private Umfeld von Salome Liebeskind fand ich sehr erfrischend. Diese Buchreihe würde ich auf jeden Fall weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Auf der Suche nach der eigenen Wahrheit

Die Kinder von Bilbao
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Die Kinder von Bilbao erzählt eine sehr berührende Geschichte über Herkunft, Identität und die Suche nach Wahrheit. Maria Larrea verarbeitet darin eigene Erfahrungen und greift das Thema illegaler Adoptionen ...

Die Kinder von Bilbao erzählt eine sehr berührende Geschichte über Herkunft, Identität und die Suche nach Wahrheit. Maria Larrea verarbeitet darin eigene Erfahrungen und greift das Thema illegaler Adoptionen auf – ein schwieriges, aber wichtiges Thema, das sie feinfühlig und eindringlich darstellt.

Mir hat besonders gefallen, wie ehrlich und intensiv die Autorin die Zerrissenheit der Hauptfigur beschreibt, als sie die Wahrheit über ihre Herkunft erfährt. Der Schreibstil ist klar und direkt, gleichzeitig aber voller Emotion und Tiefe. Das Thema der illegalen Adoptionen ist gut recherchiert und wird nicht nur als persönliches Schicksal, sondern auch als gesellschaftliches Problem gezeigt.

Manche Nebenfiguren bleiben etwas blass, und an einigen Stellen hätte ich mir noch mehr Hintergrund gewünscht. Trotzdem hat mich das Buch insgesamt sehr bewegt und zum Nachdenken gebracht.

Fazit: Ein starkes, persönliches Debüt über Familie, Herkunft und das Ringen um die eigene Identität – berührend, ehrlich und unbedingt lesenswert.

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