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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2025

Dramatisch

Düsteres Tal
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Clara Lofthus war früher norwegische Justizministerin und leitet jetzt eine Schule in Nairobi. Nach einem dramatischen Terroranschlag, dem nicht nur ihre Lieblingsschülerin, sondern auch der ...

Clara Lofthus war früher norwegische Justizministerin und leitet jetzt eine Schule in Nairobi. Nach einem dramatischen Terroranschlag, dem nicht nur ihre Lieblingsschülerin, sondern auch der norwegische Entwicklungsminister zum Opfer gefallen ist, kehrt sie zurück nach Norwegen. Dort wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt, die von einigen dunklen Geheimnissen überschattet ist.

Ruth Lillegravens Schreibstil gefällt mir gut, er ist fesselnd und spannungsvoll und lässt sich flott lesen.
Ich habe leider die ersten beiden Bände dieser Trilogie nicht gelesen, was in diesem Fall nicht günstig ist. So fehlen mir offenbar wichtige Hintergrundinformationen und ich hatte von Anfang an Probleme, in die Geschichte hinein zu kommen. Hinzu kommt, dass ich keine der Personen richtig zu fassen bekommen habe. Clara ist so eine richtige Politikerin, aalglatt und meinungsflexibel. Von Anfang an ist klar, dass sie ganz anders ist als sie sich in der Öffentlichkeit zeigt. Hinter der perfekten Fassade lauert ein unheimlicher Abgrund. Ihr Mann Axel ist offenbar sehr anpassungsfähig und bleibt blass, während ihre Söhne zu wenig vorkommen um mit ihnen warm zu werden. Am Besten gefällt mir noch Erik, der Journalist, der sein Ziel knallhart verfolgt und unbestechlich zu sein scheint.
Was bleibt ist eine durchaus spannende Story, die sicher mit dem Wissen aus den beiden Vorgängerbänden mehr Eindruck hinterlassen würde. Deshalb durchaus eine Leseempfehlung, aber eben für die ganze Trilogie in der richtigen Reihenfolge.

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Veröffentlicht am 14.09.2025

Krimi mit EscapeRoom-Feeling

Die Einladung – Mord nur für geladene Gäste
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Rentnerin Mimi lebt zurückgezogen auf der Insel Mackinac Island, außer ihrer Bridge-Runde sieht sie wenige Menschen. Mit ihrer einzigen Enkelin Addie, die bei ihr aufgewachsen ist, hat sie sich ...

Rentnerin Mimi lebt zurückgezogen auf der Insel Mackinac Island, außer ihrer Bridge-Runde sieht sie wenige Menschen. Mit ihrer einzigen Enkelin Addie, die bei ihr aufgewachsen ist, hat sie sich zerstritten. Als sie jedoch eine mit einem Erpresserbrief ergänzte Einladung zu einer Auktions-Party auf Lilac House, dem Anwesen ihrer exaltierten Nachbarin bekommt, wird ihr mulmig und sie bittet Addie um ihre Begleitung. Sehr schnell stellen die beiden fest, dass es noch mehr Erpressungsopfer gibt. Während der Auktion wird die Gastgeberin, die sich im Verlauf des Abends schon seltsam verhalten hat, ermordet. Gleichzeitig verhindert ein Schneesturm das Verlassen des Anwesens ebenso wie das Hinzuziehen der Polizei. So entschließen sich Mimi und Addie, selbst Ermittlungen anzustellen.

Von der ersten Seite an hat mich der bildhafte, atmosphärische Schreibstil gefesselt. Die Spannung ist gleichbleibend hoch, bis zur Auflösung hatte ich keinen Plan, wer der Täter sein könnte. Das ungewöhnliche Ermittlerduo sorgt für einige humorige Einlagen, besonders gefallen hat mir aber auch die Entwicklung ihrer Beziehung im Verlauf der Geschichte. Addie und Mimi arbeiten gut zusammen und spielen sich bei ihren Befragungen die Bälle zu und legen die Schlinge um den Mörder immer enger. Einige Male habe ich um die beiden gezittert, denn sie erforschen auf teilweise leichtsinnige Art das große Anwesen und es könnte ja jeder der Anwesenden der gesuchte Mörder sein. Die Auflösung hat mich zunächst überrascht, ich musste erstmal ein wenig nachdenken um festzustellen, dass sie durchaus schlüssig ist. Insgesamt hat mich dieser Krimi gut unterhalten, er ist genau das Richtige für die ersten trüben Herbsttage.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Eine Reise in die Toskana

Zypressensommer
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Die Hamburger Goldschmiedin Julia reist in die Toskana um das Vermächtnis ihres kürzlich verstorbenen italienischen Großvaters zu erfüllen. Zunächst hat sie nur einen Zettel mit ein paar Stichworten, ...

Die Hamburger Goldschmiedin Julia reist in die Toskana um das Vermächtnis ihres kürzlich verstorbenen italienischen Großvaters zu erfüllen. Zunächst hat sie nur einen Zettel mit ein paar Stichworten, den sie mit Hilfe des attraktiven Einheimischen Matteo beginnt zu entschlüsseln. Nach und nach kommt sie so der ebenso tragischen wie dramatischen Familiengeschichte ihres Großvaters auf die Spur.

Die Geschichte wird auf drei Handlungsebenen erzählt. Wir begleiten Julias Nonno Gianni durch seine Kriegsgefangenschaft in Hamburg in den letzten Kriegsjahren ebenso wie Matteos Nonna Giulia bei Ihrer Tätigkeit für die Partisanen in der gleichen Zeit. Mit Julia reisen wir 1998 in die Toskana um die Geheimnisse der Vergangenheit zu lüften. Diese Aufteilung sorgt für Spannung und die stückchenweise Erfüllung von Giannis Vermächtnis. Besonders die Schilderung der Kriegserlebnisse von Gianni und Giulia ist sehr mitreißend, diese Kapitel habe ich verschlungen. Ich habe schon sehr viel gelesen über den zweiten Weltkrieg, über die Vorkommnisse in Italien war aber bisher wenig dabei. So habe ich durch dieses Buch meine Geschichtskenntnisse erweitert. Die Verknüpfung der historischen Fakten mit der fiktiven Familiengeschichte der Contis ist Teresa Simon hervorragend gelungen, es ist deutlich zu merken, dass sie vom Fach ist und umfassend recherchiert hat. Julias Geschichte in 1998 wird ein wenig zu stark zur Liebesgeschichte, die besonders am Ende für meinen Geschmack eine Spur zu kitschig wird. Das ist aber der einzige Kritikpunkt, denn es hat mir den Lesespaß nicht wirklich verdorben. Gerne empfehle ich diesen Roman weiter.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Gelungene Fortsetzung

Was am Ufer lauert
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Eigentlich hat Polizeireporterin Gianna Pitti Urlaub, denn die letzte Recherche war anstrengend und gefährlich. (1. Band "Was der See birgt"). Doch auf die Bitte ihres wiedergefundenen Vaters ...

Eigentlich hat Polizeireporterin Gianna Pitti Urlaub, denn die letzte Recherche war anstrengend und gefährlich. (1. Band "Was der See birgt"). Doch auf die Bitte ihres wiedergefundenen Vaters hin will sie sich mit einer Informantin am Seeufer treffen. Sie findet die Frau tot und bei ihr eine leere CD-Hülle mit der Aufschrift "Churchills Geheimnis". Damit ist sie schon in einen neuen spannenden Fall gestolpert, in dem sie mit ihrem Vater, ihrem Onkel und ihrer Chefin Elvira ermittelt.
Der Schreibstil ist packend und schnell und flüssig zu lesen. Das Setting am Gardasee bringt ein bisschen Urlaubsgefühl mit und gefällt mir sehr gut. Die handelnden Personen werden wieder lebendig und liebevoll geschildert, besonders Giannas schrulliger Onkel gefällt mir sehr gut. Der Fall selbst ist rätselhaft und spannend, allerdings etwas weniger spannend als im ersten Teil. Ich finde die große Zahl der darin verwickelten Personen sehr verwirrend und musste deshalb manche Passagen mehrfach lesen. Ein Personen-verzeichnis wäre da hilfreich.
Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen und habe mich gut unterhalten gefühlt. So kann ich es guten Gewissens empfehlen.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Anders als erwartet

Mein wunderbarer Cottage-Garten
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Isabell van Groeningen nimmt mich mit in ihren wundervollen englischen Landhaus-Garten. In lockerem, für ein Sachbuch sehr unterhaltsamem Schreibstil erzählt sie von ihren Erfahrungen mit ihrem ...

Isabell van Groeningen nimmt mich mit in ihren wundervollen englischen Landhaus-Garten. In lockerem, für ein Sachbuch sehr unterhaltsamem Schreibstil erzählt sie von ihren Erfahrungen mit ihrem Garten im Jahresverlauf. Zahlreiche, sehr schöne Fotos runden ihre Schilderungen ab. Obwohl ich mir von dem Buch mehr Anleitung erwartet hätte, wie man einen solchen Garten anlegt, hat es mir doch sehr gut gefallen. Der eine oder andere Pflanzplan oder ein paar Tipps und Tricks zur Pflege der verschiedenen Gewächse wären nicht verkehrt gewesen. Auch eine übersichtliche Aufstellung der Pflanzen, die erwähnt werden, wäre hilfreich für den nicht ganz so erfahrenen Gärtner, der sich an Isabells Gestaltung ein Beispiel nehmen möchte. So ist es einfach ein Spaziergang durch einen liebevoll gestalteten Garten mit Erklärung durch die Gärtnerin. Wahrscheinlich war genau das die Absicht der Autorin.

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