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Veröffentlicht am 03.11.2025

Falsche Identität

Brightstone College – Hinter der Fassade lauert das Böse
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Sie ist nicht Jen. Aber sie muss so tun als ob. Für Jen geht sie an das Eliteinternat Brightstone – Geld, Einfluss, Macht, ein altes Schloss und eine Polo-Mannschaft. Doch diese Welt ist nur so lange schillernd, ...

Sie ist nicht Jen. Aber sie muss so tun als ob. Für Jen geht sie an das Eliteinternat Brightstone – Geld, Einfluss, Macht, ein altes Schloss und eine Polo-Mannschaft. Doch diese Welt ist nur so lange schillernd, bis man hinter ihre Fassade blickt. Und es dauert nicht lange, bis sich die Unfälle und Drohungen häufen. Offenbar hat Jen etwas vor ihr geheimgehalten. Etwas, für das sie jetzt den Kopf hinhalten muss ...

Ein Jugendthriller, der echt Spaß gemacht hat. Ich mochte das ganze Setting und die Atmosphäre. Das Internat mit typischen Gerüchten und Rich Kid Gehabe, der außerschulische Sport, das Polospielen, das alte Anwesen generell und wie das Leben dort abläuft. Ich hab mich wirklich reingesogen gefühlt in diese Welt.

Was ich sehr mochte, war, dass die Identität der Protagonistin lange unklar blieb. Das hat super gut zu dieser ganzen Prämisse mit der Fake Identität beigetragen, weil man sie nur als Jen betrachten konnte. Die Idee fand ich sowieso cool, denn dadurch hatte man auch noch diesen Zwiespalt, dass sie so tun musste als wäre sie jemand anderes, aber ohne aufzufliegen. Was mit der Zeit immer schwieriger wurde, weil die anderen bestimmte Erwartungen an sie hatten, wie sie sich verhalten sollte.

Dazu kam dann die unheimliche Stimmung, als es nach und nach Unfälle und Drohungen gab, die dafür gesorgt haben, dass die Protagonistin anfing zu zweifeln. Und sich zu fragen, was sie eigentlich nicht weiß. Die langsame Entwicklung, das Zuspitzen der Gefahr, fand ich sehr gelungen. Ich hätte mir nur dann im Mittelteil gewünscht, dass es noch krasser anzieht. Also dass es noch unheilvoller wird, häufiger etwas passiert, ihre Paranoia zunimmt. So fand ich es zwar spannend, aber es fehlte dann ein bisschen die Beklemmung bei mir beim Lesen.

Trotzdem mochte ich, wie sich dann der Showdown anbahnte und wie sich da nochmal alles überschlagen hat. Bei der Auflösung am Ende waren ein paar Punkte nicht mehr ganz so meins (aber Meckern auf hohem Niveau!), aber da wo alles eskaliert ist, hat mich das Buch definitiv überzeugt.

Was für mich zu gewolllt, zu konstruiert wirkte, war die Liebesgeschichte. Zugegeben, sie lief sowieso eher am Rande, aber der Mitschüler beherrschte durchaus sehr häufig die Gedanken der Protagonistin und das war mir ein bisschen zu plump. Auch wie sich das am Ende weiterentwickelt hat. Obwohl ein paar Aspekte davon definitiv wichtig waren für die Handlung! Aber ich finde, das Buch wäre auch ohne Liebesgeschichte gut ausgekommen.

Trotz hier und da etwas Kritik am Buch, kann ich insgesamt nur eine Empfehlung aussprechen. Mir hat das Lesen von Brightstone College viel Spaß gemacht.

4-4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 03.11.2025

Koreanische Fantasy

Prinzessin der tausend Diebe – Betrayed
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Obwohl Sora eigentlich die rechtmäßige Erbin des mächtigen Clan der Diebe wäre, wurden sie und ihre Mutter vor Jahren verstoßen. Als Magielose war Sora eine Enttäuschung für ihre Familie. Seitdem lebt ...

Obwohl Sora eigentlich die rechtmäßige Erbin des mächtigen Clan der Diebe wäre, wurden sie und ihre Mutter vor Jahren verstoßen. Als Magielose war Sora eine Enttäuschung für ihre Familie. Seitdem lebt sie fernab von Busan auf der Insel Jeju ein ruhiges Leben. Doch dann wird sie unerwartet von ihrem Vater zurückgerufen und ehe sie sich versieht, muss Sora sich in den sogenannten Höllenprüfungen beweisen. An ihrer Seite ein launischer Gott, der sie genauso dringend braucht wie sie ihn.

»Prinzessin der Tausend Diebe« ist eine sehr unterhaltsame Urban Fantasy Geschichte mit koreanischem Setting. Ich bin super leicht ins Buch gekommen, denn der Schreibstil ist ech angenehm, locker, bildlich und man fliegt so durch die Seiten. Dabei ist es eine schöne Mischung aus fantastisch-mysteriös und umgangssprachlich-modern.

Das Setting fand ich ebenfalls gelungen. Man bewegt sich beim Lesen in Jeju, auf dem Anwesen des Clans, in einigen Ecken von Busan und durch magische Orte im Rahmen der Prüfungen. Durch die Abwechslung – denn sie sind alle sehr unterschiedlich – bleibt es auf jeden Fall spannend und ich fand alle davon atmosphärisch dargestellt. Auch gibt es kaum Leerlauf in der Handlung, weil immer irgendwie die nächste Action auf einen wartet.

Ich habe gerne Soras authentische Entwicklung miterlebt. Von einer eher hilflosen Außenseiterin zu jemandem, der Macht kennenlernt und selbstbewusster wird bis hin zu Momenten, wo ihre Erfahrungen während der Handlung sie drohen zu verändern. Auch mochte ich wie sich ihre Beziehung zu Jia verändert hat.

Was ich leider nicht so ganz gefühlt habe, ist die Beziehung zwischen Sora und Ran. Er ist durchaus ein interessanter Charakter und bringt viel mit, was für die Geschichte relevant ist. Aber die Gefühle füreinander haben mich nicht so ganz erreicht und waren irgendwie zu plötzlich beziehungsweise fehlte mir dafür die Basis. Und die Dynamik war mir am Anfang ein zu starkes "sie ist bei allem tollpatschig und er immer überlegen amüsiert". Manchmal war Ran auch spielerischer oder unsicherer, das mochte ich dann sehr. Aber ingesamt hatte ich gehofft, dass mich die Beziehung noch mehr abholt.

Der Clan und seine Geschichte waren super faszinierend, vor allem als gegen Ende so viel aufgedeckt wurde. Jedoch blieb er mir an sich lange zu vage. Außer, dass sie viel ihre Finger im Spiel haben was erfolgreiche Wettbewerbe auf der Welt angeht, ist mir nicht deutlich genug geworden, was der Clan eigentlich macht. Wieso Diebe? Wie ist er strukturiert? Sind sie das einzig Magische auf der ganzen Welt? Wie spielen die Götter da eine Rolle, gibt es davon noch mehr?

Aber vielleicht kommt das noch in Band 2. Das Ende hat sich auf jeden Fall so überschlagen und spannende Punkte aufgemacht, dass ich extrem neugierig auf die Fortsetzung bin.

4 Sterne

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Queere Romance in dystopischem Setting

Fable for the End of the World
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In einer verseuchten, überschwemmten Welt gibt es zwei Seiten: Die, die vom allesbeherrschenden Konzern profitieren. Und die, die sich hoch verschulden. Inesa und ihr Bruder versuchen, sich so gut es geht ...

In einer verseuchten, überschwemmten Welt gibt es zwei Seiten: Die, die vom allesbeherrschenden Konzern profitieren. Und die, die sich hoch verschulden. Inesa und ihr Bruder versuchen, sich so gut es geht über Wasser zu halten. Doch als ihre Mutter immer tiefer in die Schulden rutscht, wird Inesa für den Lauf des Lamms ausgewählt. Ein brutaler Überlebenskampf, bei dem sogenannte Engel des Konzerns zu Jägerinnen werden. Doch während des im ganzen Land übertragenen Laufs kommt Inesa ihrem Engel Melinoë ungewöhnlich nah ...

Die Geschichte von Inesa und Melinoë ist mitreißend und beinhaltet viele spannende Aspekte. Vieles vom Konzept ist jetzt keine Neuerfindung in dem Genre, trotzdem mochte ich die Idee mit der dystopischen Welt, den unterschiedlichen Klassen, wie dieser eine konzern alles regiert und was das für Auswirkungen auf alle Bewohner*innen hat.

Vor allem das Konzept der Engel fand ich echt interessant. Mädchen, die seit ihrer Kindheit technologisch modifiziert wurden, wo es nur geht, um die perfekte Waffe zu erschaffen. Bei denen man sich fragt, wie viel Menschlichkeit noch übrig ist. Als Gegenpol dazu Inesa, wild und roh und stets versucht, sich so weit wie möglich von diesem gesamten System fernzuhalten. Mit diesen beiden Protagonistinnen prallen echt zwei Welten aufeinander, was mir wirklich gut gefallen hat, und das dann auch noch vor gut angelegtem Setting und im Rahmen eines Laufs, der viel Action in die Geschichte bringt.

Es ist aber wirklich vordergründig eine Romance Geschichte. Der Fokus liegt darauf, wie Melinoë und Inesa sich näher kommen und aus ihrer kleinen Welt und ihren Ansichten ausbrechen. Ein bisschen hatten sie mir zu schnell zu tiefe Gefühle, und auch das Umdenken ging sehr flott, wenn man bedenkt, dass sie ihr gesamtes Leben so konditioniert wurden. Trotzdem hab ich mit beiden sehr mitgefühlt, fand sie sympathisch und gut gezeichnet, und mochte den grundsätzlichen Aufbau ihrer gemeinsamen Entwicklung sehr.

Ein bisschen mehr Tiefe bei der dystopischen Welt hätte ich mir gewünscht, aber dafür hätte es vermutlich zumindest eine Dilogie werden müssen, und dann hätte sich der Fokus verschoben. Das Buch funktioniert ganz wunderbar so wie es ist als Einzelband, es waren lediglich meine Erwartungen, die etwas anders waren. Enttäuscht war ich aber keinesfalls.

Ich wurde sehr gut unterhalten, war emotional drin, und mochte den Aufbau und den Schreibstil.

4 Sterne

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Unterhaltsam, zum Schmunzeln

Courting – Be mine through all time
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Rebecca kann mit dem echten Leben nicht so viel anfangen. Stattdessen vergräbt sie sich in der Bibliothek, in ihrem erfundenen Tagebuch-Leben oder allem, was mit der Regency Zeit zu tun hat. Bälle. Kleider. ...

Rebecca kann mit dem echten Leben nicht so viel anfangen. Stattdessen vergräbt sie sich in der Bibliothek, in ihrem erfundenen Tagebuch-Leben oder allem, was mit der Regency Zeit zu tun hat. Bälle. Kleider. Konventionen. High Society. Und die Gentlemen von damals. Als sie sich jedoch plötzlich im Jahr 1816 wiederfindet, ist der Schock erstmal groß. Als Debütantin in London purzelt sie in ein neues Leben – und zieht die Aufmerksamkeit von Reedlan Knox auf sich. Alles andere als ein Gentlemen, könnte er mit seinem skandalösen Ruf aber genau der richtige sein, um Rebecca auf einer Mission zu unterstützen. Und dabei ihre Gefügle mächtig durcheinanderbringen ...

Da ich so viele Empfehlungen zu Courting gelesen hatte, wurde ich neugierig und musste das doch mal selbst ausprobieren. Und ich hatte wirklich Spaß beim Lesen. Wie genau diese Zeitreise möglich war, wird zwar erklärt, spielt aber keine größergeordnete Rolle in der Geschichte. Das Augenmerk liegt darauf, wie diese moderne Protagonistin in der Welt von vor 200 Jahren klar kommt, der sie in ihrer Gegenwart so verfallen ist.

Und natürlich entwickelt sich Rebecca weiter, lernt auch die Schattenseiten des damaligen Londons kennen, gerade für Frauen. Ich mag diese Funken von Gesellschaftskritik, von Realität und ernsten Themen, die sich immer wieder finden. Die vor allem auch deshalb wichtig sind, weil Rebecca einen Kriminalfall aufklären will, bei dem viele Misstände eine Rolle spielen.

Trotz allem ist es aber in erster Linie romantische Unterhaltung, die sich auch selbst nicht immer ganz ernst nimmt. Ich habs als humorvolle Unterhaltung zum Abschalten wahrgenommen. Reedlan ist ein interessanter Love Interest und ich mag die Dynamik zwischen den beiden. Aber auch die Nebencharaktere wie Rebeccas Familie oder die anderen Mitglieder der High Society sind sehr eigen und bringen dadurch viel in die Geschichte ein.

Einzig das Ende war mir zu drüber, zu übertrieben. Es hat sich zu stark mit allerlei glücklichen, perfekten Zufällen um 180 Grad gedreht und ich hab auf den letzten Seiten ziemlich mit den Augen gerollt (ein bisschen süß wars aber schon). Ein bisschen abgeschwächt hätte ich deutlich besser gefunden.

Der Lesespaß war aber natürlich trotzdem da.

Gute 4 Sterne

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Nostalgie-Reise

Die Chroniken der Unterwelt. City of Bones
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Ich liebe die Schattenjäger absolut, daher war ich sehr neugierig auf die erste Graphic Novel von City of Bones – dem ersten Band der Chroniken der Unterwelt und DAS Buch, mit dem damals alles begann. ...

Ich liebe die Schattenjäger absolut, daher war ich sehr neugierig auf die erste Graphic Novel von City of Bones – dem ersten Band der Chroniken der Unterwelt und DAS Buch, mit dem damals alles begann. Das mich in diese Welt hineingesaugt hat.

Es schwingt also eine ganze Menge Nostalgie mit, und daher fand ich die Graphic Novel richtig toll. Ich hatte Spaß, wieder in dieses Universum einzutauchen, die Charaktere wiederzutreffen, und alles auf eine neue visuelle Weise nochmal zu erleben. Außerdem ist der Zeichenstil wirklich schön!

Ich kann sie also definitiv empfehlen, allerdings eher nur für richtige Fans, nicht für beiläufige Leser*innen der Schattenjäger, und nicht unbedingt, wenn man die Reihe, auf der das hier basiert, nicht kennt. Ich glaube, dass es durch die starken Kürzungen teilweise verwirrend sein könnte, wenn man die Lücken nicht selbst füllen kann.

Ein bisschen schade fand ich es, dass die Zeichnungen schwarzweiß sind. Sie sind immer noch schön, aber ich glaube, in Farbe wären sie schöner gewesen, eindrucksvoller. Davon abgesehen waren die gezeichneten Schlieren und Bögen so manchmal schwer zu deuten – wo fangen Bewegungsmarker an und wo hört die Welle an Haaren auf etc.

Trotz dieser Anmerkung hab ich es sehr genossen und werde die kommenden Bände auch noch lesen. Einfach, um immer wieder zu den Schattenjägern zurückkehren zu können.

4 Sterne

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