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Veröffentlicht am 11.11.2025

3,5 Sterne - Nicht meins

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Cover

Mir gefällt es richtig, richtig gut! Motten mag ich als dekoratives Element seit jeher, aber hier in Kombination mit den kontrastreichen Farben und dem hervorstechendem Titel? Chef's kiss - würde ...

Cover

Mir gefällt es richtig, richtig gut! Motten mag ich als dekoratives Element seit jeher, aber hier in Kombination mit den kontrastreichen Farben und dem hervorstechendem Titel? Chef's kiss - würde ich mal sagen.


Meine Meinung

Während ich momentan damit beschäftigt bin meinen Stapel ungelesener Bücher zu verkleinern, habe ich einmal mehr den Zufall entscheiden lassen, welches Buch mich als nächstes begleiten darf. Mit „Heartless Hunter“ habe ich nun mein erstes Buch von Kristen Ciccarelli gelesen und bin leider nicht hundertprozentig überzeugt worden.

Das Buch greift eine interessante, wenngleich nicht vollständige neuartige Idee auf, die die Feindschaft zwischen Menschen und Hexen aufzeigt. Grundsätzlich mochte ich das Worldbuilding ganz gerne, allerdings gab es eine Handvoll Dinge, bei denen ich den Eindruck hatte, dass diese nicht aussagekräftig genug beschrieben worden sind. Beispielsweise den Guten Kommandanten, den Sturz der alten Hexenköniginnen oder auch, wie es die Menschen überhaupt geschafft haben so viele Hexen zu überwältigen. Tatsache ist ebenso, dass mir die angebliche Grausamkeit der Hexen, wie auch der Menschen, nicht stark genug dargestellt gewesen ist. Gideons Sicht auf die Dinge kann ich verstehen und auch akzeptieren, doch wo sind die anderen Geschichten? Wo wird das Leid des Volkes unter der Herrschaft der Hexen deutlich? Was haben andere für schlechte Erfahrungen gemacht? Ich habe mich die ganze Zeit über gewundert, wie es sein kann, dass unsere Protagonistin nur die guten Seiten ihresgleichen sieht – es gibt mehr Farben als nur schwarz und weiß.

Rune konnte mich in vielen Punkten überzeugen, aber in genauso vielen nicht. Sie geht mit der richtigen Einstellung an ihre Mission unschuldigen zu helfen heran, doch trifft sie nicht immer die klügsten Entscheidungen. Ein Weinbecher mit einem Wahrheitszauber zu versehen, um Informationen zu bekommen klingt erst mal wundervoll, bis man feststellen muss, dass das Gegenüber keinen Alkohol trinkt, ist wohl ein deutliches Beispiel dafür. Auch die Betonung darauf, dass sie ihren liebsten Menschen – ihre Großmutter – verraten musste fällt immer wieder, doch nur die Wiederholung dieses Wortlautes macht es für mich nicht gefühlvoller. Auch von ihrem Dasein als der berühmte Nachtfalter sehen wir herzlich wenig, wenn ich ehrlich sein soll. Wie genau hat sie denn die Freundin ihrer Mutter gefunden? Wie liefen die Befreiungen der anderen Hexen ab? Welche Zauber kann sie tatsächlich wirken? Alles wirkt sehr einfach gehalten, sehr simpel, es fehlen ausdrucksstarke Erklärungen und Gefühle. Wenngleich ich zugeben muss, dass ich ihr Versteckspiel mit Gideon genossen habe. Die Beziehung der beiden, gerade durch die Sichtwechsel und die Angst verraten zu werden haben mir sehr gut gefallen, auch wenn für ihn ebenfalls gilt, dass wir wenig von seinem Beruf als Hauptmann zu sehen bekommen.

Auch Gideons Vergangenheit bot so unfassbar viel Potenzial mich zu berühren, welches nur leider nicht genutzt worden ist. Gerade seine Zeit unter der Fuchtel der jüngsten Hexenkönigin bringt eindeutig die richtigen Elemente – Verlust, Angst, Herzschmerz – mit, doch bleibt zu blass. Echte Emotionen habe ich leider vergeblich gesucht.

Diesem Eindruck schließt sich der Schreibstil an. Man kommt gut in die Geschichte rein, kann weitestgehend alles verstehen und nachvollziehen, doch bleibt das Buch in seiner Gesamtheit doch sehr oberflächlich. Mir mangelt es an bildhaften Beschreibungen und Liebe zum Detail. Auch die kurzen, in den laufenden Text eingearbeiteten Rückblicke waren nichts für mich, da ich nie genau wusste, wann der Rückblick genau anfängt und aufhört. Darüber hinaus muss ich dem Verlag an dieser Stelle nahelegen bei den nächsten Auflagen dringend einen Blick ins Buch und auf die Rechtschreibung zu legen, denn so viele Fehler habe ich schon lange nicht mehr in einer Geschichte erlebt.

Ob ich diese Reihe weiterverfolge, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, da mich durchaus interessieren würde, wie es mit Rune und Gideon, aber ebenso dieser Welt weitergeht.


Fazit

Trotz seiner Bekanntheit kann mich dieses Buch nicht so recht abholen. Gerade das Worldbuilding, so sehr es von anderen Leser*innen gelobt wurde, überzeugt mich nicht.


Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Puh

Threads of Power
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Cover


Da ich dieses Buch als Blindbook gekauft habe, kann ich wohl ehrlich zugeben, dass ich es so im Laden wohl nicht in die Hand genommen hätte. Ich finde das Cover nicht furchtbar, aber persönlich ...

Cover


Da ich dieses Buch als Blindbook gekauft habe, kann ich wohl ehrlich zugeben, dass ich es so im Laden wohl nicht in die Hand genommen hätte. Ich finde das Cover nicht furchtbar, aber persönlich spricht mich wenig davon an.


Meine Meinung


Nachdem ich in den letzten Wochen sehr viele Liebesromane gelesen habe, war es an der Zeit endlich mal wieder eines der Fantasy-Bücher von meinem Stapel ungelesener Bücher zu befreien. Obwohl die Autorin V. E. Schwab bereits seit einigen Jahren eine bekannte Größe ist, habe ich bisher noch nichts von ihr gelesen. Bevor ich mit diesem Buch angefangen habe, wusste ich, dass es bereits eine Trilogie aus demselben Universum gibt, allerdings habe ich mehrere Beiträge gefunden in denen geschrieben stand, dass "Threads of Power" auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.

Um auf meinen letzten Satz etwas einzugehen, ich hatte immer wieder den Eindruck, dass es durchaus von Vorteil gewesen wäre die Weltenwanderer-Trilogie zu kennen. Die Gruppe aus Protagonisten ist bunt gemischt, aber offensichtlich kennen sich viele von ihnen untereinander und offensichtlich tue ich das als Neueinsteigerin nicht. Ehrlich gesagt mochte ich die Dynamik sehr gerne und hatte dennoch bis zum Schluss das Gefühl immer ein wenig außenvor zu sein. Dadurch, dass wir vergleichsweise viele Protagonisten haben und sich die Sichtwechsel häufen fiel es mir ab und an schwer mich in den jeweiligen Charakter hineinzuversetzen. Für mich persönlich könnten die tiefergehenden Emotionen und auch die Gedankenwelten aller besser ausgearbeitet sein. Wirklich kennen, tue ich nämlich niemanden - was schade ist, denn die ein oder andere Person bzw. deren Geschichte interessiert mich dann doch.

Mit seinen über 700 Seiten handelt es sich hierbei keineswegs um ein Buch, was man mal so nebenbei weg liest. Ich habe überraschend lange dafür gebraucht, was einerseits an den vielen Längen und anderseits an der mangelnden Spannung lag. Versteht mich nicht falsch, es gab herrlich actionreiche und spannungsgeladene Momente, doch mindestens ebenso viele, wenn nicht sogar noch mehr Augenblicke, die vor sich hingedümpelt und mehr informativ als unbedingt interessant waren.

Grundsätzlich mochte ich den Schreibstil ganz gerne. Wie weiter oben bereits angedeutet fehlt es mir allerdings im Wesentlichen an Spannung, aber auch an Emotionalität. Was ein wenig ironisch ist, denn es gibt durchaus genug Momente um eine gewisse Gefühlstiefe reinzubringen, die dann allerdings zu schnell verstrichen sind.

Trotz der Tatsache, dass ich dieses Buch insgesamt genossen habe, gehe ich nicht davon aus, dass ich die Reihe weiterverfolge. Ich kann verstehen, warum die Autorin über den ganzen Globus verteilt Fans gefunden hat und würde die Geschichte durchaus weiterempfehlen, komplett abgeholt worden bin ich allerdings nicht.


Fazit

Vielleicht hätte ich V. E. Schwab mit einem anderen Buch kennenlernen sollen, denn dieses hier war bis zum Schluss nicht wirklich mein Fall. Gerade durch die Tatsache, dass es bereits andere Bücher dieses Universums gibt, hatte ich immer wieder den Eindruck nicht alles vollständig erfassen zu können.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.10.2025

3,5 Sterne - Toller Humor, der Rest geht so

The Irresistible Urge to Fall for Your Enemy - Wie man sich (nicht) in seinen Erzfeind verliebt
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(Bezogen auf die Sonderausgabe der Bücherbüchse)

Ich liebe es! Und ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich mich für diese Sonderedition entschieden habe, denn diese gefällt mir viel besser als ...

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(Bezogen auf die Sonderausgabe der Bücherbüchse)

Ich liebe es! Und ehrlich gesagt bin ich froh, dass ich mich für diese Sonderedition entschieden habe, denn diese gefällt mir viel besser als die Verlagsausgabe. Gerade die Darstellung der beiden Protagonisten gefällt mir besonders gut.


Meine Meinung

Während ich noch gezögert habe diesem nächsten bekannten Buch eine Chance zu geben, bin ich online bereits auf ganz unterschiedliche Meinungen dazu gestoßen.

Einen Punkt, den ich schon bei vielen anderen Rezensierenden gesehen habe und der mir persönlich aus dem Herzen spricht ist der Schreibstil, mit dem ich bis zum Schluss überhaupt nicht warm geworden bin. Die Mischung aus unaussprechlichen Wörtern, Auriennes hochgestochener Redensart und den vielen, vielen komplizieren Beschreibungen aus Wissenschaft und der Medizin haben mir irgendwann den Rest gegeben. Ich konnte das Buch zu keinem Zeitpunkt wirklich flüssig lesen und habe ziemlich früh aufgegeben jedes Wort richtig aussprechen zu wollen.

Allerdings – und das schafften in den letzten Jahren nicht mehr allzu viele Bücher – gab es ebenso viele Momente, die mich zum Lachen und zum Schmunzeln bringen konnten. Der verbale Schlagabtausch zwischen Aurienne und Osric traf immer wieder genau meinen Humor, war herrlich amüsant und ich weiß schon, dass ich diesen beißenden Sarkasmus in anderen Geschichten vermissen werde.

Ich bin überhaupt kein Fan davon, dass ich mir Informationen zu einem Buch aus einem angehängten Glossar heraussuchen muss. Als Beispiel: Viele der Menschen dieser Welt haben sich freiwillig Orden angeschlossen – warum das so ist, woher diese Orden kommen, die genaue Bedeutung dieser wird im Buch selbst so gut wie gar nicht erklärt. Für mich hat es wenig mit Worldbuilding zu tun, wenn ich meine Leser*innen dazu zwinge sich ihre Informationen selbst zusammen zu suchen, statt diese im geschriebenen Wortlaut selbst und hautnah mitzuerleben. Es gibt durchaus interessante und fesselnde Themen, die allerdings durch das höchst wissenschaftliche Gequassel für mich schlecht, bis gar nicht zu verstehen waren. Ich weiß nicht, ob die Autorin selbst aus dem Bereich der Medizin o. ä. stammt, aber für zukünftige Werke, sollte sie vielleicht bedenken, dass nicht jeder von uns sich auf wissenschaftlichem Terrain bewegt.

Ich fand die beiden Protagonisten ganz in Ordnung. Aurienne war super festgefahren in ihren Verhaltensweisen, supereintönig in ihrem Verhalten und insgesamt für mich einfach zu streif und irgendwie emotionsarm. Gerade ihre Behandlung der erkrankten Kinder, ihr späteres Interesse an Osric oder allgemein an Menschen war furchtbar langatmig zu lesen. Außerdem merkt man sehr schnell, dass sie in Osric nur sehen will, was sie möchte und nicht was tatsächlich da ist. Osric mochte ich einen kleinen Ticken lieber als Aurienne, wenngleich es ihm ebenso an Tiefgang mangelt. Osric ist wunderbar sarkastisch und gemeingefährlich, doch ich hätte mir gewünscht, dass er seine eigenen Intentionen mal hinterfragt. Auch sein eigenes Leben bleibt vergleichsweise flach und unzulänglich dargestellt. Gerade das Voranschreiten seiner Krankheit bot viel Potenzial ihm andere Gefühlsschichten, wie aussagekräftige Verzweiflung und Hoffnung zu geben, die zwar vorhanden waren, aber nicht ausgeprägt genug.

Inhaltich passiert in diesem Buch leider nicht allzu viel. Wir drehen uns thematisch und emotional viel im Kreis. Es gibt wenig echte Spannung, wenig Dramatik, was merkwürdig ist, denn es gäbe durchaus genug Gelegenheiten die Geschichte in Schwung zu bringen. Mich motiviert das Ende gar nicht weiterzulesen und um ehrlich zu sein hätte ich einen guten Cliffhänger sehr gerne gesehen. Ich weiß noch nicht, ob ich diese Reihe weiterverfolge, tendiere aber derzeit eher zu nein.


Fazit

Trotz des herrlichen Humors und einer faszinierenden Grundidee können weder der Schreibstil, die Protagonisten noch das Worldbuilding überzeugen. Wirklich schade.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 17.10.2025

Kann den Hype nicht nachvollziehen

Berühre mich. Nicht.
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Cover

Trotz der Zeit, die bereits seit Erscheinen dieses Buches ins Land gezogen ist, mag ich dieses Cover immer noch sehr gerne. Gerade der Kontrast zwischen dem weißen und dem floralen Hintergrund ...

Cover

Trotz der Zeit, die bereits seit Erscheinen dieses Buches ins Land gezogen ist, mag ich dieses Cover immer noch sehr gerne. Gerade der Kontrast zwischen dem weißen und dem floralen Hintergrund in Kombination mit dem Titel gefällt mir gut.



Meine Meinung

Nachdem ich gerade erst ein neuerschienenes Buch von Laura Kneidel gelesen habe, wollte ich die Gelegenheit beim Schopfe packen und gleich das nächste Buch von meinem Stapel ungelesener Bücher von ihr lesen. Ich möchte euch nicht anlügen, warum Laura Kneidel so extrem gehypt wird, erklärt sich mir nicht so ganz. Ja, das war kein schlechter Liebesroman, aber ebenso kein überragender.

Weibliche Protagonistin und gleichzeitig diejenige aus deren Sicht wir das komplette Buch erleben dürfen, ist Sage. Sage ist hunderte von Kilometern von ihrem ehemaligen Zuhause ans College gezogen, um Abstand zu ihrer Familie zu bekommen. Was sie betrifft, bin ich zwiegespalten. Grundsätzlich hat Sage einen guten Charakteraufbau, man kann ihre Handlungen verstehen, bis auf ihre irrationalen Ängste machen ihre Emotionen Sinn und alles in allem mochte ich sie eigentlich ganz gerne. Allerdings möchte ich einmal angemerkt haben, dass ich ihr Verhalten, was Männer betrifft, von Vorneherein massiv auffällig fand, und ich mich gefreut habe zu lesen, dass Sage das selbst erkennt und sich professionelle Hilfe sucht. Denn ihr Verhalten ist alles andere als normal. Dazu kommen einige Kleinigkeiten, die mich tatsächlich etwas verwundert haben. Beispielsweise, wie schnell sie sich in Lucas und Aprils Wohnung an allem bedient hat, sei es das Badezimmer, Verpflegung oder Aprils Laptop – in meinen Augen hat sie sich ein wenig zu schnell zu zuhause gefühlt. Zudem fand ich es merkwürdig, dass sie mit ihrem Achtzehnten Geburtstag ausgezogen ist, aber offenbar keinerlei Rücklagen hatte, noch sich reelle Gedanken um ihr Leben vor Ort gemacht hat.

Auch Luca war in meinen Augen nur ganz in Ordnung. Ich mochte ihn, aber auch er hatte Momente, wo mich sein Verhalten frustriert hat. Seine andauernden Bettgeschichten zum Beispiel hätte ich mir nicht geben müssen. Insgesamt ist Luca ein guter Kerl, er ist sympathisch, humorvoll und – was besonders wichtig ist – er liebt Bücher und das Lesen, was ihm eine Menge Pluspunkte einbringt.

Mir persönlich fehlt der Beziehung der beiden einfach noch der Tiefgang. Vielleicht liegt das daran, dass Sage ihm nie erzählt hat, wo genau das Problem liegt, vielleicht daran, dass der Geschlechtsverkehr gegen Ende des Buches eine in meinen Augen beinahe zu zentrale Rolle einnimmt und lieber wäre es mir gewesen, wenn die beiden Zukunftspläne, gemeinsame Aktivitäten oder innige Gespräche geteilt hätten, statt gleich körperlich übereinander herzufallen. Außerdem würde ich einige andere Dynamiken, gerade entstehend durch die Nebencharaktere, der von Luca und Sage vorziehen.

Ähnlich wie ich es bereits kenne ist Laura Kneidels Schreibstil wirklich wundervoll. Die Seiten fliegen nur so dahin, der Inhalt ist klar und verständlich und der Schreibstil als solcher ist herrlich flüssig und lebendig.

Leider war das Ende unfassbar vorhersehbar. Da bereits seit einigen Jahren klar ist, um wen es sich im zweiten Band handelt, war ein Streit zwischen beiden nun mal genau das, was ich erwartet und befürchtet habe. Dazu möchte gesagt sein, dass ich den Streit nicht mal vollständig verstanden habe. Ich konnte Sages Abgang irgendwo nachvollziehen, warum sie allerdings der Meinung war, Luca verbal ins Gesicht schlagen zu müssen, statt ihm einfach die Wahrheit zu sagen, dieser Kelch ging an mir wohl vorbei.

Ich glaube meine Erwartungen an diese Geschichte waren zu hoch. Es handelt sich keineswegs um einen schlechten Liebesroman, doch weder inhaltlich noch emotional bin so überzeugt worden, dass ich mir jetzt den zweiten Teil kaufen werde. Ich weiß noch nicht, ob ich der Autorin zukünftig noch eine Chance geben werde, aber mal schauen.



Fazit

Nach all den Jahren, in denen ich nun schon um dieses Buch herum geschlichen bin, konnte es letztlich nicht mit meinen Erwartungen mithalten. Ich kann den Hype irgendwo verstehen, aber für mich war dieses Buch eher was für Zwischendurch als herzzerreißend episch.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.10.2025

Hmm....

The Darlington - Henry & Kate
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Gerade die edlen, goldenen Ornamente mittig auf dem Cover passen wundervoll zum Inhalt, was ebenso für die zurückhaltende Hintergrundfarbe gilt. Persönlich finde den Einband dieses Buches ganz ...

Cover

Gerade die edlen, goldenen Ornamente mittig auf dem Cover passen wundervoll zum Inhalt, was ebenso für die zurückhaltende Hintergrundfarbe gilt. Persönlich finde den Einband dieses Buches ganz nett, aber irgendwie auch sehr langweilig.


Meine Meinung

Nachdem ich es die letzten Jahre mehr oder weniger versucht habe, zu vermeiden Bücher von Laura Kneidel zu lesen, weil mir der Hype um ihre Geschichten irgendwie immer zu groß erschien, habe ich dies nun geändert. Mit Neuerscheinen des „The Darlington“ wollte ich die Gelegenheit allerdings endlich mal nutzen, um zu sehen, ob ich mich ihrer großen Anhängerschar zukünftig anschließe. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich den Hype rund um Laura Kneidel nicht nachvollziehen kann – zumindest nicht nach diesem Buch -, ebenso kann ich allerdings zugeben, dass es sich damit keineswegs um ein schlechtes Buch handelt.

Grundsätzlich kann ich versichern, dass ich den Inhalt mochte. Die Idee über ein luxuriöses Hotel zu berichten dessen ursprünglicher Geschäftsleiter in Verruf geraten ist und nun von seinem Saubermann-Sohn übernommen wird, hat durchaus was. Ich für meinen Teil bin weder von den Charakteren oder den Emotionen gänzlich abgeholt worden. Jedoch kann das „The Darlington“ – also das Hotel – überzeugen. Ich mochte die Beschreibungen der Gegebenheiten, hätte mir allerdings gewünscht, dass Henrys Geschichten über seine Kindheit innerhalb der Räumlichkeiten (gerade in Kombination mit seinem Bruder Logan) mehr ausgearbeitet worden wären. Schön wäre es für mein vergessliches Gehirn außerdem gewesen, wenn die ein oder andere Beschreibung nochmals aufgegriffen worden wäre, denn in meinem Kopf verschwamm nach und nach alles zu einem immer gleichen Einerlei.

Passend zum Titel würde ich jetzt gerne zuerst auf Henry näher eingehen. Henry ist ein guter Mann, er ist offen, freundlich und hat immer das Gute im Sinn. Doch fand ich sein Verhalten ebenso naiv und nicht vollständig nachvollziehbar. Denn sind wir mal ehrlich, wenn mich jemand beklauen und erpressen würde, würde kein kurzes Gespräch etwas an diesen Tatsachen ändern. Gerade zu Beginn war mir sein Bedürfnis Kate beispielsweise aus dem Park zu retten bzw. sie wiederzusehen zu stark ausgeprägt und ich hätte gerne gesehen, dass er seine eigenen Aktionen glaubhaft hinterfragt. Nur weil mir eine Diebin und Erpresserin sympathisch ist, heißt das nicht, dass sie nicht die Chance nutzt mein Hotel auszuräumen, versteht ihr? Auch habe ich mehr Kontakte zu Logan, aber ebenso Ethan schmerzlich vermisst – gerade, weil die beiden die nächsten Protagonisten werden.

Kate war ähnlich wie Henry ganz in Ordnung. Persönlich fand ich, dass ihr Trauma auf der Straße in der Obdachlosigkeit leben zu müssen und ihre Mutter zu verlieren nicht ganz so traumatisch ausgearbeitet wurde, wie ich mir das gewünscht hätte. Ich konnte viele ihrer Aktionen – wie den Diebstahl – durchaus nachvollziehen und frage mich gleichzeitig, wie genau der Umgang mit Obdachlosen in England vonstattengeht. Gibt es staatliche Hilfen? Hätte es andere Möglichkeiten für Kate gegeben? Könnte sie ihren Schulabschluss nicht nachholen? Es gibt so viele Dinge an den oberflächlich gekratzt wurde, die für mich so allerdings nicht vollständig schlüssig sind. Außerdem fand ich Kates gedankliches Hin und Her frustrierend. Ja, beide kommen aus unterschiedlichen Welten, dies war von Vorneherein klar. Doch Kate schwankt wie ein Farnwedel im Wind, mal ist es egal, dann wieder nicht, dann doch wieder und davon bin ich auf die Dauer kein Fan.

Das Ende war schnell vorbei, möchte ich behaupten. Neben dem wenig überraschenden Streit kann ich zumindest zugeben, dass es mich gefreut hat eine Protagonistin zu haben, die in der Lage ist mit etwas Abstand über ihre eigenen Handlungen und Emotionen nachzudenken. Kommunikation ist der Schlüssel – sagt man doch so schön und ich kann freiheraus zugeben, dass Henry und Kate zumindest beide in der Lage sind sich anständig zu artikulieren.

Derzeit gehe ich nicht davon aus, dass ich mir die Folgebände kaufe. Es gab am Ende einen winzigen Plot Twist, aber so richtig gefühlt habe ich das Buch offensichtlich nicht.


Fazit

Für einen Liebesroman ist dieses Buch gar nicht schlecht und doch haben meine Erwartungen an diese bekannte Autorin nicht mit der Realität mithalten können. Für Zwischendurch lässt es sich wunderbar lesen, Interesse an den Folgebänden habe ich dennoch keinen.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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