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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2025

Klang vielversprechender als es war

Mr. Fixer Upper
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Cover
Obwohl gelb nicht zu meinen Favoritenfarben gehört mag ich das Gesamtbild dieses Covers eigentlich ganz gerne. Persönlich finde ich, dass es durchaus schönere und passendere Details zum Inhalt hätte ...

Cover
Obwohl gelb nicht zu meinen Favoritenfarben gehört mag ich das Gesamtbild dieses Covers eigentlich ganz gerne. Persönlich finde ich, dass es durchaus schönere und passendere Details zum Inhalt hätte geben können, so wirkt es doch sehr zusammenhanglos.


Meine Meinung
Während Lucy Score – die Autorin – bereits eine bekannte Größe ist, habe ich mit diesem Buch mein erstes von ihr gelesen. "Mr. Fixer Upper" habe ich nicht nur gekauft, weil die Geschichte humorvoll und lesenswert klang, sondern auch weil ich die ähnlich klingende Fernsehserie Fixer Upper abgöttisch liebe.
Aus welchen Gründen auch immer bin ich davon ausgegangen, dass wir das Buch nur aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Paige erleben, was gar nicht stimmt, denn es gibt durchaus eine Handvoll Kapitel bzw. Abschnitte aus Gannons Sicht. Paige ist störrisch, pragmatisch und ein kleines Organisationstalent. Als wichtiger Teil der Filmcrew geht es hinter den Kameras der Show King of Construction heiß her – vor allem zwischen Paige und Gannon, die immer mal wieder aneinander geraten. Persönlich konnte ich mit Paige nicht immer etwas anfangen. Gerade ab dem Mittelteil bis zum Ende war ich von ihrem Verhalten irgendwann nur noch frustriert. Ja, ich kann verstehen, wenn man an seinen Prinzipien festhält und einen Fehler nicht wiederholen will, doch hier drehen sich die Diskussionen im Kreis, es gibt kein Vor und kein Zurück, Paiges Einsicht dauerte mir schlichtweg zu lang. Auch der Grund für den Streit war so aus der Luft gegriffen und dafür, dass Paige das Reality-TV in und auswendig kennt, hätte sie zumindest versuchen können hinter die Fassade zu schauen.
Auch Gannon war für mich nur ganz in Ordnung. Ehrlich gesagt fand ich den Großteil der Streitereien zwischen den beiden ziemlich unnötig und seine ewige Wiederholung des Kosenamens Prinzessin war ziemlich schnell ganz schön ausgelutscht. Darüber hinaus fand ich sein Engagement Paige zurückzubekommen schön anzusehen, ich habe seine Beziehung zu seiner Schwester Cat und seiner Großmutter geliebt, habe aber ewig gebraucht um zu schnallen, dass der Gute gar kein Amerikaner sondern ein Italiener ist. Ups. Nicht das das etwas ändern oder so, überrascht war ich trotzdem.
Der Schreibstil als solcher war schön verständlich, flüssig und hatte ein paar humorvolle Dialoge. Wenn ich mir aber den Inhalt im Vergleich dazu heranziehe, war das Buch insgesamt nicht so lustig wie ich es erwartet hätte. Dazu kommt, dass es jede Menge Abschnitte gab, wo die Geschichte einen unerwarteten Zeitsprung macht, wo es mich an einigen Stellen echt etwas gestört hat. Manche Szenen wirkten dadurch so abgehackt, so auseinander gezerrt und hätten vielleicht noch den ein oder anderen Blick hinter die Stirn unserer Protagonisten gewährt.


Fazit
Für mich war das Buch leider nur ganz okay. Ich habe einfach mehr Humor, mehr Leichtigkeit und etwas weniger Sturheit von Paige erwartet, wenngleich ich die Show als solche immer wieder ganz spannend und auch emotional fand, wenn hervorgehoben worden ist, für welche Menschen die Häuser renoviert werden.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2025

Bin nicht so richtig abgeholt worden

Crash Test
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Cover

Passend zum Inhalt ist dieses Cover in meinen Augen echt gelungen. Ich liebe die Darstellung der beiden Protagonisten, gerade in ihrer Rennfahrerkluft.


Meine Meinung

Nachdem ich zuletzt wieder ...

Cover

Passend zum Inhalt ist dieses Cover in meinen Augen echt gelungen. Ich liebe die Darstellung der beiden Protagonisten, gerade in ihrer Rennfahrerkluft.


Meine Meinung

Nachdem ich zuletzt wieder ein paar Bücher aus einem anderen Genre gelesen habe, wollte ich mal wieder einen Liebesroman lesen. Dieses Buch habe ich bereits vor einigen Wochen spontan im Laden mitgenommen, weil mich sowohl das Cover als auch der Inhalt neugierig gemacht haben. Bisher kannte ich die Autorin überhaupt nicht und weiß auch noch nicht, ob ich zukünftig erneut etwas von ihr lesen möchte. Negativ aufgefallen ist mir als aller erstes wie diese Geschichte wiedergegeben wurde. Die ewigen Rückblicke waren nicht mein Fall. Ich fand es schade, dass wir die Charaktere nicht einfach in einer chronologischen Abfolge begleitet haben, sondern immer wieder durch ganze Kapitel a la „Ich kann mich daran erinnern, wie es vor sechs Monaten gewesen ist…“.

Der Schreibstil als solcher war, davon mal abgesehen eigentlich nicht schlecht, wenn ich nicht manchmal den Eindruck gehabt hätte, dass er ein wenig plump und einfallslos gewirkt hat. Keine Ahnung, ob es an der Übersetzung liegt, oder tatsächlich an der Autorin. Ich kann mich beispielsweise vage an den Satz erinnern „Er wischte mit den Lippen über meine“ – und von allen Wörtern, die man für den Kontakt von Lippen nutzen könnte, klingt es schlichtweg dumpf und irgendwie nicht passend. Solche Momente hatte ich öfter während des Lesens, aber zum Glück nicht im laufenden Band.

Um ehrlich zu sein bin ich mit beiden Charakteren bis zum Schluss nicht vollständig warm geworden. Persönlich mochte ich Travis etwas lieber als Jacob, was wohl Jacobs ekeligem Verhalten im Krankenhaus zuzuschreiben ist. Am besten gefallen hat mir bei beiden die Charakterentwicklung. Travis, der vom totalen Eigenbrötler zu jemandem wird, der für sich selbst einsteht und endlich eine herrlich bunte Familie bekommt und Jacob, der sich seinen eigenen Ängsten, aber ebenso seiner Familie stellt. Ironischerweise hätte ich bei beiden gerne Rückblicke der Art gesehen, dass wir verstehen, woher ihre Traumata wirklich kommen. Klar, es gibt einige Informationen, die wir nebenbei bekommen, aber diese waren für mich noch nicht glaubhaft genug.

Abgöttisch geliebt habe ich die Dynamik der Nebencharaktere. Gerade Heather, Travis neue Assistentin, muss man einfach lieben. Vor allem die Freundschaften unter den Charakteren, die gemeinsam Verluste verarbeiten oder einfach füreinander da sind, können mich komplett überzeugen.

Ich habs oben bereits kurz angeschnitten, aber ich weiß nicht, ob ich in Zukunft erneut ein Buch von Amy James kaufen und lesen würde. Das Buch war nicht schlecht oder so, hatte gute und schlechte Elemente, aber so richtig überzeugt bin ich halt einfach nicht.


Fazit

Leider konnte das Buch nicht wirklich mit meinen Erwartungen mithalten, denn für mich fehlte es an Tiefgang, Glaubhaftigkeit und neben den Nebencharakteren habe ich wenige Elemente wirklich genossen.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Overhyped

The Knight and the Moth
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Cover

Ich glaube viel besser könnte das Cover gar nicht zum Buch passen, es ist perfekt! Ich liebe die Darstellung unserer weiblichen Protagonistin und auch die genau richtig übereinstimmende Ästhetik ...

Cover

Ich glaube viel besser könnte das Cover gar nicht zum Buch passen, es ist perfekt! Ich liebe die Darstellung unserer weiblichen Protagonistin und auch die genau richtig übereinstimmende Ästhetik der Geschichte.



Meine Meinung

Einmal mehr habe ich mich von Social-Media zum Kauf eines gehypten Buches verleiten lassen. Ich habe in Vergangenheit bereits ein Buch dieser Autorin gelesen, welches ich ganz gerne mochte, weshalb ich zumindest die Hoffnung hatte, dass „The Knight and the Moth“ keine totale Enttäuschung wird.

Ich möchte behaupten, dass ich gar nicht so hohe Erwartungen an diese Geschichte hatte, wie vielleicht andere da draußen und doch bin ich ein klein wenig enttäuscht. Ich fand das Buch nicht schlecht oder so, aber von einem Highlight sind wir ebenfalls noch Lichtjahre entfernt. Angefangen beim Worldbuilding bin ich eben einfach nicht vollständig überzeugt worden. Ich mochte diese Welt als solche gerne, fand einige Elemente interessant und faszinierend zugleich, aber in seiner Gesamtheit auch irgendwie langweilig. Klar, man kann das Rad nicht neu erfinden, aber es gab irgendwie keinen Aspekt, der mich zu hundert Prozent abholen konnte. Als Beispiel, die steinernen Artefakte der Omen hätten so viel Potenzial gehabt Verwirrung, Verzweiflung, aber ebenso andere starke Emotionen hervorzurufen, die für mich ein wenig dadurch kaputt gemacht wurden, dass jedes Omen eine Sache kann, die auch alle anderen Omen können – ohne Erklärung warum das eigentlich so ist. Auch die Omen – die Götter dieser Welt sozusagen – hätten in der Theorie herrlich düster und machtbesessen sein können – was sie durchaus sind, keine Sorge – aber eben nicht in dem Maße, dass es mich von ihrer Habgier und ihrem Stolz überzeugt hätte. Auch das Weissagen, die Kathedrale oder andere zentrale Stichpunkte schaffen es schlichtweg nicht mich umzuhauen.

Ich kann verstehen, dass Leute sagen, der Schreibstil sei poetisch und wunderschön, denn das ist er durchaus. Doch ich hatte den Eindruck, dass sich diese ausschweifenden Beschreibungen eher auf den Anfang zentrieren und sich im Laufe des Buches in – teils – unwichtigen Nebensächlichkeiten verlieren. Ich hätte gerne mehr Details und mehr Fingerspitzengefühl beim Setting, aber ebenso bei den äußerlichen Beschreibungen der Charaktere gesehen.

Ich glaube, ich hätte das Buch mehr genossen, wenn die Autorin sich die Zeit genommen hätte, nicht nur Sybills Zweifel und Ängste oder ihre Zuneigung für Rory herauszuarbeiten, sondern ebenso in die Spannung und Dramatik der Geschichte investiert hätte. Es gab bestimmt ein Dutzend Momente, die Spannung hätten hervorrufen können, die für meinen Geschmack aber zu schnell verstrichen sind. Hier hätte ich mir gewünscht, dass gerade die Kämpfe oder auch einzelne Momente im Speziellen länger aufrechterhalten worden wären.

Auch mit Sybill oder Sechs fühle ich mich nicht wirklich wohl. Erst war sie mir zu stolz, zu überzeugt wirklich etwas Besseres zu sein und dann zu unentschieden, zu zurückhaltend für eine Protagonistin meines Geschmacks und das ewige Ich-weiß-nicht-was-ich-danach-tue ging mir irgendwie auf den Keks.

Tut mir leid das sagen zu müssen, aber das Ende brachte mich zum Augenrollen. Von allen Dingen, die hätten passieren können, war das genau, was ich erwartet hatte. Grundsätzlich ist das Buch ziemlich vorhersehbar, wenn ich ehrlich sein soll. Bisher bin ich nicht davon überzeugt diese Reihe weiterzuverfolgen und muss über meine anderen Geständnisse heraus zugeben, dass ich das Buch nach Beenden eigentlich ganz gerne mochte, jetzt, wo ich ein paar Stunden drüber nachgedacht habe, fällt mir auf, wie wenig ich tatsächlich überzeugt worden bin.



Fazit

Overhyped, wenn man mich fragen würde. Gerade unsere weibliche Protagonistin und das Worldbuilding lassen super viel Potenzial links liegen.



Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.11.2025

3,5 Sterne - Nicht meins

Heartless Hunter. Der rote Nachtfalter, Band 1
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Cover

Mir gefällt es richtig, richtig gut! Motten mag ich als dekoratives Element seit jeher, aber hier in Kombination mit den kontrastreichen Farben und dem hervorstechendem Titel? Chef's kiss - würde ...

Cover

Mir gefällt es richtig, richtig gut! Motten mag ich als dekoratives Element seit jeher, aber hier in Kombination mit den kontrastreichen Farben und dem hervorstechendem Titel? Chef's kiss - würde ich mal sagen.


Meine Meinung

Während ich momentan damit beschäftigt bin meinen Stapel ungelesener Bücher zu verkleinern, habe ich einmal mehr den Zufall entscheiden lassen, welches Buch mich als nächstes begleiten darf. Mit „Heartless Hunter“ habe ich nun mein erstes Buch von Kristen Ciccarelli gelesen und bin leider nicht hundertprozentig überzeugt worden.

Das Buch greift eine interessante, wenngleich nicht vollständige neuartige Idee auf, die die Feindschaft zwischen Menschen und Hexen aufzeigt. Grundsätzlich mochte ich das Worldbuilding ganz gerne, allerdings gab es eine Handvoll Dinge, bei denen ich den Eindruck hatte, dass diese nicht aussagekräftig genug beschrieben worden sind. Beispielsweise den Guten Kommandanten, den Sturz der alten Hexenköniginnen oder auch, wie es die Menschen überhaupt geschafft haben so viele Hexen zu überwältigen. Tatsache ist ebenso, dass mir die angebliche Grausamkeit der Hexen, wie auch der Menschen, nicht stark genug dargestellt gewesen ist. Gideons Sicht auf die Dinge kann ich verstehen und auch akzeptieren, doch wo sind die anderen Geschichten? Wo wird das Leid des Volkes unter der Herrschaft der Hexen deutlich? Was haben andere für schlechte Erfahrungen gemacht? Ich habe mich die ganze Zeit über gewundert, wie es sein kann, dass unsere Protagonistin nur die guten Seiten ihresgleichen sieht – es gibt mehr Farben als nur schwarz und weiß.

Rune konnte mich in vielen Punkten überzeugen, aber in genauso vielen nicht. Sie geht mit der richtigen Einstellung an ihre Mission unschuldigen zu helfen heran, doch trifft sie nicht immer die klügsten Entscheidungen. Ein Weinbecher mit einem Wahrheitszauber zu versehen, um Informationen zu bekommen klingt erst mal wundervoll, bis man feststellen muss, dass das Gegenüber keinen Alkohol trinkt, ist wohl ein deutliches Beispiel dafür. Auch die Betonung darauf, dass sie ihren liebsten Menschen – ihre Großmutter – verraten musste fällt immer wieder, doch nur die Wiederholung dieses Wortlautes macht es für mich nicht gefühlvoller. Auch von ihrem Dasein als der berühmte Nachtfalter sehen wir herzlich wenig, wenn ich ehrlich sein soll. Wie genau hat sie denn die Freundin ihrer Mutter gefunden? Wie liefen die Befreiungen der anderen Hexen ab? Welche Zauber kann sie tatsächlich wirken? Alles wirkt sehr einfach gehalten, sehr simpel, es fehlen ausdrucksstarke Erklärungen und Gefühle. Wenngleich ich zugeben muss, dass ich ihr Versteckspiel mit Gideon genossen habe. Die Beziehung der beiden, gerade durch die Sichtwechsel und die Angst verraten zu werden haben mir sehr gut gefallen, auch wenn für ihn ebenfalls gilt, dass wir wenig von seinem Beruf als Hauptmann zu sehen bekommen.

Auch Gideons Vergangenheit bot so unfassbar viel Potenzial mich zu berühren, welches nur leider nicht genutzt worden ist. Gerade seine Zeit unter der Fuchtel der jüngsten Hexenkönigin bringt eindeutig die richtigen Elemente – Verlust, Angst, Herzschmerz – mit, doch bleibt zu blass. Echte Emotionen habe ich leider vergeblich gesucht.

Diesem Eindruck schließt sich der Schreibstil an. Man kommt gut in die Geschichte rein, kann weitestgehend alles verstehen und nachvollziehen, doch bleibt das Buch in seiner Gesamtheit doch sehr oberflächlich. Mir mangelt es an bildhaften Beschreibungen und Liebe zum Detail. Auch die kurzen, in den laufenden Text eingearbeiteten Rückblicke waren nichts für mich, da ich nie genau wusste, wann der Rückblick genau anfängt und aufhört. Darüber hinaus muss ich dem Verlag an dieser Stelle nahelegen bei den nächsten Auflagen dringend einen Blick ins Buch und auf die Rechtschreibung zu legen, denn so viele Fehler habe ich schon lange nicht mehr in einer Geschichte erlebt.

Ob ich diese Reihe weiterverfolge, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht, da mich durchaus interessieren würde, wie es mit Rune und Gideon, aber ebenso dieser Welt weitergeht.


Fazit

Trotz seiner Bekanntheit kann mich dieses Buch nicht so recht abholen. Gerade das Worldbuilding, so sehr es von anderen Leser*innen gelobt wurde, überzeugt mich nicht.


Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Puh

Threads of Power
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Cover


Da ich dieses Buch als Blindbook gekauft habe, kann ich wohl ehrlich zugeben, dass ich es so im Laden wohl nicht in die Hand genommen hätte. Ich finde das Cover nicht furchtbar, aber persönlich ...

Cover


Da ich dieses Buch als Blindbook gekauft habe, kann ich wohl ehrlich zugeben, dass ich es so im Laden wohl nicht in die Hand genommen hätte. Ich finde das Cover nicht furchtbar, aber persönlich spricht mich wenig davon an.


Meine Meinung


Nachdem ich in den letzten Wochen sehr viele Liebesromane gelesen habe, war es an der Zeit endlich mal wieder eines der Fantasy-Bücher von meinem Stapel ungelesener Bücher zu befreien. Obwohl die Autorin V. E. Schwab bereits seit einigen Jahren eine bekannte Größe ist, habe ich bisher noch nichts von ihr gelesen. Bevor ich mit diesem Buch angefangen habe, wusste ich, dass es bereits eine Trilogie aus demselben Universum gibt, allerdings habe ich mehrere Beiträge gefunden in denen geschrieben stand, dass "Threads of Power" auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.

Um auf meinen letzten Satz etwas einzugehen, ich hatte immer wieder den Eindruck, dass es durchaus von Vorteil gewesen wäre die Weltenwanderer-Trilogie zu kennen. Die Gruppe aus Protagonisten ist bunt gemischt, aber offensichtlich kennen sich viele von ihnen untereinander und offensichtlich tue ich das als Neueinsteigerin nicht. Ehrlich gesagt mochte ich die Dynamik sehr gerne und hatte dennoch bis zum Schluss das Gefühl immer ein wenig außenvor zu sein. Dadurch, dass wir vergleichsweise viele Protagonisten haben und sich die Sichtwechsel häufen fiel es mir ab und an schwer mich in den jeweiligen Charakter hineinzuversetzen. Für mich persönlich könnten die tiefergehenden Emotionen und auch die Gedankenwelten aller besser ausgearbeitet sein. Wirklich kennen, tue ich nämlich niemanden - was schade ist, denn die ein oder andere Person bzw. deren Geschichte interessiert mich dann doch.

Mit seinen über 700 Seiten handelt es sich hierbei keineswegs um ein Buch, was man mal so nebenbei weg liest. Ich habe überraschend lange dafür gebraucht, was einerseits an den vielen Längen und anderseits an der mangelnden Spannung lag. Versteht mich nicht falsch, es gab herrlich actionreiche und spannungsgeladene Momente, doch mindestens ebenso viele, wenn nicht sogar noch mehr Augenblicke, die vor sich hingedümpelt und mehr informativ als unbedingt interessant waren.

Grundsätzlich mochte ich den Schreibstil ganz gerne. Wie weiter oben bereits angedeutet fehlt es mir allerdings im Wesentlichen an Spannung, aber auch an Emotionalität. Was ein wenig ironisch ist, denn es gibt durchaus genug Momente um eine gewisse Gefühlstiefe reinzubringen, die dann allerdings zu schnell verstrichen sind.

Trotz der Tatsache, dass ich dieses Buch insgesamt genossen habe, gehe ich nicht davon aus, dass ich die Reihe weiterverfolge. Ich kann verstehen, warum die Autorin über den ganzen Globus verteilt Fans gefunden hat und würde die Geschichte durchaus weiterempfehlen, komplett abgeholt worden bin ich allerdings nicht.


Fazit

Vielleicht hätte ich V. E. Schwab mit einem anderen Buch kennenlernen sollen, denn dieses hier war bis zum Schluss nicht wirklich mein Fall. Gerade durch die Tatsache, dass es bereits andere Bücher dieses Universums gibt, hatte ich immer wieder den Eindruck nicht alles vollständig erfassen zu können.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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