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Veröffentlicht am 13.01.2026

Dämonen, Geister und Internatszauber

Bearbind Lyceum - Thilda
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Thilda Sommer, du hast es erfasst. Du kommst hier nicht raus. Bearbind ist dein neues Zuhause..."

Die Optik des Buches ist ein absolutes Schmuckstück, so wie man es bei einem "Drachen" aus dem Drachenmondverlag ...

Thilda Sommer, du hast es erfasst. Du kommst hier nicht raus. Bearbind ist dein neues Zuhause..."

Die Optik des Buches ist ein absolutes Schmuckstück, so wie man es bei einem "Drachen" aus dem Drachenmondverlag absolut gewohnt ist. Es macht einfach Spaß, das Buch nur in die Hand zu nehmen.

Der Beginn der Geschichte ist fast märchenhaft. Thilda lebt nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Vater und einer Stieffamilie. Vor allem die Stiefmutter möchte Thilda unbedingt aus dem Weg haben und so wird Thilda ungefragt auf das Mädchen-Internat Bearbind verfrachtet. Hier gerät sie in einen Strudel unangenehmer Rituale. Doch das ist noch lange nicht alles. Denn auf Bearbind geht nicht alles mit rechten Dingen zu und nicht alle dort sind menschlich....

Annina Safran erzählt schlüssig und authentisch und macht es ihrer Protagonistin Thilda nicht einfach. Durch die vielen Aufnahmerituale hat es für mich ein bisschen gedauert, bis die Story richtig in Fahrt kam. Das Highlight waren die dämonischen Nebenfiguren, zumal sie etwas an männlicher Energie in diese Geschichte gebracht haben, die - für mich völlig unerwartet - ausschließlich von Mädchen und Frauen handelte. Manche Figuren waren mir zu einseitig negativ angelegt. Mit Graustufen kann man mich einfach mehr begeistern. Schön fand ich die Betonung beständiger Freundschaften, ohne dass weichgezeichnet wurde.

Bei Bearbind handelt es sich um einen Einzelband, dem vielleicht ein paar mehr Seiten gut getan hätten, denn das Ende kommt dann doch ziemlich plötzlich. Trotzdem eine runde, spannend erzählte Geschichte.

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Veröffentlicht am 27.12.2025

Süße und Tränen

The Last Wish of Bristol Keats
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"Am Ende des Tages wird dieses Zimmer voller Schmerz sein. Er hatte zukünftige Tränen in der Luft geschmeckt, wie es nur Nympen konnten. Die salzige Süße wärmte ihm die Haut, aber brach ihm das Herz."

Fantasievoll ...

"Am Ende des Tages wird dieses Zimmer voller Schmerz sein. Er hatte zukünftige Tränen in der Luft geschmeckt, wie es nur Nympen konnten. Die salzige Süße wärmte ihm die Haut, aber brach ihm das Herz."

Fantasievoll und romantisch geht es zurück nach Elfheim. Die Konflikte scheinen beinahe überwältigend: der Kampf um den Thron, Bristols verrufene und gefährliche Eltern, Kormick und seine Untoten und beunruhigende Veränderungen an Bristol selbst halten sie und ihren geliebten Tyghan in Atem.

Mary E. Pearson erzählt wieder gekonnt, farbenprächtig und temporeich. Elfheim und seine unterschiedlichen Wesen stehen bildhaft vor Augen.

Zum Tempo ist allerdings zu sagen, dass dieser Reihe die Ausweitung auf eine Trilogie wirklich gut getan hätte. Oft scheint in einer Trilogie der Mittelteil ein wenig durchzuhängen. Daher finde ich Dilogien an sich eine gute Idee. Im Fall von "Bristol Keats" hat mir hier genug Raum für die Story gefehlt. In diesem zweiten Band scheinen sich Handlungsstränge und Ereignisse vor allem zim Ende hin geradezu zu überschlagen, ohne wirklich auserzählt zu werden. Dadurch wird leider nicht alles Potenzial genutzt. Mit dem Schluss der Geschichte konnte ich daher nicht völlig warm werden.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Die Maschen des Fluchs

Feenfluch – Dein Wunsch soll erfüllt werden ...
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"Es gibt immer einen Preis der gezahlt werden muss,", wiederholt Schwester Sturm ihre eigenen Worte. "Aber es gibt auch immer Hoffnung."

Mit :Feenfluch" hat Christian Handel erneut eine einfallsreiche, ...

"Es gibt immer einen Preis der gezahlt werden muss,", wiederholt Schwester Sturm ihre eigenen Worte. "Aber es gibt auch immer Hoffnung."

Mit :Feenfluch" hat Christian Handel erneut eine einfallsreiche, fantasievolle und originelle Märchenadaption erschaffen. Dieses Mal bildet Dornröschen die Grundlage. Als der Fluch zuschlug und alle Bewohner in Schlaf versetzte, ist die junge Kaeliths durch seine Maschen geschlüpft, da sie das Schloss gerade verlassen hatte. Doch nun jährt sich das Ereignis zum siebten Mal. Und Flüche wollen sich nicht nur immer erfüllen, sie können auch nur zu besonderen Zeiten gebrochen werden....

Christian Handel erzählt wunderbar dunkel und atmosphärisch. Vor allem seine Feenwesen, die den Schimmmernden Wald bevölkern, haben es mir nachhaltig angetan. Es hat mir großen Spaß gemacht, wie traditionelle Märchenmotive einbezogen und gleichzeitig teilweise zeitgemäß auf den Kopf gestellt wurden. Einziger Wermutstropfen war für mich, dass ich die schöne Liebesgeschichte, vor allem von Seiten des männlichen Protagonisten, nur teilweise fühlen konnte.

Ich freue mich auf weitere Märchenreisen mit Christian Handel.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Winterstrategien

Wintern
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"In Norwegen lernte ich, dass wir nicht dazu verdammt sind, die Wintermonate zu vergeuden, indem man die Jahreszeit irgendwie durchsteht und den Frühling herbeisehnt. Wir können unsere Mentalität ...

"In Norwegen lernte ich, dass wir nicht dazu verdammt sind, die Wintermonate zu vergeuden, indem man die Jahreszeit irgendwie durchsteht und den Frühling herbeisehnt. Wir können unsere Mentalität verändern und auf diese Weise unsere Erfahrungen mit dem Winter - und darüber hinaus auch unser Leben."

Die Psychologin Kari Leibowitz zieht ein Jahr zu Forschungszwecken in den nördlichsten Teil Norwegens, nach Tromsö. Warum kommen die Einheimischen so gut mit dem Winter klar und leiden sogar seltener an saisonal bedingten Depressionen? Die Autorin ist alles andere als eine Winterfreundin. Sie hofft nicht nur auf Studienergebnisse, sondern auch darauf, selbst ein Winter-Mindset und entwickeln.

Ich selbst liebe den Winter, so dass das Buch für mich ein wenig Eulen nach Athen trägt. Es hat mir geholfen, mich noch mehr auf den Winter zu freuen. Insgesamt hätte ich mir noch etwas mehr kuschelige Winterstimmung gewünscht. Leibowitz wechselt immer zwischen persönlichen Erlebnissen und Studienergebnissen, was den Text dann zwangsläufig trockener werden lässt.

Wunderbar fand ich die Praxistipps für den Winter an den Kapitelenden und das Konzept, vom Besonderen auf das Allgemeine zu schließen, beispielsweise wie negative Erwartungen zu negativen Erfahrungen führen. "Denn sie verstärken unseren Kummer nicht nur im dem Moment, in dem wir negative Erfahrungen machen, sondern auch durch die Erwartung dieser Erfahrungen... Denn unsere Erfahrungen spiegeln nicht nur die Realität wider, sie erschaffen diese auch."

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Veröffentlicht am 04.11.2025

Das Ungeheuer wird immer getötet

Das Lied der Tiefe
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"Denn schreckliche Dinge füllten die Leere. Und im dunkelsten, tiefsten Teil des Meeres wurden Ungeheuer geboren."

Die Grundidee der Story hat mich wirklich begeistert. Imogen ist eine Sitene und verfügt ...

"Denn schreckliche Dinge füllten die Leere. Und im dunkelsten, tiefsten Teil des Meeres wurden Ungeheuer geboren."

Die Grundidee der Story hat mich wirklich begeistert. Imogen ist eine Sitene und verfügt insgeheim sogar über verborgene Flügel. Sie ist das Mündel des strengen Königs Nemea, der sie mit seinem Kommandanten verlobt. Imogen entschließt sich zu fliehen und nutzt den Staatsbesuch von König Theodor, um diesen dabei um Hilfe zu bitten. Ohne dass beide es ahnen, sind sie Teil eines Kampfes alter Mächte...

Das Düstere der Geschichte hat mich immer wieder fasziniert. Cover und Farbschnitt ergänzen diese Thematik hervorragend. Auch die bildhafte Erzählweise hat meinen Geschmack getroffen. Die Anziehung zwischen Imogen und Theodor konnte ich weniger gut nachvollziehen, dafür war mir Theodor wahrscheinlich nicht liebenswert genug. Insgesamt waren manche Handlugen nicht immer leicht nachvollziehbar. Ich hoffe, dass der geplante zweite Teil Dilogie übersetzt wird, da das Buch ausgerechnet an einer sehr spannenden Stelle endet.

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