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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2026

Anspruchsvoll, aber unterhaltsam

Welch trügerisches Glück
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Cover

Zwar passt das Cover zum Setting und den anderen beiden Teilen, für mich persönlich ist es allerdings einen Ticken zu schlicht. Ich hätte gerne mehr Details am Rand gehabt und nicht nur die Phiole ...

Cover

Zwar passt das Cover zum Setting und den anderen beiden Teilen, für mich persönlich ist es allerdings einen Ticken zu schlicht. Ich hätte gerne mehr Details am Rand gehabt und nicht nur die Phiole und die Blumen in der Mitte.



Meine Meinung

Da ich derzeit weiterhin daran arbeite meinen Stapel ungelesener Bücher zu verkleinern und ich gerade erst ein anderes Buch derselben Autorin beendet habe, wollte ich dieses hier ebenfalls von seinem ungelesenen Schicksal befreien. Ich kenne zudem natürlich bereits die ersten beiden Bände dieser Reihe, wenngleich es eine Ewigkeit her ist, seit ich diese gelesen habe.

Der Einstieg gestaltete sich, wie ich es tatsächlich erwartet habe etwas schwierig. Ich habe wirklich lange gebraucht um wieder einen Fuß zwischen die ganzen Nationalisten und Kommunisten, sowie den Ausländern und den ehemaligen Gangmitgliedern zu bekommen. Informationen prasseln auf einen ein und wenn man nicht selbst einen Hauch von Wissen rund um Politik oder die anderen Bände im Gedächtnis hat, kann ich mir vorstellen, dass es nicht so leicht ist, wieder Zugang zum Buch zu finden. Doch je mehr man liest, je mehr Kapitel verstreichen und womöglich auch wie konzentriert man bei der Sache ist, eröffnen sich einem irgendwann die unterschiedlichen Pfade, die unsere Protagonisten eingeschlagen haben. Und dann habe ich dieses organisierte Chaos richtig gehend genossen. Es gibt nicht nur die Geheimnisse unserer Hauptcharaktere, es gibt genauso die gespaltene Stadt, Verrat und Intrigen, es gibt verdeckte Agenten und neben Mord, Toten und ordentlich viel Gift, auch immer wieder die Frage nach dem wahren Täter. Kurzum je länger ich gelesen habe, desto besser fand ich es.

Dadurch, dass ich mich beim Lesen durchaus etwas konzentrieren musste, konnte ich einige Wendungen dieses Mal nicht kommen sehen. Das liebe ich. Wenn ich überrascht werde und den Plottwist nicht schon über Kapitel hinwegkommen sehe. Viele der sich zu Beginn stellenden Rätsel sind nun bereits offenbart, doch wo die Geschichte letztlich hingeht, wissen wir noch nicht. Und darauf bin ich so gespannt, dass ich mein derzeit anhaltendes Buchkaufverbot gebrochen habe um mir die anderen beiden Bände der Reihe (gebraucht) zu kaufen. Ich muss jetzt erfahren, wie die Autorin weitergeschrieben hat und möchte nicht bis nächstes Jahr warten, wenn ich den halben Inhalt selbst wieder vergessen habe.

Rosalind und Orion dagegen haben es mir bis zum Schluss noch nicht so richtig angetan. Ich mag beide in Kombination schon ganz gerne, gerade die kleinen Streitigkeiten, den beißenden Sarkasmus und das sich langsam annähernde Vertrauen. Aber im direkten Vergleich zu Juliette und Roma – den beiden aus den ersten Bänden – fehlte es mir an tiefergreifenden Gefühlen, an Echtheit und dem Gefühl, dass beide wortwörtlich über Leichen gehen würden, um den jeweils anderen zu beschützen. Die Phase des Misstrauens und der Geheimniskrämerei ging mir etwas zu lang und ich hätte gerne mehr Teamarbeit von beiden gesehen.



Fazit

Wer ein stark politisch geprägtes Worldbuilding, von blutigen Geheimnissen umgebene Charaktere und humorvolle Dialoge sucht, wird mit dieser Reihe auf jeden Fall glücklich. Ich möchte allerdings behaupten, dass Chloe Gongs Bücher in ihrer Gesamtheit anspruchsvoller sind als die mancher anderer Autor*innen – nur als kleinen Hinweis nebenbei.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2025

Starker Auftakt

Daughter of No Worlds (War of Lost Hearts 1)
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Cover

Dieses Cover ist absolut atemberaubend! Ich liebe, liebe es. Gerade die Darstellung von Tisaanah passt perfekt zum Inhalt und ergibt mit den anderen Elementen ein absolut stimmiges und fesselndes ...

Cover

Dieses Cover ist absolut atemberaubend! Ich liebe, liebe es. Gerade die Darstellung von Tisaanah passt perfekt zum Inhalt und ergibt mit den anderen Elementen ein absolut stimmiges und fesselndes Gesamtbild.



Meine Meinung

Ich kenne bereits ein paar andere Bücher der Autorin, wobei ich einige von ihr echt gerne mochte. Deshalb stand für mich ziemlich schnell fest, dass ich bei dieser neuen Reise natürlich mit von der Partie bin.

Den ersten Teil des Buches erleben wir ausschließlich aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Tisaanah und erst im zweiten Teil kommen einige Kapitel aus Max Sicht hinzu. Tisaanah mag auf den ersten Blick einfach gestrickt sein, doch ihre Gedanken sind sehr komplex. Gerade ihr verzweifeltes Bemühen die Sklaven in ihrer Heimat, ihre Freunde zu befreien nimmt den Großteil ihrer Gedanken ein und wir merken als Leser nicht immer zum positiven, dass Tisaanah sehr in ihrem schwarz-weißen Denken gefangen ist. Es ändert nichts daran, dass ich sie wirklich gerne mag. Sie ist ehrgeizig, stur, hat Durchsetzungsvermögen und ist bereit sich selbst für ihr Ziel zu opfern.

Max mochte ich sogar noch lieber als Tisaanah, denn gerade seine anfängliche Zurückhaltung, sein Humor und sein gigantisches Herz machen ihn mir sympathisch. Die Beziehung der beiden entwickelt sich langsam, aber greifbar und konnte mich mit jedem verstreichenden – herrlich kurzem – Kapitel mehr fesseln.

Auch die Nebencharaktere, ob man diese nun mag oder nicht, sind herrlich facettenreich und authentisch. Gerade Max besten Freund Sammerin und dessen kleinen Lehrling habe ich dabei besonders ins Herz geschlossen. Die Dynamik ist toll und konnte mich immer wieder begeistern.

Inhaltich gibt es viele Elemente, die mich in ihren Bann ziehen und faszinieren konnten und dennoch hatte ich an einigen Stellen den Eindruck, dass es zu schnell ging bzw. dass es an einigen Erklärungen gemangelt hat. Wer das Buch schon gelesen hat, ihr erinnert euch mit Sicherheit an die erste große Schlacht? Das Geschehen vor dem Tor zum Beispiel ging mir irgendwie zu schnell und ich habe nicht zu einhundert Prozent begriffen, was genau passiert ist. In diesen etwas über sechshundert Seiten gibt es von diesen Momenten eine Handvoll, wo ich mir etwas Entschleunigung gewünscht habe, um die Geschichte besser greifen zu können. Auch emotional bin ich an echt vielen Punkten abgeholt worden und doch habe ich den Eindruck, dass der nächste Band diesen hier noch um einiges toppen könnte. Was bedeutet, dass ich von dieser Reihe schlicht noch etwas mehr erwarte, auch wenn die Autorin sich definitiv auf dem richtigen Weg befindet. Das Worldbuilding ist nichts übertrieben Neues, wurde aber gut erzählt und kann daher überzeugen.

Auch wenn es kein Highlight geworden ist, kann ich euch diese Geschichte wirklich empfehlen. Ich werde auf jeden Fall nach dem nächsten Band Ausschau halten und – wie immer – berichten.



Fazit

Ein starker Start, der bereits die richtigen Weichen für Folgebände mit sich bringt. Komplett überzeugt worden, bin ich leider noch nicht, aber trotzdem habe ich "Daughter of No Worlds" bis hierhin genossen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.12.2025

Typischer Mittelband

Promise of Peridot – Die Edelsteinsaga
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Cover
Auch wenn dieses Cover im Vergleich zu anderen des Genres eher weniger auffällt, finde ich, dass es sehr gut zur Geschichte passt. Neben den kleinen Details finde ich das Gesamtbild sehr ansprechend.

Meine ...

Cover
Auch wenn dieses Cover im Vergleich zu anderen des Genres eher weniger auffällt, finde ich, dass es sehr gut zur Geschichte passt. Neben den kleinen Details finde ich das Gesamtbild sehr ansprechend.

Meine Meinung
Nachdem es nun schon eine Weile ist, seit ich den ersten Band dieser viel zu leicht übersehenen Reihe gelesen habe, wollte ich mal schauen, wie Arwens und Kanes Reise weitergeht. Obwohl ich das Ende des vorangegangenen Bandes nicht so sehr mochte – bzw. einige entscheidende Details nicht mochte, hatte ich unerwartet viel Freude mit dem ersten Teil und hoffte natürlich darauf, dass dies anhält.
Um ehrlich zu sein habe ich wirklich lange gebraucht, um erneut Zugang zu Arwen zu finden. Regelrecht anstrengend fand ich ihr ewiges Gejammere, dass ihr Leben mit ihrem nahendem Tod ohnehin wertlos ist, wie sie Kane behandelt hat und ihre alles betreffende Ist-Mir-Egal-Einstellung. Häufig wollte ich sie packen und schütteln und es hat echt lange gedauert, bis wir endlich die optimistische und freundliche Arwen vom Beginn wieder hatten. Grundsätzlich ändert das nichts daran, dass ihr Charakteraufbau dennoch sehr gelungen ist. Ich kann sogar nachvollziehen, warum sie ihr Leben und ihre Entscheidungen in dieser Weise in Zweifel gezogen hat und selbst ihre Vorwürfe Kane gegenüber konnte ich verstehen. Dennoch ändert dies überhaupt nichts an der Tatsache, dass ich mich unendlich gefreut habe, als all die hässlichen Gedanken von Arwen endlich raus waren, als sie anfing zu hoffen und zu leben. Als ihr eigenes Leben endlich wieder an Bedeutung gewonnen hatte.
Im Gegensatz dazu gab es eigentlich keinen einzigen Moment, in dem ich Kane nicht hätte mögen können. Er ist ein toller Mann, ein toller König und trotz seiner sarkastischen und gewaltbereiten Fassade würde er seinen Verbündeten niemals ein Haar krümmen. Schon gar nicht Arwen. Besonders mag ich an ihm die Dynamik mit anderen Nebencharakteren, allen voran natürlich Arwen, aber ebenso seinem besten Freund Griffin. Ich hätte gerne mehr von seiner Fae-Seite gesehen und gerne noch die ein oder andere nachträgliche Erklärung zu seiner Drachen-Form, seinem Vater und seinem Leben im Land der Fae.
Auch so hätte ich sehr gerne die ein oder andere genauere Wiederholung der Geschehnisse gehabt. Gerade die besonders wichtige Rolle der Prophezeiung hätte für mein vergessliches Gehirn nochmals wiederholt werden dürfen. Ansonsten schreitet die Geschichte, trotz der ein oder anderen kleinen Länge und emotionalen Extrarunde, schnell voran. Und dennoch liest sich dieses Buch ein wenig, wie der allseits bekannte und irgendwo Lückenfüllende mittlere Band. Mit wenigen Ausnahmen passiert nichts weltbewegendes, erst auf den letzten Kapiteln kommen wir endlich zum Kern der Sache, der berüchtigten Sonnenklinge, und irgendwie geht das Buch dann doch recht schnell zu Ende.
Trotz eines schwierigen und emotional eher langweiligen Startes schafft es „Promise of Peridot“ mich letztlich doch noch zu begeistern. Ich werde der Reihe wohl treu bleiben und mir in naher Zukunft den vermeintlich letzten Band der Reihe beschaffen und schauen, ob Arwen und Kane Lazarus besiegen und gleichzeitig die Prophezeiung umgehen können.

Fazit
Persönlich mochte ich den ersten Band zwar lieber, aber auch dieser zweite Teil kann weitestgehend überzeugen. Dem letzten Band werde ich wohl treu bleiben und schauen, wie die Geschichte ausgeht.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 29.11.2025

Bisher mit Abstand mein Lieblingsband der Reihe

Thousand Autumns. Buch 3
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Cover

Wie perfekt will ein Cover sein? Ja. Dieser Band, aber ebenso diese komplette Reihe, sehen einfach nur umwerfend aus. Ich liebe, liebe, liebe die Darstellung der beiden Protagonisten.



Meine ...

Cover

Wie perfekt will ein Cover sein? Ja. Dieser Band, aber ebenso diese komplette Reihe, sehen einfach nur umwerfend aus. Ich liebe, liebe, liebe die Darstellung der beiden Protagonisten.



Meine Meinung

Da ich gerade den zweiten Band dieser Reihe beendet habe, wollte ich die Gelegenheit ergreifen und gleich mit diesem dritten Band fortfahren. Ehrlich gesagt hätte ich die Reihe nach dem letzten Band wohl abgebrochen, da ich einfach nicht richtig überzeugt worden bin, hatte diesen Teil allerdings schon gekauft. Und zu meiner Überraschung kann ich sagen, dass dieser Teil bisher und mit Abstand mein Favorit der Reihe ist. Zwar sind wir noch meilenweit von einem Highlight entfernt, aber jetzt kann ich mir auf jeden Fall vorstellen Shen Qiaos und Yan Wushis Reise weiterzuverfolgen.

Zum ersten Mal hatte ich den Eindruck, dass sich beide Charaktere weiterentwickeln. Gerade Shen Qiaos passives Naturell und Yan Wushis kaltschnäuzige Art weisen die ersten, greifbaren Abweichungen auf. Und gerade die Aufeinandertreffen der beiden – wenngleich es davon für meinen persönlichen Geschmack gerade zu Beginn der Reihe viel zu wenige gab – bekommen endlich den von mir heiß ersehnten Tiefgang, die gefühlvollen Spannungen, aber ebenso die kleinen Neckereien machten beim Lesen mitunter richtig Spaß.

Ich lese Bücher meistens gleich nach Erscheinen und warte nicht erst darauf, dass eine Reihe komplett erschienen ist, doch hier habe den vagen Eindruck, dass ich diese Welt mit zwei Büchern hintereinander viel besser zu fassen gekriegt habe. Ja, weiterhin sind die Namen und Orte, sowie der kulturelle Hintergrund nicht so leicht zu verstehen, doch die vielen wiederkehrenden Gesichter, die Orte, die wir bereits bereist haben und das gelernte Grundwissen machten es für mich wesentlich einfacher mich zurecht zu finden. Auch schließen sich durch erneute Aufeinandertreffen, aber ebenso durch bereits erlebte Ereignisse einige Kreise und man kann sowohl Yan Wushis Verhalten als auch einiger anderer Leute Verhalten viel besser nachvollziehen.

Den Schreibstil würde ich als eine Mischung aus poetisch und plump bezeichnen. Die Angriffe unserer Protagonisten wie auch ihre Gedankenwelten sind vielfältig und lassen sich immer wieder herrlich lesen. Doch gerade bei den äußerlichen Beschreibungen der Charaktere, wie auch bei dem Setting als solchem besteht für mich noch jede Menge Luft nach oben. Es gibt wenig bis gar keine Erklärungen, die nicht rudimentäre Dinge beinhaltet, wie die wiederholten Bezeichnungen von Shen Qiao als wunderschön.

Auf der anderen Seite liebe ich die Manga gleichen Illustrationen, die wir in diesen Büchern finden können. Die Zeichnungen sind atemberaubend schön und greifen die Poesie des Textes wundervoll auf. Ehrlich gesagt habe ich manche von ihnen vielleicht zu lange angeschaut, doch jedes einzelne lässt sich wirklich sehen und spricht für sich.

Offensichtlich muss ich nach meinem derzeitigen Buchkaufverbot schauen, dass ich diese Reihe nicht vergesse und mir die letzten beiden Bände nach Erscheinen ebenso kaufen.



Fazit

Hoppala, obwohl ich die Hoffnung für diese Reihe eigentlich schon aufgegeben hatte, konnte mich dieser dritte Band endlich abholen. Ich bleibe wohl doch noch ein Weilchen dran.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Nett für Zwischendurch

Kiss me in Winter. Eine sugar coated Romance
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Cover

Ein wirklich gut passendes und hübsches Cover, welches nicht nur die dazu passende Jahreszeit aufgreift, sondern ebenso die beiden Protagonisten.


Meine Meinung

Während ich derzeit eigentlich ...

Cover

Ein wirklich gut passendes und hübsches Cover, welches nicht nur die dazu passende Jahreszeit aufgreift, sondern ebenso die beiden Protagonisten.


Meine Meinung

Während ich derzeit eigentlich total im Herbstfieber bin, dachte ich mir, dass ich doch gleich ein Weihnachtsbuch lesen könnte. Da ich davon gar nicht allzu viele zu Hause habe, fiel meine Wahl auf „Kiss Me in Winter“. Ich kenne weder ein anderes Buch dieser Reihe noch überhaupt ein Buch dieser Autorin, aber die Geschichte klang herrlich vielversprechend und perfekt für die kalte Jahreszeit.

Wir erleben die Geschichte aus Sicht beider Protagonisten, was gut zum Buch passt, finde ich. Kira ist frisch nach Dream Harbor gezogen und hat im Grunde genommen keinen Plan vom Leben auf einer Weihnachtsbaumfarm oder vom allgemeinen alleine Leben. Mein erster Eindruck von Kira war nicht gerade positiv, ich fand sie unnötig gemein, streitlustig und eigenbrötlerisch. Umso erfreuter war ich, als sich in ihr langsam ein Wandel breitmachte, wenngleich ich ihre Gedanken bis zuletzt immer einen Hauch oberflächlich fand. Auch Kiras Vergangenheit und die Verbindung zu ihrer Schwester könnten in meinen Augen schöner ausgearbeitet sein oder vielleicht mehr Raum bekommen, um sich zu entfalten.

Bennet ist ein toller Mann, doch sein Helferkomplex wirkte auf mich fast ein wenig zwanghaft. Nichtsdestotrotz ist er wunderbar freundlich, führsorglich und eine Green Flag durch und durch. Trotz der vielen Gedanken und Gespräche zwischen beiden, bleibt auch bei ihm etwas Oberflächlichkeit zurück. Ich hätte gerne schönere Einblicke in seine Familie gesehen oder in seine Liebe zu seinen drei Hunden, vielleicht auch nähere Details zu seiner gescheiterten Beziehung, einfach für mehr Tiefgründigkeit.

Dream Harbor als Setting hat für mich wunderbar funktioniert. Die bildhaften Beschreibungen, die kleinen Details, einfach das kleine Dorf-Setting, wie man es sich vorstellt. Gerade beim Lesen der Szenen auf dem kleinen Weihnachtsmarkt bekam ich total Lust jetzt sofort selbst auf einen schlendern zu gehen.

Persönlich habe ich kein Problem mit spicy Szenen in Büchern, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus weniger auf der körperlichen Anziehung der beiden Charaktere, sondern noch ein wenig mehr auf der emotionalen Ebene stattgefunden hätte. Gerade dadurch, dass beide einander ziemlich schnell und ziemlich oft mit Blicken ausgezogen haben, hatte ich manchmal den Eindruck, dass das körperliche Verlagen etwas zu viel Raum einnimmt.


Fazit

Obwohl ich dieses Buch keineswegs schlecht fand, werde ich die anderen Bücher der Reihe wohl nicht kaufen. Für Zwischendurch war es perfekt, aber leider nicht mehr.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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