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Veröffentlicht am 15.01.2026

Mehr als Zombies

Die Einsamen und die Toten
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Eigentlich hab ich es nicht so mit Zombie-Romanen, da sie in der Regel alle nach gleichem Schema ablaufen. Dieser Roman war jedoch anders, und ich konnte ihn nicht aus der Hand legen... Neben Zombies gibt ...

Eigentlich hab ich es nicht so mit Zombie-Romanen, da sie in der Regel alle nach gleichem Schema ablaufen. Dieser Roman war jedoch anders, und ich konnte ihn nicht aus der Hand legen... Neben Zombies gibt es hier noch einige andere klassische Kreaturen, die dem Buch eine zusätzliche Dimension und ja, in meinen Augen auch Tiefe verliehen haben. Auch gefiel mir der wissenschaftliche Aspekt sehr gut, der die Handlung nicht bloß auf reine Hirnschlürferei und Gemetzel reduziert hat. Toll fand ich, dass man das Geschehen aus der wechselnden Perspektive einer Handvoll von völlig unterschiedlichen Charakteren erlebt, und so immer wieder neue Facetten präsentiert bekommt, die sich wie ein Puzzle zusammensetzen und sich am Ende zusammenfügen - auch im wahrsten Sinne des Wortes, da die Personen nach und nach aufeinander treffen. Fazit: wer Zombies mag, wird diesen Roman lesen wollen. Alle anderen auch.

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Veröffentlicht am 17.12.2025

Wenn der Schneesturm Schicksal spielt

Winterglück und Inselzauber: Ein Weihnachtsfest auf Borkum
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Eine herrlich romantische und gemütliche Geschichte, genau richtig zum Abschalten in der teils stressigen Weihnachtszeit. Die Handlung war zwar teilweise etwas sehr zufällig bzw. schicksalhaft gestrickt, ...

Eine herrlich romantische und gemütliche Geschichte, genau richtig zum Abschalten in der teils stressigen Weihnachtszeit. Die Handlung war zwar teilweise etwas sehr zufällig bzw. schicksalhaft gestrickt, aber die Personen wirkten dafür sehr real und wie aus dem Leben gegriffen, auch ihre Träume, Schicksale und Lebenswege waren nachvollziehbar und glaubwürdig. So habe ich gerne die kleine durch den Schneesturm an die Insel und das kleine Hotel gebundene bunt zusammengewürfelte Gruppe durch die Weihnachtstage begleitet und bin mit ihnen gemeinsam schon einmal in die richtige Weihnachtsstimmung gekommen. Für mich war das Buch jedenfalls genau die richtige Wahl zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit.

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Veröffentlicht am 16.12.2025

Thriller im Weltraum

Das Ganymed-Fragment
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Zugegeben, ich habe mich vom außerirdischen Fragment ködern lassen und hatte dann auch sehr auf eine Alien-Begegnung gehofft. Aber in der Beschreibung steht ja auch etwas von skrupellosen Konzernen und ...

Zugegeben, ich habe mich vom außerirdischen Fragment ködern lassen und hatte dann auch sehr auf eine Alien-Begegnung gehofft. Aber in der Beschreibung steht ja auch etwas von skrupellosen Konzernen und korrupten Machenschaften, und das trifft es dann auch sehr gut. Denn hier wird ein ausgefuchster Thriller geboten, der mit der Figur des abgehalfterten und ernüchterten Ermittlers Alan Bishop eine ordentliche Prise Noir einbringt. Die Handlung dreht sich um unerklärliche Mordfälle auf einer abgewrackten Minenstation des Konzerns Lunaris auf dem Planeten Ganymed. Bishop hat alle Hände voll zu tun, die offensichtlichen aber trotzdem nicht eindeutigen Tötungsdelikte zu untersuchen, und muss sich dabei gegen den Sicherheitschef und eigentlich die ganze misstrauische Crew behaupten. Lediglich die Stationsärztin steht ihm zur Seite, und gemeinsam kommen sie einer ungeheuerlichen außerirdischen Macht auf die Spur, die Lunaris verheimlichen und natürlich für sich in Anspruch nehmen will. Letztlich geht es nicht mehr um einzelne Schicksale, sondern um die gesamte Erde und das Universum.
Alan Bishop als desillusionierter Cop, der gerne unangenehme Fragen stellt und nicht locker lässt, hat mir außerordentlich gut gefallen. Auch die vielen Irrwege und falschen Fährten bis hin zur teilweisen Auflösung konnten mich über lange Strecken fesseln. Jedoch kam mir persönlich der Faktor Alien viel zu kurz - da hatte ich persönlich einfach völlig falsche Erwartungen an das Buch. Am Ende bleiben noch einige wichtige Fragen offen, die aber hoffentlich in der Fortsetzung geklärt werden. Fazit: für mich zwar kein klassischer Sci-Fi-Roman, aber dennoch ein packender Thriller im Weltraum-Gewand.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Grabräuberei für Fortgeschrittene

Wer die Toten stört
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Eigentlich ist James nur nach Edinburgh gereist, um dort das beste und modernste medizinische Studium zu absolvieren und dem Einfluss seiner Familie zu entgehen, die ganz andere Pläne für ihn hat. Doch ...

Eigentlich ist James nur nach Edinburgh gereist, um dort das beste und modernste medizinische Studium zu absolvieren und dem Einfluss seiner Familie zu entgehen, die ganz andere Pläne für ihn hat. Doch widrige Umstände führen dazu, dass James bei einer Bande von Grabräubern einsteigen muss - erst nur als Ausguck und Wächter, später dann auch mit Spaten und Leichensack. Doch wie sonst soll James das für das Studium benötigte Geld aufbringen? Zumal die Leichen, die auch er selbst in einer privaten Lehranstalt obduziert, irgendwo herkommen müssen. Da dies aber der alten traditionellen Medizin widerspricht, muss sich die moderne Wissenschaft eben dieser nicht ganz legalen Mittel bedienen, um dem Fortschritt zu dienen.
Es ist faszinierend zu lesen wie die damaligen "Gepflogenheiten' waren, welchen Ehrenkodex es selbst unter den Grabräubern gab und wie ausgefeilt die Techniken in diesem Gewerbe zuweilen waren.
James macht im Laufe der Geschichte eine erstaunliche Entwicklung durch: vom verweichlichten unsicheren Schnösel zum selbstbewussten und entschlossenen jungen Mann, der sich letztlich sogar seiner Familie widersetzt, um seinen eigenen Weg zu gehen. Sein Mitstreiter Nye - Assistent in der Lehranstalt, Partner bei den nächtlichen Raubzügen und schließlich auch noch mehr - hat dabei nicht unwesentlichen Einfluss auf diese bemerkenswerte Wandlung. Überhaupt entpuppt sich der anfangs grobe Nye als sehr feinfühliger und vielschichtiger Charakter, der James als Schlüsselfigur des Romans immer mehr den Rang abläuft.
Mit dem Erscheinen des berühmten Duos Burke und Hare wandelt sich die Geschichte dann sogar in einen spannenden historischen Krimi, der James und Nye in große Gefahr bringt.
Insgesamt hat mir die düstere und historisch dichte Atmosphäre des Buches sehr gut gefallen, auch wenn die Romanze die Spannung für meinen Geschmack etwas verwässert hat. Einige fast schon Slapstick-artige Szenen, die vor allem auf James unbeholfener Art fußen, haben die Stimmung ebenfalls immer wieder aufgelockert.
Fazit: ein sehr interessanter historischer Roman, der mich vor allem mit den Details rund um das Thema Grabräuberei und medizinische Forschung der damaligen Zeit gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Herrlich weihnachtlich

Liebeskummer & Lametta
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Genau das richtige Buch, um die Weihnachtszeit einzuläuten! Für mich hat hier alles gepasst, vor allem dass die Handlung so greifbar und bodenständig war und nicht in irgendwelchen abgehobenen Locations ...

Genau das richtige Buch, um die Weihnachtszeit einzuläuten! Für mich hat hier alles gepasst, vor allem dass die Handlung so greifbar und bodenständig war und nicht in irgendwelchen abgehobenen Locations und mit stylischen Leuten in Top-Berufen spielte wie so viele andere Weihnachtsromanzen, die eine (durchaus schöne, aber eben doch nur) Traumwelt schaffen. Die Personen, die Probleme wirkten sehr nahbar und real, und so konnte ich mich voll auf die Geschichte einlassen, die gefühlt in der Nachbarschaft neben gespielt hat. Gut gefallen hat mir auch, dass die Romanze(n) nicht in den Vordergrund gestellt wurden, sondern sich ganz nebenbei entwickelten. Fazit: kitschiger Titel für einen wunderbar weihnachtlichen und herzlichen Wohlfühlroman.

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