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Veröffentlicht am 29.11.2025

Alte Wunden werden aufgerissen

Verstummte Narben: Thriller
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Als die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz von Kriminalkommissar Florian Kessler, der auch ihr Lebensgefährte ist, zu dem Fundort einer toten Frau auf einem Friedhof gerufen wird, ahnt sie, dass dieser Mord ...

Als die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz von Kriminalkommissar Florian Kessler, der auch ihr Lebensgefährte ist, zu dem Fundort einer toten Frau auf einem Friedhof gerufen wird, ahnt sie, dass dieser Mord etwas mit ihr zu tun hat. Ein Detail bei der Obduktion verstärkt ihre Vermutung und für sie beginnt eine albtraumhafte Zeit.

Bei den Thrillern von Catherine Shepherd ist immer Spannung und Rätselraten garantiert. So ist es auch bei diesem 10. Fall mit der sympathischen Rechtsmedizinerin. Schon der Prolog hat mich gepackt und mir Gänsehaut verursacht. Neben der Angst der Opfer konnte ich Julias Zerrissenheit nachempfinden. Einerseits wollte sie die nächste Frau retten und andererseits wollte sie sich ungern auf die Psychospiele des Mörders ihres Bruders einlassen, eine echte Zwickmühle. Immer wieder erschreckend finde ich öffentliche Sympathiebekundungen für Mörder. Verstehe einer z. B. die Frauen, die bereit sind einen Kindermörder zu heiraten. Mir ist das zu hoch.

Auch dieses Mal ließ mich Catherine lange zappeln bis die Katze aus dem Sack bzw. der Täter enttarnt war. Auch wenn ich inzwischen weiß, dass ihre Täter meist Nebenfiguren sind, hatte ich ihn nur kurz im Visier gehabt.

Als Fazit kann ich nur wieder schreiben, dass Catherine ihr Handwerk beherrscht und weiß wie sie ihre Leserschaft fesseln kann. Lesern dieses Genres kann ich diese Reihe nur ans Herz legen.

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2025

Neues Lieblingsbackbuch für Weihnachtsgebäck gefunden

1,2,3 – fertig ist die Weihnachtsbäckerei
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Mich hat schon das Cover sofort angesprochen und Lust auf die Weihnachtsbäckerei gemacht. Ich war gespannt, ob das Buch halten konnte was mir das Cover versprach – und es konnte.

Für Backeinsteiger ist ...

Mich hat schon das Cover sofort angesprochen und Lust auf die Weihnachtsbäckerei gemacht. Ich war gespannt, ob das Buch halten konnte was mir das Cover versprach – und es konnte.

Für Backeinsteiger ist das kleine Back-ABC zu Beginn ganz hilfreich. Die nachfolgenden 45 Rezepte sind wie folgt eingeteilt: Taler, Schnecken und Stangen; Bällchen, Busserl und Cookies sowie Schnitten, Rauten und Ecken. Zu jedem Kapitel gibt es eine kurze Einleitung. Die Zutatenlisten sind übersichtlich und beinhalten durchweg gängige Zutaten, die Anleitungen sind gut verständlich. Zu jedem Rezept gibt es Foto, bei dem mir schon das Wasser im Mund zusammenlief. Kühlzeit, Ofentemperatur, Backzeit und Zubereitungszeit werden mit Icons angezeigt. Witzigerweise Letzteres mit Raketen und je mehr Raketen desto schneller geht die Fertigstellung. Super gut gefällt mir, dass ich am Ende unterschiedliche Register nach Kapiteln, nach Alphabet, nach Allergien/Diäten und nach Zutaten finde.

Bisher habe ich die Husarenbusserl, die Biscotti al Limone, das Cranberry Shortbread und den Heidesand ausprobiert und alle Plätzchen haben gut bis sehr gut geschmeckt. In den nächsten Tagen werden weitere Rezepte hinzukommen. Mir gefällt die Mischung aus bekannten Rezepten wie z. B. Heidesand und mir bisher unbekannten Sorten wie Biscotti al Limone oder Snowcaps. Obwohl ich eine nicht gerade geringe Anzahl an Backbüchern mein eigen nennen kann, hat mich diese Backbuch überzeugt und ist auf Platz 1 der Weihnachtbackbücher gestürmt.

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Veröffentlicht am 24.11.2025

Feiner Gruselspaß

Gespensterjäger auf eisiger Spur (Band 1) - Mit 8 neu illustrierten Farbseiten
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Ich habe den etwas tollpatschigen Tom sofort in mein Herz geschlossen. Nicht nur, dass er so einen Tag erlebt, an dem man am besten im Bett geblieben wäre, nein, er muss sich noch mit seiner nervigen Schwester ...

Ich habe den etwas tollpatschigen Tom sofort in mein Herz geschlossen. Nicht nur, dass er so einen Tag erlebt, an dem man am besten im Bett geblieben wäre, nein, er muss sich noch mit seiner nervigen Schwester rumschlagen und trifft im Keller auf ein grünes Gespenst. Zum Glück glaubt ihm wenigstens seine Oma und sie hat auch sofort eine Lösung parat. Morgens hat Tom noch nicht ahnen können wie sich sein Leben in naher Zukunft verändern würde.

Tom, aber auch Hugo muss man einfach mögen. Es ist so schön zu lesen, wie sich langsam eine Freundschaft zwischen ihnen entwickelt. Für Tom bedeutet diese Bekanntschaft auch, sich seinen Ängsten zu stellen und so geht er viel selbstbewusster aus diesem Abenteuer hervor.

Diese Reihe von Cornelia Funke wurde bereits 1996 erstmalig aufgelegt. Keine Ahnung warum ich sie verpasst habe. Zum Glück hat der Verlag sie nun neu aufgelegt und zusätzlich zu den herrlichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen der Autorin wurden wunderschöne farbige Illustrationen von Franziska Blinde hinzugefügt.

Eine wunderbare Geschichte mit viel Situationskomik und ein wenig Gruselei. Aufgrund der etwas gewöhnungsbedürftigen Sprechweise des kleinen Gespensts ist das Buch m. E. für Kinder ab acht Jahre zum Selberlesen geeignet. Aber auch mir hat das Buch richtig Spaß gemacht und die Folgebände werden auf jeden Fall bei mir einziehen.

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Veröffentlicht am 20.11.2025

Mitzi auf sich allein gestellt

Die MörderMitzi und der eiskalte Tod
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Zur Entspannung gönnt sich die Mitzi ein einwöchiges Retreat in einer Hütte im Dachsteingebirge. Aber wie es nicht anders sein kann, findet sie eine Leiche. Ein Schneesturm verhindert jeglichen Kontakt ...

Zur Entspannung gönnt sich die Mitzi ein einwöchiges Retreat in einer Hütte im Dachsteingebirge. Aber wie es nicht anders sein kann, findet sie eine Leiche. Ein Schneesturm verhindert jeglichen Kontakt zur Außenwelt, daher versucht Mitzi dieses Mal ohne ihre Freundin Agnes allein, dem Mörder auf die Spur zu kommen.

Ich mag die etwas naive Mitzi, die sich mit ihrer Leichtsinnigkeit immer wieder selbst in Gefahr bringt. Manchmal hilft ihr diese Naivität auch, um an Informationen zu kommen, aber nicht jeder lässt sich davon täuschen. Mitzi war wieder in ihrem Element und hat Kopf und Kragen riskiert. Zwischendurch dachte ich, dass das nicht immer gut ausgehen kann.

Isabella Archan hat sich für den siebten Krimi dieser Reihe eine wunderschöne Landschaft ausgesucht. Tief verschneite Wälder und Berge mit glitzerndem Schnee, aber dafür haben die Mitglieder der Retreat-Gruppe bald keinen Blick mehr. Auf dem begrenzten Raum mit den wenigen Teilnehmern herrscht statt Entspannung bald nur noch Misstrauen. Die Atmosphäre ist angespannt. Verdächtigungen werden ausgesprochen, aber noch herrscht Ungewissheit.

Voller Spannung und mit etwas Humor geschrieben, hat mich auch dieser Krimi mit Mitzi schnell in seinen Bann gezogen. Die Autorin hat die Atmosphäre auf der Hütte sehr gut beschrieben. War ich zuerst noch neidisch auf diese Winterwunderwelt, so war ich anschließend froh, dort oben nicht dabei sein zu müssen.

Ein gelungener Krimi, bei dem ich lange miträtseln konnte, bei dem sowohl der Aufbau wie Handlung und Lösung passen. Ich möchte gerne mehr von der Mördermitzi lesen.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Gefühlvolle Geschichte

Der Pakt mit meinem Schutzengel
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Vera wacht nach einem schweren Unfall im Krankenhaus auf und begegnet in einer Art Zwischenwelt ihrem Schutzengel Ted. Dieser ähnelt in keiner Weise unseren Vorstellungen von einem Schutzengel. Er raucht ...

Vera wacht nach einem schweren Unfall im Krankenhaus auf und begegnet in einer Art Zwischenwelt ihrem Schutzengel Ted. Dieser ähnelt in keiner Weise unseren Vorstellungen von einem Schutzengel. Er raucht und flucht und Flügel hat er auch keine. Mit ihm beginnt Veras Albtraum.

Als ich mit dem Buch begann, dachte ich nur oha, denn mit Engeln kann ich eigentlich so gar nichts anfangen. Aber die Geschichte hat mich dann doch überraschen und auch packen können. Ich fand sie nicht nur unterhaltsam und teilweise auch witzig, sondern sie verfügt auch über Tiefgang. Es gab viele Stellen, an denen ich innehielt, um mein eigenes Verhalten in ähnlichen Situationen zu reflektieren. Nicht dass ich mich für eine karrieregeile und egoistische Frau wie Vera halte, die von Sandra Halbe übrigens sehr gut skizziert wurde, aber ein bisschen Reflexion schadet ja auch nicht.

Sehr gefühlvoll schreibt die Autorin von Schuld, Verlust, Verzeihen, Hoffnung, Liebe und Freundschaft. Eine gewisse Leichtigkeit bekommt die emotionale Geschichte durch die Interaktionen zwischen Vera und ihrem ungewöhnlichen Schutzengel Ted. Einige seiner Tricks würde ich auch gerne beherrschen, z. B. dass schmutzige Wäsche verschwindet und sauber wieder herbeigewünscht werden kann oder sich an jeden Ort der Welt quasi beamen zu können.

Auch wenn ich das vorher nicht gedacht hätte, so gefiel mir das Buch doch sehr gut und bekommt von mir fünf himmlische Sterne.

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