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Veröffentlicht am 06.12.2025

Die unbekannte Seite der Medea

Medea
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Als Hekate, die griechische Göttin der Magie, einst Langeweile besaß, verlieh sie Medea von Kolchis ein göttliches Talent - die Hexerei. Eine Gabe und ein Fluch zugleich, und der Beginn einer grausamen ...

Als Hekate, die griechische Göttin der Magie, einst Langeweile besaß, verlieh sie Medea von Kolchis ein göttliches Talent - die Hexerei. Eine Gabe und ein Fluch zugleich, und der Beginn einer grausamen Leidensgeschichte, denn von Kinderbeinen an wird sie nicht nur von ihrer eigenen Mutter gemieden, von ihrem Vater und auch Bruder gequält, sondern auch von ihrer geliebten Schwester getrennt.

Im Gegensatz zu anderen Erzählungen setzt Autorin Rosie Hewlett mit ihrer Medea Version bereits hier an, bei der noch kleinen Medea. Sie erzählt also nicht nur von ihren bekannten Gräueltaten, sondern ihre ganze Geschichte und macht diese damit nachvollziehbarer. Bis auf das letzte Kapitel, in dem Medeas Schwester Chalkiopes zu Wort kommt, geschieht dies aus der Ich-Perspektive von Medea. Die Autorin wirft somit ein ganz neues Licht auf die Hexe von Kolchis, schreibt emotional packend und wahnsinnig spannend.

Als großer Fan der griechischen Mythologie hat es mir sehr gefallen, dass sich die Autorin dicht an die „Überlieferungen“ gehalten, die Geschichte nicht in der Neuzeit erzählt hat und auch weitere mythologische Personen und Zusammenhänge mit eingebracht hat. So erlebt man nebenher nicht nur hautnah die Abenteuer von Jason und den Argonauten, bei denen auch die berüchtigten Sirenen sehr bildhaft ihren Platz gefunden haben, sondern erfährt auch in Ansätzen vom Schicksal der Zauberin Circe. Was sicherlich auch für Mythologie-Unkundige sehr faszinierend dargestellt sein dürfte, für mich war es das in jedem Fall.

Fazit: Rosie Hewlett liefert mit ihrem Roman eine ebenso spannende, wie bildgewaltige, aber eben auch emotionale Neuerzählung von Medea, die mich sehr gefesselt hat. Für mich auf jeden Fall ein Highlight mit klarer Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.11.2025

Wer ist Mom?

Love, Mom
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War es tatsächlich nur ein tragischer Unfall bei dem die gefeierte Thriller-Bestsellerautorin Elizabeth Casper, alias E.V. Renge, ums Leben kam? Und was hat es mit den mysteriösen Briefen auf sich, die ...

War es tatsächlich nur ein tragischer Unfall bei dem die gefeierte Thriller-Bestsellerautorin Elizabeth Casper, alias E.V. Renge, ums Leben kam? Und was hat es mit den mysteriösen Briefen auf sich, die ihre Tochter Mackenzie Casper, nach ihrem Tod, plötzlich, mit ziemlich verstörenden Seiten aus dem Tagebuch ihrer Mutter, erhält? Diese und weitere düstere (Familien)Geheimnisse gilt es in Iliana Xanders Thriller „ Love, Mom - Kennst Du ihr Geheimnis?“ zu lüften.

Ich hatte bereits viel Positives über diesen Thriller, mit seinen gelungenen Plottwists, gehört und ihn mir daraufhin kurzerhand als Hörbuch zugelegt. Welches im Übrigen total fesselnd eingesprochen und absolut wärmstens zu empfehlen ist! Kaum hatte ich die Kopfhörer auf, war ich auch schon mittendrin im Geschehen und auf E.V. Renges Trauerfeier. Von da an hatte mich die spannende Story dann auch gleich so arg am Wickel, dass ich bei wirklich jeder Gelegenheit weiterhören MUSSTE. Besonders positiv empfand ich dabei den lockeren, und unkomplizierten Schreibstil, der einem das Zuhören sehr leicht gemacht hat und sicher auch beim Lesen positiv auffallen wird. Wie angepriesen, kommt es in der Story wirklich zu so manchem gewieften Plottwist, den ich so nicht kommen gesehen habe und „Love, Mom“ für mich zu einem richtig spannenden Leseerlebnis gemacht hat.

Fazit: Ein echter Pageturner! Hier ist alles mit dabei - familiäre Geheimnisse, ebenso wie düstere Abgründe, eine spannende Story mit raffinierten Rätseln und unvorhergesehenen Wendungen. Kurzum: Ich bin absolut begeistert!

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Schweres Thema, rührend und liebevoll verpackt!

Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge
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Sicherlich werden viele Tierschutzaktivist Malte Zierden, seine Freundin Phia und natürlich seinen besten Taubenfreund Oßkar, sowie das berühmte Taubenwohnzimmer bereits von Social Media oder mittlerweile ...

Sicherlich werden viele Tierschutzaktivist Malte Zierden, seine Freundin Phia und natürlich seinen besten Taubenfreund Oßkar, sowie das berühmte Taubenwohnzimmer bereits von Social Media oder mittlerweile auch aus anderen Medien kennen. Gemeinsam mit Amia von Arenberg wurde ihre ungewöhnliche Freundschaft dann erstmals mit „Malte & Oßkar und das Glück, Pech zu haben“ als Bilderbuch zu Papier gebracht. „Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge„ ist nun der zweite Band, der sich diesmal auf berührende und trostspendende Weise den schweren Themen des Verlustes und der Verlustangst annimmt, Zuversicht spendet, sowie Erinnerungen und Freundschaft Kraft verleiht.

Auf das Buch aufmerksam geworden bin natürlich auch ich dadurch, dass ich Malte Zierden auf Social Media folge und sowohl seine Tierschutzarbeit, als auch seine, zu Herzen gehende, emphatische, humorvolle und tollpatschige Art sehr schätze. Doch war dies nicht der einzige Grund mich für das Buch zu entscheiden, denn auch bei mir als Erwachsene sind Verlust und Verlustängste derzeit leider große, aktuelle Themen, die nach liebevollem Trost verlangen, ohne in eine Standard-Schublade zu passen und mit den üblichen Floskeln aufzuwarten. Was also passt da besser als ein Kinderbuch, das mit wunderschönen Illustrationen, einer tierliebenden, herzerwärmenden, nachvollziehbaren Geschichte und behutsamen, berührenden Worten daher kommt!?

Fazit: Tatsächlich passen weder Geschichte, noch Bilder in eine Schublade. Ganz im Gegenteil drücken viele liebevolle Details die Individualität aus, die mit den behandelten Themen unweigerlich einhergehen. Allein das macht dieses Buch für mich schon ganz besonders wertvoll.

Ein wundervolles, trostspendendes Buch, sowohl für kleine, als auch für große Menschen!

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Wie eine spannende Abenteuerreise

Organisch
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War in Giulia Enders erstem Buch noch der Darm der Charmeur, so ist es in „Organisch“ der Körper in all seiner Komplexität und seinen Organen, die uns jede Menge von sich und über uns zu berichten haben, ...

War in Giulia Enders erstem Buch noch der Darm der Charmeur, so ist es in „Organisch“ der Körper in all seiner Komplexität und seinen Organen, die uns jede Menge von sich und über uns zu berichten haben, während Giulia Enders hervorragend dolmetscht.

Die Herangehensweise der Autorin ein so mannigfaltiges und verflochtenes Thema, wie den Körper mit seinen Organen und Funktionen, auf solch eine interessante und einfache Art zu erklären ist wirklich einzigartig. Zusammenhänge werden nicht wie üblich im Fachjargon, sondern klar verständlich, bildhaft und mit simplen Beispielen beschrieben. Das, was sich viele „einfach erklärt“ Autoren immer wieder vornehmen, während sie unbeabsichtigt dann doch wieder in ihr Fach-Kauderwelsch abrutschen, hat Giulia Enders, obendrein noch auf unterhaltsame Weise, problemlos geschafft. Doch sie erzählt und informiert dabei nicht nur, sondern macht neugierig und überträgt zudem ihre eigene Ehrfurcht und Begeisterung auf den Leser, was ihr besonders gut durch die Beigabe persönlicher Geschichten gelingt. Hier hat mich die Geschichte mit ihrer Schwester als Illustratorin im Übrigen sehr beeindruckt und sie mir noch sehr viel sympathischer gemacht.

Geärgert habe ich mich lediglich darüber, dass ich anstelle zur Printausgabe, zum Hörbuch gegriffen habe. Nicht falsch verstehen, das Hörbuch - gesprochen von der Autorin - ist toll und hört sich, wie eine spannende Abenteuerreise, die einem auf unterhaltsame Weise die Geheimnisse des Leben näher bringt. Trotzdem würde ich jetzt im Nachhinein doch gern noch einmal das ein oder andere nachlesen und zurückblättern, weshalb ich mir das Buch vermutlich auch noch zulegen werde.

Fazit: Ein Buch das wirklich JEDER, der Körper und Organen besitzt, gelesen haben sollte!

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Bedrückend raffiniert und gefühlvoll spannend!

Himmelerdenblau
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Ihren neuesten Thriller „Himmelerdenblau“ widmet Romy Hausmann ganz der tödlichen Macht und Tragik des Vergessens. Und Theo. Theo, einst angesehener Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, ...

Ihren neuesten Thriller „Himmelerdenblau“ widmet Romy Hausmann ganz der tödlichen Macht und Tragik des Vergessens. Und Theo. Theo, einst angesehener Direktor der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, der an fortschreitender Demenz leidet. Theo, dessen 16 jährige Tochter Julie vor zwanzig Jahren spurlos verschwand. Theo, der vor dem endgültigen Vergessen nichts mehr ersehnt, als der Ungewissheit über das Schicksal seiner Tochter ein Ende zu setzen. Als sich der Tag von Julies Verschwinden schließlich zum zwanzigsten Mal jährt, erhält er eine Interviewanfrage von Liv, der Moderatorin eines True-Crime-Podcast und ergreift seine, vielleicht letzte Chance, die Wahrheit über Julies Verschwinden aufzudecken.

Erzählt wird psychologisch raffiniert und überaus spannend, zudem aus unterschiedlichen Perspektiven, wobei die einzelnen Charaktere allesamt hervorragend und tiefgründig ausgearbeitet sind, wie ich finde. Besonders beeindruckt hat mich allerdings, wie die Autorin die beklemmende Situation und Tragik der Demenz in diesem Zusammenhang zum Ausdruck gebracht hat. Manchen mögen die Wiederholungen langatmig erscheinen, doch genau die braucht es, um sich die gesamte Dramatik ins Bewusstsein zu rufen und sie zu verstehen. Mein Opa ist an Demenz erkrankt, daher hat mich die Thematik gleichermaßen berührt, wie betroffen gemacht und vom ersten Moment an gefesselt. Aus eigener Erfahrung konnte ich sowohl die traurigen, als auch die urkomischen Situationen sehr gut nachempfinden und finde sie sehr authentisch und gelungen dargestellt.

Fazit: Ich glaube für diesen - nicht klassischen - Thriller ist ein wenig Kopfarbeit und Einfühlungsvermögen gefragt, anstelle dem Lechzen nach blutigen oder grausamen Details. Ich persönlich fand ihn großartig, durchweg spannend und konnte ihn daher auch von der ersten Seite an nicht mehr aus der Hand legen!

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