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LauraT

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2026

Ein leiser, plätschernder Roman über das Aussteigen in die Landidylle

Statt aus dem Fenster zu schauen
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Ich habe das Buch geliebt und bin so sehr abgetaucht in die Stimmung und Geschichte und gleichzeitig hat mich das Buch an vielen Stellen nicht überzeugt.
Aber von vorne: Sophie steckt mitten ...

Ich habe das Buch geliebt und bin so sehr abgetaucht in die Stimmung und Geschichte und gleichzeitig hat mich das Buch an vielen Stellen nicht überzeugt.
Aber von vorne: Sophie steckt mitten in einem Praktikum, alle Türen scheinen offen zu stehen, doch es nagt eine große Unzufriedenheit und Langeweile an ihr. So hatte sie sich das alles nicht vorgestellt und dann ist da diese Anzeige auf Kleinanzeigen, die sie von heute auf morgen zur Besitzerin eines Hauses auf dem Land macht. Für 3000€ erwartbar, ist das Haus eher eine Ruine, als ein bewohnbares Haus und sowieso hat Sophie eigentlich keinerlei Voraussetzungen, die das ganze Projekt zu etwas Vernünftigem machen würden - doch genau das ist vielleicht der ganze Punkt. Sie packt ihren Rucksack und findet sich in der Ruine wieder.
Wir begleiten sie dann in Prozessen des Verzweifelns, Anpackens, des Genießens und Aufgeben-Wollens und nach und nach wird das Haus zu einem besonderen Ort.
Mein großer Kritikpunkt: Die Geschichte ist an so vielen Stellen einfach sehr unglaubwürdig und unrealistisch und wirkt dann etwas klischeebeladen. An anderen Stellen wird das wieder wett gemacht und wie schon anfangs geschrieben, habe ich es trotzdem sehr genossen, dieses Buch zu lesen. Es ist sehr humorvoll geschrieben und ich habe an vielen Stellen schmunzeln müssen und habe mich mehr als einmal ertappt gefühlt in solchen Traumvorstellungen von der Landidylle. Es werden zwar auch negative und schwierige Aspekte benannt, aber für mich löst sich das alles viel zu gradlinig auf - daher auf jeden Fall ein kleiner Abzug, aber ich würde es jederzeit wieder lesen.

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Veröffentlicht am 24.06.2026

Eine vielfältige Geschichte, komplexe Charaktere und spannender Schreibstil

Trag das Feuer weiter
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Ich habe von diesem Buch definitiv etwas anderes erwartet, denn die Erkrankung von Mia hat letztlich gar keine so große Rolle in diesem Buch, wie ich erwartet hätte.
Bisher kannte ich kein Buch ...

Ich habe von diesem Buch definitiv etwas anderes erwartet, denn die Erkrankung von Mia hat letztlich gar keine so große Rolle in diesem Buch, wie ich erwartet hätte.
Bisher kannte ich kein Buch von der Autorin und war sehr gespannt. Ich kam zunächst sehr gut ins Lesen, habe dann aber zunehmend Schwierigkeiten bekommen, in der Komplexität der wechselnden Perspektiven und Charaktere noch mitzukommen. Vielleicht wäre es einfacher, wenn ich die ersten zwei Bücher der Trilogie auch gelesen hätte.
Die vielfältigen und teils heftigen Familienverstrickungen und -geschichten werden sehr vielschichtig erzählt und werden dadurch sehr greifbar. Das empfinde ich eindeutig als große Stärke des Buchs: Die Charaktere sind vielschichtig, es gibt keine "klaren" Erklärungen und Narrative und das hat mich gut in die Familiengeschichte hineingezogen. Insgesamt hat mich das Buch auf jeden Fall beeindruckt. Vor allen Dingen, zu sehen, wie unterschiedlich die zwei Schwestern rebellieren und kompensieren. Das "Puzzle" setzt sich mehr und mehr zusammen, doch am Ende stand ich mit vielen Fragen da, als ich das Buch zugeschlagen habe. Alles in allem aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.02.2026

Hat mich nicht überzeugt

Hazel sagt Nein
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Ich fand die Story und die Leseprobe großartig und war voller Vorfreude auf diesen Roman. Leider wurden diese dann letzten Endes nicht erfüllt.
Eine Familie muss nach dem Umzug in eine Kleinstadt mit ...

Ich fand die Story und die Leseprobe großartig und war voller Vorfreude auf diesen Roman. Leider wurden diese dann letzten Endes nicht erfüllt.
Eine Familie muss nach dem Umzug in eine Kleinstadt mit verschiedensten Herausforderungen kämpfen und diese werden aus den Perspektiven der verschiedenen Familienmitglieder erzählt. Dreh- und Angelpunkt ist das Erleben von Hazel, deren Direktor ihr am ersten Schultag mitteilt, dass er sich jedes Schuljahr eine Schülerin aussucht, mit der er Sex hat und sie das dieses Jahr sei. Wie der Titel schon erahnen lässt, sagt Hazel Nein, was verschiedenstes lostritt.
Für mich war einiges nicht wirklich authentisch und z.B. viele der Dialoge habe ich als recht flach erlebt. Insgesamt waren es vielleicht einfach zu viele Themen auf einmal für dieses Buch, sodass irgendwie alles etwas farblos und eindimensional geblieben ist - auch wenn die Grundbotschaft des Nein-Sagens und der Kraft der eigenen Entscheidungen und Selbstbestimmung eine so zentrale ist.

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Veröffentlicht am 14.12.2025

Übersichtlicher Einstieg ins Thema KI

Durchblick Künstliche Intelligenz
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An dem Thema KI kommt man kaum noch vorbei und auch ich habe schon Tools wie ChatGPT ausprobiert, doch was Künstliche Intelligenz eigentlich genau bedeutet? Keine Ahnung. Genau das war meine Motivation, ...

An dem Thema KI kommt man kaum noch vorbei und auch ich habe schon Tools wie ChatGPT ausprobiert, doch was Künstliche Intelligenz eigentlich genau bedeutet? Keine Ahnung. Genau das war meine Motivation, dieses Buch zu lesen und da ich bei solchen Themen eher etwas schwerfällig bin, haben mich die Ankündigung von einfachen Erklärungen und auch die schon beim Durchblättern ins Auge stechenden Übersichtsgrafiken sehr angesprochen.
Das Buch konnte auch im Großen und Ganzen das erfüllen, was ich mir erwartet hatte: Einen ersten und strukturierten Überblick über das Thema für Laien. Die Struktur fand ich nachvollziehbar und sinnvoll - von grundlegenden Begriffen wie Intelligenz und neuronalen Netzwerken, geht die Beschäftigung weiter zu spezialisierter, maschinell lernender und generativer KI. Spannend fand ich auch den Exkurs in konkrete Anwendungsgebiete wie Robotik und Autonomes Fahren und letztlich auch das letzte Kapitel zu "Schreckliche KI" wichtig für ein Einstiegsbuch zum Thema. Denn die Horrorszenarien von KI, die die Welt zerstört, habe auch ich immer mal wieder aufgeschnappt und stand da immer etwas ratlos und unwissend davor.
Ich weiß nach der Lektüre auf jeden Fall mehr über das Thema Künstliche Intelligenz. Geholfen hat dabei auf jeden Fall auch die ansprechende grafische Umsetzung, wobei mir die häufigen Farbwechsel an manchen Stellen zu viel wurden und ich eine etwas reduziertere Form besser gefunden hätte. Aber das ist wohl Geschmackssache.
Für Personen, die in das Thema einsteigen wollen, auf jeden Fall eine Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 19.09.2025

Spannend, aber leider etwas flache Umsetzung

Heimat
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Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema "Tradwife" - in einer Kombination aus Faszination und völligem Unglauben, dass das wirklich ernsthafte ...

Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, denn schon seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Thema "Tradwife" - in einer Kombination aus Faszination und völligem Unglauben, dass das wirklich ernsthafte Realität für Menschen ist. Das Phänomen wird auf Instagram immer präsenter - mit allen Widersprüchen.
Daraus einen Roman zu machen, erschien mir ein höchst spannendes Unterfangen. An sich bin ich auch schnell in die Geschichte von Jana und ihrer Familie eingestiegen und habe den Prozess der Radikalisierung verfolgt und auch die Enge Verknüpfung mit Rechtsextremismus. Wie sich aus dem Wunsch nach Zugehörigkeit und Klarheit ein Strudel entwickelt.
Leider kommt dann für mich allerdings ein großes Aber: Ich hätte mich besonders auf die psychologischen Widersprüche gefreut und war gespannt, wie diese ausgearbeitet werden. In diesem Roman ging mir dann doch alles zu gradlinig und schnell und damit blieb die gesamte Geschichte und die Protagonisten doch eher eindimensional. Für mich hätte das Buch sehr gewonnen, wenn ich als Leserin sehr viel deutlicher in die Widersprüche gezogen werde und mich mit diesen beschäftigen muss.
Daher leider etwas Abzüge, aber insgesamt schon ein Buch, was ich weiterempfehlen kann.

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