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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2026

Sehr atmosphärisch

The Second Death of Locke
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V. L. Bovalino hat in A Second Death of Locke eine Welt geschaffen, in der zwei Menschen zusammen eine magische Kraft entwickeln, die stärker ist als jedes Königreich.
Verfeindete Königreiche, Krieger, ...

V. L. Bovalino hat in A Second Death of Locke eine Welt geschaffen, in der zwei Menschen zusammen eine magische Kraft entwickeln, die stärker ist als jedes Königreich.
Verfeindete Königreiche, Krieger, Magier und eine zerstörte und untergegangene Insel, versprechen ein faszinierendes Worldbuilding und eine düstere Atmosphäre, doch mir hat gut gefallen, dass sich die Geschichte vor allem auf das, was zwischen den Figuren geschieht, konzentriert.
Im Zentrum stehen Grey, Kriegerin, Quelle und Kindheitsfreundin von Kier dem Soldaten und Magier. Beide Figuren waren mir sofort sympathisch. Grey zeigt viel Stärke, Mut, aber auch immer wieder ihre innere Unsicherheit. Kier war am Anfang noch nicht so recht greifbar, entwickelte sich aber dann immer mehr zu einer absoluten Green Flag. Der Slow Burn, voller unausgesprochener Gefühle, Loyalität und einer tiefen Verbundenheit, wurde hier perfekt in die Geschichte mit eingebunden.
Die Handlung selbst ist durchzogen von Blut, Verrat und Intrigen. Die Intrigen und Gefahren mit denen die beiden zu tun bekommen sind atmosphärisch und spannend, allerdings fehlte mir stellenweise die Tiefe und fehlte mir ein letzter Funke, der das Buch zu einem echten Highlight gemacht hätte.
Trotzdem ein spannender und emotionaler Romantasy, der mich vor allem durch seine Charaktere gefesselt hat. Wer Geschichten mag, in denen Freundschaft und Loyalität eine große Rolle spielen, wird dieses Buch lieben.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

Ein besonderes Leseerlebnis

Das Buch der verlorenen Stunden
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Lisavets Familie ist jüdisch und als sie in Reichskristallnacht bedroht werden, wird sie von ihrem Vater im Zeittunnel versteckt, dies ist ein riesiger Raum voll mit Büchern in denen Erinnerungen aufbewahrt ...

Lisavets Familie ist jüdisch und als sie in Reichskristallnacht bedroht werden, wird sie von ihrem Vater im Zeittunnel versteckt, dies ist ein riesiger Raum voll mit Büchern in denen Erinnerungen aufbewahrt werden. Dort verbringt sie Jahre ihres Lebens und trifft dort immer wieder auf Zeithüter, die diese Bücher zerstören wollen. Lisavet macht es sich zur Aufgabe diese Erinnerungen zu retten.
In unterschiedlichen Zeitebenen erzählt die Autorin von Lisavets diversen Reisen durch Zeit und Raum. Die einzelnen Erzählstränge sind geheimnisvoll und düster und verbinden sich nach und nach zu etwas Gefährlichem.
Die Mischung aus mehreren Genres macht diese Geschichte zu etwas Besonderen. Reales historisches Geschehen trifft auf Romance und Fantasy verknüpft mit CIA-Agenten-Vibes. Der Schreibstil ist fesselnd und gut zu lesen, aber die Geschichte ist anspruchsvoll und komplex. Ein interessanter Storyaufbau, man muss sich aber auf die Geschichte einlassen um komplett in ihr abtauchen zu können.
Geradezu philosophische Sätze bringen den Leser dazu über Erinnerung und die Zeit nachzudenken. Die Vorstellung, dass unsere Erinnerung in Bücher gesammelt und somit aufbewahrt werden können ist magisch. Die immer mal wieder eingeschobenen wunderschönen, zu Herzen gehenden Zitate regen zum Nachdenken an.
Die Story brachte einiges an Anlauf um Tempo aufzunehmen, dafür waren die Handlungen zum Ende mehr gerafft und für meinen Geschmack zu schnell erzählt. Für das große Finale hätten es gerne ein paar Seiten mehr sein dürfen. Ein bewegendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 28.11.2025

Interessanter Auftakt

His Face Is The Sun – Der Thron von Khetara
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Michelle Jabes Corpora entführt uns in diesem Buch in eine Welt voller Schatten, düsterer Geheimnisse und unheilvoller Prophezeiungen. Gleich von der ersten Seite entfaltet sich eine gruselige Atmosphäre, ...

Michelle Jabes Corpora entführt uns in diesem Buch in eine Welt voller Schatten, düsterer Geheimnisse und unheilvoller Prophezeiungen. Gleich von der ersten Seite entfaltet sich eine gruselige Atmosphäre, die bis zum Ende erhalten bleibt, auch wenn die Story zwischendurch leider immer wieder etwas langatmig wirkt.

Der Schreibstil ist klar und flüssig zu lesen. Gefallen haben mir die Einblicke in die ägyptische Mythologie mit grausamen Pharaonen, gefährlichen Mumien und faszinierende Götter.

Aus Sicht der vier unterschiedlichen Protagonisten erleben wir die Welt von Khetara. Prinzessin, Priesterin, Rebellin und Grabräuber, sie alle sorgen für eine interessante Story. Allerdings fehlte mir hier die Dynamik, dies lag vielleicht an den ausführlichen Beschreibungen der einzelnen Handlungsstränge.

Im Großen und Ganzen ein interessanter Auftakt der noch einige spannende Momente verspricht.

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Veröffentlicht am 06.10.2025

Rätselhaft und spannend

In the Shadows we wait
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Xara ist eine junge Frau, die auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern in ein rumänisches Dorf reist. Was als anstrengende Reise beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Entdeckung der Schattenwelt ...

Xara ist eine junge Frau, die auf der Suche nach ihren leiblichen Eltern in ein rumänisches Dorf reist. Was als anstrengende Reise beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Entdeckung der Schattenwelt der Vampire. Ihre Traumwelt vermischt sich mehr und mehr mit der Realität.
Alessia Gold fesselt den Leser mit einer Mischung aus übernatürlicher Spannung und prickelnder Dynamik. Die Atmosphäre ist durchgehend düster und geheimnisvoll. Durch die brutalen Kämpfe zwischen den Vampirvölkern entsteht ein Gefühl permanenter Bedrohung und es entstehen immer mehr rätselhafte Bilder im Kopf.
Besonders gefallen haben mir die komplexen Charaktere. Die Vampire Dorian und Jurai sind so unterschiedliche Figuren, dass es großen Spaß macht ihre Rollen in der Story zu verfolgen. Xara ist eine starke aber auch verletzliche Persönlichkeit, ihre innere Zerrissenheit wird verständlich und nahbar dargestellt. Die Dynamik zwischen den dreien ist elektrisierend, mal zärtlich aber oft auch spicy.
Ein toller Auftakt zu einer fesselnden Dilogie, der auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung macht.

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Veröffentlicht am 01.10.2025

Düsterer Auftakt der Donkerbloem-Trilogie

Der Trailer
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Die Studentin Lisa Martin verschwand spurlos vor 15 Jahren auf dem abgelegenen Campingplatz Donkerbloem in den Ardennen. Der Fall blieb ungelöst, bis die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke ihn in einem ...

Die Studentin Lisa Martin verschwand spurlos vor 15 Jahren auf dem abgelegenen Campingplatz Donkerbloem in den Ardennen. Der Fall blieb ungelöst, bis die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke ihn in einem True-Crime-Podcast wieder ins Licht holt. Doch damit bringt sie einige Steine ins Rollen. Als sie dann einen anonymen Hinweis nachgeht, trifft sie auf den zwielichtigen Barbesitzer Wout Meertens, der mehr über den Fall weiß.
Schon das Cover verspricht eine geheimnisvolle Atmosphäre und die Beschreibung des Settings, ein alter Campingplatz in düsteren Wäldern gibt den Rahmen für beklemmende Szenen.
Besonders hervorzuheben sind die packenden Dialoge. Sie treiben die Handlung voran, lassen die Figuren lebendig werden und sorgen für Spannung.
Mit Frida Stahnke hat Linus Geschke eine Ermittlerin geschaffen, die bei mir leider kühl und unsympathisch ankam. Ihre distanzierte Art hat es mir schwer gemacht, eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen. Vielleicht hat der Autor das so gewollt, sie wirkt wie eine Person, die sich aufgrund ihrer Vergangenheit selbst schützt. Die weiteren Figuren wirken stellenweise etwas überzeichnet, fast als sollen sie in bestimmte Rollen gedrängt werden.
Der Trailer ist ein atmosphärisch dichter, teilweise brutaler Thriller der mit seiner Handlung unter die Haut geht. Eine Perspektive wurde noch nicht vollständig auserzählt, man merkt, dass noch etwas im Verborgenen liegt, dies macht neugierig auf den zweiten Band.

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