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Veröffentlicht am 20.01.2026

Ein Wort verändert viele Leben

Hazel sagt Nein
3

Das Buch beginnt hochdramatisch mit der Szene, wie Hazel ihrem Direktor ein deutliches Nein entgegenbringt, als dieser sie ganz offen damit konfrontiert, sie für das neue Schuljahr als seine neue Affäre ...

Das Buch beginnt hochdramatisch mit der Szene, wie Hazel ihrem Direktor ein deutliches Nein entgegenbringt, als dieser sie ganz offen damit konfrontiert, sie für das neue Schuljahr als seine neue Affäre auserkoren zu haben. Was sich aus dieser Szene entwickelt, ist einfach unglaublich: nicht nur Hazels Familie und natürlich die des Direktors, sondern die ganze Schule, der ganze Ort und schließlich sogar das Land werden von den Wellen, die dieses unglaubliche Ereignis schlägt, mitgerissen. Und Hazel steht im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit - was sie einerseits ablehnt, andererseits aber auch genießt, ist es doch ein Sprungbrett für ihre Traumkarriere als Schriftstellerin. Aber will sie wirklich ihren Ruhm auf diesem widerlichen Moment aufbauen? Nach und nach wird enthüllt, wie Hazels Bruder, ihre Eltern, die Tochter des Direktors, nicht nur durch die Enthüllung dieses Moments selbst, sondern auch durch die Folgen ihrer teils unbedachten Reaktionen aus der Bahn geworfen werden. Neben Anfeindungen aus der Nachbarschaft gibt es vor allem öffentlichen Zuspruch und Unterstützung - und leider kippt die Geschichte an diesem Punkt für mich, da der Missbrauch plötzlich in den Hintergrund tritt und die Geschichte in eine Art Werbekampagne umschlägt, die Hazel als neue Autorin und Heldin feiert. Das ernste Thema wird nur noch am Rande aufgegriffen und die anfängliche Schockwirkung verpufft regelrecht. Erst zum Ende hin wird der im Mittelteil allzu unterhaltsame Ton wieder ernster und kehrt zum Ursprung zurück und bekommt so gerade noch die Kurve. Trotzdem verlaufen die wichtigen Themen zu sehr im Sande und ich hatte mir insgesamt mehr Tiefe von dem Buch erwartet.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Ein unterhaltsamer Weihnachtskrimi

Das tödliche Christmas Game
0

Ein unterhaltsamer Weihnachtskrimi. Die Idee hat mir gut gefallen, auch wenn ich bei den Rätseln nicht wirklich mitmachen konnte, da mir die versteckten Hinweise zumeist nichts gesagt haben und ich in ...

Ein unterhaltsamer Weihnachtskrimi. Die Idee hat mir gut gefallen, auch wenn ich bei den Rätseln nicht wirklich mitmachen konnte, da mir die versteckten Hinweise zumeist nichts gesagt haben und ich in der klassischen Krimiwelt, die die Autorin zugrunde legt, nicht wirklich zuhause bin. Aber da alles wunderbar erklärt wird war das kein Problem. Insgesamt konnte mich das Buch aber nicht besonders fesseln, es plätscherte dahin und eigentlich war nur interessant, wer am Ende der/die Mörder/in ist. Die Charaktere waren mir leider auch nicht so richtig sympathisch, vor allem die Hauptperson Lily fand ich oft nervig, die vielen Beschreibungen und Erwähnungen ihrer Korsetts hätte ich schon gar nicht gebraucht. Am besten gefiel mir eigentlich die schnippische Haushälterin Mrs. Castle. Fazit: kann man lesen - oder auch nicht. Im Gedächtnis bleiben wird mir das Buch eher nicht.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Die doppelte Puppe

Holiday Ever After
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Und noch eine romantische Weihnachtsgeschichte, die dieses Jahr bei mir punkten konnte - der Aufhänger der Geschichte, dass eine große Spielzeugfirma das Design einer Puppe von einem kleinen Produzenten ...

Und noch eine romantische Weihnachtsgeschichte, die dieses Jahr bei mir punkten konnte - der Aufhänger der Geschichte, dass eine große Spielzeugfirma das Design einer Puppe von einem kleinen Produzenten in einem kleinen Ort schamlos gestohlen hat, war nicht schlecht und bot Potential für viele Konflikte und nervenaufreibende Szenen. Diese wiederum boten den idealen Nährboden für die Romanze, in der die Kontrahenten: sie von der Firma, er der Erfinder der Puppe, aufeinandertreffen und sofort eine prickelnde Anziehung spüren. Doch natürlich wäre es zu einfach, hier gleich ein Happy End zu setzen - erst müssen viele Hindernisse und Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden, um ein Holiday Ever After zu ermöglichen. Klingt alles irgendwie vertraut, klingt alles so oder ähnlich schon einmal dagewesen, und trotzdem kann man sich auch diesmal dem Zauber der Geschichte nicht entziehen und verfällt einmal mehr in weihnachtlich-romantische Vorfreude. Mir persönlich hatte das Buch allerdings etwa 100 Seiten zu viel, in denen die Handlung ein bisschen schleppend voranging zu sehr in die Länge gezogen wurde. Fazit: auch wenn diese Weihnachtsromanze bei mir als eine unter vielen verbucht wird, habe ich mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Glück für alle

Die Glücksagenten
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Der Einstieg war für mich etwas holprig. Perrine hat ihre Arbeit verloren, und zunächst habe ich mich gewundert wie sie da Zeit und Geld aufbringen kann, um ihre Glücksmissionen ins Leben zu rufen. Erst ...

Der Einstieg war für mich etwas holprig. Perrine hat ihre Arbeit verloren, und zunächst habe ich mich gewundert wie sie da Zeit und Geld aufbringen kann, um ihre Glücksmissionen ins Leben zu rufen. Erst als klar war, dass sie nicht unbedingt arbeiten und Geld verdienen muss, konnte ich mich besser auf die Geschichte einlassen und die vielen kleinen Glücksmomente, die Perrine mit Unterstützung der Hündin Fanette anderen Menschen zuteil werden lässt, genießen. Trotzdem wurde ich den Eindruck nie ganz los, dass Perrine irgendwie auch naiv und ein bisschen kindlich agierte, aber da prallt vielleicht auch nur mein Pragmatismus auf diese einfühlsame und durch und durch positive Frau, die ihrem Leben einen ganz besonderen neuen Sinn gibt, von dem sich alle ein Stück abschauen sollten. Fazit: das Glück, das man schenkt, kommt vielfach zurück.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Ein neues Leben

Pinguine fliegen nur im Wasser
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Als erstes fällt mir zu dem Buch das Wort chaotisch ein, aber in einem positiven Sinne, denn was Vincent alles erlebt seit er Greta getroffen hat ist quietschbunt, sehr spontan und direkt und reißt ihn ...

Als erstes fällt mir zu dem Buch das Wort chaotisch ein, aber in einem positiven Sinne, denn was Vincent alles erlebt seit er Greta getroffen hat ist quietschbunt, sehr spontan und direkt und reißt ihn gnadenlos aus seiner Komfortzone. Die liebenswerten Charaktere haben einzigartige Macken und gerade deshalb passen sie so gut zusammen und ergänzen sich. Die Handlung ist ein wahnwitzige Achterbahnfahrt voller verrückter Zufälle und oft so unglaubwürdig und absurd, dass es schon wieder Spaß macht. Die ernsten Untertöne, die es tatsächlich auch gibt, gehen darin fast verloren, tauchen aber immer wieder mal auf und erinnern daran, dass das Leben leicht und schön sein kann - vor allem wenn man zusammen weniger allein ist.

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