Profilbild von tkmla

tkmla

Lesejury Star
offline

tkmla ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit tkmla über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.01.2026

Mut und Vertrauen

A Duet of Fear and Trust
0

„A Duet of Fear and Trust“ von Jenny Krone ist eine gefühlvolle Sports Romance, die uns nach Kanada führt.
Lia ist eine talentierte Eiskunstläuferin, die bei den anstehenden Nationals ihr Ticket für die ...

„A Duet of Fear and Trust“ von Jenny Krone ist eine gefühlvolle Sports Romance, die uns nach Kanada führt.
Lia ist eine talentierte Eiskunstläuferin, die bei den anstehenden Nationals ihr Ticket für die Olympiamannschaft sichern könnte. Doch ein Unfall vor einigen Monaten, bei dem sie fast gestorben wäre, hat bei ihr eine tief verwurzelte Angst ausgelöst, sobald sie eine Eisfläche auch nur von weitem sieht. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Summer will sich Lia eine Auszeit in deren Hütte in den Bergen gönnen, damit sie sich endlich über ihre Zukunft klar wird. Leider hat Summer auch Lias Ex-Freund Dean eingeladen, der sich eine zweite Chance erhofft. Und als Überraschungsgast taucht auch noch Summers älterer Bruder Alex auf, der Lias Herz aus dem Takt bringt.

Die winterliche Bergkulisse ist genau das richtige Setting für diese emotionale Sports Romance, die auch noch ein paar kleine weihnachtliche Vibes versprüht. Ein Love Triangle ist nicht unbedingt mein liebstes Trope, aber in diesem Fall hat es gepasst, denn die Rollen sind von Anfang an ziemlich klar verteilt.
Der Schreibstil von Jenny Krone liest sich leicht und flüssig und die beiden Hauptcharaktere erzählen abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven. Allein daran erkennt man schon vorab, wer hier das Rennen im Kampf um Lias Herz gewinnen wird.
Lias Trauma ist sehr berührend geschildert und ich fand auch ihre weitere Entwicklung im Laufe der Handlung durchaus glaubhaft. Die Funken zwischen ihr und Alex sprühen ab der ersten Begegnung, aber es gibt auch immer wieder vertraute Situationen mit Dean, so dass man ihnen die jahrelange Beziehung abnimmt.
Alex kämpft mit seinen eigenen Entscheidungen und es ist nachvollziehbar, dass die Situation für ihn nicht leicht ist. Seine Eltern sind vielleicht ein wenig zu klischeehaft geraten, aber insgesamt hat mir die Lovestory gefallen und ich fand vor allem das Ende schön.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.01.2026

Freunde oder mehr

Where I Left My Heart
0

„Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer ist eine Friends-to-Lovers Romance und der erste Band ihrer Broken Hearts Reihe.
Als Juna in ihrer Heimatstadt Kiel das Museum of Broken Hearts entdeckt, ...

„Where I Left My Heart“ von Julia Niederstraßer ist eine Friends-to-Lovers Romance und der erste Band ihrer Broken Hearts Reihe.
Als Juna in ihrer Heimatstadt Kiel das Museum of Broken Hearts entdeckt, ist sie sich sicher, dass sie dort endlich mit ihrer offenbar unerwiderten Liebe zu ihrem besten Freund Link abschließen kann. Man gibt dort ein Erinnerungsstück an seine verlorene Liebe ab und kann endlich nach vorn blicken und sich von der Vergangenheit lösen. Auch Juna versucht das, aber leider scheinen ihre Gefühle für Link das Memo nicht erhalten zu haben. Also geht sie auf Abstand, was in einer gemeinsamen WG ziemlich schwierig wird. Zumal Link weiterhin ihre Nähe sucht und dabei nicht nur freundschaftliche Vibes sprühen. Aber eigentlich hatte er seinen Standpunkt bereits deutlich gemacht, oder nicht?

Ich finde das Thema mit dem Museum of Broken Hearts total spannend und interessant und ehrlich gesagt, sind die Geschichten der hinterlassenen Erinnerungen und Ausstellungsstücke das klare Highlight im Buch. Manchmal bringen sie einem zum Lachen und manchmal hat man einen dicken Kloß im Hals. Hinter allen steht aber die Hoffnung auf einen Abschluss eine glücklichere Zukunft.
Ob dies auch für Juna zutrifft, kann man im Buch herausfinden. Sie ist auf jeden Fall eine sympathische Hauptfigur, die im Gegensatz zu Link deutlich mutiger zu ihren Gefühlen steht. Durch ihre Skoliose hat sie natürlich tief verwurzelte Ängste und Unsicherheiten und es ist immer wieder schön, wenn sie das alles vergessen kann und einfach Juna ist.
Mit Link konnte ich nicht so richtig warmwerden. Klar, er ist ein Guter und auch wirklich loyal und liebenswert. Aber seine Moves, die er mit Juna und ihren Gefühlen mehrfach abgezogen hat, die konnte ich ihm einfach nicht verzeihen. Er verletzt sie, um sich zu schützen, dabei ist seine Vorstellung von Alles auf Anfang absolut illusorisch. Da hätte ich persönlich spätestens nach dem zweiten Heiß-Kalt-Spielchen einen Schlussstrich gezogen. Vor allem, die absolute Verblendung, auf Juna sauer zu sein, weil sie abschließen wollte, obwohl er noch viel krassere Sachen abgezogen hat, um sich von ihr abzulenken, ist einfach nur bodenlos. Teilweise empfand ich ihre Dynamik sogar als toxisch für Juna.
Während ich bei Juna eine echte Entwicklung gesehen habe, gab es die bei Link nicht. Der Funke konnte bei mir nicht überspringen und ich mochte die freundschaftlichen Beziehungen zu Junas Mädels deutlich lieber. Das Buch lohnt sich aber auf jeden Fall für das Museum, welches den roten Faden durch die gesamte Handlung bildet.

Mein Fazit:
Vier Sterne für Juna, Kiel, das Museum und ihre Freunde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2025

Gerettet oder verflucht

Notorious Devils MC Teil 10: Flamed with Courage (Cash Bar)
0

„Notorious Devils MC – Flamed with Courage“ von Hayley Faiman ist der zehnte Band ihrer Biker Romance Reihe, der erneut im kanadischen Chapter spielt.
Whitley ist streng abgeschirmt in einer fanatischen ...

„Notorious Devils MC – Flamed with Courage“ von Hayley Faiman ist der zehnte Band ihrer Biker Romance Reihe, der erneut im kanadischen Chapter spielt.
Whitley ist streng abgeschirmt in einer fanatischen Gemeinschaft aufgewachsen, an die sie mit sechzehn ihre Eltern und ihr Zuhause verloren hat. Ihre einzige Überlebensstrategie war, nicht aufzufallen, zu gehorchen und unsichtbar zu sein. Zwei Jahre später wird ihr Martyrium abrupt beendet, als die Notorious Devils die Sekte auslöschen und die Frauen und Kinder befreien. Anstatt jedoch mit den anderen Frauen zu gehen, wird Whitley von Free, dem Vizepräsidenten des MC beansprucht. Er nimmt sie mit und markiert sie als die Seine. Aber unterscheidet sich ihre neue Zukunft tatsächlich von ihrer Vergangenheit oder ist sie nur in einem anderen Gefängnis gelandet?

Über die Alphahelden von Hayley Faiman kann man wirklich streiten und ich muss zugeben, dass noch keiner von ihnen in mir derartige Gewaltfantasien ausgelöst hat wie Free. Wenn man sich etwa zwei Drittel des Buches lang beim Lesen vorstellt, ihn mit seinem eigenen Truck immer und immer wieder zu überfahren, dann kann man davon ausgehen, dass wir hier nicht unbedingt einen Sympathieträger vor uns haben. Aber diese Extreme machen die Bücher der Autorin aus und es zeigt sich mal wieder, dass der stärkere Charakter hier nicht derjenige mit den Muskeln und den Waffen ist.
Ich fand gut, dass sein absolut toxisches und unakzeptables Verhalten wenigstens von allen Seiten angesprochen wurde und nicht einfach kommentarlos akzeptiert. Auch wenn die Konsequenzen eher gering waren und der Fokus mehr auf der weiteren Entwicklung der Charaktere lag.
Whitley hätte ich oft mehr Rückgrat gewünscht, doch ihre bisherigen Erfahrungen erklären ihr Verhalten. Ich gebe zu, dass ich ihre Gefühle für Free genau null nachempfinden konnte und sie eher mit dem Stockholm-Syndrom erklären würde.
Spannend ist die Story trotzdem, wobei ich die Bonus-Lovestory in diesem Buch besser fand als die eigentliche Hauptgeschichte.

Mein Fazit:
Auf jeden Fall aufregend, egal in welcher Weise.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.12.2025

Second Chance

Between Fading Stars
0

„Between Fading Stars“ von Anna Savas ist der dritte und abschließende Band ihrer New Adult Reihe London is Lonely.
Wes kommt sich nach seinem schweren Unfall und der anschließenden Amnesie immer noch ...

„Between Fading Stars“ von Anna Savas ist der dritte und abschließende Band ihrer New Adult Reihe London is Lonely.
Wes kommt sich nach seinem schweren Unfall und der anschließenden Amnesie immer noch wie ein Besucher in seinem eigenen Leben vor. Doch auch wenn die Erinnerungen größtenteils zurückgekehrt sind, wird ihm jetzt umso deutlicher, was ihn eigentlich schon immer verletzt hat. Das überraschende Wiedersehen mit seiner Ex-Freundin Hailey stürzt ihn noch stärker ins Gefühlschaos, da er über die plötzliche Trennung zu ihrem Schulabschluss nie hinwegkam. Hailey ist eine neue Autorin des Verlags, die mit ihrem Debütroman auf Lesereise gehen soll. Und ausgerechnet Wes muss die Begleitung übernehmen, da dies zu seinem neuen Job gehört. Schnell kochen die alten Gefühle und Verletzungen wieder hoch, denn Hailey war nicht ganz ehrlich zu Wes.

Diese Reihe lässt mich immer zwiegespalten zurück, denn natürlich ist der gefühlvolle Schreibstil von Anna Savas wundervoll und ihre Charaktere sind tiefgründig angelegt, aber mit der Storyline habe ich seit Teil 2 so meine Probleme. Nach dem grandiosen Auftakt hat der zweite Band irgendwie alles eingerissen und nun bekommt Wes in Band 3 seine Second Chance Lovestory, damit er nicht allein bleibt. Ganz so einfach ist es natürlich nicht und der dritte Teil hat mich zumindest ein wenig über die Entscheidungen der Charaktere hinwegtrösten können.
Wes mochte ich im Auftakt richtig gern und jetzt im Abschluss auch wieder. Er sucht verzweifelt nach einem Plan für sein Leben, wobei seine Familie ziemlich wenig hilfreich ist. Ich nehme ihm seine Gefühle für Hailey ab, vor allem da er nie richtig abschließen konnte.
Mit Hailey hatte ich anfangs so meine Probleme, da ich sie und ihre Entscheidungen nicht unbedingt mochte. Ihr Geheimnis bleibt lange im Hintergrund, obwohl ich schon etwas in diese Richtung erahnt hatte. Trotzdem hat mich ihre Geschichte nicht so tief berührt, wie sie es nach der Thematik eigentlich sollte. Dazu blieb mir ihre Charaktere aber zu fremd und distanziert.
Was mir wie immer gut gefallen hat, sind die Einblicke hinter die Kulissen des Verlages und des ganzen Entstehungs- und Schreibprozesses. Dies sind die Highlights der Reihe, die mich mit ihren Lovestorys leider diesmal nicht so abholen konnte.

Mein Fazit:
Letztendlich ein guter Abschluss!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.12.2025

Leichen im Garten

Die Schöne und der Vampir
0

„Die Schöne und der Vampir“ von Lynsay Sands ist der 37. Band ihrer Argeneau Reihe über den geheimen Clan der Unsterblichen.
Abril Newman muss als persönliche Assistentin ihrer anspruchsvollen Chefin oft ...

„Die Schöne und der Vampir“ von Lynsay Sands ist der 37. Band ihrer Argeneau Reihe über den geheimen Clan der Unsterblichen.
Abril Newman muss als persönliche Assistentin ihrer anspruchsvollen Chefin oft ungewöhnliche Aufgaben übernehmen. Diesmal hütet sie das neu erworbene Haus und beaufsichtigt die Umbauarbeiten, während ihre Chefin im Urlaub ist. Leider geht schon am zweiten Tag so ziemlich alles schief, denn der Hund ihrer Chefin buddelt in der Baugrube menschliche Knochen aus und so ist der Garten schnell voller Polizisten. Detective Crispin Delacorte beeindruckt Abril besonders, aber sie ahnt nicht, dass es sich dabei um einen fast dreitausend Jahre alten Unsterblichen handelt, der in ihr sofort seine potenzielle Lebensgefährtin erkennt. Crispins Flirtkenntnisse sind aber seit Jahrtausenden eingerostet und so hat er einige Schwierigkeiten, Abril für sich zu gewinnen. Zudem scheint der Mörder immer noch in der Gegend zu sein und so schwebt seine Frau in zusätzlicher Gefahr.

Die unterhaltsame Reihe von Lynsay Sands geht weiter und diesmal findet der sozial etwas unbeholfene Crispin seine Lebensgefährtin. Wie gewohnt liest sich der Schreibstil leicht und flüssig und die Handlung verläuft nach dem bewährten Schema ab.
Abril ist durchaus sympathisch, auch wenn ihre Gedankengänge oft ziemlich naiv sind. Sie ist es gewohnt, für sich selbst zu sorgen und hat sich aus eigener Kraft von ihrer Vergangenheit gelöst.
Crispin ist mit der Situation etwas überfordert und bekommt zum Glück Hilfe von seinen unsterblichen Wingmen. Das war schon sehr witzig, wie Crispin versucht, Abril seine Welt zu erklären und sie gleichzeitig nicht allzu sehr zu verschrecken.
Die Mordermittlungen waren ganz spannend und mit der Auflösung hätte ich auch nicht unbedingt gerechnet. Insgesamt konnte mich dieser Teil aber nicht so wirklich mitreißen, weil mir irgendwie ein paar Ecken und Kanten gefehlt haben. Trotzdem hat man natürlich ein paar unterhaltsame Lesestunden, bei denen man gut abschalten kann.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere