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Veröffentlicht am 07.01.2026

Eine Liebeserklärung an die Bretagne

KUNTH Bonjour Bretagne
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Der erste gemeinsame Urlaub mit meinem jetzigen Ehemann ging vor vielen Jahre in die Bretagne und wir möchten gerne in absehbarer Zeit erneut dorthin. Bei der Entscheidung wohin die Reise gehen wird, sollte ...

Der erste gemeinsame Urlaub mit meinem jetzigen Ehemann ging vor vielen Jahre in die Bretagne und wir möchten gerne in absehbarer Zeit erneut dorthin. Bei der Entscheidung wohin die Reise gehen wird, sollte uns dieses Buch aus dem Kunth-Verlag helfen. Dabei hat es aber komplett versagt.

Nacheinander wurde ich in die vier Départements der Bretagne an sorgfältig ausgewählte Orte geführt. Hier lernte ich in kurzen Texten Land und Leute sowie typische kulinarische Köstlichkeiten kennen, erfuhr von den Bräuchen und der Geschichte, bekam Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten und vieles mehr. Ein Highlight sind die vielen farbenprächtigen Fotos, an denen ich mich nicht sattsehen konnte. Ich konnte mir fast jeden Ort aufgrund der Beschreibung und der dazugehörigen Fotos als Urlaubsziel vorstellen. Eigentlich kein Wunder, denn hier wurden Herzensorte beschrieben und davon gibt es anscheinend viele im Nord-Westen Frankreichs.

Dieser Bildband ist eine wunderbare Einstimmung auf einen Urlaub in der Bretagne. Bei der Entscheidung wohin es gehen soll, hat das Buch uns nicht geholfen, ganz im Gegenteil, die Auswahl fällt uns jetzt noch schwerer. Aber wir haben einen tollen Überblick über die Vielfalt und Schönheit dieses Landstrichs erhalten und vielleicht entdecken wir bei einem Besuch unseren ganz persönlichen Herzensort.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Bezaubernd mit schönen Botschaften

Wilma Walnuss - Winter und Weihnachten im kleinen Baumhotel, Band 3
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Wilma Walnuss betreibt im Wald ein kleines Baumhotel, das auch jetzt in der Vorweihnachtszeit von den unterschiedlichsten Gästen von nah und fern besucht wird. Um die Adventszeit schön und gemütlich zu ...

Wilma Walnuss betreibt im Wald ein kleines Baumhotel, das auch jetzt in der Vorweihnachtszeit von den unterschiedlichsten Gästen von nah und fern besucht wird. Um die Adventszeit schön und gemütlich zu gestalten, gibt es allerhand zu tun. Dabei und bei den unerwarteten Hilfsaktionen wird Wilma tatkräftig von ihren Freunden unterstützt.

In den 14 Kapiteln lernen wir durch ausländische Gäste auch Bräuche aus anderen Ländern kennen, wie z. B. Julenisse aus Dänemark oder das Lichter- oder Luciafest aus Schweden. So etwas finde ich immer interessant und die Kinder erfahren so, dass es nicht überall wie bei uns zugeht. Mit den Geschichten sind auch schöne Botschaften verwoben worden wie z. B., dass man offen für Neues und Andersartiges sein soll, oder dass man statt auf Gerüchte zu hören sich besser selbst ein Bild macht. Ein anderes wichtiges Thema ist die Hilfsbereitschaft, die hier in mehreren Kapiteln anschaulich aufgezeigt wird. Es wird aber auch geschmückt, gebastelt und gebacken. Insgesamt herrscht immer eine liebevolle und kuschelige Atmosphäre.

Das Buch ist hochwertig und bezaubernd aufgemacht. Das beginnt schon mit dem wunderschönen Cover und geht im Inneren mit den liebevoll gestalteten Illustrationen von Nora Paehl weiter. Vorne im Einband finden wir einen Dorfplan mit Wegebezeichnungen und Standorten der Behausungen. Hier kann man auch nach jedem gelesenen Kapitel kleine Bildchen einkleben, die hinten aus einem separaten Blatt ausgeschnitten werden können. Bevor es losgeht mit den Geschichten werden Wilma und ihre Freunde noch mit einer Kurzinfo und mit Bild vorgestellt.

Ein wirklich bezauberndes Kinderbuch zum Vorlesen in der Adventszeit, bei dem es einem warm ums Herz wird.

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Veröffentlicht am 31.12.2025

Endlich angekommen

Venusmuscheln in Venedig
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Nach Bittermandeln aus Byzanz und Anisbrot in Antiochia ist Venusmuscheln in Venedig bereits der dritte und letzte Teil dieser Reihe und damit geht eine lange Reise zu Ende. Auch wenn es zu Beginn einen ...

Nach Bittermandeln aus Byzanz und Anisbrot in Antiochia ist Venusmuscheln in Venedig bereits der dritte und letzte Teil dieser Reihe und damit geht eine lange Reise zu Ende. Auch wenn es zu Beginn einen kurzen Überblich über das, was bisher geschah, gibt, empfehle ich mit Band 1 zu beginnen.

Ich lese sehr gerne historische Romane und solche mit starken Frauen. Hier wurde mir beides geboten. Alkmene ist ein toller Charakter. Ich habe ihren Mut, ihren Pragmatismus und ihre Findigkeit bewundert. Sie ergibt sich nicht einfach in ihr Schicksal und das meint es nicht immer gut mit ihr und wirft ihr oft genug Knüppel zwischen die Beine, sondern versucht immer die Lage zu verbessern. Dabei denkt sie auch an die Menschen, die ihr etwas bedeuten. Besonders ihre Kochkünste haben ihr öfters geholfen. Ihre Erfahrungen und ihre Intuition für Zusammenstellungen und Verbesserungen von Speisen waren ein Garant für ihr Überleben.

Auch Kreuzritter Diethelm fand ich gut dargestellt. Seine Entwicklung zu einem liebevollen Vater und einem Beschützer, der ihm anvertrauten bzw. vertrauenden Personen konnte mich überzeugen, genau wie weitere Figuren.

Dorothe Zürcher schreibt anschaulich und bildgewaltig. Oft genug hörte ich das Geschrei auf dem Schlachtfeld, das Klirren der Waffen, das Getrampel der Pferdehufe auf dem Boden, aber auch den Hunger, die Sorgen und die Angst der Menschen konnte ich spüren. Gefreut habe ich mich über die kleinen schönen Auszeiten, wenn Diethelm zum Beispiel seine Tochter Sophia im Arm hielt und bewunderte.

Die Landkarte, das Personenverzeichnis, die Worterklärungen und der Zeitstrahl am Ende sind eine super Ergänzung der Geschichte. Ein gut recherchierter und informativer historischer Roman, bei dem ich einen Blick auf die Kreuzzüge Ende des 12. Jahrhunderts aus der Sicht einer Frau werfen konnte.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Spaß und Spannung im Winterwunderland

Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und der Schneeriese
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Der Dezember ist angebrochen und Mats und Matilda freuen sich nicht nur über ihr Adventskalenderdorf, sondern auch auf den Besuch von Spekulatius dem Weihnachtsdrachen, der sie wie in jedem Jahr in der ...

Der Dezember ist angebrochen und Mats und Matilda freuen sich nicht nur über ihr Adventskalenderdorf, sondern auch auf den Besuch von Spekulatius dem Weihnachtsdrachen, der sie wie in jedem Jahr in der Vorweihnachtszeit besuchen wird. In diesem Jahr wird die Adventszeit aber ganz besonders, denn Onkel Urs hat die Familie in seine einsame Hütte in den Bergen eingeladen. Dort soll nach den Erzählungen der Dorfbewohner auch der Schneeriese Gletschi wohnen. Ob die Kinder und Spekulatius den wohl zu Gesicht bekommen werden? Ich verrate es nicht!

Ich gestehe, dass ich beim Lesen ein wenig neidisch auf Mats und Matilda war. Nicht nur, dass sie mit einem Weihnachtsdrachen befreundet sind, nein! Sie können auch mit einem Schlitten zur Schule rodeln, bekommen Käsefondue, machen eine Bergwanderung und sehen Gämse, dürfen den Dorf-Weihnachtsbaum Wipfi mit schmücken und vieles mehr. Nur auf das Plumsklo würde ich gerne verzichten. Mir gefällt, dass es wie auch in den vorherigen Büchern dieser Reihe immer einen großen Zusammenhalt gibt.

Dies ist bereits Band sechs mit dem niedlichen Weihnachtsdrachen, aber erst das vierte Adventsbuch. Und seitdem wir Spekulatius entdeckt haben, freuen wir uns jedes Jahr auf seinen Besuch bei Mats und Matilda. Die Geschichten sind herzerwärmend, lustig, aber auch spannend. Die kurzen Kapitel sind ideal zum Selberlesen, obwohl Speckis eigentümlich Sprache den nicht so versierten Lesern einige Schwierigkeiten bereiten könnte. Gerade an dieser Sprache mit den vielen Umlauten haben die Kinder beim Vorlesen aber großen Spaß. Wohingegen der Vorleser bei Labküken, Käkäo oder größe Äutös so seine Schwierigkeiten haben kann.

Dieses Buch gefällt mir bisher am besten und es bekommt natürlich fünf golden glänzende Sterne.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Große Hoffnungen

Aufbruch ins Paradies
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Nach einem verheerenden Brand und der völligen Vernichtung der Möbelfabrik und sonstigem Hab und Gut, bleibt Gustav Berger, seinen drei Töchtern Hedwig, Clara und Anna sowie den zwei Schwiegersöhnen nur ...

Nach einem verheerenden Brand und der völligen Vernichtung der Möbelfabrik und sonstigem Hab und Gut, bleibt Gustav Berger, seinen drei Töchtern Hedwig, Clara und Anna sowie den zwei Schwiegersöhnen nur der Aufbruch in die ferne Kolonie Neuguinea. Mit der Prinz Heinrich verlassen sie die vertraute Heimat und starten voller Hoffnung in eine ungewisse Zukunft.

Ich lese sehr gerne historische Romane, nehmen sie mich doch mit in eine ganz andere Zeit und in diesem Fall sogar in ein mir unbekanntes Land. In der Regel kann ich dabei auch immer etwas lernen, so war es hier auch.

Erzählt wird die Geschichte aus der jeweiligen Perspektive einer der drei Töchter und handelt überwiegend von der Schiffsreise. Alle drei haben mit den Männern an ihrer Seite kein Glück. Lieblose Vernunftehe, Einsamkeit und Sehnsucht nach Liebe, Vertrauensbruch sind die Schlagworte in den Beziehungen.

Bei der Ankunft in der neuen Heimat scheinen alle Hoffnungen und Träume zu platzen. Die Enttäuschung bei den Mitgliedern der Familie Berger konnte ich richtig spüren und auch nachvollziehen. Falsche Versprechungen lockten sie in die Fremde. Werden sie hier ihr Auskommen finden und glücklich werden können? Das werden wir wohl frühestens in der Fortsetzung erfahren.

Ich fand die Familie Berger sehr mutig. Okay, eine wirkliche Perspektive in der Heimat gab es nicht. Um in ein anderes Land auszuwandern, bedarf es immer Mut, aber zu damaliger Zeit umso mehr. Heutzutage kann man sich auf allen möglichen Wegen Informationen über den Zielort verschaffen und auch die Reise an sich ist viel leichter zu bewältigen als im Jahr 1884. Damals war es wirklich ein Aufbruch ins Ungewisse.

Ich mag den Schreibstil von Tara Haigh sehr. Dieser und die vielen Perspektivwechsel sorgen dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders gut haben mir die Beschreibungen von Land und Leuten gefallen. Es war teilweise als wäre ich selbst auf dem Schiff. Ich fand es interessant und auch spannend die Familie nach Neuguinea zu begleiten.

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