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Veröffentlicht am 16.02.2026

eine Hommage an Achtsamkeit, Ruhe und Respekt, die leider am Ende etwas zu viel wollte

Mathilde und Marie
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„Mathilde und Marie“ ist der erste Roman des Autors Torsten Woywod, der auf Grund seiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten mit der Welt der Bücher bestens vertraut ist.

Das Cover des Romans erinnert ...

„Mathilde und Marie“ ist der erste Roman des Autors Torsten Woywod, der auf Grund seiner bisherigen beruflichen Tätigkeiten mit der Welt der Bücher bestens vertraut ist.

Das Cover des Romans erinnert an ein Gemälde, das im Aquarell-Stil gemalt wirkt. Es strahlt Ruhe und Heimeligkeit aus, wobei das Dorf idyllisch zwischen Wiesen und Bergen liegt. Klar und strukturiert steht der Titel in roter Schrift über dem Ganzen.

Marie flüchtet aus der Großstadt Paris. Durch Jónína, eine ältere Frau, landet sie im belgischen Bücherdorf Redu. Dort ist alles anders als in Frankreichs turbulenter Hauptstadt. Von Natur umgeben, scheinen auch sonst die Uhren anders zu ticken. Ganz egal, ob dies beispielsweise den Fernsehkonsum oder die Verfügbarkeit des Internets betrifft. Der erwachende Frühling bringt so einige Veränderungen mit sich – nicht nur für Marie.

Achtsamkeit, Ruhe, Respekt vor der Natur und den Menschen – das sind die Hauptthemen des Romans „Mathilde und Marie“. In bildhafter, atmosphärischer Sprache entführt Torsten Woywod den Lesenden auf eine Reise ins beschauliche Redu, die teilweise recht märchenhaft anmutet. Lässt man sich ganz auf den Roman ein, so lassen einen die gefühlvollen Naturbeschreibungen zur Ruhe kommen. Angeregt wird man zum Nachdenken über das eigene Leben, das viel zu oft vom Wettbewerb „Schneller-Höher-Weiter“ bestimmt zu sein scheint. Geerdet durch die entschleunigte Lebensweise im Bücherdorf Redu, hinterfragt man den eigenen Medien-Konsum, der oftmals die Achtsamkeit und den Respekt gegenüber sich selbst, aber auch der Natur sowie anderen Menschen verhindert oder einschränkt.

Bis zur Mitte des Romans war ich gefesselt vom wunderbaren, beruhigenden Schreibstil des Autors. Allerdings erreichte das Ganze dann einen Kipppunkt, an dem die recht gleichbleibenden Formulierungen und Bezeichnungen ebenfalls zu einem Störfaktor wurden, wie die Handlung, di e an manchen Stellen zu sehr auf die Spitze getrieben wurde. So hatte ich als Leserin das Gefühl, dass weniger manchmal mehr sein könnte, und ein Roman, der durch sich selbst wirkt viel nachhaltiger ist, als sehr konstruiert anmutende Handlungen, die wirken, als müsste auch der letzte Leser vom Gemeinten überzeugt werden.

Betrachtet man die Anzahl der handelnden Figuren, so ist diese ebenso reduziert wie das Leben im Dorf. Dies stört jedoch nicht großartig und man taucht punktuell umso intensiver in die Gefühlswelt der Charaktere ein. Deren Entwicklung zu verfolgen macht große Freude und berührt den Lesenden an vielen Stellen.

Insgesamt ein sehr lesenswerter Roman, dem man nicht die Realität zu Grunde legen sollte, der aber durchaus zu einem ernsthaften Nach- und Umdenken über und für das eigene Leben anregen möchte.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

familiärer Wohlfühlroman mit tiefen Gefühlen und überraschenden Geheimnissen

Morgensonnenglück
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„Morgensonnenglück“ von Autorin Petra Schier ist ein Wohlfühlroman, der schon auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Cover besticht. Die Schneeglöckchen und Krokusse deuten auf den Frühling hin. ...

„Morgensonnenglück“ von Autorin Petra Schier ist ein Wohlfühlroman, der schon auf den ersten Blick mit seinem wunderschönen Cover besticht. Die Schneeglöckchen und Krokusse deuten auf den Frühling hin. Eine wunderbare Zeit für Neuanfänge. Die zarten Farben unterstreichen das Wohlgefühl, das man beim Betrachten sofort hat. Links und rechts des Weges liegt noch Schnee, das Haus strahlt im Frühlingssonnenschein. Romantik liegt in der Luft, Aufbruch, Schönheit und Weite.

Milton und Maria Flower leben auf der gleichnamigen Ranch in unmittelbarer Nähe zum idyllischen Ort Lissenborn. Als Milton an Parkinson erkrankt, möchte er seine Nachkommen auf dem Anwesen versammeln. Doch dabei kommen Geheimnisse ans Licht, die nicht nur sein Verhältnis zu Enkelin Holly beeinflussen, die zusammen mit ihrer Zwillingsschwester bei den Großeltern aufwuchs. Dass Holly auf der Flower-Ranch ihre heimliche Jugendliebe Raik wiedertrifft, trägt weiter zu ihrem Gefühlschaos bei. Zwischen Zwillingsschwester, Großeltern, Mutter, Halbschwester und Nichte muss sie entscheiden, wie ihr Leben in Zukunft aussehen soll.

Gewohnt bildhaft und intensiv lässt Petra Schier nicht nur das Anwesen und den zauberhaften fiktiven Ort Lissenborn vor den Augen der Leser entstehen. Auch die Figuren sind durch den detailreichen Schreibstil der Autorin hervorragend vorstellbar. Leicht und flüssig lesbar taucht man in die Geschichte der Familie Flower ein und wird immer wieder von neuen Geheimnissen und Wendungen überrascht, die einen starken Sog mitten hinein in die Gefühlswelt der Protagonisten bilden. So kann man die Tiefe der Gespräche und Charaktere deutlich miterleben und nachvollziehen.

Holly, die im Mittelpunkt der Geschichte steht, wird von den Geschehnissen besonders gebeutelt, so dass sie nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Vergangenheit in vielerlei Hinsicht in Frage stellt. Diese intensive Reise hält an wenigen Stellen etwas zu einfache Lösungen bereit. Zudem bleibt das Ende für mich ein wenig zu offen und unrund. Insgesamt sind die Geschichte sowie das Geschehen sehr stark als Auftakt zu Folgeromanen ausgelegt, was dem Roman als Einzelband aus meiner Sicht leider Abbruch tut.

Toll finde ich die starken und sympathischen Frauenfiguren, die jede für sich ihre ganz eigene Geschichte hat, die man gerne entdecken möchte.

Insgesamt ein familiengeprägter Wohlfühlroman, der sich sehr gut lesen lässt und Freude bringt. Über Fortsetzungsromane, die auch die weiteren Frauenfiguren nach und nach in den Mittelpunkt stellen, würde ich mich freuen.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

leichter Roman mit wenig überraschender Handlung

Ein Sommer für zwei
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Der dritte Teil der Cornwall-Träume-Reihe von Autorin Kathryn Taylor trägt den Titel "Ein Sommer für zwei". Alle Bände der Reihe lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen. Deshalb hatte ich überhaupt ...

Der dritte Teil der Cornwall-Träume-Reihe von Autorin Kathryn Taylor trägt den Titel "Ein Sommer für zwei". Alle Bände der Reihe lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen. Deshalb hatte ich überhaupt keine Probleme mit den Figuren, die in überschaubarer Anzahl auftauchen. Sicher ist es jedoch nett, die Vorgeschichten der anderen Paare ebenfalls zu kennen.

Das Cover mit dem von farbenfrohen sommerlichen Blumen umrankten Titel, verströmt Romantik pur. Die leicht erkennbare Landschaft Cornwalls mit dem Hund greift den Klappentext sehr schön auf.

Shauna fängt als Angestellte in der Landarztpraxis von David an. Dieser hat die Stelle als Mediziner vorübergehend übernommen und hilft Shauna überraschend, als sie und ihre kleine Schwester, sowie ihr Hund, plötzlich auf der Straße stehen. Zunächst hatte sie David für überheblich gehalten, doch je näher sie ihn kennen lernt, desto mehr träumt sie von ihm und einer gemeinsamen Zukunft. Doch nicht nur Shauna hat ein Geheimnis.

Liebe, Romantik, etwas Dramatik und eine tolle Landschaft sind in diesem Buch zu einem leichten Roman mit wenig überraschender Handlung und den für einen Wohlfühlroman klassischen Figuren verwoben. Ein schönes Buch für eine nette Auszeit, das sich ohne Aufregung lesen lässt. Zum Wohlfühlen und Abschalten auch an einem schönen Sommertag geeignet. Der flüssig zu lesende und leichte Schreibstil trägt seinen Teil zur heimeligen Atmosphäre bei.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

komplexer Fall mit spannenden Wendungen

Körschtalrache
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"Körschtalrache" ist der achte Band der Schwaben-Krimi-Reihe von Sybille Baecker rund um Kommissar Brandner und seine Truppe.

Für mich war es das erste Buch der Reihe, das ich gelesen habe. Trotzdem bin ...

"Körschtalrache" ist der achte Band der Schwaben-Krimi-Reihe von Sybille Baecker rund um Kommissar Brandner und seine Truppe.

Für mich war es das erste Buch der Reihe, das ich gelesen habe. Trotzdem bin ich gut mit den wesentlichen Figuren zurechtgekommen, da die Autorin diese gekonnt in die Geschehnisse verflochten vorstellt.

Kommissar Brandner und sein Team ermitteln in einem verzwickten Fall, denn der junge Tote auf dem Friedhof wurde mit einer Armbrust erschossen und bei ersten Nachforschungen ergibt sich schnell, dass nicht alles so ist, wie es zu sein scheint. Als es kurz darauf ein zweites Opfer gibt drängt die Zeit, denn es ist unklar, ob der Täter noch weitere Menschen auf seiner Liste hat.

Einfühlsam und mit Hochachtung ist der wundervolle Ebershaldenfriedhof in Esslingen beschrieben. Wer selbst einmal dort war, kann die Besonderheit dieses Ortes bestätigen. Doch nicht nur bei der Beschreibung des Friedhofes beweist Sybille Baecker ein feines Gespür und erzählerisches Talent. Als Leser versinkt man schnell in der Geschichte und wird von den Wendungen des Falles gefesselt. An mancher Stelle kommt Gänsehaut auf, denn ein gewisser Tiefgang und die Behandlung schwieriger Themen lassen einen nicht kalt.

Zu den Ermittlern konnte ich keine tiefere Beziehung aufbauen, wobei mir alle durchweg sympathisch waren. Lediglich die neue Kommissaranwärterin ist durch ihre nervige und zu forsche Art für mich etwas überzeichnet. Etwas weniger Enthusiasmus hätte sie noch vorschnell genug erscheinen lassen.

Ein Fall mit komplexem Plot, dessen Ende ich nicht vorhergesehen habe und der mich gefesselt hat. Gerne werde ich weitere Bände der Reihe lesen.

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Unterhaltsamer Cosy Crime, der allerdings noch „durchgewischt“ hätte werden sollen

Der Tod wischt mit
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„Der Tod wischt mit – Tilly Blich ermittelt“ ist der zweite Band der Reihe rund um die von Autor Andreas Suchanek erschaffene Putzfrau und Hobbyermittlerin Tilly Blich.

Das Cover mit Wischmop, Eimer und ...

„Der Tod wischt mit – Tilly Blich ermittelt“ ist der zweite Band der Reihe rund um die von Autor Andreas Suchanek erschaffene Putzfrau und Hobbyermittlerin Tilly Blich.

Das Cover mit Wischmop, Eimer und dem Bassett vor der Straßen-Kulisse inklusive Fachwerkhaus ist sehr ansprechend. Es drückt hervorragend die wichtigsten Eckpunkte des Buches aus. Toll ist dazu auch der Buchrücken gestaltet, der im Bücherregal sicher ins Auge fallen wird. Sehr gelungen ist außerdem der Wiedererkennungseffekt zum ersten Band.

Im Innenteil fällt sofort die Gestaltung mit Pfotenabdrücken und Wasserflecken bzw. Putzmittelspritzern auf. Ein liebevolles Detail, das das Gesamterscheinungsbild gekonnt abrundet.

Tilly Blich muss ihre Putzfirma weiter etablieren. Dies möchte sie unter anderem mit einem Auftrag im ortsansässigen Gymnasium erreichen. Allerdings stößt sie dort ausgerechnet auf die Leiche des Direktors. Wenig hilfreich für ruhige Putzstunden ist zudem, dass sich nach und nach weitere Abgründe auftun, die nicht nur die Gegenwart betreffen. So stecken Tilly und ihr Team Gerdy, Leon und Antonia nicht nur schnell mitten im Geschehen, sondern auch den Ermittlungen.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und mit amüsanten Details versehen, die nur manchmal etwas in den Bereich des Klamauks abrutschen. Klischees werden reichlich bedient und mit ihnen gespielt, wobei dies auf unterhaltsame und nicht herabwürdigende Weise geschieht.

Die Figuren Tilly und auch ihr Team sind sehr sympathisch und glaubwürdig dargestellt. Insgesamt wirken die Charaktere realistisch und rufen beim Leser in gewünschtem Maße Sympathien bzw. Antipathien hervor. Die Spannung im Mordfall bleibt auf jeden Fall über die Seiten hinweg bestehen. Von der Personenzahl bleibt es zwar recht übersichtlich, aber die Auflösung ist nicht vorhersehbar.

Persönlich hätte ich es gut gefunden, wenn vor Veröffentlichung nochmal jemand durchs Buch „gewischt“ hätte. So wären einige Schreib- und Logikfehler vermeidbar gewesen. Auch das bisweilen etwas überschäumende Erzähltalent des Autors hätte dadurch in Bahnen gelenkt werden können, die die Geschichte runder und trotzdem nicht langweiliger werden lassen hätte können.

Am Ende bleibt zu sagen, dass für mich im Geschehen und der Geschichte nicht alles rund ist. Trotzdem war der Cosy Crime spannend zu lesen und der Schluss nicht vorhersehbar, so dass mich die Auflösung überrascht hat und sogar noch ein Cliffhanger für den nächsten Band gesetzt wurde.

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