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Veröffentlicht am 08.01.2026

Mut kennt kein Geschlecht

Run Like A Girl
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Die 16-jährige Dera steht plötzlich vor einem kompletten Neuanfang: neue Stadt, neue Schule und ein Vater, der jahrelang kaum eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat. Als wäre das nicht genug, gibt es an ...

Die 16-jährige Dera steht plötzlich vor einem kompletten Neuanfang: neue Stadt, neue Schule und ein Vater, der jahrelang kaum eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat. Als wäre das nicht genug, gibt es an der neuen Highschool kein Leichtathletik-Team für Mädchen. Ein herber Rückschlag für jemanden, der von Olympia träumt. Doch Dera gibt nicht auf. Sie kämpft sich in das Jungen-Team, trotzt Vorurteilen, Anfeindungen und offenem Mobbing und muss sich gleichzeitig mit familiären Spannungen und ersten Gefühlen auseinandersetzen.

Dera ist eine Protagonistin, die sofort hängen bleibt. Ihr Durchhaltevermögen, ihr Trotz und ihre Entschlossenheit wirken glaubwürdig und inspirierend. Sie rebelliert, stolpert, steht wieder auf, und genau das macht sie so nahbar. Besonders stark ist der Umgang mit dem Thema Mobbing, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Statt belehrend zu wirken, zeigt der Roman, wie verletzend Ausgrenzung sein kann und wie wichtig es ist, nicht zu schweigen. Der sportliche Aspekt verleiht der Handlung Tempo, während die Konflikte mit dem Vater und die leise Romanze mit Gael für emotionale Tiefe sorgen. Gael bildet mit seiner ruhigen Art einen schönen Gegenpol zu Deras kämpferischem Wesen. Der Schreibstil ist dabei einfach, modern und passend auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten. Kleinere Wiederholungen fallen auf, stören den Lesefluss aber kaum. Insgesamt wirkt die Geschichte authentisch, aktuell und motivierend.

Run Like A Girl ist ein ermutigender Jugendroman über Mut, Selbstbehauptung und den Willen, sich nicht kleinmachen zu lassen. Die Geschichte von Dera zeigt eindrucksvoll, dass Träume kein Geschlecht kennen und Rückschläge kein Ende bedeuten müssen. Emotional, relevant und besonders für junge Leser eine starke, inspirierende Lektüre.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Humor, Herz und ein Mord im Garten

Die Schöne und der Vampir
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Beim House-Sitting für ihre Chefin stolpert Abril Newman über einen denkbar ungünstigen Fund: eine Leiche im Garten. Der zuständige Detective ist ausgerechnet Crispin Delacorte - attraktiv, charmant und ...

Beim House-Sitting für ihre Chefin stolpert Abril Newman über einen denkbar ungünstigen Fund: eine Leiche im Garten. Der zuständige Detective ist ausgerechnet Crispin Delacorte - attraktiv, charmant und unsterblich. Während die Ermittlungen rund um einen abtrünnigen Vampir anlaufen, geraten Mordfall und Gefühle zunehmend durcheinander. Zwischen humorvollen Schlagabtauschen, bekannten Gesichtern aus der Argeneau-Familie und einer sich anbahnenden Romanze entwickelt sich eine Geschichte, die typisch Lynsay Sands ist.

Auch der mittlerweile 37. Band der Argeneau-Reihe fühlt sich vertraut und gleichzeitig wohltuend unterhaltsam an. Das Grundmuster ist bekannt: Schicksalspartner, schnelle Anziehung, humorvolle Dialoge; doch genau das macht den Reiz der Reihe aus. Abril und Crispin harmonieren angenehm miteinander und bringen Leichtigkeit in die Handlung. Besonders Crispins Gelassenheit im Umgang mit Mordermittlung und Liebesanbahnung sorgt für charmante Momente. Der Krimiplot bleibt eher im Hintergrund und dient mehr als Rahmen denn als treibende Kraft, was je nach Erwartung etwas unspektakulär wirken kann. Dafür punktet die Geschichte mit Humor, flottem Tempo und vielen Wiedersehen mit bekannten Figuren, allen voran Lucian Argeneau, der für einige der besten Szenen sorgt. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker, flüssig und perfekt für entspannte Lesestunden.

Die Schöne und der Vampir ist ein klassischer Argeneau-Roman, ist vorhersehbar, herzlich, witzig und genau deshalb funktioniert er so gut. Wer die Reihe liebt, bekommt erneut eine charmante Liebesgeschichte mit Humor und bekannten Gesichtern. Kein revolutionärer Band, aber ein äußerst unterhaltsamer.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Zwischen Highlands, Herz und Zeit

A Spark of Time - Ein Treffen in den Highlands
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Ein Jahr nach ihrer letzten Zeitreise versuchen Lilly und Damien, in der Gegenwart wieder Fuß zu fassen, doch die Distanz zwischen ihnen ist deutlich spürbar. Während Damien sich zunehmend in die Vergangenheit ...

Ein Jahr nach ihrer letzten Zeitreise versuchen Lilly und Damien, in der Gegenwart wieder Fuß zu fassen, doch die Distanz zwischen ihnen ist deutlich spürbar. Während Damien sich zunehmend in die Vergangenheit seines Vaters vergräbt, richtet Lilly den Blick nach vorn. Als Collin MacLeod erneut auftaucht, werden beide gegen ihren Willen in eine neue Zeitreise gezwungen. Das Zie diesmal sind: die schottischen Highlands im Jahr 1745 und die Suche nach einer legendären Perle mit heilenden Kräften. Inmitten von Clanstrukturen, historischen Bräuchen und rauer Landschaft geraten Gefühle, Loyalitäten und Beziehungen gehörig ins Wanken.

Der dritte Band der A Spark of Time-Reihe wirkt spürbar reifer und emotional intensiver als seine Vorgänger. Die schottischen Highlands bilden ein atmosphärisch dichtes Setting, das mit Burg Dunvegan, Highland Games und historischen Details lebendig wird, ohne den Erzählfluss zu bremsen. Besonders gelungen ist zudem die emotionale Spannung zwischen Lilly und Damien, die weniger ausgesprochen als vielmehr zwischen den Zeilen spürbar ist. Mit Collin MacLeod erhält die Geschichte eine neue, ambivalente Figur, die gleichzeitig fasziniert und misstrauisch macht. Seine Rolle als Auslöser der Zeitreise und Teil einer Dreieckskonstellation sorgt für innere Konflikte und spürbare Unsicherheit. Die erzwungene Rollenverteilung in der Vergangenheit, Lilly und Collin als Ehepaar, Damien im Hintergrund, verstärkt diese Dynamik zusätzlich und verleiht der Handlung eine spannende schmerzhafte Tiefe. Der Schreibstil bleibt angenehm flüssig, bildhaft und punktuell humorvoll, während ernste und emotionale Szenen genug Raum bekommen, um nachzuwirken. Das Erzähltempo zieht vor allem zum Ende deutlich an..

Der dritte Band der Reihe ist ein atmosphärischer und emotional aufgeladener Band, der Beziehungen auf die Probe stellt und die Reihe auf ein neues Level hebt. Zwischen Zeitreise, historischen Kulissen und inneren Konflikten entsteht eine Geschichte, die gleichermaßen berührt und schmerzt.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Wenn Gefühle stärker sind als Rivalität

Rival Darling
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Nach dem schmerzhaften Betrug durch ihren Freund Jeremy fasst Violet Sinclair einen klaren Entschluss: Nie wieder einen Sportler daten. Um endgültig mit der Vergangenheit abzuschließen, lässt sie sich ...

Nach dem schmerzhaften Betrug durch ihren Freund Jeremy fasst Violet Sinclair einen klaren Entschluss: Nie wieder einen Sportler daten. Um endgültig mit der Vergangenheit abzuschließen, lässt sie sich impulsiv auf eine Fake-Beziehung mit ausgerechnet Reed Darling ein, dem gefürchteten Kapitän des rivalisierenden Eishockeyteams. Was als Schutzschild gegen alte Verletzungen beginnt, entwickelt sich jedoch schnell zu etwas, das sich nicht mehr kontrollieren lässt. Zwischen Vorurteilen, Rivalität und unausgesprochenen Gefühlen geraten Violets Regeln zunehmend ins Wanken.

Rival Darling lebt von seinen leisen Emotionen und den starken Figuren. Violet wirkt verletzlich, widersprüchlich und gerade dadurch sehr nahbar. Ihre Angst vor erneuter Enttäuschung ist jederzeit spürbar und macht ihre Entscheidungen nachvollziehbar. Reed Darling überrascht mit Tiefe, denn hinter seinem Bad-Boy-Image verbirgt sich ein aufmerksamer, respektvoller Charakter, der Violets Grenzen ernst nimmt und ihr Raum lässt. Besonders seine kleinen Gesten sagen mehr als große Worte und verleihen der Liebesgeschichte eine glaubwürdige Wärme. Die Dynamik innerhalb der Darling-Familie bringt Leichtigkeit und Geborgenheit in die Geschichte und bildet einen wohltuenden Kontrast zu Jeremys zunehmend unangenehmer Präsenz. Die Handlung bleibt eher ruhig, verliert dabei aber nie an emotionaler Spannung, da der Fokus konsequent auf Gefühlen, Vertrauen und inneren Konflikten liegt.

Rival Darling ist eine gefühlvolle, cozy Sportsromance, die ohne Spice auskommt und gerade dadurch lange nachwirkt. Alexandra Moody erzählt eine Geschichte über Nähe, Vertrauen und das Überwinden alter Verletzungen, die trotz bekannter Tropes authentisch bleibt. Ein leises, warmes Buch, das unter die Haut geht und ein starker Auftakt der Darling-Devils-Reihe.

Veröffentlicht am 08.01.2026

Liebe, die selbst Götter zerbricht

The Things Gods Break – Schattenverführt
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Mit The Things Gods Break legt Abigail Owen eine Fortsetzung vor, die spürbar dunkler, emotionaler und intensiver ist als Band eins. Die Geschichte geht nahtlos weiter, man sollte den ersten Band daher ...

Mit The Things Gods Break legt Abigail Owen eine Fortsetzung vor, die spürbar dunkler, emotionaler und intensiver ist als Band eins. Die Geschichte geht nahtlos weiter, man sollte den ersten Band daher gelesen haben.

Lyra ist inzwischen Göttin und Königin der Unterwelt und doch wirft das Schicksal sie gnadenlos in den Tartaros. Ohne Erklärung und ohne Schonung. Sieben Prüfungen, zerbrechliche Zeitlinien und der ständige Kampf um Verstand und Herz machen klar, ihre Göttlichkeit schützt hier vor gar nichts.

Im Zentrum steht wieder die Beziehung zwischen Lyra und Hades, die rau, tief und schmerzhaft schön ist. Lyras innere Stärke, ihr Sarkasmus und ihre Verletzlichkeit machen sie zu einer Figur, die nahbar bleibt, selbst wenn alles um sie herum zerfällt. Die Zeitreisen geben Hades eine neue, berührende Tiefe und zeigen, wie lange und kompromisslos seine Liebe schon besteht. Diese Erkenntnisse sind ebenso tröstlich wie grausam, vor allem mit Blick auf das bittersüße Ende.Eindrucksvoll ist auch Kronos, der sich vom bedrohlichen Titanen zu einer unerwartet warmen Vaterfigur entwickelt und der Geschichte zusätzliche emotionale Tiefe verleiht. Das Worldbuilding überzeugt mit seiner düsteren, fast greifbaren Atmosphäre. Der Tartaros wirkt endgültig, gefährlich und durchzogen von einer ständigen Anspannung. Zeitschleifen, Titanen und göttliche Intrigen fügen sich stimmig in eine neu gedachte griechische Mythologie ein. Abigail Owens flüssiger, moderner Schreibstil sorgt zudem dafür, dass sich Spannung, Action und Gefühle perfekt die Waage halten.

Ein zweiter Band, der nicht nur die Geschichte vertieft, sondern Herz und Nerven gnadenlos mit in den Tartaros reißt.