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Veröffentlicht am 18.01.2026

So schön!

Ein Sommer auf Kullerö
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Die neunjährige Tilla, ihr Bruder Björn und dessen Freund Oscar wohnen auf Kullerö – eine kleine schwedische Insel mitten in den Schärengarten. Die drei können sich keinen schöneren Ort zum Leben vorstellen. ...

Die neunjährige Tilla, ihr Bruder Björn und dessen Freund Oscar wohnen auf Kullerö – eine kleine schwedische Insel mitten in den Schärengarten. Die drei können sich keinen schöneren Ort zum Leben vorstellen. Vor allem im Sommer ist ihre Insel das reinste Paradies. Keine Schule, dafür wunderbare lange Ferientage voller Spaß und Abenteuer. Doch dieses Jahr ist etwas anders als sonst: Eine neue Familie zieht auf die Insel ein, um das alte Hotel zu renovieren und neu zu eröffnen. Zuerst sind Tilla, Björn und Oscar begeistert, denn es sind auch zwei Kinder dabei. Ob Tilla in der gleichaltrigen Kari wohl endlich ihre beste Freundin finden wird? Das wünscht sie sich nämlich schon so lange. Sogar dem Troll, den es auf Kullerö geben soll und der angeblich Herzenswünsche erfüllt, hat sie ihren großen Wunsch verraten. Kari wirkt zunächst aber nicht wirklich freundlich und dass sie eigentlich gar nicht auf der Insel sein möchte, macht sie nicht sympathischer. Tilla ist sich sicher: Dieses Stadtmädchen wird garantiert nicht ihre beste Freundin...oder?

Bei diesem Buch war sofort klar, dass es bei mir Einzug halten muss. In das wunderhübsche Cover habe ich mich auf den ersten Blick verliebt und die Geschichte dahinter klang genau nach meinem Geschmack. Als ich dann sah, wer sich hinter dem Pseudonym Greta Svensson verbirgt, ist meine Vorfreude nur noch größer geworden. Ich liebe die Bücher von Barbara Rose, mich hat noch kein Werk aus ihrer Feder enttäuschen können. Meine Erwartungen waren entsprechend hoch und was soll ich sagen, sie wurden mehr als erfüllt. Das neue Jahr ist gerade mal einen halben Monat alt und ich habe schon jetzt ein echtes Sommerhighlight gefunden.

Greta Svensson alias Barbara Rose hat hier einen ganz zauberhaften Kinderroman geschrieben, der direkt Fernweh und Erinnerungen an endlos erscheinende Kindheitssommer weckt. Die kleine schwedische Insel Kullerö wird einfach herrlich beschrieben – am liebsten würde man sofort seine Koffer packen und Urlaub an diesem idyllischen Ort machen. Absolut verständlich, dass Tilla, Björn und Oscar ihre langen Sommerferien kaum erwarten können. Schwimmausflüge, Bootsfahrten, Ponykutschfahrten, leckere Waldblaubeeren pflücken und die weltbesten Pfannkuchen bei Jenne mampfen – was kann es Schöneres geben?
In diesem Buch steckt jedoch weitaus mehr als nur ein sommerleichtes Ferienabenteuer – die Geschichte erzählt auch von Misstrauen, Vorurteilen, Freundschaft und Zusammenhalt und davon, dass vieles oft nicht so ist wie es scheint und es sich lohnt, an Wunder zu glauben. Es macht richtig Freude mitzuerleben, wie Tilla mit der Zeit zu erkennen beginnt, dass sie sich in Kari geirrt hat und wie es schließlich doch noch für alle ein unvergesslich toller Sommer wird. Beim Lesen hat man durchweg ein wohlig-warmes Gefühl im Bauch und da es zum Ende hin auch noch ziemlich aufregend wird, kann/mag man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Viel zu schnell heißt es auch schon Abschied nehmen von Kullerö und seinen ganzen liebenswerten Bewohner*innen (Karis kleiner Bruder Benka ist so süß!). Aber wer weiß, vielleicht wird es ja noch ein Wiedersehen geben? In der Winter-Weihnachtszeit zum Beispiel? Ich würde mich sehr darüber freuen.

Zum Vorlesen für Kinder ab 5 Jahren und zum Selberlesen ab 8 Jahren ist das Buch sehr gut geeignet. Die Geschichte wird lebendig erzählt, die Charaktere bieten ein hohes Identifikationspotenzial und zahlreiche, meist ganzseitige Illustrationen lockern den Text gekonnt auf. Die Bilder von Verena Wugeditsch sind – wie der Inhalt – ein wahrer Genuss! Warm, freundlich und farbenfroh erwecken sie das Erzählte zum Leben und schaffen eine sommerliche Atmosphäre voller Geborgenheit. Ein Rezept von Jennes Blaubeerpfannkuchen im Anschluss ist das Sahnehäubchen obendrauf und rundet das Ganze perfekt ab.

Fazit: „Ein Sommer auf Kullerö“ ist eine wunderbar warmherzige, hyggelige Sommergeschichte voller Marmeladenglasmomente, schwedischer Inselidylle und kindlicher Unbeschwertheit. Das perfekte Wohlfühlbuch für den Sommer – zum Wegträumen schön! Ich bin begeistert von diesem Schätzchen und kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es sehr gerne 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Witzig, warmherzig, zum Wiehern schön!

Ronny, das Pony, (Bd. 2)
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Inmitten idyllischer Landschaft liegt ein Bauernhof voller Tiere. Hier leben Ronny, das Pony, und Gerd, das Pferd. Die beiden sind die allerbesten Freunde und lieben ihr ruhiges Landleben. Mit diesem ist ...

Inmitten idyllischer Landschaft liegt ein Bauernhof voller Tiere. Hier leben Ronny, das Pony, und Gerd, das Pferd. Die beiden sind die allerbesten Freunde und lieben ihr ruhiges Landleben. Mit diesem ist es aber eines Tages schlagartig vorbei, als Bente, die Ente, auf dem Hof auftaucht. In einem Paket kommt sie an und wirbelt den Stall gehörig durcheinander. Sie schnattert, faucht und schnappt, klaut Ronnys Futter und Schlafplatz und beansprucht Gerd ganz allein für sich. Ronny ist verwirrt, was ist hier nur los? Er flüchtet schließlich an den See, wo es still und friedlich ist. Mit der Zeit vermisst er aber seinen Freund Gerd. Und dieser auch ihn. Ob am Ende wohl alles wieder gut werden wird?

Was war meine Freude als ich hörte, dass es dieses Jahr mit Ronny und Gerd weitergehen wird! Das erste Bilderbuch mit den beiden habe ich geliebt - wenn ihr es noch nicht kennt, schaut’s euch unbedingt an! Meine Erwartungen an die Fortsetzung (die problemlos ohne Vorwissen gelesen werden kann) waren entsprechend hoch und ich wurde nicht enttäuscht. Schon allein das Cover verspricht wieder tierisch gute Unterhaltung und genau das bekommt man hier auch.

Das Furzipups-Erfolgsteam Kai Lüftner und Wiebke Rauers ist einfach immer ein Garant für originelle Bilderbücher. Mit einer gewohnt perfekten Symbiose aus Text und Bild entführen uns die beiden zurück in die Welt von Minipony Ronny und Gerd, das Pferd. Diese sind mittlerweile die besten Freunde und gehen gemeinsam durch dick und dünn. Ihre Freundschaft kann so leicht nichts erschüttern – auch nicht die freche Ente Bente, die eines Tages plötzlich aufkreuzt und das beschauliche Bauernhofleben gehörig auf den Kopf stellt. Ein Sympathieträger ist diese Grummel-Ente zunächst wahrlich nicht. Doch es zeigt sich wieder einmal, dass vieles oft anders ist als es auf den ersten Blick scheint und sich auch ein scheinbarer Unruhestifter nach Liebe und Geborgenheit sehnt.
Erzählt wird das Ganze in Reimform und wie nicht anders zu erwarten, hat Kai Lüftner mal wieder Wortakrobatik vom Feinsten abgeliefert. Seine Verse kommen wunderbar schwungvoll und melodisch daher und stecken voller Witz und Charme. Bisweilen sind auch ein bisschen anspruchsvoller, aber niemals zu herausfordernd. Für Kinder ab 3 Jahren ist dieses Buch sehr gut geeignet. Kai Lüfterns Texte lesen sich rundum stimmig und sind sowohl für die Zuhörenden als auch Vorlesenden ein großer Spaß.

Auch die Illustrationen von Wiebke Rauers sind mal wieder ein wahrer Genuss. Mit ihrem unverwechselbaren Stil erweckt die deutsche Künstlerin das Erzählte zum Leben und zaubert einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Jede Seite ist einfach herrlich anzuschauen – lustig, farbenfroh und mit lauter süßen Details. Vor allem Zottelpony Ronny ist unheimlich knuffig gezeichnet, ein absoluter Herzeroberer. Ob es mit ihm und Gerd wohl noch ein weiteres Wiedersehen geben wird? Das letzte Bild am Ende der Geschichte macht jedenfalls definitiv neugierig auf mehr. Na, lassen wir uns überraschen.

Fazit: „Ronny, das Pony, und Gerd, das Pferd, und Bente, die Ente“ ist eine witzige und warmherzige Geschichte ab 3 Jahren über wahre Freundschaft und den Wunsch nach Zugehörigkeit. Ein großartig gereimtes und illustriertes Bilderbuch für Jung und Alt zum Schmunzeln, Mitfühlen und immer wieder Angucken und Vorlesen. Ich kann auch diesen Band nur empfehlen, Kai Lüfters und Wiebke Rauers haben es mal wieder geschafft mich zu begeistern. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Ein zauberhaftes Bilderbuch, das die Liebe zu Büchern weckt und zum Vorlesen ermutigt!

Das Lesefest
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Seit Hase, Dachs und Eichhörnchen beim weisen Uhu alle Buchstaben gelernt haben, haben die drei ständig ein Buch vor der Nase. Doch da gemeinsam lesen am meisten Spaß macht, treffen sie sich eines Tages ...

Seit Hase, Dachs und Eichhörnchen beim weisen Uhu alle Buchstaben gelernt haben, haben die drei ständig ein Buch vor der Nase. Doch da gemeinsam lesen am meisten Spaß macht, treffen sie sich eines Tages bei Hase, um zusammen bei Nüssen und Möhrentorte in Geschichten einzutauchen. Doch als sie sich gegenseitig vorlesen wollen, merken sie, dass das gar nicht so leicht ist. Dachs liest in einem Affenzahn, ohne Punkt und Komma. Hase wiederum spricht zittrig und viel zu leise und Eichhörnchen bringt nur ein Stottern hervor. Als sie abends wie gewohnt zur Vorlesestunde von Uhuwe gehen, erzählen sie ihm von ihrem Vorlesedesaster. Dieser ist natürlich sofort bereit, ihnen zu helfen und versorgt sie mit guten Tipps. Am Ende trauen sich die drei Freunde sogar, beim großen Lesefest mitzumachen. Es wird ein unvergesslich schöner Tag.

Was habe ich mich gefreut als ich in der Verlagsvorschau entdeckte, dass es ein Wiedersehen mit Uhuwe und den anderen Waldtieren geben wird! Den ersten Band „Uhuwe liest vor“ habe ich geliebt – wenn ihr ihn noch nicht kennt, solltet ihr das unbedingt nachholen. Fürs Verständnis ist es jedoch nicht notwendig, ihn vor der Fortsetzung zu lesen. Die beiden Bücher können problemlos unabhängig voneinander genossen werden.

Ein weiteres Mal entführt uns das Autorin-Illustratorin-Duo Christelle Saquet und Tatjana Mai-Wyss in den idyllischen Wald, zu dem weisen Uhuwe und seinen buchverrückten Freundinnen. Schon das Cover lässt wohl das Herz eines jeden Bibliophilen höher schlagen und dahinter geht es ganz genauso weiter. Christelle Saquet hat eine weitere bezaubernde Tiergeschichte geschaffen, die die Freude am (Vor-)Lesen weckt und daran erinnert, dass es sich lohnt, an sich selbst zu glauben. Vieles klappt nicht auf Anhieb – vor allem das (Vor-)Lesen will gelernt sein. Dies merken auch Hase, Dachs und Eichhörnchen. Still für sich schmökern klappt schon sehr gut, aber laut und deutlich vorlesen erweist als kniffliger als gedacht. Es ist einfach wieder herrlich zu sehen, wie sehr die drei für Bücher brennen – besonders die Szene, als sie Uhuwe in seinem Baumhaus besuchen, ist herzallerliebst (bei Uhuwe würde ich auch liebend gerne mal stöbern!). Ihre Scheu vor dem Vorlesen dagegen lässt einen ziemlich mitfühlen. Was für ein Glück, dass sie Uhuwe zum Freund haben. Diesem gelingt es einmal mehr ihnen zu zeigen, wie bereichernd es ist, etwas Neues zu lernen und dass es nichts Schöneres gibt, als gemeinsam in Geschichten einzutauchen.

Genauso sanft und wundervoll wie der Text sind auch die atmosphärischen Illustrationen von Tatjana Mai-Wyss. Mit zarten Wasserfarben und kleinen Details erwecken sie den Wald zum Leben und schaffen eine Atmosphäre voller Geborgenheit. Man würde sich am liebsten sofort wieder zu den Waldbewohner
innen dazugesellen, um zusammen mit ihnen in trauter Runde zu schmökern.

Fazit: Ein weiteres wunderschönes Bilderbuch haben uns Christelle Saquet und Tatjana Mai-Wyss hier gezaubert. „Das Lesefest mit Uhuwe“ ist eine warmherzige und charmante Tiergeschichte ab 3 Jahren, die die Liebe zu Büchern weckt und zum Vorlesen ermutigt. Ein liebevolles Plädoyer für das (Vor-)Lesen und großes Muss für alle Bücherwürmer und die, die es noch werden wollen. Ich bin auch von diesem Band ganz hin und weg und kann ihn jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 11.01.2026

Monstermäßig toll!

Monstäa
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Konrad und seine jüngere Schwester Frida verbringen die Herbstferien gemeinsam mit ihren Eltern im Monsterpark, wo ihr Papa arbeitet. Während es Frida kaum erwarten kann, hält sich die Begeisterung von ...

Konrad und seine jüngere Schwester Frida verbringen die Herbstferien gemeinsam mit ihren Eltern im Monsterpark, wo ihr Papa arbeitet. Während es Frida kaum erwarten kann, hält sich die Begeisterung von Konrad sehr in Grenzen. Im Park leben echte, wilde Monster! Sie sitzen zwar gut gesichert in Käfigen, aber man weiß ja nie. Konrad ist definitiv kein Monsterfan – Frida hingegen wittert schon ein spannendes Abenteuer und ist fest entschlossen, das verborgene Portal zu finden, durch das man angeblich in die Monsterwelt reisen kann. Sehr zum Unmut ihres Bruders schleicht sie sich in der Nacht hinaus, um nach dem geheimen Durchgang zu suchen. Konrad folgt ihr und ehe es sich die Geschwister versehen, landen sie in der Welt der Monster. Doch Monstäa ist ganz anders als erwartet. Statt gefährliche Kreaturen treffen die Kinder auf freundliche Wesen. Auf das Knusperknäuschen Hox zum Beispiel, mit dem sie sich schnell anfreunden. Konrad und Frida kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Als sie erfahren, was damals wirklich geschehen ist, sind sie sofort fest entschlossen, ihren neuen Monsterfreunden zu helfen. Ein unvergessliches Abenteuer beginnt...

Nachdem mir Lisa Bogen vorletztes Jahr mit ihrem Kinderbuchdebüt „Heinrich Hase rettet Weihnachten“ die Adventszeit versüßen konnte, war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk „Monstäa“. Schon das Cover mit seinen goldenen Elementen ist ein echter Hingucker und macht direkt Lust aufs Aufschlagen und Losschmökern. Dahinter geht es genauso weiter. Marie Bollermann hat auch das Innenleben wunderschön und liebevoll gestaltet, angefangen bei den Vorsatzpapieren über die Karte zu Beginn bis hin zu den zahlreichen stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen, die für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen.

Inhaltlich überzeugt der Roman ebenfalls vom ersten Moment an. Lisa Bogen hat ihrer Fantasie mal wieder ihren freien Lauf gelassen und eine überaus kreative und magische Geschichte zu Papier gebracht. Zusammen mit Ich-Erzähler Konrad und seiner kleinen Schwester Frida verschlägt es einen schon nach kurzer Zeit nach Monstäa – eine fantastische Welt, in der es viele wundersame Orte zu entdecken gibt und lauter außergewöhnliche Kreaturen ihr Unwesen treiben. So treffen wir zum Beispiel auf Knusperknäuschen, die vorzügliche Backkünste besitzen; auf Sorgenfänger, die sich von Sorgen ernähren, und die Pupsis, die sich mit ihrer Pupskraft durch die Lüfte bewegen können.
Einfach herrlich, was Lisa Bogen sich hier alles hat einfallen lassen. Es macht wahnsinnig Spaß, in dieses Ideenfeuerwerk einzutauchen und die beiden Kinder auf ihrer Reise zu begleiten. Mit dem Geschwisterpaar hat die Autorin ein ziemlich gegensätzliches Duo erschaffen: Während Konrad sehr besonnen und eher ängstlich ist, kommt Frida wild, unerschrocken und abenteuerlustig daher. Normalerweise können sich die beiden nicht gut leiden, doch ihr Abenteuer wird sie zusammenschweißen und gemeinsam über sich hinauswachsen lassen. Zusammenhalt, Mut, Freundschaft und Akzeptanz werden hier groß geschrieben. Konrad, Frida und die Monster zeigen uns, dass es sich lohnt, anderen unvoreingenommen und offen zu begegnen und wie wichtig es ist, einander und sich selbst so anzunehmen wie man ist. Ganz nebenbei gehen uns die Monster auch in Sachen Umweltschutz mit einem guten Beispiel voran – von ihnen können wir Menschen uns durchaus eine Scheibe abschneiden.

Langweilig wird es auf den 368 Seiten zu keiner Zeit. Die Handlung sprüht nur so vor aufregenden Abenteuern, Witz und Charme und hält eine ganz Palette an liebenswerten Charakteren bereit. Ehe man es sich versieht, ist die Geschichte auch schon wieder vorbei, aber wer weiß, vielleicht wird es noch ein Wiedersehen mit Konrad, Frida und den Bewohner*innen aus Monstäa geben? Das Ende macht definitiv Lust auf mehr!

Ein mehrseitiges Monsterlexikon im Anschluss rundet das Leseerlebnis perfekt ab und als Sahnehäubchen obendrauf gibt es dann auch noch ein passendes Kartenspiel zum Buch, das man sich online bestellen kann.

Fazit: Ein weiteres wundervolles Kinderbuch haben uns die Lisa Bogen und Marie Bollmann hier gezaubert. „Monstäa – Die vergessene Welt der Monster“ ist eine fantasievolle, spannende und unterhaltsame Monstergeschichte ab 10 Jahren mit monstermäßig tollen Illustrationen, wertvollen Botschaften und ganz viel Herz. Ein Plädoyer dafür, über den Tellerrand zu schauen. Ich bin auch von Lisa Bogens zweitem Kinderbuch begeistert, mir hat es sogar noch ein bisschen gefallen als ihr erstes. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht!

Lukas & Greta (Band 1) – Das Geheimnis der alten Villa
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Lukas war immer davon ausgegangen, dass er ein ganz normaler Junge sei. Er ist normal groß und hat eine normale Familie, er streitet sich ganz normal mit seiner kleinen Schwester, wohnt in einer normalen ...

Lukas war immer davon ausgegangen, dass er ein ganz normaler Junge sei. Er ist normal groß und hat eine normale Familie, er streitet sich ganz normal mit seiner kleinen Schwester, wohnt in einer normalen Wohnung und geht mit anderen normalen Kindern auf eine normale Schule. An ihm ist wirklich nichts ungewöhnlich – bis auf seine beiden Eckzähne, die wie bei seiner Mutter seltsam spitz aus den anderen Zähnen herausragen. Auch eine Zahnspange konnte daran nichts ändern. Sein Leben wird völlig auf den Kopf gestellt, als seine Eltern eines Tages einen Brief erhalten, in dem steht, dass sie die alte Villa seines Ururgroßvaters geerbt haben. Es sind sich schnell alle einig, dass sie das Erbe annehmen werden. So zieht Lukas mit seiner Familie in das riesige Anwesen am Stadtrand, kommt auf eine neue Schule und muss sich neue Freunde suchen. Schon nach kurzer Zeit freundet er sich mit seiner Mitschülerin Greta an, die ebenfalls nicht normal ist: Greta ist eine Nachfahrin von Rotkäppchen! Gibt es Märchen also wirklich? Doch dies ist nicht die einzige Frage, die Lukas sehr beschäftigt. Irgendetwas Rätselhaftes geht in seinem neuen Zuhause vor sich. Gemeinsam mit Greta geht er der Sache auf den Grund und entdeckt dabei etwas ganz Unglaubliches: Sein Ururgroßvater ist ein echter, lebendiger Vampir!

Die spanische Künstlerin Rocio Bonilla zählt zu meinen absoluten Lieblingsillustratorinnen, ich liebe einfach ihren unverwechselbaren, zuckersüßen Stil. Auf ihr erstes Kinderbuch für Erstlesende habe ich mich dementsprechend sehr gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Schon das Cover begeistert auf den ersten Blick und dahinter geht es ganz genauso weiter.

Rocio Bonilla hat hier einen wunderbaren Reihenauftakt geschaffen, der definitiv Lust auf mehr macht. Mit viel Witz und Charme erzählt sie die Geschichte aus der Sicht von Lukas – ein überaus sympathischer Junge, der eigentlich ganz normal ist. Wären da nicht seine spitzen Eckzähne. Als Leser
in ahnt man natürlich sehr schnell, was hinter Lukas’ ungewöhnlichen Beißerchen stecken könnte, sodass die Enthüllung nicht groß überraschend kommt. Dies tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen, langweilig wird es zu keiner Zeit. Die Handlung ist durchweg unterhaltsam und punktet neben ein bisschen Vampirgrusel und Märchen-Vibes auch mit liebevoll gezeichneten Charakteren sowie wichtigen Botschaften. So wird Kindern unter anderem gezeigt, wie wertvoll gute Freunde sind und dass es völlig okay ist, anders zu sein.

Zum ersten Selberlesen für Kinder ab 7 Jahren ist dieses Buch sehr gut geeignet. Die Kapitel sind schön kurz, die Schrift sehr groß und jede Doppelseite ist mit mindestens einer Zeichnung gespickt. Die Illustrationen von Rocio Bonilla sind wie gewohnt ein ganz besonderer Genuss. Mal farbenfroh, mal skizzenhaft in schwarz-weiß sorgen sie für eine schaurig-schöne Wohlfühlatmosphäre und zaubern einem immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Vor allem die Mimik der Figuren ist wie gewohnt ganz hinreißend anzusehen.

Fazit: „Lukas & Greta – Das Geheimnis der alten Villa“ ist eine spannende und lustige Grusel-Fantasygeschichte über Freundschaft, Familie und das Anderssein. Ein vielversprechender Auftakt einer neuen Reihe zum Selberlesen ab 7 Jahren. Ich bin begeistert von Rocio Bonillas neuem Werk, vor allem ihre Illustrationen finde ich mal wieder großartig. Auf den zweiten Band freue ich mich schon sehr! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

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