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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.01.2026

Sehr berührend

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Bo ist 89 Jahre alt und lebt mit seinem Hund Sixten in seinem Haus. Er hat immer Hunde gehabt und als er Sixten als Welpen geholt hat, wurde seine Frau Fredrika ein Jahr später dement und zog ins Pflegeheim. ...

Bo ist 89 Jahre alt und lebt mit seinem Hund Sixten in seinem Haus. Er hat immer Hunde gehabt und als er Sixten als Welpen geholt hat, wurde seine Frau Fredrika ein Jahr später dement und zog ins Pflegeheim. Jetzt lassen seine Kräfte immer mehr nach, schläft sehr viel und schafft es kaum mit dem Hund in den garten zu gehen. Er schläft auf der Küchenbank mit dem Hundekopf auf seinem Schoß. der Pflegedienst kommt viermal am Tag und geht manchmal mit dem Hund. Sein Sohn Hans, plant den Hund in eine andere Pflegstelle zu geben. Das beherrscht Bo seine Gedanken und trübt das Verhältnis zu Hans stark. Immer wieder schweifen Bos Gedanken in die Vergangenheit. Zu seinen Eltern, zu seiner Ehefrau und seinem Freund Ture, mit dem er noch regelmäßig telefoniert und der auch pflegebedürftig ist.
Das Cover und der Titel sind sehr gut gewählt. Die Handlung wird sehr gefühlvoll erzählt. Neben den Gedanken von Bo, werden auch die kurzen Berichte vom Pflegepersonal eingeblendet, die die Realität etwas anders erscheinen lassen. Als Hundeliebhaber kann ich mir den alten Mann und den Hund im Zusammenspiel sehr gut vorstellen. Eine sehr berührende Geschichte.

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Veröffentlicht am 18.01.2026

Fasching in Meran

Die Welt in Meran - Walzerblut
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Es beginnt im Im Frühling 1872. Die junge Helen von Burt begleitet ihre Tante Lady Greville nach Meran. Ihre Tante möchte in dem angesagten Südtiroler Kurort etwas für ihre Gesundheit tun und gleichzeitig ...

Es beginnt im Im Frühling 1872. Die junge Helen von Burt begleitet ihre Tante Lady Greville nach Meran. Ihre Tante möchte in dem angesagten Südtiroler Kurort etwas für ihre Gesundheit tun und gleichzeitig für Helen zur Faschingszeit einen standesgemäßen Verehrer suchen. Helen ist eine feurige Reiterin und erregt bei einer Parforcejagd gleich die Aufmerksamkeit von zwei jungen Männern. Doch einer trägt gleich mehrere Geheimnisse in sich. Die Kurärzte bekommen Verstärkung durch den jüdische Arzt Hirsch, der sich auf Seelenheilkunde spezialisiert hat. Mehrer Fälle von Scharlach beschäftigen die Ärzte. Davon sind auch die Einheimischen betroffen, die als Bedienstete für die Kurgäste arbeiten oder in den Armenvierteln und Fabriken schuften müssen.
Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben und am Ende in einem Personenregister geführt. Eine Landkarte von Meran und der umliegenden Täler gibt es gleich am Anfang und gibt einen guten Überblick. Der Schreibstil nimmt mich gleich mit in die Handlung, die interessant und auch spannend ist. Die politische Lage Südtirols zu Österreich und Italien spielte schon damals eine entscheidende Rolle und wird auch hier angesprochen. Dies ist der 1. Teil der Meran-Saga und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 15.01.2026

Spannend

Der Kurator
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Kurz vor Weihnachten. Eine Betriebsfeier mit Wichtelgeschenken. Ein Kaffeebecher mit einem Verlobungsring als Überraschung wird zur Belustigung der Belegschaft vertauscht. Auf dem Becher steht nicht "Willst ...

Kurz vor Weihnachten. Eine Betriebsfeier mit Wichtelgeschenken. Ein Kaffeebecher mit einem Verlobungsring als Überraschung wird zur Belustigung der Belegschaft vertauscht. Auf dem Becher steht nicht "Willst Du mich heiraten" sondern »#BSC6«. und enthält zwei abgetrennte Finger. Zwei weitere Finger im Taufbecken einer Kirche und Zwei in einer Fleischerei rufen DS Washington Poe und die Analystin Tilly Bradshaw auf den Plan. Als sie die Namen der Opfer herausfinden, deren Leichen zunächst nicht auffindbar sind, ergeben sich keine Gemeinsamkeiten. In mühseliger Kleinarbeit stoßen die beiden durch einem Drachen in einem Baum und dem Inhalt einer Mülltonne auf ein verdächtiges Geschwisterpaar. Da erreicht Poe ein Anruf von einer FBI-Agentin, die wegen ihrer abstrusen Ideen strafversetzt wurde und berichtet ihm vom "Kurator"
Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Poe und Tilly sind natürlich meine Favoriten. Sehr scharfsinnig mit analytischen Denken und Handeln. Der Schreibstil nimmt mich sofort mit in die interessante Handlung. Was zuerst recht lustig beginnt, wird dann immer rasanter und spannender. Dieser dritte Teil der Krimi-Serie hat sich noch einmal richtig gesteigert.

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Veröffentlicht am 10.01.2026

Erinnerungen

Der Tag, an dem Barbara starb
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Die 89 jährige verwitwete Margaret Winterbottom erwacht in ihrem Haus, weil bei ihrer Nachbarin und Freundin Barbara Jones Polizeiwagen und Rettungsdienst vor der Tür stehen. Barbara wurde erwürgt und ...

Die 89 jährige verwitwete Margaret Winterbottom erwacht in ihrem Haus, weil bei ihrer Nachbarin und Freundin Barbara Jones Polizeiwagen und Rettungsdienst vor der Tür stehen. Barbara wurde erwürgt und hatte keine Feinde in der ruhigen Wohngegend in Nordengland. Margaret leidet zunehmend unter Vergesslichkeit und erinnert sich nur daran, dass Barbara vorher sehr unruhig war und zu ihr sagte : „Versprich mir, dass du das tust, Margaret.“ Ihr Enkel James Stone (15) , der sie immer öfter besucht und wohl auch auf sie aufpassen soll, entwirft einen Plan um die Erinnerungen aufzufrischen. Margaret hat noch sehr gute Erinnerungen an die Zeit des 2. Weltkrieges als sie ihren Mann kennenlernte und eine Spezialistin für de­chif­f­rie­ren war. Als James selbst in den Focus der Ermittlungen rückt, müssen die beiden sich gegenseitig ergänzen.
Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Die Protagonisten werden sehr liebevoll beschrieben. Oma und Enkel als Detektive sind eine ungewöhnliche Idee. Die Handlung beginnt mit den Erlebnissen von Margaret, die alle mit ihrer beginnenden Demenz abtun. Die Auflösung und das Ende haben mich dann doch überrascht.

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Veröffentlicht am 05.01.2026

Künstliche Intelligenz

Der Tower
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Berlin: Nova lebt schon seit einem Jahr getrennt von ihrem Freund, hat ihre Anstellung in einer Galerie verloren und ist auf erfolgloser Wohnungssuche. Da erreicht sie ein Anruf. Eine weibliche Stimme ...

Berlin: Nova lebt schon seit einem Jahr getrennt von ihrem Freund, hat ihre Anstellung in einer Galerie verloren und ist auf erfolgloser Wohnungssuche. Da erreicht sie ein Anruf. Eine weibliche Stimme offeriert ihr eine kostenfreie Wohnung im Pram-Tower mitten auf dem Alexanderplatz. Sie hatte sich vor einem halben Jahr über ein Preisausschreiben beworben. Die möblierte Wohnung in der 34. Etage ist ein Traum. Zu ihrem Erstaunen entpuppt sich die weibliche Stimme als KI, die sämtliche Funktionen im Haus bestimmt und steuert. Jeden Freitag organisiert diese KI ein Nachbarschaftstreffen auf der Etage, deren Teilnahme Pflicht ist und Nova eine neue Anstellung in einer Galerie verschafft. Nach und nach erfährt sie auch, dass die vorherige Mieterin Selbstmord begangen hat.
Das Cover und der Titel passen sehr gut. Das Thema ist gerade sehr aktuell und gut verarbeitet. Der Schreibstil nimmt mich sofort mit in die Handlung und nimmt immer neue Wendungen. Richtig spannend wird es dann zum Ende, als immer öfter die Frage auftaucht, wer ist Freund oder Feind.

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