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Veröffentlicht am 12.02.2026

Eine Provokation, ein Spiegel unserer Zeit?

Fuckgirl
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„Alle Beziehungen innerhalb meiner Familie waren toxisch. Ohne Ausnahme. Wer so aufwächst, kennt nur diese eine, strukturell verdrehte Realität. Es ist, als ob ich zwei Jahrzehnte in einem Haus ohne Eingangstür ...

„Alle Beziehungen innerhalb meiner Familie waren toxisch. Ohne Ausnahme. Wer so aufwächst, kennt nur diese eine, strukturell verdrehte Realität. Es ist, als ob ich zwei Jahrzehnte in einem Haus ohne Eingangstür gelebt hätte, ohne es zu bemerken.
Ich hörte die Kommentare, die gegenseitig übereinander gefallen sind, allerdings verbuchte ich sie als unbedeutenden Tratsch, als Teil unseres Lebens als Frauen – und nicht als das, was sie waren.
[...]
Meine Antennen für Missbrauch waren nicht scharfgestellt, sie waren: ausgeschaltet, abgebrochen. Nicht vorhanden. Romantische Beziehungen waren entweder Mittel zum Zweck oder Mittel zur Ausbeutung, man hat sich gegenseitig ausgehalten und sicherlich zeitweise verachtet. Darüber hat niemand ein kritisches Wort verloren. So hat sich das eingeprägt.“

Die Protagonistin „Fuckgirl“, eine erfolgreiche Performancekünstlerin, macht es also anders: Sie lebt kinderlos in einer einseitig offenen Ehe: Während ihr Mann nur mit ihr alleine glücklich ist, sucht sie sexuelle Abenteuer mit wechselnden Partnern. Als sie bei einem ihrer One-Night-Stands herausfindet, dass dieser seiner Freundin/Mutter seines Kindes betrügt, heckt sie einen Racheplan aus. Denn: „Andere Frauen sind unsere einzige Möglichkeit, die Wahrheit zu erfahren. [...] Aus feministischer Solidarität.“

Ein paar Szenarien waren mir etwas zu explizit dargestellt. Die häufigen, langen englischsprachigen Passagen finde ich (auch wenn ich sie natürlich verstehen kann) nicht so gelungen, sie stören den Lesefluss und sind wohl nicht für jeden zugänglich.

Auch wenn die Handlung sicherlich abseits der „gängigen“ Lebensrealitäten sein dürften, finden sich viele Wahrheiten in dem Buch: „Da bemerkte ich, dass es letztlich egal war, was ich tat als Frau in der Welt. Es würde immer falsch sein, für irgendwen.“

„... fiel es mir plötzlich auf. Dass ich selbst kein Stückchen besser war als die anderen. Ich hatte bloß Glück gehabt, nicht mehr. Und trotzdem, während ich dasaß, mit meinen Schwestern und ihren mittelmäßigen, langweiligen, unattraktiven Männern, während ich spürte, wie sich die vertraute Mischung aus Mitleid und Überheblichkeit in mir regte, wusste ich: Es war lächerlich, Frauen vorzuwerfen, dass sie blieben. Als hätte man ihnen nicht von klein auf beigebracht, dass genau das von ihnen erwartet wurde. Als wäre es eine individuelle Schwäche, ein Zeichen mangelnden Selbstbewusstseins und keine logische Folge einer Welt, die Frauen nichts zutraut. Was gewann ich, wenn ich Frauen wie meine Mutter und meine Schwestern mal mehr, mal weniger offensichtlich dafür beschämte, dass sie bei den falschen Männern blieben? Nichts, außer dass sie sich noch schlechter fühlten. Dass sie sich noch weniger trauten, zu gehen. So, wie ich mich damals nicht getraut hatte. Weil ich mich so geschämt habe, als Frau versagt zu haben.“

Die Entwicklung der Protagonistin zum Ende hin gefiel mir gut, gerade ihre Ehrlichkeit sich selbst gegenüber. „Und so stehe ich da, auf dieser Party, mit dem Journalisten, inmitten dieser verschwommenen Szenerie aus Körpern und Rollen, und sehe auf das Leben, das ich gewählt habe. Oder das mich gewählt hat. Es erscheint mir wie eine Kette aus Szenen, jeder Akt zu meinen Bedingungen inszeniert, jede Geste bewusst kalkuliert, um ein Bedürfnis zu befriedigen, das nie wirklich nur meins gewesen war. Jetzt, in diesem Moment, fragte ich mich, was ich suchte, und ob ich es in diesem Modell, das ich mir gebaut hatte, jemals finden würde.“

„Ich wiederum könnte zum ersten Mal seit meiner Jugend richtig alleine sein. Männer dezentrieren, meinen Körper rückerobern. Lernen, wer ich ohne Mann als Back-up war. Wie ich mich selbst gut behandle.“

„Fuckgirl“ von Bianca Jankovska ist ein provokanter Roman, der während des Lesens bei vielen sicherlich gemischte Gefühle hervorrufen dürfte und aufgrund der teils sehr derben Ausdrucksweise bzw. der Handlung eher nichts für die breite Masse ist. Dennoch kann ich „Fuckgirl“ allen Leser
innen empfehlen, die einen provokanten, bewusst nicht gefälligen Roman über weibliche Solidarität, Selbstbestimmung und Rache lesen möchten.

Vielen Dank an den Haymon Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Berührender Roman übers Pflegen und Sterben

Gelb, auch ein schöner Gedanke
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„Gelb, auch ein schöner Gedanke“ von Nefis Kavouras ist ein wirklich berührender, intensiver Roman.

Ruth pflegt zuhause ihren Mann Georg, der seit Jahren schwer krank ist. Doch das Sterben zieht sich ...

„Gelb, auch ein schöner Gedanke“ von Nefis Kavouras ist ein wirklich berührender, intensiver Roman.

Ruth pflegt zuhause ihren Mann Georg, der seit Jahren schwer krank ist. Doch das Sterben zieht sich dahin. Unter dieser Ausnahmesituation leidet auch die 15jährige Tochter Lea sehr.
In wechselnden Kapiteln fühlen wir mit Mutter und Tochter mit.

Ruth hat ihre Arbeit schon lange aufgegeben und verliert sich während der Dauerpflege ihres Mannes immer mehr selbst: „Pflegejahre sind Jahre ohne Details. Alles wird im Groben zusammengehalten, für mehr reicht es nicht.“

Die Kapitel, in denen sie von den täglichen An- und Überforderungen beim Pflegen, beim Warten auf das Sterben ihres Mannes erzählt, haben mich sehr bewegt:

„Ich pflege, bis ich fertig gepflegt habe, und dann sitze ich da und langweile mich neben meinem Mann, bis es wieder etwas zu tun gibt und ich weiterpflegen kann.
Ich fange wieder an, ihm vorzulesen. Das tat ich lange nicht, mir kam es so mühselig vor, und meistens schlief er eh ein. Aber jetzt, wo er gar nicht mehr redet, wo jegliche Kommunikation einfach verschollen ist, muss ich diesen leeren Raum füllen, auch für mich. Ich lese ihm die Zeitung vor, und Georg guckt ins Nichts, ich lese Romananfänge vor, aber sie langweilen mich, und Georg guckt weiter ins Nichts, also höre ich auf zu lesen, mein Mund ist trocken, ich frage mich, wie sich Georg fühlt. Da ist keine Regung, und trotzdem sind da die körperlichen Veränderungen. Ich kann gar nicht sagen, wann es genau anfing, dass er immer und immer weniger wurde. Aber in diesem Prozess des Wenigerwerdens passiert so viel.
Seine Haare wachsen schneller, oder mir fällt es schneller auf. Ich rasiere täglich seine Bartstoppeln, weißer Schaum, ganz sachte. Ich denke an Baiser, niemand backt mir Kuchen. Wenn jemand Geburtstag hat, gibt es Kuchen, aber wenn der eigene Ehemann einem wegstirbt, gibt es gar nichts.“

„Es ist ein heißer Sommertag, als ich realisiere, dass er sterben wird. Das heißt aber nicht, dass ich es akzeptiere.
[....]
Sterben sieht so aus:
Ich schaue ihm beim körperlichen Abbau zu. Wie er schmaler und auch kleiner wird. Wie seine Haut an Farbe verliert. Grau sieht er aus, als wäre er schon eine Statue im Museum. Niemand wird für meinen Mann eine Statue errichten, ich denke jetzt schon an sein Grab. Ich lausche seiner Atmung, sie klingt nicht mehr menschlich, Georg muss noch seinen Sterberhythmus finden. Ich beobachte das Heben und Senken seiner Brust, das zeigt uns, dass er lebt, dass irgendwas von ihm noch da ist. Manchmal öffnet er die Augen, aber nie schaut er mich an. Kein Gespräch ist mehr möglich. Auch keine Gesprächsfetzen. Mir fällt ein, wie im Supermarkt eine ältere Frau zu einer anderen Frau mal sagte: ‚Mein Mann, der ist nur noch Gemüse, liegt im Bett, kann nichts, sagt nichts‘, und ich bin nun eine dieser Frauen.“

Auch Leas Hilflosigkeit und Überforderung sind deutlich spürbar:
„Ich denke seit Jahren täglich an Papas Tod, er begleitet mich schweigend und manchmal lachend und manchmal schon fast sehnsüchtig auf all meinen Wegen, das Wasser kocht und ich denke mir, jetzt könnte es so weit sein, und ich gehe zur Schule und ich trinke Kaffee und ich gehe wandern und ich stehe an der Bushaltestelle und ich warte auf den Bus und eigentlich warte ich immer nur auf Papas Tod, und dann kommt der Bus und ich frage mich, was wäre, wenn es, ja, jetzt, ja, in drei Minuten, passieren würde, aber es passiert nicht, seit Jahren passiert nichts, aber ich habe das Gefühl, genau zu wissen, wie es sich anfühlt, wenn es passiert.“

Wie allein und verloren Mutter und Tochter sind, ist schwer zu ertragen:
„‘Brauchst du noch was?‘, fragt sie und guckt mich noch nicht einmal an.
Ich bräuchte so viel, aber wo fange ich da an, und darf ich in so einem Ausnahmezustand überhaupt etwas brauchen? Aber immer sind wir im Ausnahmezustand, nie hört das auf, bald bin ich erwachsen, und meine ganze Jugend über begleitet mich das Sterben meines Vaters.“

Bis etwa zur Hälfte des Romans war ich absolut begeistert: So heftig und schonungslos, schmerzhaft und berührend!
Doch dann kann eine kafkaeske Wendung (mehr sage ich nicht dazu), mit der ich irgendwie nicht umgehen konnte. Nichts gegen Kafka, aber hier fand ich das irgendwie nicht passend. Oder es hat mich einfach überfordert?
Jedenfalls tat ich mir dann etwas schwer mit dem Verlauf der Geschichte. Erst gegen Ende hin fand ich dann wieder hinein. Und der Schreibstil von Nefis Kavouras hat mich auf jeden Fall sehr begeistert!

Da mir die unerwartete Wendung leider nicht so gefallen hat, vergebe ich final „nur“ 4 von 5 Sternen, aber dennoch eine unbedingte Leseempfehlung: Ein Roman, der sich auf so empathische Weise mit unbequemen Themen wie Pflegen und Sterben beschäftigt, ist auf jeden Fall lesenswert.

Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar! 📚💚

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Abgründige Kurzgeschichte: Was ist wahr?

Wer bist du?
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Bei der Ich-Erzählerin, die seit dem Tod ihres Mannes alleine lebt, steht eines Tages ein Mädchen vor der Tür, mit einem 1000-Schilling-Schein in der Hand und einer fadenscheinigen Geschichte. Die beiden ...

Bei der Ich-Erzählerin, die seit dem Tod ihres Mannes alleine lebt, steht eines Tages ein Mädchen vor der Tür, mit einem 1000-Schilling-Schein in der Hand und einer fadenscheinigen Geschichte. Die beiden verbringen einen Nachmittag miteinander:

„‘Magst du eine heiße Schokolade?’, fragte ich. ‘Wir trinken eine heiße Schokolade, und dann überlegen wir, was zu tun ist.’
Zögernd ging sie mir nach.
In der Küche fragte sie: ‘Was ist eine heiße Schokolade? Ist das so etwas wie Kakao, nur ein anderes Wort?’
‘O nein’, sagte ich. ‘Es ist tatsächlich etwas Ähnliches, aber doch etwas ganz anderes.’
‘Wie soll das stimmen können’, sagte sie, und ich schämte mich.
Ich schämte mich doppelt. Erstens wegen meiner kokett umständlichen Ausdrucksweise – ‘etwas Ähnliches, aber doch etwas ganz anderes’ –, zweitens schämte ich mich, weil ich auf einmal die Unterlegene war. Ich muss das präziser sagen: Auf einmal war sie die Erwachsene und ich das Kind. Als wollte sie zu mir sagen: Drück dich gefälligst verständlich aus! Ich bemühte mich, vor ihr einen guten Eindruck zu machen. Sie bemühte sich nicht. Ist Ihnen das schon einmal passiert? Dass Sie vor einem Kind einen guten Eindruck machen wollten? Wie wenn man von jemandem etwas erwartet. Was erwartete ich von diesem Kind? Doch nichts.“

Sie schickt das Mädchen schließlich nach Hause mit dem Versprechen, das Geld für sie im Garten unter einem Stein zu deponieren.
Kurz darauf wird das Mädchen vermisst und nie gefunden. Die Erzählerin sucht genauso vergeblich nach ihr wie die Polizei; vergessen kann sie das Kind nicht: „Man hat sie nie gefunden. Ich habe immer an sie gedacht: Jetzt müsste sie zehn sein, jetzt fünfzehn, jetzt zwanzig …“

Aber:
„Dann geschah das Unglaubliche. Eine junge Frau, genaues Alter ungewiss, Mitte zwanzig oder so, dunkle Haare, schattige Augen, etwas übergewichtig, klingelte an meiner Tür. Sie schlüpfte an mir vorbei ins Haus, stand im Dunkeln, weil bei mir alle Fenster und Türen hin zum Hellen geschlossen und mit dicken Vorhängen bedeckt sind.
»Erinnern Sie sich?«, fragte sie und fasste mich am Arm: »Ich bin es. Ein kurzer Besuch. Darf ich? Nur ein kurzer Besuch. Die Freundschaft.«
Sie war es. Es war meine Michaela »Michi« Beer! Die Haare hatte sie dunkel gefärbt. Aber die rote Strähne war da.“

Die Frau zieht bei der Ich-Erzählerin ein, doch nach und nach kommen ihr Zweifel, ob es sich bei der Frau wirklich um das Mädchen von damals handelt ...

Ich hatte bisher noch nichts von Monika Helfer gelesen. Sprachlich hat mir diese kurze, abgründige Erzählung sehr gut gefallen. Es bleiben am Ende einige Fragen offen uns lassen viel Raum für eigene Interpretationen.

„Von dem, was einer ist. Nicht viel mehr sieht jeder im andern, als er selber ist. Ich war die Dumme und habe in ihr die Dumme gesehen. Nun sehe ich in ihr die Lügnerin.
Ich glaubte ihr kein Wort. Das ist eine Redewendung. Kann doch nie die volle Wahrheit sein, denkt der Mensch.“

Eine interessante Leseerfahrung - Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch Verlag und an NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Magisches Fantasy-Abenteuer mit beeindruckenden Illustrationen

Lightfall 1: Das verlorene Licht
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„Lightfall 1: Das verlorene Licht“ von Tim Probert ist ein Graphic Novel Fantasy-Roman für Kinder und Jugendliche ab ca. 10 Jahren.

Das Mädchen Bea lebt gemeinsam mit ihrem Großvater, einem weisen Zauber-Eber, ...

„Lightfall 1: Das verlorene Licht“ von Tim Probert ist ein Graphic Novel Fantasy-Roman für Kinder und Jugendliche ab ca. 10 Jahren.

Das Mädchen Bea lebt gemeinsam mit ihrem Großvater, einem weisen Zauber-Eber, auf dem Planeten Irpa. Im Haus ihres Großvaters gibt es jede Menge Heilkräuter und Zaubertränke, aber auch Geheimnisse. Denn als „Hüter der Ewigen Flamme“ sorgen sie für das Gleichgewicht einer Welt, die von der Dunkelheit bedroht ist.
Als eines Tages Beas Großvater verschwindet und nur die Flamme zurücklässt, zusammen mit einer mysteriösen Nachricht, darf Bea keine Zeit verlieren: Sie muss ihren Großvater finden. Zum Glück trifft sie unterwegs Cad, einen Galdurier. Zwischen den beiden entwickelt sich wider Erwarten eine Freundschaft und sie müssen viele gefährliche Abenteuer überstehen. Cad hofft, mithilfe des Zauber-Ebers sein verschwundenes Volk wiederzufinden. Werden die beiden es schaffen, und Beas Großvater aufspüren?

Ich selbst bin eigentlich kein Fantasy-Fan (mein Kind schon), aber dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Das liegt vor allem an den wirklich eindrucksvollen Illustrationen, die uns sehr begeistert haben! Diese sind so gut, dass auch die Seiten, die komplett ohne Text auskommen, unendlich viel aussagen.

Auch thematisch ist diese Geschichte über Freundschaft, Hoffnung und Mut sehr schön zu lesen. Da es nicht viel Text ist, kommen sicher auch Kinder gut damit klar, die nicht so gerne viel lesen.

Die Charaktere sind allesamt sehr gut getroffen; besonders mochten wir natürlich Bea und Cad.

Ein sehr schönes Zitat aus dem Buch: „Man braucht nicht immer einen Grund, um zu helfen.
Das gibt's heute nicht mehr so häufig.“

Zwei kleine Kritikpunkte haben wir: Das Buch riecht leider sehr, sehr unangenehm – ich nehme an, das liegt an der Farbe bzw. am Druck. Wir hoffen sehr, dass der Geruch bald noch verfliegt, damit wir das Buch noch mehr genießen können.
Was uns jedoch etwas mehr gestört hat, ist die Tatsache, dass das Buch sehr offen und plötzlich endet – quasi mitten in der Handlung. Damit ist man quasi „gezwungen“, den zweiten Band zu kaufen (was wir ohnehin getan hätten, aber trotzdem). Das hätte man vielleicht anders lösen können, auch wenn klar ist, dass dies der Auftakt zu einer Reihe ist.

Ansonsten bekommt „Lightfall 1: Das verlorene Licht“ auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung von uns für alle, die beeindruckende und stimmungsvolle Illustrationen und eine spannende, magische Geschichte lesen wollen.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Einfühlsamer Jugendroman über Trauer, Verlust und Weiterleben

Und mir bleibt der hässliche Hund
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„Und mir bleibt der hässliche Hund“ von Franziska Hörner ist ein Jugendbuch, das ich auch als Erwachsene sehr gerne gelesen habe.

Der 16jährige Felix hat auf einen Schlag seine Familie verloren: Seine ...

„Und mir bleibt der hässliche Hund“ von Franziska Hörner ist ein Jugendbuch, das ich auch als Erwachsene sehr gerne gelesen habe.

Der 16jährige Felix hat auf einen Schlag seine Familie verloren: Seine Eltern und seine jüngere Schwester Isa sind bei einem Autounfall gestorben. Ihm bleibt nur Bolt – der hässliche, dicke und etwas eigenwillige Hund seiner Schwester.
Felix trauert sehr, er hat Depressionen und Angstzustände, geht nicht mehr zur Schule und verlässt das Haus nicht mehr. Am Hund ist er nicht sonderlich interessiert – doch dann wird Bo immer apathischer und frisst nicht mehr. Also muss Felix etwas tun. Er beginnt selbst eine Therapie. Im Wartezimmer seiner Therapeutin lernt er Mo kennen, einen Jungen in seinem Alter, der einen eigenwilligen Humor hat und eine Vergangenheit, über die er nicht reden will. Die beiden freunden sich an und Felix schafft es, wieder etwas mehr am Leben teilzuhaben. Als die Jungs die lebensfrohe Marie kennenlernen, stellen sich Felix und Mo ihren Ängsten. In gemeinsamen Challenges wollen sie ihre Ängste und Panikattacken überwinden.

Franziska Hörner schreibt trotz des schweren Themas sehr leichtfüßig, mit viel Empathie und einer Prise Humor. Felix und Mo, aber auch Marie und alle anderen sind mir im Verlauf der Geschichte sehr ans Herz gewachsen.
Einen Punktabzug gibt es von mir, weil das Buch leider etwas klischeebehaftet ist; das fand ich nicht so gelungen. Ansonsten konnte ich mich sehr gut in die Ängste und Gefühle der Protagonisten hineinversetzen.

Ich empfehle diesen ruhigen, einfühlsamen Roman über Verlust, Freundschaft und den Mut, ein Leben neu anzufangen allen Leser*innen ab ca. 13 Jahren.

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