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Veröffentlicht am 02.02.2026

Glaspalast Social Media

Please unfollow
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Ich habe den Januar mit „Was wir nicht kommen sahen“ von Katharina Seck begonnen und inhaltlich dazu passend ist mir dann für Ende des Monats „Please Unfollow“ von Basma Hallak ins Auge gefallen. Hätte ...

Ich habe den Januar mit „Was wir nicht kommen sahen“ von Katharina Seck begonnen und inhaltlich dazu passend ist mir dann für Ende des Monats „Please Unfollow“ von Basma Hallak ins Auge gefallen. Hätte nicht mehrere Buchbloggerin den Titel beworben, wäre er vielleicht völlig an mir vorbeigegangen, aber ich wollte da unbedingt reinhören, da es auch um Social Media und die negativen Seiten davon geht.

Ich habe „Please Unfollow“ wie angedeutet als Hörbuch gehabt und wurde durch Aileen Wrozyna durch die Geschichte von Sherry geleitet. Die Stimme habe ich jetzt schon öfters gehabt, für mich klingt sie jünger, weswegen sie ideal auf diese Geschichte passte. Für mich ist das Buch ein wenig zweigeteilt zu bewerten. Zum einen haben wir die Gegenwart von Sherry, die in einem Camp landet, was als Teil ihrer Verurteilung für eine Straftat gesehen wird. Diese Camp-ähnliche Struktur habe ich als typisch für das Jugendbuch-Genre empfunden und das war auch das, wo ich für mich persönlich schon mal Längen wahrgenommen habe. Das war nicht grundsätzlich so, aber es gab Passagen, die hätte man gut etwas einstampfen können, bzw. vielleicht hätte man angesichts des Muts des anderen Teils auch hier auf eine klassische Liebesgeschichte verzichten können. Die Geschichte funktioniert so, aber vielleicht hätte sie noch stärker gewirkt, indem es wirklich nur bei der Frage geblieben wäre, wer ist Sherry?

Der mutige Teil sind für mich die Rückblenden, in denen wir Sherrys Leben als unfreiwillige Influencerin erzählt bekommen. Das war extrem roh, stellenweise verbal brutal und einfach furchtbar, aber so wichtig als Kontext. Ich fand die Autorin an der Stelle genau richtig schonungslos, weil wir die Kinder, deren Leben online ausgeschlachtet werden, überall sehen. Die gibt es wahrlich nicht selten. Nicht alle Eltern sind so wie die von Sherry, da möchte keine Generalverdächtigung ausdrücken. Aber es gibt auch leider genug, die sich der Konsequenzen nicht bewusst sind und die vielleicht irgendwann aufwachen und für die ist es dann am schlimmsten. Das ganze Thema erinnert auch an die Diskussion, ob man Kleinkinder taufen sollte oder sie sich mündig nicht irgendwann selbst dafür entscheiden sollten. Und Social Media ist eine neue Form von Religion, wo die Diskussion dementsprechend ganz genauso geführt werden sollte.

Ich fand besonders, dass die Gefühlslage von Sherry sehr glaubhaft rübergebracht wurde. Bei den Rückblenden funktioniert alles eher über einen auktorialen Erzähler (oder wie auch immer man es nennen möchte) und dennoch wurde Sherrys Widerstand schon früh deutlich. Ganz besonders intensiv ist es aber natürlich im Camp, als so viele Traumata offen gelegt werden. Gleichzeitig war es auch spannend, wie sie sich aber eine Selbstbestimmtheit erkämpft hat, die immer wieder von einem Rückfall bedroht ist, denn auch mit 17 ist sie noch ein Kind. „Please Unfollow“ ist ganz anders geschrieben als „Was wir nicht kommen sahen“ und wem das eine gefiel, bei dem muss es beim anderen nicht auch so sein, aber sie ergänzen sich in meinen Augen großartig, weil es verschiedene Seiten einer Welt sind und weil bei beiden nichts beschönigt wird.

Fazit: „Please Unfollow“ bekommt von mir eine klare Leseempfehlung. Vor allem die Rückblenden suchen einem im positiven Sinne heim, weil es aufrüttelt und nachdenklich macht. Es ist auch nicht nur für eine jugendliche Zielgruppe, nein, das Buch kann man problemlos aus allen Altersstufen heraus lesen. Wichtig, wichtig, wichtig!

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Veröffentlicht am 02.02.2026

Abschied von Purple Clouds

Purple Clouds - Bittersweet
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Bei Mounia Jayawanth und mir ist es meistens so, dass ich sie als Autorin für ihre wichtigen Themen sehr schätze, aber dass ich gewisse Handlungspunkte dann kritisiere, die mich etwas rausbringen. Aber ...

Bei Mounia Jayawanth und mir ist es meistens so, dass ich sie als Autorin für ihre wichtigen Themen sehr schätze, aber dass ich gewisse Handlungspunkte dann kritisiere, die mich etwas rausbringen. Aber es steht völlig außer Frage, dass die „Purple Clouds“-Reihe für mich bislang die beste der Reihe ist und die „Bittersweet Edition“ hat das für mich noch einmal deutlich unterstrichen.

Ich mochte den ersten Band schon sehr. Beim zweiten Band, also bei der Geschichte von Riley und Louis war mir ein Themenschwerpunkt in der Ausgestaltung nicht so recht, obwohl er gleichzeitig so wichtig ist, also ein typisches Jayawanth-Dilemma. Da kann ich vermelden, dass der Abschlussband sowas nicht hat. Das war ein tolles organisches Buch, was mich sehr überzeugen konnte. Es gab inhaltliche Ansätze, die ich automatisch weiter gesponnen haben und dann kam nichts. Aber da ist mir auch einfach bewusst, dass Jayawanth inhaltlich sehr viel anbietet und nicht alles muss immer bis ins kleinste Detail gedacht werden, denn große Logiklöcher gibt es keineswegs und das ist das Wichtigste.

Auch genial wieder, wie die Autorin ihr eigenes Buchuniversum immer wieder geschickt verknüpft. Aus der „Berlin Night“-Reihe bekommen wir Linh, die unsere Gang in New York ergänzt. Auch wenn ich mich tatsächlich an sie nicht mehr erinnern kann, aber Quang/Vince sowie die Freundesgruppe aus Berlin, die ist mir natürlich noch präsent und es war schon sehr cool, wie das hier wieder aufgegriffen wurde und man nochmal ein Update zu den ganzen alten Charaktere bekommt, die auf eine Art schon so weit weg waren. Aber weil ich mich an Linh nicht mehr erinnere, war sie für mich ein ungeschriebenes Blatt und trifft auf Xander, den wir schon die beiden Bänden zuvor erlebt haben, der aber der mysteriöseste Kandidat von allen ist. Da war es dann auch ironisch, dass Linh schnell die ist, die man begreift und die man zu packen bekommt, weil sie offenherzig und laut ist, während Xander ruhig und in sich gekehrt bleibt. Das Gegenspiel der beiden passt auf jeden Fall, zumal sie sich immer wieder provozieren. Aber das kommt nicht negativ rüber, weil so sich beide ihren Schwächen stellen müssen und andere Seiten an sich erkennen.

Über den Comic haben wir noch einmal einen ganz anderen Bereich des Magazins, über den wichtige Themen genauso angepackt werden können. Ich hätte mir manchmal mehr Konsequenz mit den verschiedenen Comic-Ausgaben gewünscht, damit ich mir besser wie bei der ersten Ausgabe alle hätte vorstellen können, aber wir haben auch die Kolumne von Liam Washington, die viel Raum einnimmt und die ebenfalls genau da reinblickt, was ich an dieser Reihe so liebe. Toxische Maskulinität ist brandaktuell und es war eine schöne Idee, dass durch Xander, der groß und düster wirkt, so einfühlsam bearbeitet zu sehen. Ich war also sehr zufrieden, was wieder alles angesprochen wurde, auch durch die Rolle Saint und dann Xanders Familiengeschichte. Mir hat aber auch die Chemie zwischen Linh und Xander gut gefallen, weil es sich so explosiv gestaltet hat und trotzdem seine Tiefe und Ehrlichkeit hatte. Gerade die Art und Weise, wie sie zum ehrlichen Reden animiert wurden, war ein tolles Element.

Wir haben auch wieder viel die WG als Konstante gehabt und es ist schön, dass sich das als so eine natürliche Begleitung erwiesen hat. Ich bin gespannt, ob Camilla in einer anderen Reihe noch einmal ihre Geschichte bekommt, denn darauf wäre ich echt sehr gespannt. Aber so haben wir erstmal alle glücklich untergebracht und ich werden die Gruppe wirklich sehr vermissen.

Fazit: Die „Bittersweet Edition“ der „Purple Clouds“-Reihe hat einen sehr würdigen Schlusspunkt gesetzt. Es ist spielerisch leicht für mich die beste Reihe von Mounia Jayawanth. Das Magazin war eine tolle Idee und wir haben so viele Aspekte auserzählt bekommen, hier noch einmal den Comic und eine Kolumne. Aber auch die gemeinsame Geschichte von Linh und Xander kam für mich rüber. Da waren so viele Ansätze, die ich gerne noch weitergedacht hätte und das zeigt, wie viel die Autorin in mir anstößt.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Einmal in den Wahnsinn und zurück

Woman Down
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Nach drei Jahren Pause gibt es auf dem deutschen Buchmarkt wieder Nachschub von Colleen Hoover. Das lange Warten ist ihr leicht zu verzeihen, wenn man die Pressetour zu ihrer Buchverfilmung „It Ends With ...

Nach drei Jahren Pause gibt es auf dem deutschen Buchmarkt wieder Nachschub von Colleen Hoover. Das lange Warten ist ihr leicht zu verzeihen, wenn man die Pressetour zu ihrer Buchverfilmung „It Ends With Us“ bedenkt und dass sie an Krebs erkrankt ist. Nun gibt es „Woman Down“, was wohl eine ausgearbeitete Version einer Kurzgeschichte namens „Saint“ ist. Diese kenne ich gar nicht, aber ich fand es interessant, dass Hoover ein so ausgiebiges Vorwort beigefügt hat, in dem sie die Fiktionalität ihrer Geschichte betont, was wohl auch nötig ist, wenn man bedenkt, dass Hauptfigur Petra ebenfalls Autorin ist.

Natürlich kann ich als Leserin nicht ausschließen, dass ich nicht unweigerlich Vergleiche anstelle, um dem Charakter der Autorin näherzukommen, aber es gibt genug Genres, an denen man es auf die Spitze treiben kann, zwischen den Figuren und den Autoren unterscheiden zu müssen. Aber es wird etwas eingeflossen sein, während der Rest gut als Fantasie stehen bleiben kann. Für mich war auch beim Inhalt deutlich spannender, dass sich viele aktuelle Themen in dem Buch befinden. Wir haben Cancel Culture, wir haben Online-Mobbing, wir haben die Rechtfertigung für bestimmte Genres (Stichwort Dark Romance), wir haben auch die Forderung, dass man nur über Themen schreiben soll, die einem selbst widerfahren sind. Da war also wirklich einiges drin und das hat mich neugierig gemacht. Zumal man Hoover jetzt auch nicht unterstellen kann, sich da klar positioniert zu haben. Nein, stattdessen ist das sehr offen und man kann sich ganz eigene Gedanken machen.

Ich habe „Woman Down“ als Hörbuch gehabt. Wie bei Hoover-Büchern offenbar üblich, ist Marlene Rauch als Erzählerin dabei. Sie hat einfach etwas sehr Zartes in der Stimme und auch wenn ich es nicht unbedingt clever, bei einer Autorin so eine klare Zuordnung der Stimme zu haben, so passt die Art schon auf die Figuren, denn Hoovers Frauen haben alle emotionale Abgründe, die sie schon schwer verletzt haben und wo sie sich rauskämpfen müssen. Aber weil das Buch zwischendurch auch etwas wütend macht, war diese Nuance in der Stimme dann manchmal genau kontraproduktiv, weil ich die Figur dann nur noch mehr schütteln wollte.

Warum ich wütend wurde, dafür ist etwas weiter auszuholen, aber es ist auch schwierig, zu spoilern. Aber ich muss auch betonen, dass ich keinesfalls wütend auf Hoover bin. Denn sie wollte das wahrscheinlich genau so auslösen und provokantes Schreiben ist einfach ihr Ding und das weiß ich zu schätzen. Hier gab es aber echt Momente, die mich sehr aufgewühlt haben. Ich weiß jetzt, dass ich das Buch definitiv nicht nochmal lesen/hören werde, aber deswegen fand ich es keinesfalls schlecht. Umgekehrt würde ich eher sagen, dass es sich in seiner Intention einfach so eingebrannt hat, dass ich den Effekt nicht mehr wiederholen muss und wahrscheinlich würde er auch gar nicht mehr so entstehen. Petra ist aber in jedem Fall eine sehr streitbare Figur und ich musste viel an die Hulu-Produktion „Tell Me Lies“ denken. Denn es gibt Momente, in denen ich sehr für Petra fühlen konnte, nur um dann wieder die Augen zu verdrehen und sie für verrückt zu erklären. Aber das ist echt. Ich kenne so viele Leute, die widersprüchlich sind. Ich kann man sich sogar selbst in den Wahnsinn treiben, mit anderen Handlungsebenen, aber trotzdem ist da ein gemeinsamer Kern. „Woman Down“ ist auch ein Buch, das einen mit etwas konfrontiert, dem man sich nicht freiwillig stellt. Das macht die Geschichte anstrengend, aber auch wichtig.

Man merkt, eine Rezension ist hier schwierig zu schreiben, weil sonst zu viel von der Geschichte weggenommen wird. Aber da Petra selbst Romantic Thrill schreibt, kann man im entferntesten Sinne „Woman Down“ dort einordnen. Das heißt, dass es auch Mysterien gab. Einige waren zu erahnen, andere nicht. Insgesamt ist die Balance aber gelungen, denn ich habe sehr schnell durchgehört, weil ein Sog auf jeden Fall erzeugt wurde.

Fazit: „Woman Down“ gehört zu den Büchern, die man nur schwer bewerten kann, weil man inhaltlich keinesfalls etwas angeben darf, um anderen die Erfahrung nicht zu nehmen. Hoover hat mich damit auf jeden Fall an gewisse Grenzen getrieben, hat aber für mich auch wieder bewiesen, warum ich sie als Autorin immer feiern werde. Sie mag mit ihren experimentelleren Büchern nicht einen universellen Geschmack treffen, aber für mich persönlich unterstreicht sie ihren Wert, weil sie keine Grenzen kennt und damit uns selbst als Leserschaft aus der Komfortzone drängt.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Stimmt romantisch auf die Winterspiele ein

One Date to Gold
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Die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien sind nur noch wenige Wochen entfernt und da kam mir „One Date to Gold“ gerade recht, denn ich schaue sowohl die Winter- als auch die Sommerspiele sehr gerne. ...

Die Olympischen Winterspiele 2026 in Italien sind nur noch wenige Wochen entfernt und da kam mir „One Date to Gold“ gerade recht, denn ich schaue sowohl die Winter- als auch die Sommerspiele sehr gerne. Von Ivy Leagh hatte ich als Autorin noch nichts gehört, habe mir aufgrund diverser deutschen Referenzen aber irgendwann gedacht, dass es ein Pseudonym sein wird. So ist es auch und eigentlich gefällt es mir sogar noch besser, einer deutschen Autorin eine Chance zu geben.

Zunächst muss ich sage, dass meine wichtigste Erwartungshaltung, dass ich auch wirklich Vibes von Olympischen Spielen bekomme, erfüllt wurde. Auch wenn mit Sponsorentreffen etc. noch viel drum herum gebaut wurde, aber das Olympische Dorf, die Pressekonferenzen, die Siegerzeremonien etc., das kam alles sehr gut rüber und hat mir auch den Eindruck vermittelt, dass die Autorin ein ebensolcher Fan wie ich selbst ist. Mit Eishockey und Snowboard sind auch coole Sportarten ausgewählt worden, gerade vor dem Hintergrund, dass wir durch eine Mannschaftssportart und einen Solowettbewerb Kontraste haben und dann mit Hunter und Amie klar ist, dass sie eigentlich genau umgekehrt nominiert sein müssen, weil Hunter mehr der Solist und Amie die Teamplayerin ist. Die Autorin hat also einige clevere Entscheidungen getroffen, die beiden dann Raum zum Wachsen gegeben hat.

Ich habe „One Date to Gold” als Hörbuch gehabt und bin mit Hannah Schepmann und Louis Friedemann Thiele, die ich beide stimmlich schon kenne, sehr gut bedient worden. Da gab es ganz sicher nichts zu meckern. Das Buch selbst arbeitet mit einigen beliebten Tropes, die im Klappentext auch schon prominent beworben wurden. Aber ich fand es sehr angenehm, dass ich die Geschichte nicht als Abarbeiten von Klischees und Erwartungen empfunden habe. Fake Dating war hier der Deckmantel, aber man hat doch schnell gemerkt, dass eigentlich nur die beiden sich etwas vormachen. Gleichzeitig hatte die Handlung auch viel Tiefgang zu bieten. Bei Amie haben wir den Erwartungsdruck und den Missbrauch durch Trainer, was leider ein sehr aktuelles Thema ist. Bei Hunter haben wir den Druck der PR-Maschinerie, wir haben eine schwierige Familiensituation, weswegen er seine Schwester vor dem Druck schützen will. Da hat man doch auf beiden Seiten gesehen, dass ein Päckchen da war und beide eine Reise antreten mussten.

Ich fand die Chemie zwischen den beiden sehr gut, da konnte ich gut mitfühlen. Es gab aber so kleine Irritationen, die mich manchmal etwas raus gebracht haben. Zum einen wäre das, dass Amies Perspektive nicht immer kompatibel mit Hunters Beschreibungen war. Ich habe Amie durch ihren Kopf eher als bedacht und auch vorsichtig wahrgenommen. Wenn sie aber mit Hunter verbal gefochten hat oder seine Teamkameraden um den Finger gewickelt hat, da schien sie wie ausgetauscht zu sein. Amie wirkte da sehr frech, was keinesfalls ein falscher Charakterzug ist, aber ich weiß nicht, die Szenen passten für mich nicht immer. Dann muss ich auch gestehen, dass die intimen Szenen nicht unbedingt mein Fall waren. Das ist Geschmackssache. Ich kenne es auch von Elsie Silver, dass das bei ihr immer mein Manko ist und trotzdem lese ich jedes Buch, weil das Drumherum so gut ist. In eine ähnliche Richtung geht Leagh hier auch. Denn ich fand die Entwicklung des Paares schon sehr einnehmend. Ich mochte, wie durchgängig die Spiele eingebunden wurden. Ich mochte es, wie wir auch durch beide Wettbewerbe mitgerissen wurden. Auch wenn das letzte Fünftel nochmal etwas zäh war, aber insgesamt ließ es sich sehr flüssig und überzeugend lesen.

Fazit: „One Date to Gold” kam mir vor den Olympischen Spielen jetzt gerade recht. Ich fand das Setting sehr clever. Ich fand die Geschichte auch sehr tiefgehend, sodass neben beliebten Tropes auch eine schöne Achterbahn der Gefühle möglich war. Es gab zwar Mankos, aber unterm Strich waren das nur Schönheitsfehler.

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Rezept-Ideen für Mitmach-Büffets

Bringst Du was Leckeres mit?
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„Bringst Du was Leckeres mit?“ hat mich schon vom Titel her gereizt, auch wenn ich tatsächlich doch eher selten in der Situation bin, bei fremden Gelegenheiten Essen mitzubringen, weil ich vor allem für ...

„Bringst Du was Leckeres mit?“ hat mich schon vom Titel her gereizt, auch wenn ich tatsächlich doch eher selten in der Situation bin, bei fremden Gelegenheiten Essen mitzubringen, weil ich vor allem für eigene Veranstaltungen zuhause backe und koche. Und trotzdem war ich auf die Bandbreite an Rezepten gespannt, auch weil man sie für sich selbst ausprobieren kann und weil man nie weiß, wann man doch nochmal gebeten wird, woanders etwas zu einem Büffet beizutragen.

Nach Hinweisen, auf welche verschiedenen Arten man Mitbringsel clever verpacken kann, gibt es dann bei den konkreten Rezepten fünf große Blöcke. Je nach Jahreszeit werden dort Ideen präsentiert. Zum Abschluss gibt es dann zeitlose Vorschläge. Nicht immer war ganz klar, warum welches Rezept wo gelandet ist. Ostern und Weihnachten waren natürlich selbstredend und auch Reifezeit von Gemüse/Obst spielt eine Rolle, aber es muss auch noch andere Faktoren gegeben haben. Aber letztlich heißt das ja auch nichts, weil man ja nachkochen oder -backen kann, wann man will. Grundsätzlich finde ich eine Liste nach Jahreszeiten sortiert auch nicht verkehrt, weil man dann nicht durch das ganze Buch blättern muss, wenn man spontan Inspiration sucht.

Die Rezepte sind begleitet von einem Bild, anschließender Zutatenliste und dann einer Anleitung. Wahlweise gibt es auch Tipps. Für jede Jahreszeit gibt es auch nochmal knackige Tipps, wie im Frühling knappe Rezepte für verschiedene Salatdressings. Das sind auch jeweils Themenblöcke, die den Mitbringsel-Charakter unterstützen.

Ich selbst habe einige Rezepte ausprobiert, vor allem Rezepte aus dem Herbst/Winter, weil sich das jetzt für den Zeitraum der Rezension am besten angeboten hat. Erwähnen möchte ich da den Bratapfelaufstrich. Die Art dieser Rezepte hakt man eher deftig ab, aber auch wenn man es natürlich auch als ‚Marmelade‘ essen kann, so wurde auch ein kräftiges Roggenbrot als Untergrund empfohlen. Das hat mich neugierig gemacht. Auch wenn ich es schade finde, dass das Rezept mit Mascarpone eher fettig angelegt ist, so war es geschmacklich sehr interessant und hat mit einem dunkleren Brot sehr gut geschmeckt. Weiterhin habe ich die Yufkaröllchen nachgemacht. Es war zwar eine kleine Fummelarbeit und bei meinem Talent sah nicht jedes wie das andere aus, aber ich habe sie nur für mich gemacht und dementsprechend war die Optik nicht so wichtig. Geschmacklich war es einwandfrei.

Eine völlige neue Idee war für mich die Bratwurst-Kartoffel-Quiche. Ich hatte noch Bratwurst eingefroren und da war es doch die ideale Idee, sie aufzubrauchen. Ich habe jetzt die letzten 1,5 Jahre echt viel mit Blätterteig/Yufkateig gemacht, auch weil es immer so fix geht und das ist hier nicht anders. Blätterteig in die Springform. Kartoffeln drüber und dann noch die Bratwürste. So simpel, aber mit Ei-Milch-Mischung dann sofort aufgepeppt und sehr lecker. Manches sieht kompliziert ist, ist aber viel einfacher und es macht optisch eindeutig etwas her. Blätterteig ist auch bei zwei weiteren Rezepten nicht wegzudenken. Zu Weihnachten habe ich für die vegetarische Familie Tannenbäume gemacht und ansonsten gab es schon zu mehreren Gelegenheiten Pesto-Stangen. Beide funktionieren sehr ähnlich, an dieser Stelle ist das Buch nicht sonderlich abwechslungsreich, aber beides sind sehr weiterzuempfehlende Ideen, weil sie fix gehen und top ankommen. Das sind auch Rezepte, wo ich keine Zweifel habe, dass sie als Mitbringsel genial sind. Zum Abschluss will ich noch den Nacho-Salat erwähnen. Dazu habe ich schon einige Rezepte, aber es ist doch immer wieder toll zu entdecken, wenn es da Varianz gibt. Dieses Rezept arbeitet mit Avocado, was für die mexikanische Küche ideal ist. War eine clevere Ergänzung, sodass meine Nacho-Salat-Bandbreite weiter angewachsen ist.

Fazit: Ich habe noch ein paar Rezepte abgespeichert, um sie auch noch auszuprobieren, aber es ist eindeutig zu sagen, dass „Bringst Du was Leckeres mit?“ keinesfalls ein Fehlkauf ist. Dem Motto ist alles unterstellt. Auch wenn manches etwas willkürlich erscheint, aber bei den Rezepten finden sich neue Ideen oder frische Abwechslungen von Gerichten, die man sicherlich schon kennt. Eine clevere Idee, die sicherlich bei vielen gut ankommt.

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