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Veröffentlicht am 10.02.2026

Selbstmord oder Mord?

Bredouille
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Von mehreren Seiten war mir die Reihe um Bruno, Chef de police empfohlen worden. Nun ja, da dies bereits Band 18 (Respekt) ist fehlt mir natürlich das Vorwissen über Beziehungen und lokale Gegebenheiten. ...

Von mehreren Seiten war mir die Reihe um Bruno, Chef de police empfohlen worden. Nun ja, da dies bereits Band 18 (Respekt) ist fehlt mir natürlich das Vorwissen über Beziehungen und lokale Gegebenheiten. Dies war für mich aber nicht wirklich ein Problem da vieles kurz erklärt wird bzw. sich im Zusammenhang ergibt. Bruno ist allseits beliebt, ein Tausendsassa der sich um alles kümmert und fast alles kann (und wenn nicht selbst dann mit Unterstützung seiner Freunde). Die Beziehung zu Laura war für mich wenig überzeugend da doch sehr sehr schnell und Monique blieb als wichtiger Charakter leider sehr blass.
Sehr positiv sind dagegen die Schilderungen des Perigord - Landschaft, Kultur und besonders das Essen.
Als extrem störend habe ich die sehr vielen Fehler im Text empfunden, hier wurde ganz offensichtlich nicht Korrektur gelesen.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Leben in Nigeria zwischen Tradition und Moderne

Der Fluch der Falodun Frauen
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Seit Generationen scheint auf den Frauen der Familie Falodun ein Fluch zu liegen - sie alle haben kein Glück mit ihren Männern, ziehen die Kinder alleine auf. Monife, die Protagonistin einer der beiden ...

Seit Generationen scheint auf den Frauen der Familie Falodun ein Fluch zu liegen - sie alle haben kein Glück mit ihren Männern, ziehen die Kinder alleine auf. Monife, die Protagonistin einer der beiden Zeitebenen stirbt und am Tag ihrer Beerdigung wird Eniiyi die Tochter ihrer Cousine geboren. Ist Eniiyi ihre Wiedergeburt? Optisch auf jeden Fall...
Der Debütroman von Oyinkan Braithwaite hatte mir sehr gut gefallen und auch mit diesem Buch schafft sie es, den Leser in die Kultur Nigerias abtauchen zu lassen. Die Darstellung der Gesellschaft, die speziellen Abläufe innerhalb der Familie, die kulturellen Unterschiede zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen und der Spagat zwischen Moderne, Tradition und Glaube sind super beschrieben.
Was mich gestört hat ist der Punkt dass die Frauen zwar alle (erfolgreich) berufstätig sind aber die Handlungsebene überwiegend sich um ihre Beziehungen dreht. Weder Kollegen noch Freunde/Freundinnen spielen eine Rolle, die Charaktere bleiben diesbezüglich leider recht oberflächlich.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

Wenn die Erinnerung zerbricht

Der Tag, an dem Barbara starb
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Margarets Nachbarin und gute Freundin Barbara wurde ermordet. Sie weiß ganz genau dass sie ihr bei ihrem letzten Treffen etwas versprochen hatte - nur was? Zum Glück hat sie ihren Enkel James, der Teenager ...

Margarets Nachbarin und gute Freundin Barbara wurde ermordet. Sie weiß ganz genau dass sie ihr bei ihrem letzten Treffen etwas versprochen hatte - nur was? Zum Glück hat sie ihren Enkel James, der Teenager versucht dem Gedächtnis seiner geliebten Großmutter auf die Sprünge zu helfen.
Ein ganz, ganz anderer Krimi als erwartet. Nicht schlecht aber (für mich) anstrengend zu lesen. Margaret spricht die halbe Zeit in Gedanken mit ihrem verstorbenen Mann Albert und recht schnell ist für den Leser klar dass sie an Alzheimer leidet.
Diese Innenansicht, das Miterleben der Gefühle wenn sie z.B. nicht mehr nach Hause findet, im Haus des neuen Nachbarn irritiert ist weil die vorherigen Besitzer nicht da sind - all dies ist wahnsinnig gut geschildert aber oft schwer erträglich. Dabei sind meine direkten bisherigen Erfahrungen mit Demenzkranken gering umso größer ist mein Respekt für pflegende Angehörige, Pflegekräfte und Ärzte.
Ein meiner Meinung nach sensibles Porträt von Margaret und ihrer Erkrankung, weniger der von mir erwartete Krimi.

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Schuhe, Tango und ungewöhnliche Freundschaften

Mr. Saitos reisendes Kino
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Auch ein paar Tage nach Beenden des Buches bin ich sehr zwiegespalten. Das Buch hat sehr schöne, berührende Momente allerdings konnte es mich über weite Strecken einfach nicht packen, ich fand es dann ...

Auch ein paar Tage nach Beenden des Buches bin ich sehr zwiegespalten. Das Buch hat sehr schöne, berührende Momente allerdings konnte es mich über weite Strecken einfach nicht packen, ich fand es dann sehr langatmig. Auch dass der titelgebende Mr. Saito erst so spät auftaucht und erst nur eine kleine (wenn auch wichtige) Rolle spielt war schade.
Die Nebenfiguren waren meiner Meinung nach interessanter als die Hauptfiguren - Protagonistin Lita ist über weite Strecken der Geschichte ein Kind und ihre Mutter Fabiola (die kaum etwas mütterliches hat) liebt in erster Linie Schuhe und danach Tango. Oona, die Nonnen oder Maggie und die Bewohner des Bethlehem waren dagegen einfach nur skurril und doch liebenswert.
Schön aber auch sehr ausführlich wurde Litas Suche nach Familie und Freundschaften sowie ihr erwachsenwerden dargestellt.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Action auf dem Campingplatz

Entführung im Himmelreich
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Ein Cosy Crime im Himmelreich, so lautet der Name des Campingplatzes am Schwielowsee, direkt an der Grenze zu Potsdam. Ja, den Campingplatz und die umliegenden Orte gibt es tatsächlich – ich persönlich ...

Ein Cosy Crime im Himmelreich, so lautet der Name des Campingplatzes am Schwielowsee, direkt an der Grenze zu Potsdam. Ja, den Campingplatz und die umliegenden Orte gibt es tatsächlich – ich persönlich mag so etwas sehr. Hier stimmen der locker leichte Erzählstil, Lokalkolorit und kauzige Figuren harmonisch zusammen. Den ersten Band der Reihe kannte ich leider nicht, hatte aber keine Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden (auch wenn sich zwangsläufig ein paar Informationen erst so nach und nach als rundes Bild ergeben).
Der ehemalige Schauspieler und jetzt Camper Björn Kupernikus und seine Bekannte Annabelle befinden sich sofort wieder mitten im Geschehen als der Campingplatz in Aufruhr gerät. Nicht nur das ein Einbruch auf ein Hausboot erfolgte, die esoterische Yogalehrerin wurde sogar angegriffen. Was bedeutet das Verschwinden des Bäckers? Handelt es sich womöglich sogar um eine Entführung oder doch einen Selbstmord? Bei seinen Ermittlungen lernt Björn nicht nur den Club der Eisenbahnerwitwen und ihre Kekse kennen auch die Halloween Feier ist sehr humorvoll beschrieben.
Ein unterhaltsamer Lesespaß für zwischendurch.

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