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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2026

Aufbau, Inhalt und Umsetzung nicht überzeugend

How to Talk to Yourself
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Ich mag es sehr, wenn Sachbücher nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ansprechend gestaltet sind. Die auffällige Farbkombination aus Grün und Rosa hat bei „How to Talk to Yourself“ sofort meine Aufmerksamkeit ...

Ich mag es sehr, wenn Sachbücher nicht nur inhaltlich, sondern auch optisch ansprechend gestaltet sind. Die auffällige Farbkombination aus Grün und Rosa hat bei „How to Talk to Yourself“ sofort meine Aufmerksamkeit geweckt. Im Dussmann ist mir das Buch direkt ins Auge gefallen. Gestaltungstechnisch also definitiv ein Hingucker.

Inhaltlich hatte ich mir jedoch etwas anderes erhofft =( Die Kapitelüberschriften machen neugierig und versprechen inspirierende Denkanstöße rund um Selbstgespräche, Selbstwert und innere Haltung. Beim Lesen wurde ich allerdings zunehmend ernüchtert. Für mein Empfinden besteht das Buch aus sehr langen Fließtexten, die den Zugang eher erschweren als erleichtern. Gerade bei einem Ratgeber hätte ich mir eine klarere Struktur, mehr Auflockerung und vielleicht auch prägnantere Impulse gewünscht.

Auch der Ton des Buches hat mich leider nicht ganz abgeholt. Ro Mitchell schreibt sehr persönlich – stellenweise wirkt das Buch mehr wie eine autobiografische Lebensgeschichte als wie ein strukturierter Ratgeber. Das ist sicherlich Geschmackssache, doch für mich hat das dazu geführt, dass der eigentliche Mehrwert des Themas etwas in den Hintergrund gerückt ist.

Positiv hervorheben möchte ich dennoch, dass mich das Buch daran erinnert hat, mich selbst wieder stärker zu priorisieren, mir Fehler zu verzeihen und nicht jedes Scheitern als persönliches Versagen zu bewerten. Diese Impulse waren ein schöner Reminder. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, wirklich neue Perspektiven oder nachhaltige Werkzeuge für mein Denken mitzunehmen.

Insgesamt ist „How to Talk to Yourself“ für mich ein gut gemeinter Ratgeber mit wichtigen Ansätzen, der jedoch in Aufbau, Inhalt und Umsetzung nicht überzeugt.

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Veröffentlicht am 29.01.2026

einfach zu „slow“...

Ich in deinen Augen
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Paige Toon gehört seit Jahren zu meinen liebsten AutorInnen, weshalb ich (fast) jedes ihrer Bücher gelesen habe. Ich in deinen Augen lag allerdings ungewöhnlich lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher. ...

Paige Toon gehört seit Jahren zu meinen liebsten AutorInnen, weshalb ich (fast) jedes ihrer Bücher gelesen habe. Ich in deinen Augen lag allerdings ungewöhnlich lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Mehr als zwei Jahre, um genau zu sein. Und nun, nachdem ich endlich dazu gegriffen habe, musste ich das Buch nach etwa der Hälfte abbrechen.

Das lag ganz sicher nicht am Schreibstil. Paige Toon schreibt wie immer gefühlvoll, flüssig und mit einer Leichtigkeit, die mich normalerweise sofort abholt. Auch die Charaktere konnten mich grundsätzlich überzeugen: Hannah und Sonny sind nahbar, liebenswert und wirken authentisch, ihre Emotionen sind nachvollziehbar und fein gezeichnet.

Und trotzdem wollte der Funke bei mir nicht überspringen. Bei aller Liebe für Slow-Burn-Geschichten: Mir war die Entwicklung der Story schlicht zu langsam. Die Handlung hat sich für mein Empfinden zu sehr in Nebensächlichkeiten verloren und zu wenig Fortschritt gemacht. Immer wieder hatte ich das Gefühl, auf der Stelle zu treten, statt wirklich in der Geschichte voranzukommen.

Das hat meine Leselust zunehmend gebremst, bis ich schließlich gemerkt habe, dass ich eher aus Pflichtgefühl als aus echter Freude weiterlese. Schweren Herzens habe ich mich deshalb dazu entschieden, das Buch abzubrechen. Auch wenn mir das bei einer Autorin, die ich so schätze, alles andere als leichtfiel.

Ich in deinen Augen ist sicher kein schlechtes Buch und wird viele Fans von ruhigen, sehr langsamen Liebesgeschichten begeistern. Für mich persönlich war es diesmal jedoch einfach zu „slow“.

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Veröffentlicht am 03.12.2025

Ein Satz mit x...

Hero
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Von Hero von Katie Buckley hatte ich mir einen berührenden Roman über Selbstbestimmung und Liebe erhofft, schließlich geht es um Themen, die mich persönlich ansprechen und gerade für meine Altersgruppe ...

Von Hero von Katie Buckley hatte ich mir einen berührenden Roman über Selbstbestimmung und Liebe erhofft, schließlich geht es um Themen, die mich persönlich ansprechen und gerade für meine Altersgruppe eine große Rolle spielen. Umso frustrierender war es bereits, dass mir der Einstieg ins Buch merklich schwerfiel. Ein Lesefluss wollte einfach nicht entstehen. Der Schreibstil wirkte auf mich eher schwerfällig als flüssig und besonders das völlige Fehlen wörtlicher Rede sowie die ständigen Sprünge haben mich immer wieder aus dem Geschehen gerissen. Das war leider eine große Enttäuschung.

Auch mit der Protagonistin Hero konnte ich nicht warm werden. Eine echte Verbindung ist für mich nicht entstanden, wodurch es mir schwerfiel, ihre Entwicklung nachzuvollziehen oder mich in ihre Gefühlswelt hineinzuversetzen. Gerade bei einem Roman, der so stark von persönlicher Orientierung und Zukunftsentscheidungen lebt, ist das ein entscheidender Punkt für mich. Unter dem Strich blieb leider zu viel Distanz.
Dabei finde ich die Grundthematik des Buches eigentlich sehr spannend. Die Fragen nach Lebenswegen, Selbstbestimmung und Zukunftsentscheidungen sind absolut relevant und hätten großes Potenzial gehabt, mich emotional abzuholen.

Insgesamt konnte mich Hero leider nicht überzeugen. Zwei Sterne vergebe ich dennoch: einen für die wichtige Thematik, die im Kern des Romans steckt und einen für das ausdrucksstarke Cover, das sofort meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Satz mit X

Women
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Das Buch erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen und gilt als Kultbuch für queere Literatur. Ich habe eine ehrliche und gefühlvolle Geschichte erwartet und ein Coming-Out-Roman ohne Tiefe bekommen. ...

Das Buch erzählt eine Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen und gilt als Kultbuch für queere Literatur. Ich habe eine ehrliche und gefühlvolle Geschichte erwartet und ein Coming-Out-Roman ohne Tiefe bekommen. Das war wohl nichts!

Die Hauptfigur, die bis zum Schluss anonym bleibt, verliebt sich zum ersten Mal in eine Frau. Sie ist unsicher, verwirrt und sehr abhängig von dieser Liebe, was mich teilweise in den Wahnsinn getrieben hat. Es geht um Themen wie Begehren, Unsicherheit und Selbstverlust. Chloé Caldwell ist es dabei aber nicht gelungen, in die Tiefe zu gehen. Die Geschehnisse wurden von der Autorin oft sehr oberflächlich beschrieben und ständig hatte ich dabei den Eindruck, als wüsste sie selbst nicht, wie sie die inneren Konflikte der Hauptfigur deutlich machen soll.

Die Sprache im Buch ist einfach und direkt. Der Vorteil daran ist, dass sich das Buch in einem Rutsch lesen lässt. Der Nachteil ist, dass es wirkt, als hätte sich die Autorin keine Mühe gegeben. Gestört hat mich auch, dass sich die Hauptfigur im Buch kaum weiterentwickelt hat.

"Women" könnte ein tolles Buch über Identität, Liebe und weibliches Begehren sein. Es kratzt aber immer an der Oberfläche und geht nicht in die Tiefe. Es hält auf Distanz. Es fehlte an Aufbau, guten Gedanken und starken Gefühlen und konnte mich deswegen leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

konnte mich leider nicht vollständig überzeugen =(

How To End A Love Story
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Yulin Kuangs How to End a Love Story konnte mich leider nicht vollständig überzeugen, obwohl ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen bin – nicht zuletzt, weil Emily Henry, eine meiner absoluten ...

Yulin Kuangs How to End a Love Story konnte mich leider nicht vollständig überzeugen, obwohl ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen bin – nicht zuletzt, weil Emily Henry, eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen, es als „heiß, klug, lustig und eindrucksvoll“ beschrieben hat.

Positiv hervorheben möchte ich zunächst die warmherzigen Protagonisten Helen und Grant, die mit viel Feingefühl gezeichnet sind und deren emotionale Tiefe spürbar ist. Auch die Einblicke in den Writers’ Room fand ich spannend. Ein frischer Schauplatz, der interessante Perspektiven auf das kreative Schreiben und das Seriengeschäft eröffnet. Die Themen, die die Autorin behandelt (Impostor-Syndrom, Suizid, Verlust von Angehörigen, Trauerarbeit, Umgang mit Panikattacken) sind wichtig und werden sensibel thematisiert.

Trotzdem hatte ich große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Der Erzählstil und die gewählte Perspektive haben mir den Zugang total erschwert – ich konnte mich bis zuletzt nicht wirklich daran gewöhnen, was meinen Lesefluss erheblich gestört hat. Die Erzählgeschwindigkeit schwankte zudem stark: An manchen Stellen überschlagen sich die Ereignisse, an anderen Stellen geht wenig voran.

"Spicy“ Szenen wurden gut eingefangen und beschrieben, allerdings blieben einige Handlungen der Protagonisten für mein erwachsenes Ich schwer nachvollziehbar. Es fiel mir schwer, bestimmte Entscheidungen nachzuvollziehen, was mich emotional insgesamt sehr auf Distanz gehalten hat.

Alles in allem ist How to End a Love Story ein Roman mit gutem Ansatz und relevanten Themen. Die Erzählweise ist mir aber negativ aufgefallen und hat dafür gesorgt, dass ich keine emotionale Tiefe aufbauen konnte.

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