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Veröffentlicht am 22.04.2026

Sehr lesenswert

Tal der Schwalben
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Seraina Koblers Roman "Tal der Schwalben" verbindet Dystopie, Gesellschaftsroman und Thriller- sowie Steampunk-Elemente zu einem stimmigen Werk. Für mich ist dieser Roman eine positive Überraschung.

Mir ...

Seraina Koblers Roman "Tal der Schwalben" verbindet Dystopie, Gesellschaftsroman und Thriller- sowie Steampunk-Elemente zu einem stimmigen Werk. Für mich ist dieser Roman eine positive Überraschung.

Mir hat besonders gefallen, wie Seraina Kobler in nur wenigen Worten eine Schweiz der nahen Zukunft entstehen lässt, die für uns LeserInnen nachvollziehbar und in einer Weise realistisch ist, die subtilen Schrecken verbreitet.

"Es ist nicht die Landschaft, die bedroht ist. Sie verschwindet nicht, wir verschwinden. Die Natur hat keine Tränen, sie träumt nicht. Sie wird einfach eine andere sein".

Letztlich nimmt die Autorin unsere Gegenwart und denkt sie einfach weiter - genau das macht "Tal der Schwalben" so faszinierend. Die Auswirkungen der Klimakrise werden ebenso wie die gesellschaftlichen, (energie-) politischen und wirtschaftlichen Folgen fast beiläufig in die Geschichte eingewoben - obwohl sie zentral für die Handlung sind.

Fixpunkt ist Alesch, ein junger Wissenschaftler, der in der so genannten Metropolitane gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern nach einer Lösung für die Energieversorgung der Schweiz sucht. Vor Jahren hat er seinen in den Schweizer Bergen liegenden Geburtsort Pradetta (und seine große Liebe Anette) verlassen. Nun wird er zurückgeschickt, um die restlichen DorfbewohnerInnen zu überzeugen, ebenfalls in die Metropolitane umzuziehen.

Detailreich (aber zum Glück nicht ausufernd) beschreibt Seraina Kobler Pradetta, erweckt den Ort und seine BewohnerInnen zum Leben und erschafft einen Kontrast zum Leben in der Metropolitane. Ich habe mich schnell mit dem Ort und den darin lebenden Menschen identifiziert. Und so gelang es der Autorin, dass ich mit den Menschen, deren Lebensweise und mit dem Ort (!) mitfieberte. Würden sie bleiben können und der Ort weiterexistieren oder würde am Ende alles im Namen der Energieversorgung plattgemacht werden von der übermächtigen Stromgesellschaft? Diese Frage entwickelt im Verlauf der Handlung einen ganz eigenen Sog und führt zum Ende hin zu stetig steigender Spannung.

Über all den Geschehnissen - so spannend sie sein mögen - schwebt immer wieder auch die Frage, was genau eigentlich Heimat ist. Diese Frage ist subtil eingearbeitet und wird - wie im echten Leben, so auch von den Romanfiguren - je nach eigenen Erfahrungen jeweils anders beantwortet. Seraina Kobler arbeitet nicht mit dem Holzhammer, sondern webt dieses Handlungselement immer wieder fast beiläufig in die Geschichte ein.

Fazit: Seraina Kobler ist ein vielschichtiger, sehr lesenswerter Roman gelungen, der viele aktuelle Themen zu einer spannenden Geschichte verwoben hat. Empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 30.03.2026

Ein toller Ratgeber!

Redet nicht. Räumt nicht auf. Lieb ich trotzdem.
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Ich liebe das Cover von Inke Hummels "Redet nicht. Räumt nicht auf. Lieb ich trotzdem." Das war der Grund, weshalb ich mir das Buch näher angesehen und mich dann entschieden habe, es lesen zu wollen.

"Redet ...

Ich liebe das Cover von Inke Hummels "Redet nicht. Räumt nicht auf. Lieb ich trotzdem." Das war der Grund, weshalb ich mir das Buch näher angesehen und mich dann entschieden habe, es lesen zu wollen.

"Redet nicht. Räumt nicht auf. Lieb ich trotzdem." richtet sich an die Eltern pubertierender Jungen, und abgesehen von einem Cover zum Verlieben bietet das Buch ein klar strukturierte und hilfreiche Inhalte. Der Schreibstil ist sehr angenehm und verständlich gehalten.

Gut finde ich, dass die Autorin in ihrer Einleitung kurz darauf eingeht, weshalb sie in diesem Buch ausschließlich die Pubertät von Jungs behandelt, obwohl viele Ratschläge auch für die Eltern/Begleiter*innen weiblicher, non-binärer oder genderfluider Menschen hilfreich sein können. Sie geht außerdem auf Vorurteile hinsichtlich pubertierender Jungs ein und hat mir persönlich schon in diesem vorangestellten Teil viele Ängste genommen.

Die weiteren Kapitel beschäftigen sich mit den verschiedensten Aspekten der Pubertät - und dank der durchweg klaren Gliederung findet man sich schnell zurecht und kann zu späteren Zeitpunkten immer wieder das Buch in die Hand nehmen, schnell das betreffende Thema finden und noch einmal die Ratschläge nachlesen. Das ist mit das Beste an dieser Veröffentlichung: sie ist kein Buch, das man einmal und dann nie wieder liest. "Redet nicht. Räumt nicht auf. Lieb ich trotzdem." ist vielmehr ein Buch, das man sehr gut immer wieder in die Hand nehmen kann. Ich für meinen Teil werde das tun.

Die Ratschläge selbst sind für mich immer nachvollziehbar gewesen und es ist wirklich toll, dass die Autorin auf so gut wie jedes wesentliche Thema der Pubertät eingegangen wird. Die Hormone sind natürlich ein wichtiges Thema, schulische Leistungen, das Miteinander zu Hause, Berufswahl und die damit verbundenen Schwierigkeiten, überhaupt eine Entscheidung für einen Beruf zu treffen, Aggressionen, Freunde und natürlich Sexualität - all das und noch viel mehr wird in dem Buch auf sehr angenehme Weise behandelt. Es gibt viele Tipps - nicht nur in Bezug darauf, was man tun soll, sondern was man möglichst unterlassen soll.

Mir hat der Ratgeber insgesamt sehr gut gefallen: Schreibstil, Aufbau und die Tipps selbst habe ich als wohltuend und hilfreich empfunden. Einzige Manko ist aus meiner Sicht, dass für manche Behauptungen Nachweise fehlen. Wenn die Autorin zum Beispiel behauptet, dass von "25 Kindern einer Schulklasse übers Schulleben gesehen fünf sitzen bleiben", dann hätte ich dafür gerne einen Nachweis, denn ohne diesen bleibt es einfach nur eine Behauptung. Alles in allem überwiegt aber der positive Eindruck, dass Inke Hummel ein lebensnahes Sachbuch abgeliefert hat, das Eltern Ängste nimmt und umsetzbare Lösungen bietet.

Fazit: Super geschriebener und strukturierter Ratgeber für Eltern pubertierender Jungs, der viele Ängste und Sorgen nimmt und den ich in den nächsten Jahren bestimmt öfter zu Hand nehmen werde.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

So viel Spaß kann Zählen/Rechnen machen!

Alle Mucklas einsteigen!
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Die Mucklas aus dem "Pettersson und Findus"-Universum spielen in diesem Kinderbuch die Hauptrolle. Sie reisen mit dem Zug und immer wieder steigen Mucklas aus und Mucklas ein. Daraus ergeben sich ganz ...

Die Mucklas aus dem "Pettersson und Findus"-Universum spielen in diesem Kinderbuch die Hauptrolle. Sie reisen mit dem Zug und immer wieder steigen Mucklas aus und Mucklas ein. Daraus ergeben sich ganz wunderbare Zähl- bzw. Rechenaufgaben für Kinder ab 4 Jahren.

Die Geschichte hat genau die richtige Länge, damit die Kinder bei der Stange bleiben. Der Text ist dem Alter angemessen und die Zähl-/Rechenaufgaben so wunderbar eingearbeitet, dass es Freude bereitet, sie zu lösen.

Begleitet wird die Geschichte von sehr süßen Bildern, auf denen es viel zu entdecken gibt. So wird den Kinder insgesamt eine Menge geboten.

"Alle Mucklas einsteigen!" richtet sich vor allem an Fans von Pettersson und Findus, ist aber natürlich für alle Kinder im richtigen Alter geeignet.

Ich finde die kurze Geschichte, die Zähl- bzw. Rechenaufgaben und die Bilder ganz wunderbar.

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Veröffentlicht am 09.03.2026

Toller Stadtführer

Verborgenes Straßburg
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Ein toller Stadtführer der etwas anderen Art: Er lädt ein, auf die kleinen Dinge zu achten, ist dabei sehr informativ. Eine Bereicherung!

Ein toller Stadtführer der etwas anderen Art: Er lädt ein, auf die kleinen Dinge zu achten, ist dabei sehr informativ. Eine Bereicherung!

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Veröffentlicht am 11.02.2026

Gelungene spannende Unterhaltung für Kinder ab 11 Jahren

Gänsehaut in Hovenäset 2. Sternengrab
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Ich hatte mit meinem Sohn schon den ersten Teil der "Gänsehaut in Hovenäset"-Trilogie gelesen. Wir beiden hatten "Flammenrad" für super (und superspannend) befunden. So stand für mich außer Frage, dass ...

Ich hatte mit meinem Sohn schon den ersten Teil der "Gänsehaut in Hovenäset"-Trilogie gelesen. Wir beiden hatten "Flammenrad" für super (und superspannend) befunden. So stand für mich außer Frage, dass ich auch den zweiten Teil der Reihe - "Sternengrab" - mit ihm lesen würde.

Diesmal ist Alva die Protagonistin. Wir hatten sie in Band 1 als Freundin von Heidi kennengelernt. Alvas Vater ist vor fast 1.000 Tagen von einem Auto überfahren worden. Alva trauert immer noch um ihn. Sie möchte unbedingt herausfinden, was genau geschehen ist. Gleichzeitig geschehen seltsame Dinge...

"Sternengrab" hat meinem Sohn und mir sogar noch besser gefallen als der erste Teil. Vielleicht lag es daran, dass wir Alvas Trauer um ihren Vater besser nachvollziehen konnten. Ich persönlich fand diesmal aber auch die Handlungsweisen der Erwachsenen besser nachvollziehbar als noch im ersten Teil, in dem meiner Meinung nach die Erwachsenen teilweise fragwürdig reagierten.

Wie dem auch sei: Wie "Flammenrad" ist auch "Sternengrab" ein spannend-gruseliger Roman für Kinder. Mein Sohn hat mitgerätselt und mitgefiebert und hatte einen Riesenspaß! Auch ich fand den Roman sehr spannend. Wir freuen uns schon sehr auf den dritten Teil, der sich dann bestimmt um Harry drehen wird.

Sehr gut hat uns beiden gefallen dass man für das Verständnis von "Sternengrab" den Vorgänger nicht gelesen haben muss. Wie schon "Flammenrad" ist auch "Sternengrab" in sich abgeschlossen. Auch das fanden wir gut.

"Sternengrab" wird LeserInnen ab einem Alter von 11 Jahren empfohlen. Ich schließe mich dieser Empfehlung an.

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