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Veröffentlicht am 24.01.2024

Ich hatte mehr erwartet...

I’m a Fan
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In einer Zeitschrift war der Roman empfohlen worden und der Inhalt klang interessant. Leider hat mich dann die Umsetzung des Themas nicht überzeugt.

Die namenlose Ich-Erzählerin springt direkt in die ...

In einer Zeitschrift war der Roman empfohlen worden und der Inhalt klang interessant. Leider hat mich dann die Umsetzung des Themas nicht überzeugt.

Die namenlose Ich-Erzählerin springt direkt in die fast tagebuchartig geschriebene Schilderung ihrer Gefühlswelt. Alle weiteren vorkommenden Personen sind ebenfalls namenlos und die Bezeichnung oft so lang, dass es ab der Mitte des kurzen Romans wirklich etwas anstrengend wird - "der Mann, mit dem ich zusammen sein will" und "die Frau, von der ich besessen bin".
Die Erzählerin ist mir komplett unsympathisch über das ganze Buch hinweg. Sie benimmt sich absolut seltsam - stalkt die andere Affäre des Mannes, mit dem sie eine Affäre hat, im Internet und leiht sich sogar einen Hund aus, um ihre Halbschwester kennenzulernen (das war für mich am gruseligsten, da diese Mutter ist und sie über den Leih-Hund zu dem Kind Kontakt aufnimmt, um dann mit der Mutter ins Gespräch zu kommen, wie abartig kann man bitte sein?!) .
Der Mann ist ganz klar absolut toxisch und unsympathisch, er verwehrt ihr sogar lange Zeit den gemeinsamen Sex (was für eine Art Affäre ist es denn, wenn man nicht mal körperlich wird?), wobei sie sehr wohl reflektiert, dass sie sich nicht souverän verhält und "viel zu leicht verfügbar" ist.
Zu ihrem Freund ist sie gemein und aggressiv, einige Szenen waren total seltsam, als sie ihn aus einer Laune heraus vor seinen peinlich berührten Eltern anschreit und "den Hügel runter brüllt".
Ihre Eltern verachtet sie, hat aber scheinbar zu ihrer Mutter zumindest eine einigermaßen enge Bindung und zieht auch wieder zu ihnen zurück, nachdem ihr Freund und sie sich getrennt haben.
Die Zeitschiene springt vor allem ab der Mitte oft hin und her, was ich ebenfalls sehr störend fand.
Die einzelnen Abschnitte sind stets kurz, manchmal weniger als eine halbe Seite, meist um die 2 - 4 Seiten, und immer mit einem klein geschriebenen Wort oder Satzfetzen überschrieben.
Beim Lesen assoziierte ich oft eine Person, die im Internet auf verschiedenen Seiten hin und her scrollt und nicht fokussiert dabei bleiben kann.
Ich verstehe die Affäre der Ich-Erzählerin nicht wirklich, da sie den Mann nicht wirklich zu lieben scheint, sie sich oft fremd und unsympathisch erscheinen und der Sex, solange sie ihn noch haben, für sie nicht befriedigend ist, nur sein "Schwanz" ist "wunderschön" (okay.... ????!).
Ihre Besessenheit von seiner anderen Affäre bleibt für mich auch unbegreiflich, da er zwar ab und zu erwähnt, warum er die andere Frau so toll findet, aber auch zu ihr toxisch ist und seine Frau für keine der beiden Frauen oder weitere Affären, die er ebenfalls gleichzeitig und auch lange hat, verlassen wird. Das alles hätte interessant sein können, bleibt für mich aber an der Oberfläche.

Die angerissenen Themen Rassismus (die Ich-Erzählerin ist keine "Weiße", die andere Affäre ist eine privilegierte "Weiße", wie der Mann oder Freund aussieht, wird nicht erzählt, allerdings erwähnt ihr Liebhaber einmal in Bezug auf die andere Frau, dass er normalerweise nicht auf weiße Frauen steht) kommt mir nicht stark genug rüber und ich fand die Stelle, in der sie die andere Frau auf einer Seite meldet als jemand, der kulturelle Aneignung betreibt, besonders widerlich, weil es nur rachsüchtig und seltsam erschien.

Auch, dass sie zu Wahrsagerinnen geht, gefiel mir nicht, wobei ich etwas schmunzeln musste, als eine der beiden ihr schreibt, sie solle sie bitte aufhören zu bedrängen. Das habe ich sehr gefühlt.

Mir kam das Buch auch vor, als würde mich die Autorin bedrängen und am Ende war ich froh, dass ich durch war.
Immerhin positiv ist das schöne Cover und Seitendesign.

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Veröffentlicht am 08.01.2024

Etwas langatmige Jane Austen Nacherzählung

Jane Austens Northanger Abbey
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Den Originalroman von Jane Austen habe ich noch nicht gelesen, aber man weiß natürlich, dass sich ihre Romane grundsätzlich gut in die Neuzeit transferieren lassen, da die Geschichten stets eine Grundaktualität ...

Den Originalroman von Jane Austen habe ich noch nicht gelesen, aber man weiß natürlich, dass sich ihre Romane grundsätzlich gut in die Neuzeit transferieren lassen, da die Geschichten stets eine Grundaktualität besitzen.
Sollte Northanger Abbey von Jane Austen allerdings ähnlich langatmig sein, ist es kein Verlust, es nicht gelesen zu haben. '
Die Personen sind erstmal nett gezeichnet und natürlich geht man als Leser sehr mit den Protagonisten mit, aber die Phantasien, in die sich Cat hereinsteigert, waren echt nervig streckenweise und auch die Atmosphäre kam nicht richtig rüber. Das Ende ist mehr als erwartbar gewesen und kam recht plötzlich und einige Personen waren mir wirklich zu krass negativ gezeichnet, so dass es schon fast unfreiwillig komisch war.
Gut gefiel mir, dass Cat sich schon von Beginn an nicht opfermäßig verhält und trotz ihres sehr jungen Alters wirklich klar zu ihrer Meinung steht und sich nicht manipulieren lässt. Auch die Beschreibung der Orte war sehr nett zu lesen und wenn es dieses Edinburgh Festival wirklich gibt, will ich da echt auch mal hin!

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Veröffentlicht am 01.12.2023

Vampirsaga Teil 1

Biss zum Morgengrauen (Bella und Edward 1)
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Ich lese die Twilight Saga nun zum 2. Mal, zusammen mit meiner jüngsten Tochter, und quäle mich so durch. Die Story an sich ist schon okay, sehr Teenager-mäßig auf jeden Fall und es hat damals einen Nerv ...

Ich lese die Twilight Saga nun zum 2. Mal, zusammen mit meiner jüngsten Tochter, und quäle mich so durch. Die Story an sich ist schon okay, sehr Teenager-mäßig auf jeden Fall und es hat damals einen Nerv getroffen. Aber ich bleibe unbegeistert. Der Stil ist recht langweilig, Adjektive wie schön/wunderschön, hart und kalt werden definitiv inflationär verwendet. Beim Lesen habe ich nun natürlich die Filmfiguren vor Augen, zwischen denen es tatsächlich gar nicht gefunkt hat, und das macht das Lesen nochmal mühsamer. Es gibt unfreiwillig komische Stellen - das Glitzern der Vampire im Sonnenlicht ist so absurd, dass ich laut lachen muss beim Lesen. Alles in allem ist es meiner Meinung nach zu Unrecht ein Kultbuch geworden, es gibt deutlich bessere Bücher zu der Thematik.

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Veröffentlicht am 11.06.2026

Langatmig, unreif und streckenweise unfreiwillig komisch

Reserve
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Ich habe das Buch eigentlich nicht lesen wollen, weil ich schon so viel Schlechtes darüber gehört habe. Aber nun, da man es auch gebraucht recht günstig bekommt und es ein Challenge Lesezeichen bei Goodreads ...

Ich habe das Buch eigentlich nicht lesen wollen, weil ich schon so viel Schlechtes darüber gehört habe. Aber nun, da man es auch gebraucht recht günstig bekommt und es ein Challenge Lesezeichen bei Goodreads wert ist, habe ich es dann doch bestellt und mich durch gequält. Ich bin wirklich froh, nicht den vollen Preis dafür gezahlt zu haben - denn das wäre es niemals wert gewesen!

Das Buch ist in 3 Teile untergliedert, die jeweils mit einem Foto und einer Zitatzeile aus demselben Gedicht überschrieben sind, das auch im Buch selbst genannt wird. Im ersten Teil geht es im wesentlichen um Harrys Kindheit und natürlich vor allem um das Trauma des Unfalltodes seiner Mutter. Der zweite Teil - der für mich mit Abstand schlimmste, den ich häufig nur quer überflogen habe - handelt von der Zeit, bevor er Meghan kennenlernt, also seine Erwachsenenjahre und seine Zeit als Soldat. Und der letzte Teil geht vor allem um Meghan und wie sich Harrys und ihre Wege von der Familie trennen mussten.

Das Buch ist zusammen mit einem Ghostwriter geschrieben worden, den ich nicht empfehlen würde. Wörtliche Rede kommt oft recht infantil rüber beim Lesen und - das kann aber auch an der Übersetzung liegen - Wörter wie "Pullermann" sind einfach seltsam zu lesen, mal ganz von dem Thema selbst abgesehen.

Vor allem im letzten Teil ändert sich der Stil nochmal und hier frage ich mich, ob es stimmt, dass evtl. Meghan hier die Haupt-Autorin war. Es würde zumindest erklären, warum sie so extrem idealisiert wird und auch der leicht esoterisch angehauchte Tonfall könnte von ihr stammen.

Der Umfang des Buches ist für mich nicht wirklich vertretbar gewesen - viel zu lang und ausschweifend werden immer wieder ähnliche Geschichten erzählt, über immer wieder die selben Personen und Personengruppen geschimpft und der Ton schwankt zwischen Jammern, wüten und lamentieren hin und her. Ab und an musste ich auch mal lachen, aber nicht, weil das gewollt war, sondern weil es einfach lächerlich war, was ich da zu lesen bekommen habe.

Beim Lesen des Buches habe ich mehr und mehr die Geduld mit dem Erzähler verloren. Nie war irgendetwas seine Schuld, stets kamen nur Erklärungen oder sogar sehr oft eine Art Verweis auf den "wahren" Schuldigen, der aber nicht dazu stehen würde, weswegen wieder er, der arme Reserve-Prinz, von allen gehasst oder belächelt wurde. Selbst teilt der Autor aber sehr oft und teilweise derb aus - der eifersüchtige Bruder, die aufgedonnerte und steife Schwägerin (im Gegensatz zur unschuldig süßen Meg natürlich), der abwesende Vater, der ebenfalls eifersüchtig auf Megs gute Presse war (wtf?!) und und und. Gegen Ende war ich dann nur noch unfassbar genervt und sehr, sehr erleichtert, als ich das Buch beenden konnte . Ich kann es absolut nicht empfehlen und hätte nichts verpasst, wenn ich es nicht gelesen hätte.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Leider sehr schlechte Fortsetzung

The way I am now
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Der erste Teil war sooo gut, dass ich mich auf die Fortsetzung wirklich gefreut habe - umso bitterer enttäuscht wurde ich leider.

Im ersten Teil ging es nur um Eden und die Geschichte wurde auch ausschließlich ...

Der erste Teil war sooo gut, dass ich mich auf die Fortsetzung wirklich gefreut habe - umso bitterer enttäuscht wurde ich leider.

Im ersten Teil ging es nur um Eden und die Geschichte wurde auch ausschließlich aus ihrer Sicht geschildert. Band 2 dagegen mutet leider von Beginn an wie ein typischer YA Roman - und genauso seicht und ohne Tiefe ist er.

Wer den ersten Band kennt, weiß, dass Eden mit 14 Jahren vom besten Freund ihres Bruders in ihrem Kinderzimmer vergewaltigt wurde. Band 2 knüpft zeitlich ans Ende des ersten Bandes an. Nachdem die Vergewaltigungen, die besagter Kevin begangen hat, angezeigt wurden, steht unter anderem die Anhörung der Opfer an. Edens letztes Highschooljahr wird davon überschattet, was sie nun öffentlich gemacht hat, daher entscheidet sie sich, nur noch von zuhause aus am Unterricht teilzunehmen. Schließlich erhält sie die Zusage für einen Platz ausgerechnet an dem College, das auch ihr ehemaliger Schwarm Josh besucht.

Worum es in Band 2 also vor allem geht - LEIDER! - ist die Aufwärmung der Liebesgeschichte zwischen Eden und Josh, jenem ersten "Freund", den sie nach der Vergewaltigung hatte, den sie aber nie als Freund bezeichnen wollte.

Und nun wird YA-typisch abwechselnd aus Joshs und Edens Perspektive vor allem ihre Liebesgeschichte beschrieben. Im Hintergrund bleibt zwar die Vergewaltigungsgeschichte irgendwie noch vorhanden, aber die ersten 200 Seiten sind so seicht und peinlich, wie man das halt kennt und 1000 mal gelesen hat - da wird nicht erzählt, dass man mit seinem Freund/seiner Freundin Schluss gemacht hat, gezögert, ob man sich jetzt zuerst melden soll oder lieber nicht, über Emojis und Wörter in Nachrichten nachgrübelt und dann endlich ein "super romantisches" Date mit italienischem Essen und Eiscreme abgehalten, bei dem es nicht mal fehlen darf, dass einer der beiden vom Brunnenwasser nass gespritzt wird und natürlich Augen funkeln und Kleidung wunderschön ist und so weiter. Ich habe ernsthaft ungläubig den Kopf geschüttelt beim Lesen. Bis auf die Namen der beiden Protagonisten war das scheinbar eine völlig andere Geschichte!

Hatte der erste Band noch Tiefe und vor allem greifbare Personen, allen voran Eden, so flachte absolut alles ab und die Personen haben mich mehr und mehr genervt. Schlimmer noch, manche Erinnerungen vor allem von Josh haben mir im Nachhinein den ersten Band fast kaputt gemacht - nein, ich hätte lieber nicht davon gelesen, was genau er gemacht hat, bevor Eden ihm als erstem Menschen überhaupt von der Vergewaltigung erzählt hat (eine der stärksten Szenen im ersten Band!)!

Es gibt nur eine winzige Stelle ganz am Ende des Buches, während der Verhandlung gegen Kevin, als Eden mir ganz kurz sympathisch ist, aber dann flieht sie direkt danach auf die Toilette, um sich zu übergeben - und das passt ziemlich gut zu dem, wie ich das Buch gefühlt habe...

Bisher das schlechteste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe und absolut keine Leseempfehlung! Macht euch nicht die Wirkung von Band 1 kaputt, indem ihr diesen schlechten Nachfolger lest!!!

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