Ein Fischer geht ins Netz – Spannung mit Humor
Prost, auf die FischerMit „Prost, auf die Fischer“, dem 12. Band der Reihe Kommissar Tischler ermittelt von Friedrich Kalpenstein, bin ich zum ersten Mal in die Welt von Kommissar Tischler eingetaucht – und ganz sicher nicht ...
Mit „Prost, auf die Fischer“, dem 12. Band der Reihe Kommissar Tischler ermittelt von Friedrich Kalpenstein, bin ich zum ersten Mal in die Welt von Kommissar Tischler eingetaucht – und ganz sicher nicht zum letzten Mal.
Auch ohne Vorkenntnisse der vorherigen Bände findet man sich schnell zurecht. Der Autor versteht es, die Figuren lebendig und mit viel Witz zu zeichnen, ohne dabei die Spannung zu vernachlässigen. Rückblicke und geschickt eingebaute Hinweise auf frühere Ereignisse runden die Geschichte ab, ohne Neuleser zu überfordern.
Der diesjährige Betriebsausflug der Polizei soll eigentlich entspannt verlaufen, mit einem idyllischen Picknick am Frillensee, das auf dem Programm steht. Doch die Harmonie wird jäh gestört, als die Sekretärin im Wasser eine grausige Entdeckung macht. Der Fischer Harald Lorenz treibt tot im See, eingewickelt in ein Fischernetz.
Schnell wird klar, dass der Tote alles andere als beliebt war. Die Liste der Verdächtigen ist lang, und mit jeder neuen Wendung gerät man als Leser auf eine andere Fährte. Immer wieder streut Kalpenstein gekonnt falsche Hinweise ein, sodass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.
Ein besonderes Highlight ist für mich die Dackeldame Resi, die sich zum Star der Geschichte entwickelt.
Wer einen Krimi mit einer gelungenen Mischung aus Humor, Lokalkolorit und spannender Ermittlungsarbeit sucht, ist mit diesem Band bestens beraten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon auf weitere Fälle von Kommissar Tischler.