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Veröffentlicht am 11.05.2026

Die Tote im Liegestuhl

Vier Minuten Stille - Und dann kam der Sturm
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Mit »Vier Minuten Stille« legt die Autorin Chris Warnat ist bereits den zweiten Band der Wase-Rahini-Reihe vor.

Auf einem Festival lernt Rahel Josh kennen, im nächsten Moment wird sie von einem Mann ...



Mit »Vier Minuten Stille« legt die Autorin Chris Warnat ist bereits den zweiten Band der Wase-Rahini-Reihe vor.

Auf einem Festival lernt Rahel Josh kennen, im nächsten Moment wird sie von einem Mann bedroht. Er schien mal Teil ihres Lebens gewesen zu sein. Sie flieht, bevor auch die heranziehende Gewitterfront am Horizont hereinbricht.

Jahre später wird Rahel in ihrem Garten tot aufgefunden, nackt in einem roten Liegestuhl, von einer dünnen Schneedecke bedeckt. Auf den Kopf trägt sie eine enganliegende Mütze. Und ihre Tochter Louca ist verschwunden. Die Frage ist, haben beide Ereignisse miteinander zu tun?

Die Autorin schreibt sehr detailgetreu, was die Spannung etwas ausbremst. Den Ermittler Wase Rahimi hat sie authentisch gezeichnet, auch seine Kollegin Emma Paulsen stand mir deutlich vor Augen. Verwirrend fand ich eine Szene in der von einem anderen Fall gesprochen wurde. Ich habe sogar zurückgeblättert, weil ich dachte, ich hätte was überlesen. Ich hatte mitunter das Gefühl, mit fehlt es an Vorwissen. Da wäre es vielleicht gut gewesen, den 1. Band zu kennen.

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Veröffentlicht am 18.02.2026

Spieglein, Spieglein an der Wand

Wunderschön
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PD Dr. Stéphane Stahl lädt mit seinem Buch ‚Wunderschön‘ dazu ein, Schönheit in all ihren Facetten neu zu betrachten. Der Autor gehört zu den führenden Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Das ...


PD Dr. Stéphane Stahl lädt mit seinem Buch ‚Wunderschön‘ dazu ein, Schönheit in all ihren Facetten neu zu betrachten. Der Autor gehört zu den führenden Fachärzten für Plastische und Ästhetische Chirurgie.

Das Buch ist kein Plädoyer für oder gegen Schönheitschirurgie. Es ist ein Plädoyer für einen bewussten Umgang mit dem Thema.

Besonders in jungen Jahren spielt Attraktivität eine entscheidende Rolle, denn gutes Aussehen bringt Aufmerksamkeit. Und zweifellos bringt Schönheit viele Vorteile Privat und im Berufsleben. Aber wird Schönheit vielleicht überbewertet? Meiner Meinung nach schon. Ich favorisiere selbstbewusste Menschen, die in sich ruhen, die Natürlichkeit und Charisma ausstrahlen. Interessant ist, dass unsere Vorstellungen von Schönheit gesellschaftlich, historisch und kulturell geprägt sind. Der Autor führt diese Aspekte sehr anschaulich aus.

In unserer medienverseuchten Zeit wird immens viel Energie und Zeit in Schönheit und Selbstoptimierung investieren. Da werden Schönheits-OPs bereits Jugendlichen aufoktroyiert. Digitale Medien setzen ihre Nutzer unterbewusst unter Druck. Es ist ein MUST einem bestimmten Bild zu entsprechen. Und ehrlich, ich schaue mir die prominenten Damen im TV an und denke, die schauen ja alle gleich aus. Keine persönlichen Merkmale. Sie sind zweifellos schön, aber sie unterscheiden sich nicht.

Ich lehne Schönheits-OPs nicht grundsätzlich ab, stehe dem aber eher kritisch gegenüber. Für eine oder mehrere OPs nach einer starken Gewichtsabnahme gibt es für mich nachvollziehbare Gründe, auch Schönheits-OPs nach Unfällen haben für mich einen berechtigten Grund oder nach einer Brustkrebserkrankung. Auch wenn bestimmte Körpermakel Minderwertigkeitsgefühlen auslösen und durch eine OP eine Steigerung der Lebensqualität erreicht werden kann. Das Thema ‚Designer-Vagina‘ stößt bei mir allerdings auf völliges Unverständnis.

PD Dr. Stéphane Stahl schreibt klar und gut verständlich. Er versucht das Thema Schönheit neutral zu behandeln, was ihm nicht immer gelingt. Positiv zu bewerten ist, dass Dr. Stahl uns zeigt, wie wir unser Selbstbild stärken und uns von unrealistischen Maßstäben lösen können. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen, um auch die Perspektive von der anderen Seite kennenzulernen.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Pips Erwachen

Ein Herz aus Papier und Sternen
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Der Autorin Cecelia Ahern ist es gelungen mit ihrem Weltbestseller »P.S. Ich liebe dich« viele Leser:innen emotional tief zu berühren. Und genau das erwartet man auch von ihrem neuen Werk. Aber kann es ...

Der Autorin Cecelia Ahern ist es gelungen mit ihrem Weltbestseller »P.S. Ich liebe dich« viele Leser:innen emotional tief zu berühren. Und genau das erwartet man auch von ihrem neuen Werk. Aber kann es diese Erwartungen auch erfüllen?

In „Ein Herz aus Papier und Sternen“ entführt Cecelia Ahern die Leser:innen in das kleine irische Dorf Ballybeg. Hier lebt unsere Protagonistin, die 32jährige Pip, die als 16jährige schwanger wurde und nun mit ihrer Tochter Bella bei ihren Eltern ein stilles, zurückgezogenes Leben führt. Die Mutter Josefine ist sehr dominant und hat das Heft in der Hand. Pip scheint in einer erstarrten Welt zu leben. Ihr Herz scheint mit Jamie, dem Vater ihrer Tochter, gegangen zu sein. Freude hat sie nur an ihrem Hobby: sie faltet Figuren aus Papier.

Ich muss gestehen, mich hat das Buch nicht gefesselt, obwohl der Schreibstil auch in diesem Buch sehr berührend ist. Jedoch der Zauber von »P.S. Ich liebe dich« wollte sich in diesem Buch einstellten. Ich konnte auch nicht wirklich Sympathie für die Protagonistin aufbauen. Mir erschien sie zu lethargisch.

Fazit: Kommt leider nicht »P.S. Ich liebe dich« heran. Aber vielleicht fesselt mich ja der nächste Roman von Cecelia Ahern wieder.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Historie spannend aufgearbeitet

Sieben Jahre
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Tanja Kinkel bringt uns in ihrem neuen Roman ‚Sieben Jahre‘ wieder mal Geschichte näher, diesmal den Siebenjährigen Krieg.

Und es menschelt in diesem Roman. Wir lernen die preußische Königsfamilie unter ...


Tanja Kinkel bringt uns in ihrem neuen Roman ‚Sieben Jahre‘ wieder mal Geschichte näher, diesmal den Siebenjährigen Krieg.

Und es menschelt in diesem Roman. Wir lernen die preußische Königsfamilie unter Friedrich den Großen näher kennen und seine Gegenspielerin die Kaiserin Maria Theresia von Österreich. Wir lesen, wie der sensible Kronprinz Friedrich von seinem Vater, dem Soldatenkönig, mit harter Hand erzogen und geformt wurde. Als Friedrich mit seinem Freund Katte dem entfliehen wollte, wurde er auf der Flucht nach England festgenommen und in den Kerker geworfen. Sein Freund wurde vor seinen Augen hingerichtet.

Interessant empfand ich es von den Geschwistern des Königs zu erfahren. Außer der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth war mir bislang noch keines der Geschwister näher bekannt. Die politischen Ränke, die geschmiedet wurden, um Seilschaften gegen die Kaiserin Maria Theresia zu bilden empfand ich zum Teil als sehr ermüdend.

Tanja Kinkel führt die Jahre 1756 bis 1763 in epischer Breite vor uns aus. Sie schreibt sehr detailliert und hat den Stoff akribisch recherchiert. Ihr Werk umfasst mehr als 800 Seiten und ist ein Schwergewicht, sowohl im Sinn des Wortes als auch inhaltsmäßig. Ich muss gestehen, ich habe mir sehr schwergetan und musste immer wieder mal unterbrechen. Nicht weil die Autorin unverständlich schreiben würde, nein, sie schreibt flüssig und gut lesbar, aber ich empfand das Buch einfach streckenweise zu langatmig. Vielleicht hätten 200 – 300 Seiten weniger dem Buch gutgetan
.
Fazit: Empfehlenswert Lesern mit Durchhaltevermögen und Interesse an Geschichte.

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Veröffentlicht am 16.09.2025

Ich spüre dich, ich höre dein Herz

Herzlauschen
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„Herzlauschen“ von Nicole Swidler und Uli T. Swidler ist ein Liebesroman über die Magie, Musik und über tiefempfundene Liebe.

Tessa Boden ist eine gefeierte Sopranistin, die auf den größten Bühnen der ...


„Herzlauschen“ von Nicole Swidler und Uli T. Swidler ist ein Liebesroman über die Magie, Musik und über tiefempfundene Liebe.

Tessa Boden ist eine gefeierte Sopranistin, die auf den größten Bühnen der Welt singt. Trotz ihres Ruhms lebt sie ein einsames Leben aus dem Koffer. Bei einem Benefizkonzert in der Berliner Philharmonie entdeckt sie in der ersten Reihe einen geheimnisvollen Mann, der sie nicht beklatscht, sondern sie intensiv beobachtet und in seinen Skizzenblock zeichnet. Was Tessa nicht weiß: Der Mann ist ein gehörloser Bildhauer. Paul, der erst kürzlich seine geliebte Frau verloren hat und dem dadurch ein Leben weggebrochen ist.

So schön die Gefühle der beiden Protagonisten beschrieben sind, empfand ich die Geschichte doch ein bisschen kitschig. Gefallen hat mir jedoch die Darstellung der nonverbalen Kommunikation – ein stilles Lauschen, das mehr sagt als Worte. Man konnte sich in die Welt der Gehörlosen einfühlen. Paul hat einen ganz besonderen Blick entwickelt, der sicherlich nicht nur seiner Gehörlosigkeit geschuldet ist, sondern auch ein Kennzeichen seiner Kunst darstellt. Er kann Menschen erfassen, ihnen auf die Seele blicken.

Fazit: Ein Feel-Good-Roman für entspannende Lesestunden.



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