Grassi müpft auf
Ein romantischer TodAuch der dritte Fall für Vittorio Grassi hat mich von Anfang bis Ende begeistert. Dass La Spezia thematisiert wird, das spätestens seit dem kürzlich erschienenen historischen Roman bekannt sein dürfte, ...
Auch der dritte Fall für Vittorio Grassi hat mich von Anfang bis Ende begeistert. Dass La Spezia thematisiert wird, das spätestens seit dem kürzlich erschienenen historischen Roman bekannt sein dürfte, in dem es um den Aufenthalt Lord Byrons und seiner Entourage und den tragischen Tod Percy Shelleys geht, fand ich überraschend - dieses Jahr scheint La Spezia mich zu verfolgen. Aber diesmal auf sehr unterhaltsame und kurzweilige Art und Weise, und ich habe mich köstlich über Grassi amüsiert, der "dank" eines Schlags auf den Kopf eine gute Entschuldigung für seine ungewohnt aufbrausende und unfreundliche Art hat, mit der er seine Mitmenschen diesmal ein ums andere Mal vor den Kopf stößt. Gut gefallen hat mir, dass diesmal auch die Figuren rund um Grassi mehr Raum einnehmen und die Handlung vorantreiben - Toni und Grassis Tochter, Ricci und vor allem der Gerichtsmediziner La Penza, der mit seiner direkten und unverblümten Art eine sehr erfrischende Note in die Geschichte bringt und mich immer wieder schmunzeln liess. Der Todesfall, in dem diesmal ermittelt wird, ist gut durchdacht und konnte mich bis zuletzt bei der Stange - und beim Mitraten - halten. Kurzum: aller guten Dinge sind drei, und bei dieser Reihe haben alle drei Teile bisher mit Bravour bestanden. Jetzt hoffe ich dass es so immer weiter geht und noch lange keine Flaute in Sicht ist.