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Veröffentlicht am 19.03.2026

Mal wieder ein spannender Fall für Kommissar Leo Wechsler ...

Die Geister von Beelitz
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Was wusste ich bis dato von den Beelitz-Heilstätten? Eigentlich kannte ich sie nur dem Namen nach und so freute es mich natürlich riesig, diese mit Kommissar Leo Wechsler erkunden zu dürfen. Während ich ...

Was wusste ich bis dato von den Beelitz-Heilstätten? Eigentlich kannte ich sie nur dem Namen nach und so freute es mich natürlich riesig, diese mit Kommissar Leo Wechsler erkunden zu dürfen. Während ich es mir zu Hause mit dem Roman „Die Geister von Beelitz“ auf der Couch gemütlich machen kann, beginnt für Leo eine nicht ungefährliche Exkursion in die Welt der Tuberkulosekranken, die dort wieder aufgepäppelt und arbeitsfähig gemacht werden sollen. Die Ansteckungsgefahr dort ist nicht zu unterschätzen und auch sonst geht es nicht ganz mit rechten Dingen zu. Der sympathische Kommissar will die Fälle der vermissten Männer aufklären, die nach einem Aufenthalt in den Heilstätten nie wieder zu Hause ankamen. Unter falschem Namen – lediglich ein Arzt ist eingeweiht – beginnt er seine Undercover Ermittlungen und begibt sich schnell selbst in große Gefahr. Seine Frau Clara ist nicht gerade begeistert von dieser riskanten Aktion und auch Töchterchen Marie macht sich bald mit klopfendem Herzen auf die Suche nach ihrem geliebten Papa …

Seit ich den mir inzwischen so vertrauten Leo Wechsler im Jahr 2012 – man glaubt es kaum – kennenlernen durfte, ist er mir immer mehr ans Herz gewachsen. Neben den spannenden Fällen, die er lösen darf, gefällt mir auch immer wieder die persönliche Entwicklung nicht nur rund um seine Person, sondern auch um die Familie und das Kollegium. Wieder einmal hat die sympathische Autorin Susanne Goga akribisch recherchiert und mir mit ihrem inzwischen zehnten Band dieser historischen Krimireihe eine aufregenden Reise in die Vergangenheit gewährt. Durch die bildhafte Schreibweise konnte ich mich vor lauter Kopfkino kaum erwehren und es war schwer, das Buch zur Seite zu legen. Susanne Goga versteht sich wirklich hervorragend darauf, die damalige Stimmung zwischen ihre Romanseiten zu packen. Ich empfehle diese Reihe uneingeschränkt und verteile gerne mit fünf Sternen mal wieder die Bestnote. Während jeder Fall in sich abgeschlossen ist, empfehle ich dennoch unbedingt die Reihenfolge einzuhalten, um eben auch mit der Entwicklung drumherum Schritt halten zu können. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Spaß und spannende Unterhaltung und der Autorin viel, viel Erfolg mit den Geistern von Beelitz!

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Ein Kriminalfall, der unter die Haut und ans Herz geht ...

Finsterhaus
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Insgesamt dürfen wir mit Hanna Duncker und Erik Lindgren fünf Fälle lösen. Bei „Finsterhaus“ handelt es sich um den zweiten Fall, den ich mal wieder sehr spannend fand.

Nachdem Hanna sich langsam in ihrer ...

Insgesamt dürfen wir mit Hanna Duncker und Erik Lindgren fünf Fälle lösen. Bei „Finsterhaus“ handelt es sich um den zweiten Fall, den ich mal wieder sehr spannend fand.

Nachdem Hanna sich langsam in ihrer alten Heimat auf der Insel Öland zurechtfindet, muss sie sich mit dem Mord an einem Immobilienmakler befassen und nicht nur versuchen, diesen aufzuklären, sondern auch nach dessen verschwundenem Sohn suchen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn der Kleine ist erst wenige Monate alt. Was könnte passiert sein? Wer hat etwas mit den beiden Vorfällen zu tun? Könnte es etwa die erwachsene Tochter aus einer früheren Beziehung sein, die Rache an dem Vater nehmen will, der sich kurz nach der Geburt seiner Tochter aus dem Staub gemacht hat?

Das Hörbuchsprecherteam Simone Kabst und Julian Greis konnten mich auch diesmal wieder überzeugen und ich fühlte mich schnell wieder nach Schweden katapultiert, wenn auch leider nur Hörbuch technisch im Auto. Neben der Fallaufklärung ist Hanna nach wie vor natürlich auch damit beschäftigt, was damals vorgefallen sein könnte, als ihr Vater des Mordes bezichtigt wurde und ins Gefängnis musste, was dem Kriminalroman eine sehr persönliche Note verleiht. Im typischen „Nordic Crime Stil“ präsentierte mir die Autorin Johanna Mo eine Geschichte, die mich so gefesselt hat, dass ich schon mit dem dritten Band weitermache. Eigentlich waren skandinavische Krimis nie so mein Ding. Johanna Mo konnte mich jedoch vom Gegenteil überzeugen und deshalb bekommt sie als Autorin in Kombination mit den tollen Sprechern von mir düstere, nordische fünf Sterne. Die Reihe finde ich sehr empfehlenswert!

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Aufbruch nach Amerika ...

Die englische Freundin
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Die englische Quäkerin wurde von der Liebe enttäuscht. Ihr Verlobter hat sie verlassen und das zu allem Übel auch noch für eine Frau, die nicht dieser etwas eigenwilligen Glaubensgemeinschaft angehört. ...

Die englische Quäkerin wurde von der Liebe enttäuscht. Ihr Verlobter hat sie verlassen und das zu allem Übel auch noch für eine Frau, die nicht dieser etwas eigenwilligen Glaubensgemeinschaft angehört. Die junge Honor fürchtet nun, dass sie ohne eigenes Verschulden an ihrem Heimatort mehr als nur ihr Gesicht verloren hat und will mit ihrer Schwester Grace – deren eigener Verlobter in Ohio auf sie wartet – einen Neuanfang wagen. Doch das Leben schlägt erneut unbarmherzig zu. Ihre Schwester stirbt, bevor sie den Verlobten überhaupt zu Gesicht bekommt. Nun ist guter Rat teuer aber da eine Rückkehr nach England außer Debatte steht, will Honor sich selbst durchschlagen in das fremde Quäkerdorf im fernen Amerika. Auf ihrer Odyssee lernt sie die etwas eigenwillige Belle kennen, die mit ihrem eigenen Geschäft aber mit beiden Füßen fest auf dem Boden steht. Als sich jedoch Graces Bruder Donovan, der als aggressiver Sklavenjäger seinen Lebensunterhalt verdient, in die unschuldige Honor verguckt, gerät ihre kleine Welt wieder ins Wanken. Sie muss sich ihren inneren Konflikte stellen und unweigerlich eine schwere Entscheidung treffen …
Immer wieder bin ich aufs Neue von dieser wunderbaren Autorin begeistert, die es schafft, jedem interessanten Thema, das sie anpackt, ein eigenes Gesicht, ja eine eigene Stimme zu geben. In „Die englische Freundin“ stellt sie das Leben in einer Quäkergemeinschaft in den Mittelpunkt aber auch das Thema Sklaverei nimmt gehörigen und verdienten Raum ein. Jeder, der sich mit diesen Themen schon einmal beschäftigt hat, wird sich hier wiederfinden, wird die Nöte und Sorgen der Menschen verstehen und sich vielleicht auch freuen, mit den „Freundinnen“ der Quäkergemeinschaft an dem ein oder anderen Quilt mitsticheln zu dürfen. Der Roman hat einen unheimlich Tiefgang ohne jemals wertend zu erscheinen. Die Figuren und die Landschaft sind bildhaft gezeichnet und lebendig dargestellt. Ich habe diesen leisen Roman sehr genossen.
Ich empfehle dieses Buch allen Fans von Tracy Chevalier und natürlich allen, die es werden wollen. Von mir gibt es mit fünf Sternen die volle Punktzahl verbunden mit einer von Herzen kommenden Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 05.03.2026

Bewegende Südtiroler Geschichte, die zu Herzen geht!

Töchter der verlorenen Heimat
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Schon lange nicht mehr hat mich ein Roman so berührt, wie es „Töchter der verlorenen Heimat“ getan hat, in dem es um die Geschichte zweier starker Frauen geht, denen es das Schicksal nicht immer leicht ...

Schon lange nicht mehr hat mich ein Roman so berührt, wie es „Töchter der verlorenen Heimat“ getan hat, in dem es um die Geschichte zweier starker Frauen geht, denen es das Schicksal nicht immer leicht gemacht hat. Johanna und Paula, Mutter und Tochter, verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die – nachdem der Großvater gestorben ist – nach Aufarbeitung förmlich schreit. Tochter Paula gelingt es schließlich ihre Mutter dazu zu überreden gemeinsam nach in die ehemalige Heimat Südtirol zu fahren, wo die Geschichte in den 1920er Jahren ihren Anfang nahm.

Der Roman entführt mich in abwechselnden Kapiteln in jeweils besagte 1920er/30er und die frühen 1960er Jahre, in denen ich Johanna und Paula näher kennenlernen darf. Johanna, die in Südtirol geboren und aufgewachsen ist, hatte es damals nicht leicht. Der frühe Tod ihrer Mutter zwingt sie in eine Rolle, die sie so für ihr eigenes Leben nicht geplant hatte. Sie, die so gerne Lehrerin geworden wäre, ist gezwungen am heimatlichen Hof zu schuften und somit nicht nur ihre eigenen Aufgaben, sondern auch die der Mutter zu übernehmen. Lehren darf sie heimlich dennoch ein wenig, denn die eigenen kleinen Geschwister werden von ihr in der Muttersprache unterrichtet, ein nicht ungefährliches Unterfangen. Als sie schließlich in dem Italiener Gianluca ihren Seelenverwandten gefunden zu haben glaubt, scheint ihr Seelenleben wieder ausgeglichen. Doch auch die Liebe zu ihm ist verboten und steht somit unter keinem guten Stern …

Viele Jahre später setzt sich die Tragödie der Mutter in ihrer Tochter Paula fort. Paula leidet unter den Hänseleien der Kinder wegen ihres südländischen Aussehens und auch die Tatsache, dass sie ihren Vater nie kennenlernen durfte, trägt nicht gerade zu ihrem Wohlbefinden bei. Die strebsame Paula aber beißt sich durch und wird schließlich Ärztin in einer Zeit, in der man es als Frau nicht leicht im Berufsleben hat. Weiterhin gegen sie gegen Häme und Vorurteile, was sie mehr als vorsichtig werden lässt, wenn es darum geht, ihr Herz zu öffnen …

Zwei Frauen, eine schmerzvolle Vergangenheit. Können die Beiden es schaffen, die Lügen und die Schuld aufzuarbeiten, ja vielleicht sogar zu vergeben und nach vorne zu schauen?

Eva Grübls Roman ist mehr als nur eine Geschichte. Er ist eine Geschichtsstunde vom Feinsten, der die Probleme Südtirols bis weit in die 70er Jahre in solch bewegender Form vermittelt, dass ich an den Seiten klebte und das Buch gar nicht mehr zur Seite legen wollte. Die Autorin schafft es, den sich aufbauenden Spannungsbogen stetig aufrecht zu erhalten und kreiert somit eine bild- und wortgewaltige Story, die mich tief bewegt hat. Fast wähnte ich mich selbst in Südtirol und Italien und konnte das verbissene Schweigen der Menschen aber auch die Sonne auf meiner Haut spüren, als ich mit Paula in den Süden fuhr. Von mir gibt es mit fünf wohlverdienten Sternen die absolute Bestnote verbunden mit einer uneingeschränkten Leseempfehlung. „Töchter der verlorenen Heimat“ verbindet Geschichte mit Gefühlen und einem Tiefgang, der mich auf jeder Seite aufs Neue überraschte. Ich freue mich sehr auf weitere Lektüre aus der Feder Eva Grübls und werde mein Bücherregal bis dahin mit allen von mir bisher ungelesenen Büchern der Autorin füllen. Danke schön für ein Leseerlebnis der Extraklasse!

Veröffentlicht am 27.02.2026

Nichts für zarte Nerven ...

Warum sie sterben musste
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Der Kriminalroman „Warum sie sterben musste“ von Linn Lornsen weckte schon durch seinen interessanten Titel meine Neugier. Und „Warum sie sterben musste“ ist natürlich auch die Frage, der sich der Kommissar ...

Der Kriminalroman „Warum sie sterben musste“ von Linn Lornsen weckte schon durch seinen interessanten Titel meine Neugier. Und „Warum sie sterben musste“ ist natürlich auch die Frage, der sich der Kommissar – früherer Rechtsmediziner – Dr. Ivo Beddenbrook und seine Kollegin Cinzia Rix stellen müssen. „Sie“ ist die Abiturientin Carolin Hau, die während einer dramatischen Sturmflut erhängt an einem Brückenpfeiler tot im Wasser aufgefunden wird. Der damals verdächtigte Henrik, ein vermeintlicher Stalker Carolins, gerät schnell ins Visier der Ermittler, worauf er spurlos verschwindet. Fünfzehn Jahre später wird ebendieser Henrik selbst während einer Sturmflut ermordet im Wasser aufgefunden. Der damalige Fall wird wieder aufgerollt und mit Henriks Tod in Verbindung gebracht. Schnell werden Ungereimtheiten aufgedeckt, die die Ermittler im Dunkeln tappen lassen. Doch nach und nach verbinden sich die Puzzleteile zu einem großen Ganzen und dunkle Machenschaften kommen ans Tageslicht, die alle involvierten Parteien bald erschaudern lassen …

Die Autorin schafft es auf bewundernswerte Weise den Spannungsbogen durch den ganzen Roman hindurch hochzuhalten und ließ mich förmlich an den Seiten kleben. Zugegeben, es ist kein Buch, das man mal eben so nebenher weg lesen kann, denn die Vielzahl an Akteuren sowie die Handlungen, die auf einigen verschiedenen Zeitebenen stattfinden, verlangen ihrer Leserschaft einiges an Konzentration ab. Aber einmal eingetaucht, fand ich mich in einem atmosphärisch dichten Thriller wieder, den ich schwer aus der Hand legen konnte. Sehr zu meiner Freude informierte uns die Autorin in einer Leserunde bereits darüber, dass es einen weiteren Teil rund um das Ermittlerteam Beddenbrock und Rix geben wird, auf den ich mich heute schon freue. Nun möchte ich aber erstmal für diesen ersten Band mit fünf Sternen die wohlverdiente Bestnote vergeben und eine Empfehlung an alle Thriller Leser oder solche, die es werden wollen, aussprechen!

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