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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Hybrid

Mate – Die unzumutbare Unmöglichkeit von Liebe
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Serena Paris ist erst fünfundzwanzig, hat aber schon jede Menge durchgemacht. Nicht nur, dass sie als kleines Kind ihre Eltern verloren hat und dann als Waisenkind aufwuchs, bis sie dann als Spielgefährtin ...

Serena Paris ist erst fünfundzwanzig, hat aber schon jede Menge durchgemacht. Nicht nur, dass sie als kleines Kind ihre Eltern verloren hat und dann als Waisenkind aufwuchs, bis sie dann als Spielgefährtin für Misery, die Vampirprinzessin, ausgewählt wurde. Es stellte sich auch heraus, dass sie ein Hybrid ist - halb Mensch, halb Werwolf. Und Überraschung: die Gefährtin von Alpha Koen ist sie auch noch. Dazu spielt ihr Körper verrückt, der die unterschiedlichen Gene scheinbar nicht vereinbaren kann und das bedeutet wohl, dass sie nicht mehr lange leben wird. Dass jetzt auch noch von allen Seiten Jagd auf sie gemacht wird, gerät dabei beinahe zur Nebensache. Und wie zum Teufel soll sie mit ihrem Gefährten umgehen, der als Alpha des Nordwestrudels dem Zölibat unterliegt?

Ich mochte Bride, den Vorgänger, schon sehr gern, deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Und wie üblich enttäuscht Ali Hazelwood auch nicht, was Schreibstil, Charakterisierung und Ideen angeht. Für Dialoge und Sarkasmus hat die Frau einfach ein absolutes Händchen. Wovon ich halt nicht so der Fan von übermäßig viel bin, ist Spice. Ich mag das so sehr wie andere Leute auch, aber ich brauche davon keine gefühlten hundert Seiten und wenn ich deshalb anfange, Seiten über Seiten zu überblättern, um mich nicht zu langweilen, ist das Buch kein absolutes Highlight mehr. Wen das nicht stört, bekommt ganz, ganz großes Kino. Wer wie ich überblättert, bekommt immerhin noch wirklich amüsante Unterhaltung.

Veröffentlicht am 07.03.2026

Filmriss

Revenge
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Eigentlich wollte sich Liv am Samstagabend nur schnell in der Tankstelle Nervenfutter für einen Lernmarathon besorgen und das Einzige, was sie sich fragen sollte, war: Schokolade oder Kekse? Hinter der ...

Eigentlich wollte sich Liv am Samstagabend nur schnell in der Tankstelle Nervenfutter für einen Lernmarathon besorgen und das Einzige, was sie sich fragen sollte, war: Schokolade oder Kekse? Hinter der Theke der Tankstelle steht Vince, ein Schüler im Abschlussjahr, den sie nur flüchtig kennt. Ausgerechnet, als dessen Freundin Sara ihn besucht, wird die Tankstelle überfallen und Vince angeschossen. Die beiden Mädchen sind Zeuginnen, doch was haben sie gesehen? Und wie wirkt sich diese Tat weiter aus? Beide haben Geheimnisse, die sie um jeden Preis schützen wollen, doch der Täter ist noch lange nicht fertig ...

Das Buch ist auf zwei Zeitebenen aufgeteilt, wobei die frischesten Ereignisse mit "Diese Nacht" betitelt sind und kursiv gestaltet. Auch wird Sara dort in der Ich-Form Präsens dargestellt, obwohl sie im Rest des Buches die ganze Zeit in der dritten Person Präteritum daherkommt, das ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Die Geschichte selbst ist spannend und aktuell, ganz stark kommt hier die Metoo-Debatte zum Tragen. Wer da empfindlich ist, sollte auf jeden Fall die Content Notes beachten. Ein paar Sachen hätte ich gern noch genauer geklärt, zum Beispiel, was mit Livs und Leos Vater los war, wie es bei Sara weitergeht, was mit Vince Vater ist etc. Aber alles in allem war es ein sehr gut geschriebener und kurzweiliger Jugendthriller.

Veröffentlicht am 05.03.2026

Serienkillerin im Ruhestand

Betreutes Morden
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Wenn eine Serienkillerin in eigener Sache ermittelt, müssen vorher ziemlich skurrile Dinge passiert sein. Und so ist es auch. Carol ist nach 35 Jahren aus dem Gefängnis heraus und zieht in Sheldon Oaks ...

Wenn eine Serienkillerin in eigener Sache ermittelt, müssen vorher ziemlich skurrile Dinge passiert sein. Und so ist es auch. Carol ist nach 35 Jahren aus dem Gefängnis heraus und zieht in Sheldon Oaks ein, einer gehobeneren Seniorenresidenz. Was sie nicht weiß: Dort leben fast ausschließlich ehemalige ErmittlerInnen oder Leute aus dem Ministerium a.D. Was sie außerdem nicht erwartet hätte: Dass direkt vor ihrer Nase jemand ermordet wird. Und wer wird natürlich des Mordes beschuldigt? Sie, ganz klar. Allerdings hat Carol keine Lust, für einen Mord hinter Gitter zu wandern, für den sie nicht zuständig ist, also stellt sie eigene Nachforschungen an. Denn wer könnte sich besser in einen Mörder hineinversetzen als sie?

Ich habe das Buch gern gelesen. Es schwimmt natürlich ein bisschen auf der Donnerstagsmordclub-Welle mit und kann zwar nicht ganz mithalten, aber es bringt mit der ermittelnden Serienkillerin immerhin einen eigenen, originellen Aspekt mit rein. Da Carol mindestens 2/3 des Buches niemand über den Weg traut (Kunststück, immerhin konnten ihr sieben Morde nachgewiesen werden), ist sie eine Zeitlang allein unterwegs, aber es zeichnet sich schon gut ab, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt, sollte eine Serie daraus entstehen. Und wisst ihr was? Ich hätte schon Lust, die Killerin im Ruhestand und ihre neuen Bekannten, die ErmittlerInnen im Ruhestand, weiter zu begleiten. Manchmal war es mit dem Humor ein bisschen drüber - ich kann über das Nachdenken, jemandem die Hand in den Mixer zu stecken, nicht lachen, aber solange das nicht zu oft vorkommt (oder am besten in den möglichen Nachfolgern gleich abgeschafft wird) kann ich drüber hinwegsehen. Zusammengefasst: Ein Einstieg, der Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 02.03.2026

Gartenzeit

Blütenpracht und Ernteglück – Dein Weg zum Traumgarten
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Mit diesem Werk haben wir ein praktisches Handbuch vorliegen, das vieles richtig macht, an einigen Stellen aber auch ratlos zurücklässt. Man kann und sollte sich natürlich in dem Fall an anderer Stelle ...

Mit diesem Werk haben wir ein praktisches Handbuch vorliegen, das vieles richtig macht, an einigen Stellen aber auch ratlos zurücklässt. Man kann und sollte sich natürlich in dem Fall an anderer Stelle kundig machen, aber es bringt doch auch erst einmal ins Grübeln.

Doch vorneweg. Ich weiß, dass es einige Kritik am Aufbau des Buches gibt. Die teile ich nicht. Ich empfinde das alles als sehr übersichtlich und vor allem in vielen Dingen als informativ. Ob es jetzt darum geht, wo man welche Pflanzen am besten anbaut (sonnig, halbschattig oder schattig), wer sich mit wem verträgt oder die Grundlagen, mit denen man sich vertraut machen sollte, um erfolgreich zu gärtnern: Ich finde das sehr gut aufbereitet. Gerade die Tabellen mit den Nachbarn, die Fruchtfolge oder auch die Beispielbeete sowie den jeweiligen Zeitpunkt der Aussaat sind sehr nützlich. Das ist natürlich auch kein Buch zum Auswendiglernen, sondern eines, in dem man immer wieder nachschlagen und sich informieren kann.

Was mich ein bisschen gestört hat, sind zwei Dinge: Zuerst einmal - ja, die Fotos sind wohl durchweg sehr künstlerisch gestaltet. Ich persönlich hätte es jedoch lieber gehabt, wenn sie eher sachlich gewesen wären, sodass man einfach einen guten Blick auf alles hat. Mir nützt eine weichgezeichnete Nahaufnahme nichts, wenn ich mir ein Gesamtbild machen möchte. Und ich hätte auch gern mehr Blicke auf die Beete und den Garten allgemein geworfen, ohne dass die Autorin jeweils sehr prominent davor in Szene gesetzt wird. Und zweitens, ihre Erklärung, wie man aus Paletten ein Hochbeet baut. Egal, wo ich mich bisher im Netz kundig gemacht habe, da werden keine Paletten aufeinander gestapelt, je nachdem, welche Höhe man haben möchte, sondern sie werden im Viereck angeordnet. Sonst könnte man sie ja auch nicht füllen. Keine Ahnung, ob das einfach nur schlecht erklärt/ausgedrückt wurde, aber so wie hier im Buch beschrieben geht's jedenfalls nicht.

Alles in allem ist es jedenfalls trotzdem ein informatives Gartenbuch, das durchaus die ein oder andere Inspiration liefert.

Veröffentlicht am 01.03.2026

Camera Cove

Behalte das für dich!
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Der achtzehnjährige Mac kann es kaum erwarten, aus Camera Cove wegzukommen. Nicht nur, dass seine Heimat eine verschlafene Kleinstadt an der Küste ist, gab es vor einem Jahr vier Serienmorde, die nie aufgeklärt ...

Der achtzehnjährige Mac kann es kaum erwarten, aus Camera Cove wegzukommen. Nicht nur, dass seine Heimat eine verschlafene Kleinstadt an der Küste ist, gab es vor einem Jahr vier Serienmorde, die nie aufgeklärt wurden. Sein bester Freund Connor war das letzte Opfer des Killers, eine Tatsache, über die er nie hinweggekommen ist. Doch dann fällt ihm unverhofft Connors letzte Nachricht in die Hände. Hatte Connor gewusst, wer die Morde begangen hat? Hätte Mac ihm helfen können? Von Schuldgefühlen geplagt macht sich Mac auf die Suche nach den Beweisen, die Connor gefunden hat. Immer mehr kristallisiert sich dabei heraus, dass er die Bevölkerung der Kleinstadt nicht so gut kannte, wie er dachte ...

Das war ein spannender Jugendthriller mit einem etwas naivem Protagonisten, der lange nicht sah, was sich direkt vor seiner Nase abspielte. Er war aber auch sehr sympathisch und ich mochte die Charakterisierung seiner Freunde und auch Quill war mir sympathisch, obwohl mir die Beziehung der beiden etwas zu schnell vonstatten ging. Ich hatte ab etwa der Hälfte des Buches eine gute Vorstellung von dem, was passiert war, obwohl ich zugeben muss, dass ich mir ein Ereignis anders vorgestellt hatte und der Autor gute falsche Fährten zu legen wusste. Alles in allem ist es ein tolles Buch, das zu Unrecht zwei Jahre auf meinem Sub warten musste.