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Veröffentlicht am 21.03.2026

Spannender Rätselkrimi

HEN NA E - Seltsame Bilder
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Das Buch beginnt mit einer Szene, die sofort Aufmerksamkeit fordert: Ein Mädchen tötet seine Mutter und zeichnet anschließend im Polizeigewahrsam ein Bild. Dieser Einstieg wirkt direkt und verstörend und ...

Das Buch beginnt mit einer Szene, die sofort Aufmerksamkeit fordert: Ein Mädchen tötet seine Mutter und zeichnet anschließend im Polizeigewahrsam ein Bild. Dieser Einstieg wirkt direkt und verstörend und bildet den Rahmen für die drei Geschichten, die danach folgen. Jede von ihnen konzentriert sich auf eine andere Person und deren Kunstwerke, und obwohl sie zunächst wie unabhängige Kurzgeschichten wirken, entfaltet sich nach und nach ein größeres Gesamtbild.

Die erste Geschichte dreht sich um den Blog eines Mannes, der die Zeichnungen seiner Frau veröffentlicht. Was anfangs wie ein persönliches Projekt wirkt, bekommt schnell eine unheimliche Note. Die zweite Geschichte begleitet einen Jungen, der zum Muttertag ein Bild malen soll – eine Aufgabe, die sich zunehmend als belastend entpuppt. In der dritten Geschichte steht die letzte Zeichnung eines Kunstlehrers im Mittelpunkt, deren Bedeutung sich erst später erschließt.

Besonders gelungen ist die Art, wie die Geschichten miteinander verwoben sind. Jede liefert ein weiteres Detail, das die vorherigen Ereignisse in einem neuen Licht erscheinen lässt. Uketsu versteht es, Hinweise so einzubauen, dass man sie erst rückblickend erkennt, und genau das macht den Reiz des Buches aus.

Die Bilder spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie sind nicht nur Beiwerk, sondern tragen aktiv zur Atmosphäre und zum Verständnis der Handlung bei. Mehrmals habe ich bewusst innegehalten, um sie genauer zu betrachten und mögliche Hinweise zu entdecken. Sie verstärken die Spannung und machen das Lesen zu einem sehr visuellen Erlebnis.

Das Ende hat mich überrascht, vor allem durch die Art, wie die einzelnen Elemente zusammengeführt werden. Die Auflösung ist schlüssig, gut vorbereitet und verleiht den Geschichten eine zusätzliche Tiefe. Insgesamt war es ein sehr angenehmes und spannendes Leseerlebnis, das mich in seiner Struktur und Wirkung überzeugt hat. Uketsu gehört für mich inzwischen zu den Autoren, deren Bücher ich ohne Zögern wieder lesen würde.

Fazit: Das Buch überzeugt vor allem durch seine durchdachte Struktur und die Art, wie Text und Bilder zusammenwirken, um die Spannung stetig zu steigern. Die einzelnen Geschichten greifen am Ende präzise ineinander und machen rückblickend deutlich, wie sorgfältig Uketsu jedes Detail platziert hat. Für mich ist es ein ungewöhnlich stimmiges und fesselndes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Enemies to Lovers Romance

For the Fans (Deutsche Ausgabe)
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Danke an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar über NetGalley!

„For the Fans“ von Nyla K. hat mich von der ersten Seite an neugierig gemacht, weil die Dynamik zwischen Kyran und Avi sofort ...

Danke an den Droemer Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar über NetGalley!

„For the Fans“ von Nyla K. hat mich von der ersten Seite an neugierig gemacht, weil die Dynamik zwischen Kyran und Avi sofort eine besondere Spannung erzeugt und man spürt, dass zwischen ihnen etwas Einzigartiges schlummert. Kyran wirkt wie ein einziger brodelnder Vulkan: ständig wütend, ständig kurz vorm Explodieren, und immer wieder deutet die Autorin an, dass da ein Trauma in ihm sitzt, das ihn tief geprägt hat. Doch genau dieses Trauma bleibt lange Zeit im Dunkeln. Zwar wird es im Buch behandelt, aber erst sehr spät, sodass man über viele Kapitel hinweg nur Vermutungen anstellen kann und sich verschiedene Szenarien ausmalt, die möglich wären. Diese Ungewissheit hat mich oft frustriert zurückgelassen, weil ich so gern früher hinter seine Fassade geblickt hätte. Avi dagegen wird als entspannter Kiffer gezeichnet, dem scheinbar alles egal ist. Doch auch bei ihm fehlt ein klarer Grund für diese Gleichgültigkeit. Sein Vater starb, als er sechs Jahre alt war, aber das allein erklärt sein Verhalten nicht, zumal er eine liebevolle, starke Mutter hat, die ihm Halt gibt. Dadurch wirkt seine Lethargie manchmal eher wie ein erzählerisches Stilmittel als eine echte Charaktertiefe.

Die Szenen, in denen die beiden ihre OnlyFans‑Videos drehen, gehören für mich zu den stärksten Momenten des Buches. Die Spannung ist greifbar, fast körperlich spürbar, und man merkt, wie sehr Kyran innerlich zerrissen ist. Auf der einen Seite braucht er dringend das Geld, auf der anderen Seite versteht er seine Gefühle für Avi nicht und kann sie erst recht nicht einordnen. Dieses innere Chaos macht ihn verletzlich, und genau das hat mich emotional abgeholt. Gleichzeitig tut einem Avi leid, der Kyrans unberechenbaren Gefühlsausbrüchen oft hilflos ausgeliefert ist. Trotzdem fehlte mir in ihren gemeinsamen Szenen etwas – ein Funke, der über die körperliche Anziehung hinausgeht. Die Sexszenen sind zahlreich, gut geschrieben und definitiv ein Highlight für Fans des Genres, aber emotional bleibt vieles lange Zeit erstaunlich flach. Ich glaube, das liegt vor allem daran, dass die beiden kaum miteinander reden. Sie lernen sich körperlich kennen, aber nicht wirklich als Menschen, und dadurch bleibt die Beziehung über viele Kapitel hinweg eher oberflächlich.

Erst ab Kapitel 23 kommt endlich das, worauf ich so lange gewartet habe: echte Romantik, echte Gefühle, echte Entwicklung. Sobald die beiden ihre Liebe zueinander realisieren, nimmt die Handlung spürbar Fahrt auf, und plötzlich wirkt alles lebendiger, intensiver und bedeutungsvoller. Davor zieht sich die Geschichte allerdings etwas, weil sie hauptsächlich von den erotischen Szenen getragen wird und die emotionale Tiefe erst spät nachgeliefert wird. Ich hätte mir gewünscht, dass es mehr Szenen wie in den Nachwörtern von Kyran und Avi gegeben hätte – dort zeigt sich plötzlich, wie viel Potenzial in ihrer Beziehung steckt. Auch Kyrans Trauma hätte früher und ausführlicher behandelt werden können, denn so bleibt ein wichtiger Teil seiner Persönlichkeit zu lange im Schatten. Die Entwicklung der Beziehung zu seinem Vater wirkte auf mich zudem etwas unrealistisch und zu schnell abgehandelt, als hätte man diesen Konflikt einfach abhaken wollen.

Dafür haben mich die Freunde der beiden absolut begeistert. Sie bringen Wärme, Humor und Loyalität in die Geschichte und zeigen, wie wertvoll echte Freundschaft sein kann. Wer solche Menschen an seiner Seite hat, kann sich wirklich glücklich schätzen, und ich hätte sehr gern mehr Szenen mit ihnen gelesen, weil sie die Geschichte auflockern und gleichzeitig emotional bereichern.

Trotz meiner Kritikpunkte habe ich das Buch sehr genossen. Ich habe mit Avi und Kyran mitgefiebert, gehofft, dass sie sich finden, und wollte unbedingt, dass sie ihr Happy End bekommen. Und allein das zeigt, dass die Geschichte mich berührt hat – auch wenn sie an manchen Stellen hinter ihrem eigenen Potenzial zurückbleibt.

Fazit: „For the Fans“ ist ein intensiver, sexy und emotional aufgeladener Roman, der seine stärksten Momente in der Spannung zwischen den Protagonisten hat. Die späte emotionale Entwicklung und einige unausgearbeitete Aspekte der Charaktere verhindern für mich die volle Punktzahl, aber die Geschichte hat mich – besonders in der zweiten Hälfte – dennoch mitgerissen und sehr gut unterhalten. Verdiente vier Sterne.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Ein Jugendbuch-Klassiker

Krabat: Roman
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Ich habe „Krabat“ seit meiner Kindheit mehrmals gelesen und es ist immer noch eines meiner Lieblingsbücher. Ich weiß, dass viele Leser das Buch nicht mögen und den Schreibstil und die Sprache als veraltet ...

Ich habe „Krabat“ seit meiner Kindheit mehrmals gelesen und es ist immer noch eines meiner Lieblingsbücher. Ich weiß, dass viele Leser das Buch nicht mögen und den Schreibstil und die Sprache als veraltet und unpassend empfinden. Für mich hingegen ist „Krabat“ ein wichtiges Werk der deutschen Kinder- und Jugendliteratur.

Man muss sich einfach vor Augen halten, dass Ottfried Preußler das Buch vor 60 Jahren geschrieben und vor 55 Jahren veröffentlicht hat. Man muss auch bedenken, wo Ottfried Preußler geboren und aufgewachsen ist. Er wurde in Böhmen geboren, wuchs im Krieg auf, und so sind seine Geschichten stark von böhmischen Sagen und Volkssagen geprägt. Er griff auch auf Legenden aus der benachbarten Lausitz zurück. So ist „Krabat“ eine Nacherzählung einer sorbischen Legende.

Die Düsternis der Geschichte lässt sich dadurch erklären, dass die Handlung im frühen 18. Jahrhundert während des Großen Nordischen Krieges in der Lausitz spielt. Es war eine Zeit der Not für die Menschen damals, und der Tod schwebte allgegenwärtig über ihnen. Die Handlung orientiert sich eng am Kirchenkalender (Ostern, Michaelis, Weihnachten). Zudem ist die Geschichte von Macht und Magie geprägt, da der Mühlenmeister mit dunklen Künsten verkehrt. Er unterstreicht seine Macht auch durch seinen stets gebieterischen Tonfall. Dies wird durch die altertümliche Sprache noch verstärkt.

Weitere Themen der Geschichte sind Freundschaft und Liebe, die alles Böse überwinden können. Die Liebesgeschichte von Krabat und der Kantorka ist anders als heutige Romanzen. Krabat verliebt sich nicht in ein Gesicht, sondern in die Stimme der Kantorka. Ihr Gesang berührt ihn und schenkt ihm Hoffnung. Genau das ist die Rolle der Kantorka. Sie verkörpert Güte und Licht im Gegensatz zur dunklen Macht des Meisters. Die Beziehung zwischen Krabat und der Kantorka beginnt sich erst im dritten Lehrjahr zu entwickeln und ist zunächst sehr zart. Die beiden gewinnen Zuneigung zueinander und kümmern sich umeinander. Es ist schließlich diese Liebe und Fürsorge, die die Macht des Meisters bricht und ihn besiegt.

Fazit:
„Krabat“ ist für mich ein zeitloses Werk, das seine Kraft aus Atmosphäre, Mythos und Menschlichkeit schöpft. Auch wenn Sprache und Erzählweise heute manchem Leser ungewohnt erscheinen mögen, entfaltet die Geschichte gerade durch ihre historischen und kulturellen Wurzeln eine besondere Tiefe. Preußler verbindet düstere Sagenwelt, historische Realität und universelle Themen wie Freundschaft, Mut und Liebe zu einem eindrucksvollen Jugendroman, der mich bis heute begleitet. Vier Sterne, weil dieses Buch trotz seines Alters nichts von seiner Wirkung verloren hat.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Krimi trifft auf FF-Romance

Eine tödliche Partie
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„Eine tödliche Partie“ von KJ Charles hat mich sofort neugierig gemacht, weil ich die MM‑Romance‑Titel der Autorin bereits sehr mochte und gespannt war, wie sie eine FF‑Romance umsetzen würde. Pat und ...

„Eine tödliche Partie“ von KJ Charles hat mich sofort neugierig gemacht, weil ich die MM‑Romance‑Titel der Autorin bereits sehr mochte und gespannt war, wie sie eine FF‑Romance umsetzen würde. Pat und Fen, die beiden Protagonistinnen, haben mich schnell für sich gewonnen. Jede bringt ihre eigenen Stärken, Unsicherheiten und liebenswerten Eigenheiten mit, und gerade weil ihre Umgebung sie oft unterschätzt oder schlicht nicht richtig wahrnimmt, wirkt ihre vorsichtige Annäherung umso authentischer. Zwischen ihnen entsteht eine leise, ehrliche Verbindung, die sich während der Landpartie glaubwürdig entwickelt und viel Charme versprüht.

Der Roman hat eine angenehme Länge, perfekt für zwischendurch, und liest sich leicht und flüssig. Der Plot selbst war für mich allerdings recht vorhersehbar – vermutlich, weil ich KJ Charles’ Erzählrhythmus inzwischen gut kenne. Gestört hat mich das nicht, denn ich mag ihren Stil und wusste, worauf ich mich einlasse. Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre, die mich stellenweise stark an einen Miss‑Marple‑Krimi erinnert hat. Statt einer schrulligen alten Detektivin begleiten wir hier zwei junge Frauen, die sich in ein Mordrätsel verstricken, und diese Mischung aus Cozy‑Crime‑Feeling und queerer Romanze hat für mich wunderbar funktioniert.

Trotzdem blieb am Ende ein kleiner Wunsch nach „mehr“. Die Geschichte umfasst fünfzehn Kapitel, doch der Mord geschieht erst in Kapitel elf, und von da an geht alles sehr schnell. Sowohl die Ermittlungen als auch die romantische Entwicklung hätten für meinen Geschmack etwas ausführlicher und intensiver ausfallen dürfen. Ich hätte gerne mehr Zeit mit Pat und Fen verbracht und mir ein paar zusätzliche Wendungen oder Spannungsmomente im Krimiteil gewünscht.

Insgesamt habe ich das Buch wirklich gern gelesen. Es ist leichte, charmante Kost, ideal für Leser:innen, die einen sanften Einstieg in FF‑Romance suchen oder Lust auf eine queere, cozy angehauchte Kriminalgeschichte haben. Für mich ist es ein angenehmer, wenn auch etwas zu kurzer Ausflug in ein Setting, das KJ Charles wie gewohnt mit viel Wärme und feinem Humor gestaltet.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Alte Bücher & Bento

Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san
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Hika Harada hat mit „Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san“ ein kurzes, leicht zugängliches, aber zugleich tief berührendes Buch geschrieben. Es gab Momente, die mich zum Lachen gebracht haben, Szenen, ...

Hika Harada hat mit „Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san“ ein kurzes, leicht zugängliches, aber zugleich tief berührendes Buch geschrieben. Es gab Momente, die mich zum Lachen gebracht haben, Szenen, die mich zu Tränen rührten, und viele Passagen, die mir ein warmes, wohliges Gefühl vermittelt haben.

Die Figuren wirken allesamt freundlich, herzlich und ein wenig eigen — Menschen mit kleinen und größeren Sorgen, die dennoch eines verbindet: der verstorbene Antiquar Jiro Takashima. Sein Antiquariat wird zu einem Treffpunkt, an dem man über Jiro-san, über Literatur, über Träume und Probleme spricht. Immer begleitet von gutem Essen aus dem Jimbocho-Bezirk und der passenden Lektüre.

Besonders beeindruckt hat mich, wie lebendig Hika Harada das Leben im Stadtteil Jimbocho einfängt. Die vielen Buchläden, Antiquariate, Cafés und Restaurants werden so anschaulich beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst durch die Straßen zu schlendern. An manchen Stellen konnte ich förmlich den Staub der alten Bücher in der Nase kitzeln spüren oder das Rindercurry riechen, das einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Ich habe sogar Google benutzt, um den Figuren auf ihrem Spaziergang durch Jimbocho zu folgen — und dabei eine Menge spannender Dinge über den Bezirk gelernt.

Am Ende des Buches findet sich eine Liste der erwähnten Literatur. Einige der genannten Werke und Autor:innen werde ich mir definitiv noch genauer ansehen. Auch andere Bücher von Hika Harada haben mein Interesse geweckt. „Dinner at the Night Library“ wandert auf jeden Fall auf meine Leseliste.

Fazit
„Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san“ ist ein leises, aber tief berührendes Buch über Freundschaft, Literatur und die kleinen Glücksmomente des Alltags. Hika Harada gelingt es, mit wenigen Worten eine Atmosphäre zu schaffen, die lange nachhallt. Wer Bücher liebt, wird sich in Jimbocho und seinem Antiquariat sofort zuhause fühlen.

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