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Mirja103

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2026

Berührend, wichtige Themen

Palastplatte
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Mich hat die Geschichte schnell in ihren Bann gezogen. Durch den lockeren Schreibstil kann man schnell eintauchen. Die erste Hälfte habe ich sehr begeistert gelesen. Henri wird klar, dass etwas mit ihrem ...

Mich hat die Geschichte schnell in ihren Bann gezogen. Durch den lockeren Schreibstil kann man schnell eintauchen. Die erste Hälfte habe ich sehr begeistert gelesen. Henri wird klar, dass etwas mit ihrem Vater nicht stimmt. Sie ist (verständlicherweise) überfordert. Zunächst wird mit ihr nicht offen gesprochen und sie soll auch mit anderen nicht darüber sprechen. Zum Glück vertraut sie sich Mo doch an, wodurch sie sich noch näher kommen. Henri schwankt zwischen erster Liebe und Sorge/Fürsorge für Ihren Vater.

Ich fand die Beschreibungen sehr berührend und eindrücklich. Der Autorin gelingt es sehr gut zu beschreiben, wie Henri sich fühlt. Sie achtet auf Kleinigkeiten und entwickelt ein Gespür für die Stimmung ihres Vaters und übernimmt viel Verantwortung.

Nach einem größeren Zeitsprung (Henri ist erwachsen und arbeitet schon länger) konnte mich die Geschichte leider nicht mehr so fesseln. Die Einblicke in Hernis Leben und ihre Gefühlswelt sind oberflächlicher, so dass man ihr nicht mehr so nahe ist und weniger mit ihr mitfiebert. Das fand ich sehr schade.

Das Thema "psychisch kranker Elternteil" finde ich dennoch sehr gut umgesetzt. Es ist wichtig und notwendig, noch mehr über psychische Erkrankungen zu schreiben/lesen und zu sprechen. Hier kann man einen Eindruck bekommen, wie es sich für Kinder anfühlen kann.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Spannend

Bachelorette Party
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Tessa hatte einen True Crime Podcast. Sie hat irgendwas gemacht, weswegen sie diesen aufgeben musste. Was passiert ist, erfährt man im Lauf der Geschichte. Gemeinsam mit ihrer Schwester fährt sie zu einem ...

Tessa hatte einen True Crime Podcast. Sie hat irgendwas gemacht, weswegen sie diesen aufgeben musste. Was passiert ist, erfährt man im Lauf der Geschichte. Gemeinsam mit ihrer Schwester fährt sie zu einem Junggesellinnenabschied auf eine einsame Insel. Dort verschwanden vor 10 Jahren 4 befreundete Frauen spurlos. Wird Tessa herausfinden, was damals passiert ist?

Erzählt wird die Geschichte aus Tessas Sicht und es gibt Rückblicke aus der Vergangenheit. Die Mischung passt gut und sorgt immer mal wieder dafür, dass man auch das nächste Kapitel noch lesen möchte. Im ersten Drittel ist es noch etwas schleppend, aber dann steigern sich Tempo und Spannung. Auch wenn ich die Auflösung irgendwann geahnt habe und nicht alles realistisch ist, habe ich das Buch mit großer Spannung gelesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Der Autorin gelingt es sehr gut, bedrückende und beklemmende Szenen zu erschaffen. Man hat Bilder vor Augen und kann die Ängste der Frauen spüren.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Geheimnisse

Niemands Töchter
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Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den relativ schnellen Perspektiv- und Zeitenwechseln und den vielen Personen. Dann wurde aber nach und nach erkennbar, wie die Frauen und ihre Leben zusammenhängen ...

Zu Beginn hatte ich etwas Schwierigkeiten mit den relativ schnellen Perspektiv- und Zeitenwechseln und den vielen Personen. Dann wurde aber nach und nach erkennbar, wie die Frauen und ihre Leben zusammenhängen und ich war neugierig, wie es jeweils mit ihnen weitergeht.

Der Autorin gelingt es sehr gut, zu zeigen, wie sich Geheimnisse in Familien und insbesondere auf die Kinder auswirken. Mehr Offenheit könnte oft zu weniger Verletzungen und Unsicherheit führen. Gleichzeitig wird auch deutlich, wie schwer es ist, das Schweigen zu brechen.

Der Schreibstil ist eher distanziert, aber angenehm zu lesen.

Auch wenn mir die Figuren nicht besonders sympathisch und ihr Verhalten für mich nicht immer nachvollziehbar war, habe ich das Buch sehr gerne gelesen und fand es spannend, wie die Frauen am Ende zusammengeführt werden.

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Neuanfang?

Moosland
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Das Buch beginnt mitten in der Geschichte: die Frauen auf dem Weg nach Island. Ich hätte mir vorab ein paar allgemeine Infos gewünscht, weil es mir dann leichter gefallen wäre, in die Geschichte einzusteigen ...

Das Buch beginnt mitten in der Geschichte: die Frauen auf dem Weg nach Island. Ich hätte mir vorab ein paar allgemeine Infos gewünscht, weil es mir dann leichter gefallen wäre, in die Geschichte einzusteigen

Elsa ist sehr spröde. Sie spricht nicht, fragt nichts und scheint gar nicht ankommen zu wollen. Sie hat sich nicht bewusst entschieden, nach Island zu gehen, sondern hat sich mitziehen lassen. Es wird deutlich, dass sie traumatisiert ist und sehr unter dem Verlust ihrer Freundin leidet. Bis zum Schluss erfährt man aber nur Fragmente von Elsas Geschichte. Mehr Details hätte ich gut gefunden. Die Atmosphäre in der Familie wird durch die bildhafte Sprache sehr gut beschrieben. Ich habe mich stellenweise beim Lesen unwohl und beklommen gefühlt. Auch in der Familie wird über viele Dinge geschwiegen. Man geht einfach weiter der Arbeit nach.

Den geschichtlichen Hintergrund fand ich sehr interessant. Ich hatte vorher noch nichts davon gehört. Den Schreibstil mochte ich sehr, weil die Stimmungen sehr gut eingefangen wurden und ich mir die Szenen sehr gut vorstellen konnte. Elsa ist aber ein schwieriger Charakter, weil sie so unnahbar ist. Ich hätte gern noch mehr über sie und ihr Leben und auch die Familie erfahren. Das Ende fand ich etwas abrupt.

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Veröffentlicht am 08.03.2026

Toller 2. Band

Das kalte Moor
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Ich mochte "Der Polarkreis" sehr und bin auch in Band 2 gerne wieder in die Gegend eingetaucht. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Es geht hier nicht alles rasend schnell, sondern entwickelt sich ...

Ich mochte "Der Polarkreis" sehr und bin auch in Band 2 gerne wieder in die Gegend eingetaucht. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Es geht hier nicht alles rasend schnell, sondern entwickelt sich nach und nach. Das gefällt mir gut. Den Wechsel zwischen den Zeitebenen mag ich sehr. So erfährt man nach und nach die Geschichte von Helena und Wiking und rätselt gleichzeitig, was mit ihr passiert ist und was aktuell los ist. Es ist alles sehr mysteriös: Wer hat den Brief geschrieben? Kann es sein, dass Helena doch noch lebt? Und was genau ist das neue Projekt am Raketenstützpunkt? Warum soll Wikings Sohn nicht die Leitung übernehmen?

Ich fand auch den 2. Teil der Trilogie sehr spannend und habe ihn mit Vergnügen gelesen. Leider dauert es ein Jahr, bis der abschließende Band erscheint

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