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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2026

Traf leider nicht meinen Geschmack

Das Gehöft
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Lara ist Biologin und erfüllt sich zusammen mit ihrem Freund Henry, einem weiteren Paar sowie ihrem Bruder den Traum, ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog ökologisch zu bewirtschaften. Bereits ...

Lara ist Biologin und erfüllt sich zusammen mit ihrem Freund Henry, einem weiteren Paar sowie ihrem Bruder den Traum, ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog ökologisch zu bewirtschaften. Bereits kurz nach der Ankunft verschwindet Laras Bruder Malte, danach reißt die Funkverbindung zur Außenwelt ab und die kleine Gruppe ist auf sich alleingestellt. Seltsame Dinge geschehen, Lara ist überzeugt davon, dass sich eine weitere unbekannte Person auf der Insel befindet und dann fängt auch noch Henry an, ihr Misstrauen zu wecken. Als eine weitere Person verschwindet, eskaliert die Situation.

Der Autor Leo Brandt veröffentlichte unter dem Namen Richard Brandes eine Kriminalreihe, die sich um die Kriminalhauptkommissarin Carla Stach und ihr Team dreht. Diese beinhaltet mittlerweile vier Bände und konnte mich von Band zu Band immer mehr begeistern, sodass ich umso neugieriger war, als ich erfuhr, dass der Autor nun seinen ersten Thriller geschrieben hat. Bereits auf den ersten Seiten war ich etwas ernüchtert, denn die Naturbeschreibungen nahmen überhand; statt einer bedrohlichen Atmosphäre hatte ich das Gefühl, in einer Naturdokumentation gelandet zu sein. Die Story selbst konnte mich leider auch nicht mitreißen, die widersprüchlichen Handlungen der Figuren sowie die abrupten Übergänge führten bei mir zu Irritationen, es kam keine richtige Stimmung bei mir auf, zudem fand ich die Gespräche der Akteure miteinander seltsam. Einige Fehler in der Story vervollständigten mein negatives Bild und letztendlich blieb ich nur am Ball, um zu erfahren, wie es ausgeht. Schade, aber das Buch und ich ergab einfach kein Match. Da warte ich doch lieber darauf, dass es mit Carla Stach hoffentlich irgendwann weitergeht.

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Veröffentlicht am 26.03.2026

Traf leider nicht meinen Geschmack

Rift
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Zuzanna und Janko erfüllen sich einen Kindheitstraum und fliegen in die USA. Janko ist krank, er wird in absehbarer Zeit sterben, beide wissen also, dass dies seine letzte Reise sein wird. Der Roadtrip ...

Zuzanna und Janko erfüllen sich einen Kindheitstraum und fliegen in die USA. Janko ist krank, er wird in absehbarer Zeit sterben, beide wissen also, dass dies seine letzte Reise sein wird. Der Roadtrip gestaltet sich nicht ganz so einfach, die Krankheit bremst die Geschwister aus und auch das Tagesbudget von fünfzehn Dollar lässt keine großen Sprünge zu. Oft kreisen Zuzannas Gedanken darüber, was sein wird, wenn Janko nicht mehr da ist, was es mit einem macht, wenn ein geliebter Mensch gegangen ist.

»Wonach wird die verbleibende Zeit berechnet, nach dem Zerfall der Zellen, nach dem Wachstum einer Masse in Jankos Körper? Welche Konsistenz hat diese Masse, wurde das berücksichtigt, und wer hat die Ergebnisse zusammengetragen?« (Seite 8)

Nach einem starken Anfang flachte die Geschichte leider ziemlich schnell ab, verlor sich zwischen Anspruch und Wirklichkeit, schaffte es nicht, mich zu fesseln. Ganz kurz nur kamen bei mir Emotionen auf, danach verfolgte ich die Reise von Bruder und Schwester, ohne dass eine richtige Bindung hätte entstehen können zu den Figuren. Das ist bedauerlich, denn der Klappentext versprach emotionale Lesestunden, ich war darauf vorbereitet, die Schönheit der Natur und die Traurigkeit der Situation gegeneinander ausspielen zu müssen. Dies passierte leider nicht. Es gab einige schöne Sätze, die mich berührten, aber insgesamt blieb das gewünschte Gefühl beim Lesen unglücklicherweise aus. Schade.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Traf leider nicht meinen Geschmack

Weißes Licht
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Cece plant ihre Hochzeit mit Charlie an einem idyllisch gelegenen Bergsee in Montana. Da Charlie mit seinem Medizinstudium beschäftigt ist, bittet er seinen besten Freund Garrett, nach Cece zu sehen. Garrett ...

Cece plant ihre Hochzeit mit Charlie an einem idyllisch gelegenen Bergsee in Montana. Da Charlie mit seinem Medizinstudium beschäftigt ist, bittet er seinen besten Freund Garrett, nach Cece zu sehen. Garrett hat sich seit einem tragischen Vorfall zurückgezogen, arbeitet als Gepäckabfertiger am Flughafen und kümmert sich um seinen kranken Vater. Als er Cece kennenlernt, kehrt seine Lebenslust wieder zurück. Auch Cece fühlt sich zu Garrett hingezogen, was beide in eine unangenehme Situation bringt.

»Cece sah Garrett in die Augen und senkte dann den Blick, als hätte sie ihn nicht bemerkt. Garrett blieb das Herz stehen. Er musste etwas Drastisches tun. Er konnte Charlie nicht umbringen, aber irgendwas musste geschehen. Die Zeit lief ihm davon.« (Seite 127)

Nach einer Leseprobe brannte ich darauf, das vorliegende Buch lesen zu können, die Vorfreude war wirklich groß. Leider musste ich ziemlich schnell feststellen, dass die Leseprobe fast der spannendste Abschnitt des Buches war. Natürlich ist die Geschichte nichts Neues, sondern eher ein Klassiker, wenn sich Menschen verlieben in einen Freund. Trotzdem klang der Klappentext anziehend genug, auch wegen dem Schauplatz in Montana. In Wellen wechselten sich die unterhaltsamen Passagen mit solchen ab, die langatmig waren, um nicht zu sagen völlig banal. Dazu kam, dass ich einfach keine Beziehung zu den Figuren aufbauen konnte, ihre Gefühle und Beweggründe blieben mir bis zum Schluss fremd. So klappte ich das Buch am Ende zu und war gedanklich schnell weit weg. Für mich persönlich war dies nicht das richtige Buch. Leider.

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Veröffentlicht am 13.01.2026

Hat mich leider nicht erreicht

Die letzten Tage
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Der Kreisleiter Johann Braun errichtet ein höchstpersönliches Standgericht, es ist April im Jahr 1945, die letzten Tages des Zweiten Weltkrieges sind angebrochen, die Rote Armee steht quasi vor der Tür. ...

Der Kreisleiter Johann Braun errichtet ein höchstpersönliches Standgericht, es ist April im Jahr 1945, die letzten Tages des Zweiten Weltkrieges sind angebrochen, die Rote Armee steht quasi vor der Tür. Es werden Menschen abgeurteilt, mit denen er oder einer seiner Helfer eine Rechnung offen haben, Junge, Alte, Unschuldige, Personen, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren oder an denen ihnen etwas nicht passt. Wegen diesem Mordregime wird den Beteiligten etwas später der Prozess gemacht.

»Du bist ein halbes Kind. Sie haben dich nicht durchsucht. Sie haben dich aufgegriffen und in der Arrestbaracke eingesperrt. Sie haben deine Angst gesehen, sie mussten dich nicht durchsuchen. Dich und deine Angst. Sie war das Einzige, das dir geblieben ist.« (Seite 9)

Anhand von Gerichtsakten und anderen Unterlagen dokumentiert Martin Prinz einen ungeheuerlichen Vorgang aus den letzten Kriegsjahren, er zeigt auf, wie die Täter vorgingen und sich später herausredeten, keiner von ihnen stand zu seiner Schuld. Auf diesen Tatsachenroman hatte ich mich sehr gefreut, bin aber leider nicht warm geworden mit der Geschichte. Dies lag in erster Linie an dem Aufbau des Buches, der mehr als außergewöhnlich gewesen ist. Die Sprache trocken, für mich unzugänglich, veraltet, die Chronologie mir zu sprunghaft, stellenweise verstand ich gar nicht, was gemeint war. Für Leserinnen und Leser historischer Literatur sicherlich eine Bereicherung, für mich leider eher nichts.

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Veröffentlicht am 23.12.2025

Hat leider nicht meinen Geschmack getroffen

Die Briefeschreiberin
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Die 73 Jahre alte Sybil van Antwerp ist im Ruhestand, sie war Juristin und verbringt ihren Lebensabend nun vorrangig damit, handschriftliche Briefe zu verfassen und zu beantworten. Die Menschen, denen ...

Die 73 Jahre alte Sybil van Antwerp ist im Ruhestand, sie war Juristin und verbringt ihren Lebensabend nun vorrangig damit, handschriftliche Briefe zu verfassen und zu beantworten. Die Menschen, denen sie schreibt, sind so unterschiedlich wie die Themen, nicht selten kommen dabei Dinge zur Sprache, die nach vielen Jahren oder Jahrzehnten ans Licht wollen, ob gewollt oder nicht.

»Du möchtest wissen, wie ich schreibe? Ich setze mich mit einem Stapel Briefpapier und meinen Lieblingsstiften an den Schreibtisch. Der steht vor einem kleinen Fenster mit Blick auf den Fluss.« (Seite 176)

Der Klappentext klang interessant und ich mag Bücher in Briefform sehr, sodass ich mich auf das Buch gefreut hatte. Leider war es mir jedoch von Anfang an nicht möglich, eine Verbindung zu Sybil van Antwerp aufzubauen, bis zuletzt blieb sie mir fremd. Ihre Brief- und E-Mail-Freundschaften waren für mich nur mäßig interessant, der Funke wollte einfach nicht überspringen, denn es fehlte mir das gewisse Etwas, das mich sonst oft in den Bann zieht. Die ausgetauschten Texte kamen mir manchmal belanglos vor, in die Länge gezogene Ausführungen, die nicht selten banal gewesen sind. Das im Klappentext erwähnte große Geheimnis war tragisch, ohne Frage, aber etwas Neues und Ungewöhnliches war es sicherlich nicht. Eine Geschichte, die mir eher nicht lange im Gedächtnis bleiben wird.

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