Ein Sommer, der nie endet
Kein Sommer ohne AugustWas anfängt wie eine Kleinstadt-Romanze entwickelt sich hier zu einem unglaublich vielschichtigen Roman über Freundschaft, Familie, unausgesprochene Gefühle, Geheimnisse, Missverständnisse und all die ...
Was anfängt wie eine Kleinstadt-Romanze entwickelt sich hier zu einem unglaublich vielschichtigen Roman über Freundschaft, Familie, unausgesprochene Gefühle, Geheimnisse, Missverständnisse und all die kleinen und großen Lebensdramen dazwischen. Allerdings schwächelt das Buch an seiner Länge und verliert sich zuweilen in langatmigen und in meinen Augen unnötigen Ausschweifungen, die die Geschichte immer wieder ins Stocken bringen. Ganz toll fand ich, dass es hier eben keine Schema-F Liebesbeziehung gibt, sondern dass die Wege von Charlie und August zwar nah beieinander verlaufen und sich regelmäßig überschneiden, aber nicht sofort - vielleicht niemals? - zusammenführen. So geht es mehr um die innige Freundschaft und die vielen unausgesprochenen Dinge, die diese Freundschaft mit der Zeit verändern und ins Wanken bringen. Und dabei möchte man die beiden schütteln und ihnen zurufen: macht endlich den Mund auf, redet miteinander - und zwar richtig! Sehr beeindruckt hat mich die Unerschütterlichkeit, mit der August zu Charlie steht, auch als sie sich ziemlich dumm und blöd verhält. Charlie wollte ich manchmal schütteln und fragen, warum sie sich und anderen das Leben unnötig schwer machen muss. Doch letztlich fügt sich alles zu einem berührenden Ende, und viele lose Enden werden grandios zusammengeführt. Fazit: gefühlvolle und beeindruckende Geschichte, aber mit Längen.