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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Routiniert

Die Fremde neben dir
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Die Fremde neben dir von Se-Ah Jang ist ein Thriller aus Südkorea, der von der Machart im wesentlichen aber westlichen Romanen dieser Art ähnelt. Er zeigt eine Frau, die aus Verzweiflung viel tut, um einer ...

Die Fremde neben dir von Se-Ah Jang ist ein Thriller aus Südkorea, der von der Machart im wesentlichen aber westlichen Romanen dieser Art ähnelt. Er zeigt eine Frau, die aus Verzweiflung viel tut, um einer gewalttätigen Beziehung und Verfolgung zu entgehen.
Jae-Young nimmt eine fremde Identität an. Das bietet ihr kurzfristig Schutz.
Mit den Schilderungen der Gefühlswelt der Frau fährt die Autorin erstaunlich eindimensional. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht. So bleiben mir die Figuren ein Stück weit gleichgültig.

Das Buch lebt von überraschenden Wendungen und ist so filmisch gestaltet, als wenn die Autoron schon beim Schreiben an eine Verfilmung gedacht hat.
Fazit: Ein routinierter Thriller.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Onesto

Meine Berge bist du
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Der italienische Schriftsteller Francesco Vidotto hat für seinen Roman eine Erzählform gefunden, die daraus besteht, dass aus Briefen und Fotos eines alten Mannes einer Lebensgeschichte gefolgt wird.
Da ...

Der italienische Schriftsteller Francesco Vidotto hat für seinen Roman eine Erzählform gefunden, die daraus besteht, dass aus Briefen und Fotos eines alten Mannes einer Lebensgeschichte gefolgt wird.
Da sind die Brüder Onesto und Santos und die Liebe zu Celeste.
Der Autor hat einen weichen Erzählton, nicht immer ohne Kitsch. Zu oft gibt es Wiederholungen. De Erzähler wirkt naiv. Manches wirkt verklärt. Vielleicht war es deswegen nicht so ganz mein Buch.

Veröffentlicht am 01.04.2026

Glamour-Thriller

Ein guter Blick fürs Böse
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Dieser Thriller von Elizabeth Arnott lässt sich flott und gefällig lesen. Der Plot um drei Freundinnen, die die Gemeinsamkeit haben, dass ihre Ehemänner Serienmörder waren und sie hatten nichts geahnt, ...

Dieser Thriller von Elizabeth Arnott lässt sich flott und gefällig lesen. Der Plot um drei Freundinnen, die die Gemeinsamkeit haben, dass ihre Ehemänner Serienmörder waren und sie hatten nichts geahnt, ist ziemlich konstruiert. Das ist schließlich ein individuelles Schicksal. Aber letztlich hat einen diese absurde Idee zu dem Buch geführt. Außerdem ist die zeitliche Epoche, die späten sechziger Jahre, entscheidend. Dieses Element verleiht dem Roman eine Stimmung.
Die drei Frauen Beverly, Elsie und Margot sind ziemlich verschieden, daher gibt es auch Streitgespräche.
Manche Aspekte des Romans kann man als gelungen ansehen, die Entwicklung des Plots überzeugte wegen mangelnder Glaubwürdigkeit letztlich nicht. Streckenweise hat es ein Feeling von True Crime, obwohl es fiktiv ist.

Veröffentlicht am 24.02.2026

Der Verlust

Lorenzos Reise
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Dieser Roman eines italienischen Schriftstellers führt uns nach Rumänien. Hier ist die Mutter des Protagonisten vor kurzen gestorben. Sie hatte ihn verlassen, als er noch ein Kind war. Ein Schmerz, der ...

Dieser Roman eines italienischen Schriftstellers führt uns nach Rumänien. Hier ist die Mutter des Protagonisten vor kurzen gestorben. Sie hatte ihn verlassen, als er noch ein Kind war. Ein Schmerz, der nie überwunden werden konnte, der sich prägend eingepresst hat.
Andrea Bajani lässt die Gefühlslage von Lorenzo durch Passagen der Vergangenheit wie der Gegenwart deutlich werden. Besonders in den Szenen der Kindheit spürt man die Bedürftigkeit Lorenzos.
Es ist ein melancholisches Buch, das schon 2007 geschrieben wurde. Sprachlich empfand ich es weniger poetisch als erwartet, vielleicht sogar eher flach. So muss ich leider sagen, dass mich der Roman nicht wirklich angesprochen hat.

Veröffentlicht am 04.12.2025

Ein Roman voller Briefe und Emails

Die Briefeschreiberin
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Ein Roman voller Briefe und Emails, die in der Summe einen tiefen Einblick in das Leben einer Frau geben. Es ist auf einige Jahre angelegt. Das hat die Autorin geschickt gemacht. Sybille van Antweerp wird ...

Ein Roman voller Briefe und Emails, die in der Summe einen tiefen Einblick in das Leben einer Frau geben. Es ist auf einige Jahre angelegt. Das hat die Autorin geschickt gemacht. Sybille van Antweerp wird dadurch zu einer Persönlichkeit.
Es gibt ein paar Referenzen an Joan Didion. Doch mit der möchte ich Virginia Evans dann doch nicht vergleichen.
Die Briefeschreiberin sehe ich mehr als gute Unterhaltung ohne größeren gesellschaftsrelevanten Wert.
Doch Fans von Briefromanen können hier aus dem vollen schöpfen