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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.06.2026

Ein verworrener Krimi, mit mancher Wiederholung

Strandopfer
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Warum hat der Tote, das erste „Strandopfer“, einen Bernstein im Mund? Eine Frage, die sich von Lena und Adam, dem deutsch-polnischen Ermittlerduo, nicht so einfach beantworten lässt. Dazu kommen ein verschwundenes ...

Warum hat der Tote, das erste „Strandopfer“, einen Bernstein im Mund? Eine Frage, die sich von Lena und Adam, dem deutsch-polnischen Ermittlerduo, nicht so einfach beantworten lässt. Dazu kommen ein verschwundenes Kind und weitere Tote mit Bernstein im Mund.
Gefühlt wird der Krimi mit jeder Seite verworrener. Grundsätzlich nicht schlecht, nur hier wusste man schon bald nicht mehr, wem man was zutrauen sollte. Warum Lena überhaupt nach Polen geschickt wurde, fand ich unzureichend erklärt. Manche Ermittlungsergebnisse waren irgendwie plötzlich da. Dafür haben die wirklichen Arbeiten von Lena und Adam gefehlt. Die Haupttätigkeit von Lena war über ihre Vergangenheit und die Vorurteile hinwegzukommen, immer wieder. Die Zusammenarbeit gestaltet sich nicht nur dadurch schwierig, beide sind nicht wirklich zugänglich. Zumindest fand ich keine griffige Basis.
Für den Krimi spricht, dass er sich wirklich gut lesen lässt. Frank Goldammer schreibt flüssig, auch lebendig, nur die Spannung fehlt etwas. Auch war zwischendurch nicht alles ganz glaubwürdig. Motiv und Täter konnte ich nach der Lösung des Falles nachvollziehen. Aber zum Beispiel sind eine Ablenkungstaktik des Mörders, oder ein relativ schnelles Verlassen des Krankenhauses nach einer schweren Verletzung, oder die Rolle des Politikers nicht ganz schlüssig für mich gewesen.
Das Buch liest sich gut, wenngleich auch nicht einfach zwischendurch, da man sonst den Faden verlieren könnte. Hier gibt es sicher noch Potential für die nächsten Bände.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Passiert viel ohne richtige Spannung

39 Grad Mord
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Den Krimi „39 Grad Mord“ habe ich verkannt. Von der Insel Sizilien konnte ich fast nichts entdecken. Eigentlich hätte es jede beliebige Insel sein können. Es passiert wirklich viel, in der Zeit, in der ...

Den Krimi „39 Grad Mord“ habe ich verkannt. Von der Insel Sizilien konnte ich fast nichts entdecken. Eigentlich hätte es jede beliebige Insel sein können. Es passiert wirklich viel, in der Zeit, in der der Leser Hannah begleiten darf. Nur leider fehlt die gewisse Spannung, mir zumindest.
Jenny Lund Madsen hat mit ihrer Hauptfigur eine Frau erschaffen, deren Welt sich hauptsächlich um sie selbst dreht, im Beruf ebenso wie in der Liebe. Nebenbei konsumiert sie eigentlich nur alkoholische Getränke, und das in der Hitze des Südens. Naja. Es scheint, dass sich Hannah für ihre Mitmenschen einsetzt, aber gleichzeitig kommt auch das Gefühl auf, sie hält alle anderen, einschließlich der Polizei, für unfähig. Es stimmt schon, dass sie den Fall lösen kann, aber der Weg dorthin ist nicht immer logisch.
Mörder und Motiv haben mir am Ende auch nicht so wirklich gefallen. Einerseits war der Mörder zu nett angelegt um seine Handlungen nachvollziehen zu können. Ja, das ist subjektiv. Aber auch das Motiv ist in meinen Augen nicht ganz passend um die Gewaltbereitschaft zu erklären.
Im Ganzen habe ich mir mehr erwartet. Das Buch konnte mich leider nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 24.03.2026

Viele Fehler stören beim Lesen

Enthüllte Geheimnisse
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(Meine Rezension bezieht sich auf die Ausgabe von 1993, möglicherweise sind meine Kritikpunkte in den nachfolgenden Auflagen nicht mehr vorhanden)

Die grundsätzlichen Informationen über Godfrey Ray King ...

(Meine Rezension bezieht sich auf die Ausgabe von 1993, möglicherweise sind meine Kritikpunkte in den nachfolgenden Auflagen nicht mehr vorhanden)

Die grundsätzlichen Informationen über Godfrey Ray King und seine Erlebnisse mit und durch Saint Germain sind wunderbar. Es wird zwar in einem etwas gewöhnungsbedürftigen Stil erzählt, mit vielen Absätzen, aber dem Sinn nach verständlich.
Was mich bei „Enthüllte Geheimnisse“ wirklich störte sind die vielen Fehler. Da werden Buchstaben beim nächsten Wort dazugehängt, oder Präpositionen verwechselt. Ob dies auf eine ungenügende Übersetzung zurückzuführen ist oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Schade finde ich es nur, dass bei einem Buch, das 2009 die 8. Auflage erreicht hatte, immer noch so viele Fehler vorkommen.
Zugutehalten möchte ich dem Buch die schönen Beschreibungen und Erklärungen, sodass ich mich auf ein Mittelmaß der Bewertung einpendeln kann.
Ich habe es anfangs wirklich gerne gelesen, aber mit den Seiten wurde es leider etwas mühsamer. Die Neugierde was da noch kommen mag, hat mich aber das Buch immer wieder zur Hand nehmen lassen.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Weder brüllend komisch noch tieftraurig

Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war
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Der Roman von Joachim Meyerhoff konnte mich leider nicht wirklich erreichen. Ja, es gab Szenen, die ganz witzig beschrieben sind. Auch stelle ich es mir ganz und gar nicht einfach vor, als Kind in einer ...

Der Roman von Joachim Meyerhoff konnte mich leider nicht wirklich erreichen. Ja, es gab Szenen, die ganz witzig beschrieben sind. Auch stelle ich es mir ganz und gar nicht einfach vor, als Kind in einer Psychiatrie aufzuwachsen, weil der Vater dort Direktor ist.
Doch die eher lose aneinandergehängten Begebenheiten waren mir irgendwann zu flach. Sie sind sehr wohl in einer Zeitlinie erzählt, aber ich hatte das Gefühl, dass mir dazwischen Verbindungsstücke fehlten.
Es ist ein Roman und der Titel „Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war“ impliziert für mich, dass einiges erdacht oder ausgeschmückt wurde. Also in meinen Augen keine Biographie.
Ob der Autor jetzt vom 40igsten Geburtstag seines Vaters erzählt, vom Besuch einer hohen Persönlichkeit, oder wie ein Vogel gegen die Wohnzimmerscheibe fliegt, sein Vater beginnt Sport zu treiben, ein Patient die Angst vor dem Familienhund und den Wunsch diesen zu streicheln immer wieder durchgehen muss, oder erzählt wie Weihnachten in der Psychiatrie gefeiert wird, all das mag berühren. Trotzdem habe ich keinerlei Zugang gefunden. Mir waren die Geschichten zu geradlinig im Sinne von ohne Höhen und Tiefen.
Für mich ist dies ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.

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Veröffentlicht am 27.01.2026

Ruhig, unaufgeregt erzählt

Insel am Rand der Welt
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Ich bin in die Geschichte mit der Erwartung gegangen, dass das Leben auf der Insel sehr ruhig verlaufen wird. Daher habe ich mir auch den Erzählstil so vorgestellt. Und das war er auch, ruhig, unaufgeregt, ...

Ich bin in die Geschichte mit der Erwartung gegangen, dass das Leben auf der Insel sehr ruhig verlaufen wird. Daher habe ich mir auch den Erzählstil so vorgestellt. Und das war er auch, ruhig, unaufgeregt, gleichförmig. Anfangs fand ich das noch völlig in Ordnung, doch mit den Seiten haben mir immer mehr die Emotionen, die Bewegungen gefehlt. Ich kam mir vor als würde ich in einem Tümpel aus Worten treiben.
Anna hat einen Großteil ihres Lebens dem Schutz der Eiderenten gewidmet. Natürlich sind da Emotionen vorhanden, doch die kamen mir eindeutig zu wenig rüber. Es gab hin und wieder Ausschläge, wenn ein Räuber zu sehen war, oder die Arbeit soweit getan und sie auf der Terrasse ihren Kaffee genossen und die Landschaft beobachtet haben. Auch die zähe Ankunft der Enten auf der Insel war einigermaßen gut beschrieben. Doch darüberhinaus habe ich einfach gelesen und war mir der Gefühle der Figuren nicht wirklich bewusst.
Zugutehalten möchte ich James Rebanks seine Landschaftsbeschreibungen. Wie er das Meer und Wetter beschreibt, ist durchaus vorstellbar. Auch hat mir gefallen, dass ich über die mir unbekannte Arbeit der Entenfrauen etwas lernen durfte. Doch nach dem Lesen des Buches hätte ich keine Lust die „Insel am Rand der Welt“ selbst zu besuchen. So richtig gepackt hat es mich leider nicht.

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