Profilbild von wusl

wusl

Lesejury Star
offline

wusl ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit wusl über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2026

3,5 Sterne

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
0

"Willkommen in Deerhusen" ist der erste Teil einer neuen Reihe eines Autorinnenduos.

Was mir gefallen hat?

Natürlich das kongeniale Cover. In das hab ich mich sofort verliebt. Ebenso wie in den Titel ...

"Willkommen in Deerhusen" ist der erste Teil einer neuen Reihe eines Autorinnenduos.

Was mir gefallen hat?

Natürlich das kongeniale Cover. In das hab ich mich sofort verliebt. Ebenso wie in den Titel und in die Schafe, die hier eine überragende Rolle spielen. Auch das ruhige idyllische Leben dort oben im Norden ist für mich als Münchner Pflanze durchaus stimmungsvoll eingefangen und hat mich abgeholt.

Was mir nicht so gefallen hat?

Ich bin kein Fan von ständigen Perspektivwechseln. Dadurch entsteht eine gewisse Unruhe, da jeder Charakter anders tickt und der Geschichte eine andere Richtung gibt. Schade auch, dass die Charaktere am Anfang wirklich anstrengend überzeichnet sind. Diese Münchner High-Society ist wirklich ein schlimmes Pflaster. Dieses Süd-Nord-Gefälle was die Sympathiewerte angeht, fand ich doof und unnötig. Und das Geld überheblich und oberflächlich macht und kein Geld bessere empathischere Menschen aus der Familie fand ich auch eine etwas zu einfache Quintessenz

Fazit:

Nette Familiengeschichte. Wie aus versnobten Münchnern bodenständige Deerhusener werden. Da wäre für mich noch Luft nach oben gewesen. 3,5 Sterne

Veröffentlicht am 14.12.2025

3,5 Sterne

Jetzt gerade ist alles gut
0

Von wusl
Ich bin ein wenig zweigeteilt über dieses Buch.

Gefallen hat mir der einfühlsame und nie belehrende Schreibstil. Prinzipiell fand ich auch angenehm, dass die Abschnitte immer relativ kurz sind. ...

Von wusl
Ich bin ein wenig zweigeteilt über dieses Buch.

Gefallen hat mir der einfühlsame und nie belehrende Schreibstil. Prinzipiell fand ich auch angenehm, dass die Abschnitte immer relativ kurz sind. Man kann als ein Kapitel lesen und sich dann darüber Gedanken machen. Da es sich nicht um einen wirklich spannungsgeladenen Roman handelt, eignet sich die Geschichte gut als Zweitbuch. Das ist aber auch gleichzeitig mein Kritikpunkt.

Es mangelt dem Plot an einem richtigen Twist und einer Handlung, die neugierig macht. Nach einem lebensbedrohlichen Sepsisverlauf kommt der Protagonist nach Hause und seine Lebenseinstellungen verändern sich zusehends und er erkennt die wirklich wichtigen Werte.

Das ist schön zu lesen aber es entsteht keine Dramatik. Das war sicherlich auch nicht gewollt vom Autor, deshalb runde ich meine 3,5 Sterne auf. Denn die Intention der Story wird natürlich klar. Mir war es etwas zu flach in Bezug auf die Höhen und Tiefen, die der Hauptdarsteller durchlebt. Dadurch wird die Gewichtung seiner Erkenntnisse merklich geschmälert.

Veröffentlicht am 28.04.2024

3,5 Sterne

James
0

Da das Buch "James" von Percival Everett bei Literaten hoch gehandelt wird, habe ich es mir ausgeliehen und gelesen.

Erzählt wird aus der Sicht des Sklaven James - genannt Jim - dessen Flucht vor einem ...

Da das Buch "James" von Percival Everett bei Literaten hoch gehandelt wird, habe ich es mir ausgeliehen und gelesen.

Erzählt wird aus der Sicht des Sklaven James - genannt Jim - dessen Flucht vor einem geplanten Verkauf mit dem jugendlichen Huckleberry Finn. Die Story war mir in groben Zügen aus dem Original ein Begriff. Und ich war gespannt darauf, wie hier James der Kluge und Starke ist und Finn ein eher naiver unbedarfter Junge.

Es geht dem Autor darum, aus der Sicht eines Sklaven zu erzählen, der eine große Lebensweisheit besitzt, sogar lesen kann, der aber dies natürlich vor den weißen Herren verbirgt um nicht in Teufelsküche zu geraten und um sich durch sein hartes Leben zu lavieren. Diese Aspekte hat er gut rüber gebracht auch wenn ich sie nicht wirklich neu erzählt empfand. Ich fühlte mich ein wenig an Roots erinnert.

Der Erzählstil hat mir nicht besonders gefallen. Ich kann es schwer in Worte fassen. Mir kam es zu plakativ vor. Sowohl James als auch das Verhalten der Weißen. Es war vorhersehbar und sehr schwarz-weiß dargestellt. Das ist allerdings aus der Warte einer europäischen Weißen wahrscheinlich ein falscher Eindruck. Aber mir machte es das Lesen eher schwer.

Veröffentlicht am 12.05.2021

3,5 Sterne

Möwensommer
0

Liebesromane sind bei mir ja immer so eine Sache. Es muss einfach funken, zwischen mir und der Geschichte. Am Beginn steht das Cover und das ist wirklich wundervoll. Man fühlt sich sofort in schöne Urlaube ...

Liebesromane sind bei mir ja immer so eine Sache. Es muss einfach funken, zwischen mir und der Geschichte. Am Beginn steht das Cover und das ist wirklich wundervoll. Man fühlt sich sofort in schöne Urlaube zurückversetzt und als südliches Gewächs ist Norderney mehr als vielversprechend als Setting. Außerdem hat die Autorin Lotte Römer einen flotten und nahbaren Erzählstil gewählt, so dass man das Buch schnell und ohne Problemem lesen kann.

Abzüge gebe ich im Plot, der leider für meinen Geschmack vorhersehbar und ohne überraschende Wendungen war. Ich weiß, das ist bei einer Liebesgeschichte nicht das Wichtigste, aber eine kleine Ungewissheit oder auch ein bisschen Drama finde ich doch immer ganz nett.

Am meisten störte mich tatsächlich, dass die Hauptdarstellerin trotz ihrer 25 in Liebesdingen noch so unreif ist. Dadurch wirkte es für mich über weite Strecken eher wie eine Teenagergeschichte. Es fehlte mir einfach etwas die Realität. 3,5 Sterne für eine leichte aber etwas belanglose Story.

Veröffentlicht am 29.03.2021

Trilogieauftakt

Geiger
6

Mit dem Codewort Geiger wird eine seit 30 Jahren "schlafende" Agentin aktiviert, die daraufhin ziemlich kaltblütig ihren Ehemann erschießt und sich auf die Jagd nach weiteren Zielen auf den Weg macht. ...

Mit dem Codewort Geiger wird eine seit 30 Jahren "schlafende" Agentin aktiviert, die daraufhin ziemlich kaltblütig ihren Ehemann erschießt und sich auf die Jagd nach weiteren Zielen auf den Weg macht. So beginnt ein rasanter und nordisch-harter Thriller, der in einem Schweden spielt, in dem es noch immer jede Menge Agenten aus Zeiten des kalten Krieges gibt. Die Verbindungen zur damaligen DDR spielen ebenso eine Rolle, wie eine gegenerische Organisation, die es zu vernichten gilt.

Der Plot beinhaltet das übliche Katz und Mausspiel, wie man es aus anderen Romanen dieses Genres kennt. Der Leser wird über einiges sehr lange im Unklaren gelassen. Einerseits hat man daher am Ende einen großen AHA-Effekt, andererseits gibt es kaum Möglichkeiten, selbst zu neuen Erkenntnissen durch Kombinationsgabe und aufmerksamen Lesen zu kommen. Man folgt der Handlung also neugierig aber teilweise etwas unterfordert.

Gefallen hat mir das hohe Tempo und dass die Hauptdarstellers in weiten Teilen im Rentenalter oder knapp davor sind. Dadurch fallen sie aus dem üblichen Agentenmuster und es plagen sie schon mal das ein oder andere Zipperlein - wobei sie immer noch fitter sind, als der Durchschnitt ihrer Altersgenossen. Das Thema an sich ist interessant auch wenn ich kein Spionagethriller-Fan bin. Mir war nicht ganz bewusst, dass es der Auftakt einer Trilogie ist. Ich bin noch unschlüssig, ob ich hier weiter lese.

Trotz der ein oder anderen Übertreibung und genretypischen Allgemeinplätzen unterhaltsam.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Spannung
  • Erzählstil
  • Charaktere