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Annikii

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.01.2026

Ein chaotisch-herzlicher Familienroman

Mama will ihr Haus vererben
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"Mama will ihr Haus vererben" hat mich überrascht, weil es eine Familie zeigt, wie ich sie so oder ähnlich bestimmt alle kenne: liebenswert, manchmal nervig und immer wieder voller Drama. Die Geschichte ...

"Mama will ihr Haus vererben" hat mich überrascht, weil es eine Familie zeigt, wie ich sie so oder ähnlich bestimmt alle kenne: liebenswert, manchmal nervig und immer wieder voller Drama. Die Geschichte beginnt mit einem Geburtstagskaffee, bei dem Katrins Mutter den verblüffenden Plan verkündet, dass das Elternhaus nur dem Kind gehören soll, das sich in den nächsten Monaten am besten um sie kümmert. Das sorgt schnell für Verwirrung, Konkurrenz und ziemlich viel Chaos.

Katrin war mir von Anfang an sympathisch, weil sie eigentlich gar nicht mitmachen möchte, aber dann doch mittendrin steckt und mit allen möglichen Gefühlen zu kämpfen hat – Liebe für ihre Familie, Pflichtgefühl und die Angst, sich selbst zu verlieren. Besonders spannend fand ich, wie sie zwischen dem Wunsch, für ihre Mutter da zu sein, und den eigenen Bedürfnissen hin- und hergerissen ist. Die Reaktionen der anderen Familienmitglieder, vor allem das Konkurrenzdenken und die kleinen Gemeinheiten, wirkten dabei oft so real, dass ich mich an Gespräche und Situationen erinnert fühlte, die ich selbst schon erlebt habe.

Die Autorin schreibt locker und mit einem guten Gespür für Humor, sodass sich das Buch leicht lesen lässt, selbst wenn es stellenweise etwas turbulent zugeht. Es geht zwar um ein Erbe und um ein Haus, aber letztlich dreht sich vieles um Nähe, Erwartungen und die Frage, wie weit man für die Menschen, die man liebt, gehen will – auch wenn es unbequem wird.

Für mich war das Buch eine kurzweilige, dabei aber auch nachdenklich stimmende Lektüre, die mich oft zum Schmunzeln gebracht hat, aber auch Momente hatte, in denen ich gestoppt und über Beziehungen innerhalb einer Familie nachgedacht habe. Genau diese Mischung aus Witz, Alltag und ehrlichen Gefühlen macht dieses Buch für mich besonders lesenswert.

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Veröffentlicht am 12.05.2026

Warmherzig, berührend und voller Herz für Mensch und Tier

Sommer ist mein Lieblingsort
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Mit „Sommer ist mein Lieblingsort“ erzählt Franziska Blum eine bewegende Geschichte über Neuanfänge, Selbstfindung und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier – eingebettet in eine sommerlich-leichte ...

Mit „Sommer ist mein Lieblingsort“ erzählt Franziska Blum eine bewegende Geschichte über Neuanfänge, Selbstfindung und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier – eingebettet in eine sommerlich-leichte Atmosphäre, die dennoch viel Tiefe mitbringt.

Im Mittelpunkt steht Cäcilia, die mit ganzem Herzen für ihr Tierheim lebt und dabei zunehmend an ihre Grenzen gerät. Besonders gelungen ist es der Autorin, diesen inneren Konflikt spürbar zu machen: den Wunsch zu helfen und gleichzeitig die eigene Erschöpfung, die sich nicht mehr ignorieren lässt. Dadurch wirkt die Geschichte authentisch und nahbar.

Ein großer Pluspunkt ist die gelungene Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen. Neben Urlaubsfeeling, Reiseeindrücken und zwischenmenschlichen Begegnungen werden auch Themen wie Tierschutz, Verantwortung und emotionale Belastung sensibel aufgegriffen. Gerade die Schicksale der Tiere gehen dabei sehr ans Herz, ohne jemals zu überfordern oder zu dramatisch zu wirken.

Auch die Figuren sind liebevoll gezeichnet. Cäcilia ist eine sympathische Protagonistin, die sich im Laufe der Geschichte spürbar weiterentwickelt. Die Dynamik zwischen ihr und Roman sorgt für zusätzliche Spannung, wobei ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe der Geschichte eine interessante Tiefe verleihen.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und macht es leicht, in die Handlung einzutauchen. Die vielen bildhaften Beschreibungen lassen sowohl das raue Inselgefühl als auch die sommerliche Reiselust lebendig werden, sodass man sich beim Lesen oft mitten im Geschehen fühlt.

Einige Entwicklungen im letzten Drittel gehen etwas schnell oder wirken ein wenig zu glatt, und nicht alle offenen Fragen werden vollständig ausgearbeitet. Dennoch bleibt am Ende ein rundes, warmes Gesamtgefühl zurück.

Ein gefühlvoller Roman, der zeigt, dass „Sommer“ nicht nur ein Ort ist, sondern auch ein Zustand – geprägt von Mut, Veränderung und den richtigen Menschen (und Tieren) an der Seite.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Ein Ort zwischen Verlust, Hoffnung und Neubeginn

Ein Ort, der bleibt
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Das Cover von "Ein Ort, der bleibt" hat mich sofort angesprochen. Es wirkt ruhig und zugleich bedeutungsvoll und passt sehr gut zur Stimmung des Romans. Auch die Gestaltung insgesamt unterstreicht den ...

Das Cover von "Ein Ort, der bleibt" hat mich sofort angesprochen. Es wirkt ruhig und zugleich bedeutungsvoll und passt sehr gut zur Stimmung des Romans. Auch die Gestaltung insgesamt unterstreicht den literarischen Charakter des Buches und stimmt gut auf die Geschichte ein.

Der Roman erzählt von Menschen, die ihre Heimat verlassen müssen und an einem neuen Ort versuchen, Wurzeln zu schlagen. Dabei werden mehrere Zeitebenen und Lebensgeschichten verbunden, die durch einen besonderen Ort miteinander verknüpft sind. Ohne zu viel vorwegzunehmen, geht es um Verlust, Anpassung und die Frage, was bleibt, wenn sich das Leben grundlegend verändert. Die historische Einbettung empfand ich als spannend und gut recherchiert, da sie der Geschichte Tiefe verleiht, ohne belehrend zu wirken.

Der Schreibstil ist ruhig, sachlich und stellenweise sehr detailreich. Mir hat gefallen, dass sich die Autorin Zeit nimmt, Orte, Pflanzen und Zusammenhänge genau zu beschreiben. Das sorgt für eine dichte Atmosphäre, verlangte mir aber auch Aufmerksamkeit ab. An manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr emotionale Nähe zu den Figuren gewünscht, da sie für mich trotz ihrer interessanten Lebenswege einen kleinen Abstand bewahrten. Insgesamt wirken sie jedoch glaubwürdig und in ihrem Handeln nachvollziehbar.

Besonders interessant fand ich die Verbindung von Natur, Geschichte und persönlichen Schicksalen. Dass reale historische Hintergründe in die Handlung einfließen, macht das Buch für mich zusätzlich reizvoll und hebt es von vielen reinen Familienromanen ab. Die Autorin zeigt ein gutes Gespür dafür, komplexe Themen ruhig und unaufgeregt zu erzählen.

"Ein Ort, der bleibt" ist ein vielschichtiger Roman, der Zeit und Ruhe beim Lesen verlangt. Trotz kleiner Längen eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne tiefgründige Romane lesen.

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