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Nikko_Yarop

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2026

Cosy Romance

The Iced Caramel Coffee Agreement
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Mit dem zweiten Band ihrer Lower-Whilby-Reihe liefert Kyra Groh eine warmherzige, gefühlvolle und zugleich reflektierte Romance-Geschichte, die sich angenehm von typischen Klischees abhebt.

Besonders ...

Mit dem zweiten Band ihrer Lower-Whilby-Reihe liefert Kyra Groh eine warmherzige, gefühlvolle und zugleich reflektierte Romance-Geschichte, die sich angenehm von typischen Klischees abhebt.

Besonders gelungen ist die Figurenzeichnung: Eleanores Unsicherheiten und ihr Wunsch nach mehr Erfahrung werden sensibel und respektvoll dargestellt, ohne ins Lächerliche oder Klischeehafte abzurutschen. Ihre Gedanken wirken authentisch und nachvollziehbar. Auch Dex überzeugt mit emotionaler Tiefe, seine innere Zerrissenheit und sein Scheitern machen ihn greifbar und sympathisch.

Das Setting rund um Lower Whilby ist erneut ein Highlight. Die Kleinstadtatmosphäre, geprägt von Fürsorge, Neugier und sozialem Druck, wird lebendig eingefangen. Man spürt sowohl die Geborgenheit als auch die Enge, die ein solcher Ort mit sich bringt. Bekannte Nebenfiguren wie Jude und James fügen sich stimmig ein und bereichern die Geschichte, während neue Entwicklungen, etwa rund um Olive, neugierig auf den nächsten Band machen.

Grohs Schreibstil ist flüssig, einfühlsam und stellenweise überraschend tiefgründig. Die wechselnden Perspektiven zwischen Eleanore und Dex ermöglichen einen intensiven Einblick in beide Gefühlswelten. Besonders positiv fällt auf, dass romantische und „spicy“ Momente ausgewogen eingesetzt werden, die emotionale Entwicklung steht klar im Vordergrund.

Der positive Gesamteindruck überwiegt deutlich. „The Iced Caramel Coffee Agreement“ ist eine gefühlvolle, charmante und ehrliche Liebesgeschichte über Selbstfindung, Mut und das Verlassen eingefahrener Wege. Ein Wohlfühlbuch mit Tiefe, das zum Mitfühlen und Abschalten einlädt.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Familiendrama

Beth is dead
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Die Geschichte hat mich direkt gepackt. Durch die Wechsel zwischen „Heute“ und „Davor“ sowie die verschiedenen Perspektiven der Schwestern baut sich nach und nach ein Gesamtbild auf, ohne zu viel zu verraten. ...

Die Geschichte hat mich direkt gepackt. Durch die Wechsel zwischen „Heute“ und „Davor“ sowie die verschiedenen Perspektiven der Schwestern baut sich nach und nach ein Gesamtbild auf, ohne zu viel zu verraten. Das Miträtseln, wer hinter Beths Tod steckt, hat wirklich Spaß gemacht, da man seine Theorien ständig überdenken musste.

Die Charaktere sind interessant angelegt, auch wenn mir die drei verbliebenen Schwestern teilweise etwas unsympathisch waren. Beth selbst ist mir dabei noch am meisten im Kopf geblieben. Positiv ist aber, dass alle Figuren ihre eigenen Geheimnisse haben, was die Spannung unterstützt.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen, allerdings hat die Geschichte im Mittelteil ein paar Längen und wirkt stellenweise etwas ruhiger. Gegen Ende zieht die Spannung aber nochmal deutlich an und überzeugt mit guten Wendungen.

Insgesamt ist „Beth is Dead“ kein klassischer Thriller, sondern eher ein ruhigerer Young-Adult-Krimi mit Fokus auf Familie und Beziehungen. Trotz kleiner Schwächen eine spannende Geschichte, die zum Miträtseln einlädt.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Ein Neuanfang

Mirabellentage
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Nach "Mühlensommer" war ich besonders interessiert, wie es wohl weiter gehen wird. Es war eine sehr schöne Überraschung, dass die Nebenfigur aus Mühlensommer hier ihre eigene Geschichte bekommen hat.

Der ...

Nach "Mühlensommer" war ich besonders interessiert, wie es wohl weiter gehen wird. Es war eine sehr schöne Überraschung, dass die Nebenfigur aus Mühlensommer hier ihre eigene Geschichte bekommen hat.

Der Schreibstil ist ruhig, atmosphärisch und sehr lebendig. Besonders gelungen sind die Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, die ein stimmiges Bild vom einfachen, oft auch einengenden Leben in einer katholischen Dorfgemeinschaft zeichnen. Für viele Leser:innen dürfte hier ein hoher Wiedererkennungswert entstehen, gerade wenn eigene Erinnerungen an das Landleben mitschwingen.

Emotional bietet das Buch eine breite Palette: von nachdenklichen Momenten über berührende Szenen bis hin zu humorvollen Episoden. Allerdings ist genau dieser Humor nicht durchgehend treffsicher. Einige Einfälle, etwa rund um den neuen Pfarrer und sprachliche Missverständnisse, wirken eher überzogen oder albern und treffen nicht jeden Geschmack. Hier verliert die Geschichte stellenweise etwas an Wirkung.

Dennoch überzeugt der Roman insgesamt durch seine stimmige Atmosphäre, die liebenswerte Hauptfigur und das Thema des späten Aufbruchs. Annas Reise, sowohl innerlich als auch äußerlich, entwickelt eine leise, aber nachhaltige Kraft.

Fazit:
Ein warmherziger, atmosphärischer Dorfroman über Verlust, Erinnerungen und den Mut zum Neuanfang. Nicht jeder Humor zündet, doch die authentische Stimmung und die sympathische Protagonistin machen Mirabellentage zu einer gelungenen, emotionalen Lektüre, besonders für Fans von ruhigen, lebensnahen Geschichten.

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Veröffentlicht am 06.04.2026

Dunkle Schwäne, leise Wahrheiten

Verrat der Schwäne
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Schon zu Beginn zieht das Buch mit seinem intensiven Gothic-Vibe in den Bann. Das Setting, angelehnt an ein Frankreich des 17. Jahrhunderts, wirkt detailreich und stimmungsvoll, fast schon greifbar. Besonders ...

Schon zu Beginn zieht das Buch mit seinem intensiven Gothic-Vibe in den Bann. Das Setting, angelehnt an ein Frankreich des 17. Jahrhunderts, wirkt detailreich und stimmungsvoll, fast schon greifbar. Besonders gelungen ist, wie man die Welt gemeinsam mit der Protagonistin entdeckt. Dadurch fühlt sich alles organisch und authentisch an. Die eingestreuten Legenden und Hintergründe verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und machen das Worldbuilding zu einem echten Highlight.



Im Mittelpunkt steht Odile, eine komplexe Figur voller innerer Konflikte. Ihr Kampf zwischen Erwartungen, Schuld und dem Wunsch nach Selbstbestimmung wirkt schmerzhaft ehrlich. Ihre Entwicklung gehört zu den stärksten Aspekten des Buches: leise, aber eindringlich. Auch Dilous Handlungsstrang und ihre Entwicklung bringen spannende Dynamik in die Geschichte. Beziehungen sei es zu Familie, Verbündeten oder insbesondere zu Marie, sind vielschichtig und emotional aufgeladen.



Die queere Repräsentation, vor allem die sapphische Liebesgeschichte, ist ein wichtiger Bestandteil der Handlung. Für manche mag sie sehr berührend und zentral wirken, während andere sich hier etwas mehr Tiefe und Raum wünschen könnten. Ähnliches gilt für magische Elemente wie Odiles Fähigkeiten oder Maries Schwanendasein und spannende Ansätze, die stellenweise etwas zu kurz kommen.



Die Handlung selbst bietet viele Intrigen und Wendungen. Allerdings sind einige davon vorhersehbar, und gerade der Anfang zieht sich etwas. Erst in der zweiten Hälfte gewinnt die Geschichte deutlich an Tempo und Intensität. Dann entsteht ein Sog, der das Buch kaum noch aus der Hand legen lässt.



Der Schreibstil ist atmosphärisch und bildhaft, teilweise fast poetisch. Das unterstützt die düstere Grundstimmung, kann aber gelegentlich etwas verspielt wirken und einzelne Szenen oder Dialoge abschwächen. Dennoch gelingt es Poranek insgesamt sehr gut, eine beklemmende, eindringliche Atmosphäre zu schaffen.



Das Hörbuch, gesprochen von Rebecca Veil, verstärkt dieses Erlebnis zusätzlich. Ihre Stimme passt hervorragend zum Setting und trägt viel zur dichten Stimmung bei.



Fazit:

Ein düsteres, atmosphärisches Gothic-Mystery mit Schwanensee-Anleihen, queerer Liebesgeschichte und vielen Intrigen. Trotz kleiner Schwächen in Plot und Tempo überzeugt das Buch durch starke Emotionen, interessante Figuren und eine eindringliche Atmosphäre. Ein Werk, das leise beginnt, aber lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Magische Zeitreisen und ein Hotel voller Geheimnisse

Das White Octopus Hotel
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Mit Das White Octopus Hotel entführt Alexandra Bell ihre Leser in eine geheimnisvolle Geschichte voller Zeitreisen, Magie und emotionaler Schicksale. Im Mittelpunkt steht Eve Shaw, die seit ihrer Kindheit ...

Mit Das White Octopus Hotel entführt Alexandra Bell ihre Leser in eine geheimnisvolle Geschichte voller Zeitreisen, Magie und emotionaler Schicksale. Im Mittelpunkt steht Eve Shaw, die seit ihrer Kindheit von Albträumen und der Schuld am Tod ihrer Schwester verfolgt wird. Als sie auf das rätselhafte White Octopus Hotel stößt, beginnt für sie eine Reise durch verschiedene Zeiten, bei der Vergangenheit, Gegenwart und persönliche Erinnerungen immer stärker miteinander verschmelzen.

Besonders faszinierend ist das Setting des verlassenen Grand Hotels hoch in den Bergen. Magische Gegenstände, geheimnisvolle Räume und das legendäre Zimmer 27, das Reisen in die Vergangenheit ermöglicht, sorgen für eine atmosphärische und teilweise fast märchenhafte Stimmung. Gleichzeitig behandelt die Geschichte auch ernste Themen wie Schuld, Verlust und die Folgen von Kriegserlebnissen, die sowohl Eve als auch den Komponisten Max Everly prägen.

Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft, wodurch man schnell in die Geschichte eintauchen kann. Durch wechselnde Perspektiven und verschiedene Zeitebenen entsteht eine komplexe Handlung, die zwar spannend ist, stellenweise aber auch etwas verwirrend wirken kann. Besonders bei den zahlreichen Zeitsprüngen und Figurenkonstellationen verliert man gelegentlich kurz den Überblick.

Auch als Hörbuch funktioniert die Geschichte sehr gut. Die Atmosphäre des geheimnisvollen Hotels, die emotionalen Momente und die unterschiedlichen Zeitebenen werden lebendig vermittelt, sodass man sich die Szenen sehr gut vorstellen kann und der Handlung gerne folgt.

Trotz kleinerer Schwächen überzeugt der Roman durch seine originelle Idee, das mysteriöse Hotel und die berührende Verbindung zwischen Eve und Max. Wer Geschichten über Zeitreisen, magische Orte und emotional verwobene Schicksale liebt, wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.

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